FAZ:
„Ein Poem der Isolation,
schwerelos, assoziationsfreudig, narrativ immer wieder ins Ungefähre
ausfransend […]. Allary versucht den Alltagsrealismus phantastisch zu
brechen, hebt mit Hilfe der Imagination die Banalität ins vorsichtig
Philosophische. […] Allarys Film hinterläßt jene Abdrücke in der
Phantasie des Zuschauers, die nicht mit der folgenden Sendung gleich wieder
verwischt werden können.“
Hans-Dieter Seidel
Kino Kino:
„Vom Zauber menschlicher Obsessionen im Dickicht der
Städte handelt Allarys melancholische Komödie.“
Die Zeit:
„Wer ‚Liebe, Leben, Tod‘ gesehen hat und sich nicht
zufrieden mit einer Welt, die solche Wunder zuläßt und bezahlt, zu Bett
gelegt hat, ist entweder ein Banause oder ein unverbesserlicher Alarmist.
Allarys Film […] führte die sogenannte Perversion zurück in die
Normalität, wo sie längst angekommen ist und wo sie Liebe verdient, dem
Leben Reiz verleiht und selbst den Tod nicht scheut. […] Wir haben alle
unsere Eigenheiten, sagt dieser Film, und mehr: Erst in unseren Eigenheiten
liegt unsere Würde. […] Solange solche Orchideen im Programm blühen, will
man die Kommerzsender und ihren Druck auf die öffentlich-rechtlichen
akzeptieren. Aber nur so lange! Wenn im Fernsehen keine Allarys mehr ihre
Visionen vorführen dürfen, kann man das Medium als auch künstlerisches
abschreiben.“
Barbara Sichtermann
Hamburger
Abendblatt:
„Sorgfältig zwischen großen Gesten und
Alltagsbetrachtungen ausgependelt, verbinden sich Schicksale zu einer
fließenden Inszenierung, die in ihrem Realismus unwirklich und in ihren
märchenhaften Sequenzen höchst wahrscheinlich erscheint. […] Einer der
seltenen anrührenden Großstadtfilme ohne Kleine-Leute-Kitsch.“
Christa Thelen
Thüringer Allgemeine Zeitung:
„Ein Film mit dem etwas anderen Blick auf das Leben. Ein
mitternächtliches Kunsterlebnis, das schlaflos macht.“
Lilo Plaschke
Badische Zeitung:
„Es gibt hierzulande keine Tradition für diese Art des
poetischen Realismus einer Filmgeschichte, die zuerst an Federico Fellini
denken läßt. Umso bezaubernder wirkte Allarys Werk. Der Regisseur hat eine
Reihe von Schauspielern zu bemerkenswert eindringlichem Spiel geführt, seine
Figuren ähnelten sich in der schönen Naivität ihres Blickes auf die Welt.
[…] Hier war alles zu sehen, was dem deutschen Film angeblich fehlen soll:
Das Leichte und Heitere, das zugleich das Traurige und Ernste ist. Die
gelassene Weisheit und der emotionale Überschwang. Das Leben und zugleich
die Verzauberung des Lebens. Gewiß darf man das eine Hoffnung nennen.“
Tom Peuckert
Südkurier:
„Mathias Allarys romantische Parabel auf die Sehnsucht
nach Geborgenheit schillert als Kaleidoskop heimlicher Sehnsüchte und
unheimlicher Daseinsverzweiflung. […] Allary zeigt auf die schönste Weise
die Utopie einer Welt als Summe verschiedenster Einzelwelten – Raumschiffe
wie wir alle. […] Als Menschenkenner […] verzaubert Allary mit einem
Beitrag über Irrungen und Wirrungen, der im Kleinen groß ist und in der
Spiegelung abgründiger Sehnsüchte zutiefst human – eine mutige,
anachronistische Leistung.“
Kölner Stadt Anzeiger:
„Wie Menschen an einander vorbeilaufen, und wie es
gelegentlich doch zu Berührungen kommt, erzählte Allary auf eine […]
überzeugende, zugleich heitere und ernste Art.“
Norbert Hummelt |