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Storyboard: Meghal erscheint
Arbeitstitel: Have a Nice Die
  Spielfilm
Realisierung: zurückgestellt
Regie: Mathias Allary
Drehbuch: Mathias Allary
Hauptdarsteller: Rolf Zacher, Katharina Thalbach, Armin Rohde und Esther Zimmering
Mehr: Von den Lippen gelesen
 

Meghal

In einer trüben Nacht stattet der Tod der Erde einen Besuch ab, um die ungläubigen Menschen, die denken, sie stürben, weil die Ärzte nichts taugten oder ihre Autos nicht sicher genug seien, persönlich von seiner Existenz zu überzeugen.

Während seines ersten Auftrags – einen LKW-Fahrer in den Tod zu geleiten – vermag er noch, sich vor den Anwesenden, nicht ganz uneitel und sorgfältig kalkuliert, in Szene zu setzen.

Doch schon der nächste Auftrag verläuft weniger reibungslos: Sein Beender, eine Spieluhr, die ihm gleich einem Kompass den Weg zu den Todgeweihten weist, führt ihn zu Ratze, einem jungen, hoffnungslosen Obdachlosen, dem er zum Selbstmord verhelfen soll. Doch Meghal heftet sich im Getümmel der U-Bahn fatalerweise an die Fersen des unbeteiligten Lucas, dessen Jacke der von Ratze zum Verwechseln ähnlich sieht.

Storyboard: Menschen in der U-Bahn-Station

Und wie Meghal schmerzlich erfahren muss, steht Lucas mitten im Leben: Als junger Lichtgestalter träumt er – fasziniert vom Licht und dessen Anziehungskraft – von großen Top-Aufträgen und denkt gar nicht daran zu sterben.

Meghals Versuche, Lucas zu einem anmutigen Sprung aus dem Fenster oder einem wirkungsvollen Sturz von einem Kran zu bewegen, schlagen fehl. Dabei haben Lucas und sein Partner Umut bereits alle Hände voll zu tun, das Überleben ihrer Firma „Licht & Strom“ zu sichern. Über eine öffentliche Ausschreibung für Lichtgestaltung hoffen sie, neue Aufträge zu bekommen. Doch die Konkurrenz, „Presch & Partner“ schläft nicht und versucht, die beiden mit üblen Tricks aus dem Rennen zu werfen.

Storyboard: Lucas bewegt sich durch U-Bahn-WaggonMenschliches...

Meghals Nachstellungen bringen ihn zunehmend in Berührung mit Menschendingen, vor denen er so eindringlich gewarnt worden war: Nahrung, Alkohol und Schlaf sind ihm eigentlich untersagt...

Anna, eine eigensinnige Verkäuferin, die nach jeder Enttäuschung durch einen Mann Wohnung oder Job wechselt, zieht nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung in die Wohnung über Lucas.

Ihre Mutter Marietta, die dem Alkohol verfallen ist, nachdem ihr Mann sie verlassen hat, sucht sie regelmäßig auf, um sich Geld zu leihen. Als sie ein Geschenk für ihre Tochter bei Nachbar Lucas hinterlegt, legt sie unbeabsichtigt den Grundstein für eine sich langsam entfaltende Liebe: Bei der Übergabe des Geschenks gerät Lucas unverhofft in die Rolle des neuen Liebhabers.

... und Zwischenmenschliches

Denn mit dieser Behauptung versucht Anna, den Nachstellungen ihres ehemaligen Freundes zu entkommen. Aus der Not improvisieren die beiden ein folgenreiches Rendezvous.

Lucas verliebt sich in Anna, vermag ihre tief verwurzelte Bindungsangst jedoch nicht zu überwinden. Die Erinnerung an das einstige Verschwinden ihres Vaters sitzt zu tief. Erst einige Wutausbrüche später wird Anna sich endgültig für Lucas entscheiden.

Auch Marietta macht eine unverhoffte Begegnung: Im Dunkel des Treppenhauses stolpert sie über Meghal, der vor Lucas’ Wohnung auf sein Opfer wartet, und kullert mit ihm etliche Stufen herunter.

Peinlich berührt nimmt sie ihn kurz entschlossen mit in ihre Stammkneipe, um das Malheur wieder gut zu machen. Im Laternchen versinken sie gemeinsam mit Wolle und Ratze, zwei vom Leben Geschlagenen, denen das Leben ebenso viel wert ist wie der Tod, in ausgelassene Trinkgelage. Plötzlich lebt Meghal auf, lacht, trinkt und kommt dabei Marietta näher. Freilich, sein neuer Lebenswandel lässt ihn zunehmend seine schicksalhaften Aufträge vernachlässigen, sodass tödliche Unfälle und allerlei Irrtümer auf einmal unvermutet glimpflich ausgehen.

Erst nach Tagen kommt Meghal durch einen unnötigen Streit wieder zu sich. Jetzt wird es höchste Zeit für ihn, seinen ursprünglichen Auftrag doch noch zu erfüllen...