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Funk-Korrespondez:
„... eine äußerst beeindruckende, dichte und gelungene
Biographie. Welch stimmige, das Gesagte unterstützende oder auch
kontrastierende bildhafte Assoziationen dabei den Zuschauer einfangen, sind
nicht alle Tage zu sehen. In dieser Hinsicht wagte sich Allary auf filmisches
Neuland. Ruhige, stimmungsvolle Kameraeinstellungen geben dem Film ein
impressionistisches Timbre, lassen die selten vermittelbare Dimension der
Gedanken- und Gefühlswelt einer Person erleben.“
Josef Nagel
Stuttgarter Nachrichten
„Allary ist mit diesem Portrait ein schöner, engagierter,
menschlicher Film gelungen, in dem alles, was für gewöhnlich anerkannt ist,
fragwürdig wird, nur nicht die Achtung vor dem Leben. – In Allarys Bildern
werden die Fassaden unserer Wohlstandsstädte brüchig und abweisend
zugleich: babylonische Türme, hinter deren scheinbarer Ordnung sich das
Chaos verbirgt und die Einsamkeit, die sich mit Plunder und Glitzer
schmückt. ‚Polster-Willi‘ wurde so zu einem Film über die Kälte in
unseren Städten und über den Versuch, sich dort, wo alles zu Ende ist,
einen Platz zum Überleben zu bewahren.“
Thomas Thieringer
Badische
Zeitung
„Mathias Allarys ‚Dokumentarmärchen‘ über den
Polster Willi aus Düsseldorf stellte dem Zuschauer ein Rätsel in lebenden
Bildern. – Ein Film mit ganz neuer Perspektive.“
Süddeutsche Zeitung
„Allary stellt gegenüber, montiert Gegensätzliches: etwa
die Schaufenster der Einkaufsstraßen und die Mülllandschaften der
Schrottplätze, oder die spiegelglatten Bürotürme und die Silhouetten der
Industrieanlagen. Die Differenz demontiert Begriffe wie ‚schön‘ oder ‚häßlich‘.
In ‚Polster-Willi‘ sieht man, was dem deutschen Film so oft abgeht: die
Schilderung von Abläufen, davon, wie etwas gemacht wird.“
Michael Althen
Münchner Merkur
„Mit unaufdringlichen, ausdrucksstarken Bildern zeigt
Allary, wen er für den bewussteren, intensiveren Menschen hält. Im Wechsel
der Erzählebenen lernt der Zuschauer Verständnis aber auch Kritik
gegenüber der eigenen ‚Wegwerf-Mentalität‘, die durch Luxus und Konsum
Einsamkeit nur scheinbar zu überdecken vermag.“
Olaf Kracht
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