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Inhalt
In einem friedlichen Dorf im Emmental leben der fünfzehnjährige Sascha
und seine gleichaltrigen Freunde Patrick und Moni. An der Schwelle zum
Erwachsenwerden versuchen die drei Jugendlichen ihrem monotonen Alltag zu
entkommen.
Während seine Freunde tagsüber in Lehrbetrieben arbeiten, bleibt Sascha oft
allein, auf sich bezogen und wartet auf eine Welt, die ihn scheinbar nicht
will.
Sein unverschuldetes Unglück ist es, bei niemandem Anerkennung zu finden. Seine Schicht
arbeitende Mutter sieht er kaum, sein Vater ist vor langem ausgezogen.
Kälte, Verzweiflung und Wut begleiten Sascha auf seiner Suche nach Zuneigung
und Identität.
Seine stummen Hilfeschreie nimmt niemand wahr.
Sascha will vor seinen Freunden Stärke ausstrahlen, will ihnen wenigstens in
kleinen Raufereien überlegen und bei riskanten Unternehmungen besonders
kühn sein.
Als sie eines Tages im nächtlichen Wald herumstreunen, entdecken
sie eine hell erleuchtete Hütte, in der kahlgeschorene Männer grölend
feiern und tanzen.
Was für seine Freunde Zeitvertreib und Abenteuer bleibt, hat für Sascha
tiefere Bedeutung. Hin- und hergerissen zwischen Furcht und Anziehung treibt
ihn die Sehnsucht nach Geborgenheit und Anerkennung zurück zur Waldhütte.
Ein Film über die Schwierigkeiten eines Heranwachsenden seinen Weg zu
finden, hin- und hergerissen zwischen Versuchung und Vernunft.
Welturaufführung: Solothurner Filmtage und Filmfestival Max Ophüls
Preis 2011

Pressestimmen:
"SILBERWALD, prämiert mit dem Interfilmpreis, ist kein Film über
eine Radikalisierungskarriere, sondern besser, wichtiger, eine Beispiel für
den Weg dahin, eine fundamentale Story, die entsprechend früher einsetzt.
Schmerzhaft eindringlich zeigt Repond, die auch das Buch geschrieben hat,
zusammen mit der frösteligen, aber unverkünstelten Kamera von Michael
Leuthner das Fatale hinter der Langweile und Zukunftslosigkeit, dem Wut und
der Angst, die sich darin und dahinter aufstaut, und die gerade mit all den
politischen Sozialparolen und politischen Wohlmeinerei schlicht nicht zu
adressieren ist, weil die völlig vorbeigehen an dem Dilemma, sich in eine
identitäre, berufliche, emotionale Bewegungs- und Ausweglosigkeit zu
verrennen.
SILBERWALD inspiziert die Dynamik eines monströsen alltäglichen,
individuellen wie gesellschaftlichen Stillstands mit einem darauffolgenden
Abdriften und geht dabei still, heimlich ans Eingemachte. Bedrückend und
gut."
(Screenshot-online)
"Repond lässt Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit anklingen,
ohne dogmatisch zu wirken, und findet in der winterlichen Natur passende
Bilder zur inneren Verzweiflung der Hauptfigur." - (Berner Zeitung)
"Facettenreich und sensibel zeichnet Christine Repond den Prozess
einer Radikalisierung." - (Max Ophüls Festival)
"Es ist eine mutige Entscheidung, sich an dieses Thema zu wagen (…)
Zumal auch das Thema nichts von seiner Brisanz eingebüßt hat, sondern nicht
mehr im Blickfeld der Medien ist. Deswegen ist es noch erfreulicher, dass
Repond es schafft, immer wieder die Fallen des stereotypen Neonazi-Films zu
umgehen bzw. zu verlassen und sich ganz auf die Innenleben ihrer
Protagonisten konzentriert, das immer wieder mit dem Umfeld kollidiert.
Und ihr gelingt es, den Moment der Entscheidung und der damit verbunden
Verantwortung für das eigene Handeln als eigentliches Zentrum des Films
herauszuarbeiten. " - (Schnitt.de)
Filmkunstfest Schwerin: Regiepreis 2011 für Silberwald
Begründung der Jury: Christine Repond konfrontiert den
Zuschauer mit einer archaischen, bodenständigen Welt, in der die Gefahr der
Fremdenfeindlichkeit und des Faschismus schlummern. In dieser Welt sucht der
junge Sascha nach Orientierung und Zugehörigkeit. Hinter dem dokumentarisch
anmutenden Erzählgestus des Films verbirgt sich eine kluge und entschlossene
Inszenierung. Christine Repond führt ihre Laiendarsteller zu großer
Wahrhaftigkeit. Sie erzählt ihre Geschichte in einprägsamen Bildern und
fein beobachteten Situationen. Ihren Winterfilm hat sie tief in Natur und
Landschaft verwurzelt. So gewinnt die Bodenständigkeit Ambivalenz: Die
Naturverbundenheit macht auch Hoffnung.
Max Ophüls Preis: Silberwald gewinnt Preis der
Interfilmjury
"Facettenreich und sensibel zeichnet Christine Repond den Prozess
einer Radikalisierung." - Max Ophüls Festival
"Repond lässt Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit anklingen, ohne
dogmatisch zu wirken, und findet in der winterlichen Natur passende Bilder
zur inneren Verzweiflung der Hauptfigur." - Berner Zeitung
Berner Filmpreis 2011 für Regie (November 2011)
"Mit ihrem ersten Kinospielfilm "Silberwald" schafft es
Christine Repond, den Prozess einer Rechtsradikalisierung von jungen Menschen
intelligent und sensibel nachzuzeichnen. Angesiedelt im Emmental, baut der
Film in ruhigen Bildern und mit wenig Worten eine beklemmende Atmosphäre auf
und erzählt uns eine universelle und aktuelle Geschichte. Die Regisseurin
beeindruckt mit einem guten Drehbuch, großem Einfühlungsvermögen und einer
starker Handschrift. "

ALLE FOTOS: BENJAMIN ZURBRIGGEN
Ein Beitrag über Christine Reponds Film »Silberwald« und
die Dreharbeiten im Emmental auf SF Kulturplatz vom 22. Dezember 2010:
Schweizer
Fernsehen
Kinostart:
- Kino Kunstmuseum Bern
- Kellerkino Bern
- Ab 8 März 2012 in Zürich
Pressestimmen online:
Auszeichnungen
- Bern, Berner Filmförderung, Berner Filmpreis - Regiepreis 2011
- München, Starter
Filmpreis der Landeshauptstadt München 2011
- Saarbrücken, Filmfestival Max Ophüls Preis, Interfilmpreis 2011
- Schwerin, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern, NDR-Regiepreis 2011
- Valencìa, Valencia Festival Internacional de Cine Cinema Jove, Special
Mention of the Jury 2011
- Starter-Filmpreis der Stadt München
- Syracuse International Film Festival: Judges Citation for BEST
CINEMATOGRAPHY -Kameramann Michael Leuthner
- Best Feature Film 12th Du Grain a Demoudre film festival France
Festivals
- 36. Festival Max Ophüls Preis, Saarbrücken
- 46. Solothurner Filmtage
- 21.
Filmkunstfest Schwerin
- CASTELLINARIA Festival Internazionale del Cinema giovane, Bellinzona,
- SYRFILMFEST' 11, Syracuse New York (in competition)
- Copenhagen, BUSTER Copenhagen International Film Festival for Children
and Youth
- Athens, 17th Athens International Film Festival
- Locarno, 64° Festival del film Locarno
- Gilching, 5. Fünf Seen Film Festival, Competition
- Valencìa, 26° Festival Internacional de Cine Cinema Jove Valencia,
Competition
- Buenos Aires, 13° Buenos Aires Festival Internacional de Cine
Independente
- Stresa International Filmfestival
Verfügbarkeit
- Filmkopien 35 mm, Lichtton in Berndeutsch (wahlweise mit Untertiteln in
Französisch, Englisch, Deutsch)
Anmerkungen der
Regisseurin zum Film
Übersicht Stab und
Besetzung
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