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Dezember 2005

Michael J. Fox will "Zurück in die Zukunft"

Michael J. Fox scheint ein Comeback zu erwägen

Schauspieler Michael J. Fox scheint ein Comeback zu erwägen.

Wie der Onlinedienst Moviehole.net meldet, führt der US-Star lose Gespräche über einen vierten Teil der Filmserie "Zurück in die Zukunft". Falls es zu einem Abschluss käme, würde Fox aber in einer anderen Rolle als bisher zurückkehren: Seinem Alter entsprechend möchte er nun den exzentrischen Wissenschaftler Doc (einst Christopehr Lloyd) verkörpern wollen, und nicht mehr den jugendlichen Marty McFly. "Ich bin jetzt 44 Jahre alt und habe keine Lust mehr, auf dem Skatenboard herumzufahren", so der Schauspieler, der an einer schweren Form von Parkinson leidet und sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat.

Der dritte und bislang letzte Teil der Action-Komödie war 1990 in den Kinos.

(Quelle: N24.de, netzeitung) 23.12.2005

Hitler-Komödie mit Helge Schneider

"Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit . . ."

Helge Schneider und Klaus Maria Brandauer hat Regisseur Dani Levy offenbar für seine angekündigte Hitler-Komödie "Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit über Adolf Hitler" verpflichtet. Das gab jetzt das Medienboard Berlin-Brandenburg bekannt.

Das Medienboard wird Levys Film mit 450.000 Euro fördern. "Hitler lebt und erzählt, wie er wirklich war - ein Schwächling, der nur mit Hilfe des Juden Grünbaum nach oben kam", heißt es in der Pressemitteilung. Levy selbst, der mit "Alles auf Zucker" für einen der erfolgreichsten Filme des laufenden Jahres verantwortlich ist, hatte sein Projekt schon vor einigen Wochen vorgestellt. Allerdings ohne Besetzungsliste: Er wolle mit dem Film ein "Anti-Signal" gegen die historischen Hitler-Dokumentationen der letzten Zeit setzen, so Levy. "Die Figuren werden in diesen Filmen zu sehr auf einen Sockel gehoben."

(Quelle: N24, netzeitung ) 23.12.2005

US-Bischöfe verurteilen Brokeback Mountain

Ang Lees Film sei "moralisch anstössig"

Der mit 7 Golden Globes nominierte und mit dem goldenen Löwen ausgezeichnete Film "Brokeback Mountain", die Liebesgeschichte zweier schwuler Cowboys, ist von der katholischen Bischofskonferez in den USA als "moralisch anstössig" eingestuft worden.

(Quelle: news-ticker ) 22.12.2005

Berlinale

"Elementarteilchen" im Wettbewerb

Gleich zwei deutsche Regisseure sind im Wettkampf um den Goldenen Bären bei der Berlinale 2006. Oskar Roehlers Film über Michel Houellebecqs "Elementarteilchen" feiert auf dem Filmfest (9. bis 19. Februar) Premiere, ebenso wie der neue Film von Hans-Christian Schmid, "Requiem", der die Geschichte einer Teufelsaustreibung nachzeichnet. Außer Konkurrenz laufen der US-Politthriller "Syriana" von Stephen Gaghan mit George Clooney und ""The New World" von Terrence Malick mit Colin Farrell. Sechs Beiträge der bislang neun ausgewählten Wettbewerbsfilme haben Weltpremiere in Berlin.

(Quelle: n24, netzeitung ) 21.12.2005

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"

Ein Klassiker wird 30

Für viele Deutsche gehört der TV-Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu Weihnachten wie der Christbaum und die Geschenke: Allein im Dezember 2005 läuft die tschechoslowakische Produktion insgesamt zehn Mal in deutschen Fernsehkanälen.

Vor 30 Jahren, am 26. Dezember 1975, wurde die Prager Variante der Aschenputtel- Geschichte erstmals von der ARD ausgestrahlt. Und auch in Tschechien und der Slowakei steht das Werk von Regisseur Vaclav Vorlicek in diesem Monat mehrfach auf dem Sendeplan.

(Quelle: n-tv, dpa) ) 21.12.2005

Filmstiftung NRW förderte 110 Filme

NRW stellte 2005 28,7 Mio. Euro Fördergeld

2005 wurden 110 Filme mit 28,7 Mio. Euro gefördert. Das gesamte Produktionsvolumen der Filme betrug mehr als 232 Mio. Euro. Über die Hälfte der Filme waren internationale Kinoprojekte wie Michael Hanekes preisgekrönten "Cache". Durch Kinoerfolge wie "7 Zwerge - Männer im Wald" und "Alles auf Zucker", "Barfuss" oder "Höllentour" brachten insgesamt 2,8 Mio. Euro an Fördergeldrückzahlungen.

(Quelle: blickpunktfilm )  20.12.2005

Oscars: Film disqualifiziert

Beitrag war bereits im TV zu sehen

Der niederländische Beitrag " Bluebird"  zur Oscar-Auswahl des besten fremdsprachigen Films ist aus dem Rennen. Grund ist ein Verstoß gegen die Academy-Regeln.

Eine der Grundregeln für Filme, die bei der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences für die Oscars eingereicht werden, lautet, dass sie noch nicht im Fernsehen gelaufen sein dürfen.

Das sorgte nun für die Disqualifikation eines niederländischen Beitrags. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, ist Mijke de Jongs "Bluebird" damit aus dem Rennen. Die Geschichte über eine Zwölfjährige, die sich gegen Schikane auf dem Schulhof wehren muss, war jüngst im holländischen Fernsehen zu sehen gewesen.

 "Die Tatsache, dass der Film für das Kino eine neue Schnittfassung erhielt, wurde nicht akzeptiert.

(Quelle:n-24.de, netzeitung) 19.12.2005

Neumann: Filmförderung hat Priorität

"100-Tage"Programm von Kulturstaatsministerium

Im "100-Tage-Programm" von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat die Förderung der deutschen Filmproduktion mit die oberste Priorität. Außerdem will er sich für die Fusion der Bundeskulturstiftung mit der Kulturstiftung der Länder sowie die Ratifizierung der Unesco-Konvention gegen illegalen Kunsthandel einsetzen. Die Konvention von 1970 sei inzwischen von 109 Staaten ratifiziert worden, sagte Neumann am Mittwoch in seiner Antrittsrede im Kulturausschuss des Bundestages.

Fraktionsübergreifend erhielt er viel Zuspruch und Ermutigung. Gebilligt wurde vom Ausschuss ein Antrag zur Änderung der steuerlichen Behandlung von Medienfonds, über die zurzeit auch deutsche Gelder in ausländische Filmproduktionen fließen.

(Quelle:n-24.de, netzeitung) 19.12.2005

John Spencer gestorben

Herzinfarkt mit 58

Man kannte ihn aus den Serien "Miami Vice" und "West Wing", den US-Schauspieler mit der heiseren Stimme. In zahlreichen Spielfilmen wie "Green-Card" oder "Black Rain" spielte er in Nebenrollen vor allem Autoritätspersonen wie Chefs, Anwälte oder Miltärs. Am 16. Dezember verstarb er an einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus in Los Angeles.

(Quelle: Spiegel) 18.12.2005

Computerformel für gute Filme

Informatiker berechnet Erfolgsquote

Der Informatiker Ramesh Sharda von der Oklahoma State University hat eine Software entwickelt, die mit einer 75%iger Trefferquote den Gewinn eines Filmes errechnet. Die Formel basiert auf sieben Parametern, gewonnen aus den Daten von 834 Filmen zwischen 1998 und 2002, welche die Hochkarätigkeit der Darsteller, Altersfreigabe, Erscheinungszeitpunkt u.s.w. umfassen, jedoch nicht die Handlung mit einbeziehen können. Nun hofft Sharda auf die Zusammenarbeit mit einem Hollywood-Studio.

(Quelle: kino-zeit) 16.12.2005

Originelle Werbefilmstudenten gesucht

Porsche-Nachwuchspreis "David"

Die Filmakademie Baden-Württemberg und die Porsche AG vergeben zum dritten mal den begehrten Porsche-Nachwuchspreis "David". Die Preisverleihung findet am 8. Juni 2006 in Ludwigsburg statt. Bewerben können sich Werbefilmstudenten aus aller Welt noch bis zum 3. März 2006. Es winken Preisgelder von insgesamt knapp 9000 Euro.

(Quelle: filmakademie) 14.12.2005

Schauspieler Richard Pryor gestorben

Er starb mit 65 an Herzinfarkt

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Afroamerikaner, der seit fast 20 Jahren an Multipler Sklerose litt, arbeitet anfangs als Komiker in Unterhaltungsclubs. Er wirkte in mehr als 50 Filmen mit, zuletzt in Davis Lynchs "Lost Highway), hatte eine eigene TV-Show und war Vorbild für Komiker wie Eddie Murphy und Robin Williams.

(Quelle: taz) 12.12.2005

Dokumentarfilmer Klaus Volkenborn tot

Mit 60 Jahren gestorben

Der Dokumentarfilmregisseur Klaus Volkenborn ist im Alter von sechzig Jahren in Berlin gestorben.

1979 wurde er mit dem Film "Unversöhnliche Erinnerungen bekannt, der sich mit der Geschichte zweier Deutscher auseinandersetzt, die im spanischen Bürgerkrieg auf entgegengesetzten Seiten gekämpft hatten. Der Film hatte damals zur Folge, dass einem der beiden eine bis dahin verwehrte Pension schließlich ausbezahlt wurde.

 Volkenborn war seit den Zwanziger Jahren außerdem einer der wichtigsten Dokumentarfilmproduzenten, u.a. für Andres Veiel, Helga Reidemeister und die Junges.

(Quelle: Welt.de) 09.12.2005

Vincent Schiavelli gestorben

57 jährig einem Lungenkrebsleiden erlegen

Er glänzte vor allem in Nebenrollen und wurde bekannt durch seinen Auftritt in dem Film "Einer flog übers Kuckucksnest". Neben zahlreichen Spielfilmen, war er auch in diversen Fernsehserien zu sehen, darunter "Miami Vice" und "Starsky und Hutch".

(Quelle: Frankfurter Rundschau)  30.12.2005

Springer-Sat1/Pro7 Übernahme fraglich

KEK-Aufsichtsbehörde ist dagegen

Die geplante Übernahme von Pro7/Sat1 durch den Axel Springer Konzern droht zu scheitern. Die KEK fordert vom Verlag, auf wirtschaftlichen Einfluss bei den Sendern zu verzichten und einen Beirat zu schaffen, in dem wie bei ARD und ZDF gesellschaftlich relevante Gruppen Vertreter entsenden. Auf diese Weise soll eine überdimensionale Meinungsmacht eines einzelnen Verlagshauses in den Medien verhindert werden. Der Verlag aber weigert sich, diesen Forderungen zu entsprechen.

(Quelle: Spiegel)  24.12.2005

DreamWorksübernahme durch Viacom

Spielberg-Studio geht an die Paramount

Die Paramount-Pictures, die Filmsparte des US-Mamutkonzerns Viacom übernimmt das Hollywoodstudio DreamWorks, das seinerzeit von Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen gegründet wurde, für 1,6 Milliarden Dollar. Damit gehen nicht nur die Filmbibliothek der DreamWorks sondern auch sämtliche Vertriebsrechte in die Hände der Paramount über. Allerdings sind auch die 400 Millionen Dollar Schulden des übernommenen Studios beim Kauf inbegriffen. Die DreamWorks wurde hauptsächlich durch Zeichentrick-Produktionen wie "Shrek" bekannt. Für 2006 wird durch die Übernahme die Paramount-Filmpalette um 9 fertige Filme erweitert.

(Quelle: Spiegel)  12.12.2005

Harry Potter Fans in Sorge

Soll der berühmte Zauberlehrling sterben?

Laut der britischen Daily Mirror bangen Millionen Fans um Harry Potter. Seine Erfinderin Joanne K. Rowling will ihn im siebten Band möglicherweise sterben lassen, da sie schon zu lange mit ihm gelebt hat.

(Quelle:kurier)  06.12.2005

Civis 2006

europäische ARD Medienpreis

Im Mai 2006 wird zum vierten Mal der europäische ARD Medienpreis Civis für Integration und kulturelle Vielfalt verliehen. Es ist eine Honorierung und Unterstützung von Hörfunk- und Fernsehproduktionen, die das friedliche Zusammenleben in Europa fördern. Die Civis Medien Stiftung verleiht neben den Preisen in zuletzt 8 Kategorien und dem „Europäische ROMA Fernsehpreis“ auch den „Young CIVIS media prize“ für Abschlussarbeiten von jungen Journalisten und Medienstudenten. Mit dem Termin im Mai wird die Preisverleihung, die wie jedes Jahr auch direkt in der ARD übertragen wird, vorverlegt. Einreichungen zum Wettbewerb 2006 sind bis zum 20. Januar 2006 möglich. Der genaue Sendetermin der Preisverleihung wie auch die Teilnahmebedingungen für den Civis 2006 werden in Kürze auf civis.ard.de veröffentlicht. Das Movie-College wird weiter berichten

  05.12.2005

Herbert L. Strock tot

Regisseur und Produzent Strock wurde 87 Jahre

TV-Produzent und Regisseur Herbert L. Strock verstarb vergangenen Mittwoch im Alter von 87 Jahren an Herzschwäche. Nach seinem Journalismus und Film - Studium arbeitete er in den 1940ern an Serien wie  "Maverick" und "77 Sunste Strip" und drehte Filme wie " How to make a Monster" und "Blood of Dracula"

(Quelle: hollywoodreporter)  05.12.2005

"Caché" bester europäischer Film 2005

Verleihung der europäischen Filmpreise

Keine Überraschungen, dafür aber vorhersehbare Preisträger brachte die Verleihung in Berlin hervor. Neben "Caché" von Michael Haneke wurden Julia Jentsch für ihre Darstellung der Sophie Scholl sowie Daniel Auteuil für seine Hauptrolle als Georges Laurent in "Caché" ausgezeichnet.  George Clooneys Film "Good night, and good luck"  wurde als bester nicht-europäischer Film prämiert.

(Quelle: Spiegel)  04.12.2005

Rainer Rother leitet Berliner Kinemathek

Rother übernimmt ab März Nachfolge

Rainer Rother soll heute zum neuen Vorstand der Stiftung Deutsche Kinemathek und Direktor des Filmmuseums Berlin ernannt werden und tritt somit am 1. März die Nachfolge von Hans Helmut Prinzler an. Der 67-jährige lehrte Filmwissenschaft und ist Autor zahlreicher Biographien, u.a. von Stanley Kubrick. Seit 1991 ist er Programmleiter des Zeughauskinos im Deutschen Historischen Museum in Berlin und ist als Ausstellungsmacher bekannt.

(Quelle: welt)  02.12.2005

EU und USA gemeinsam gegen Piraterie

europ.-amerik. Arbeistgruppe geplant

Die EU-Kommission und die US-Regierung wollen zusammen intensiver gegen die Piraterie vorgehen und dazu eine gemeinsame Arbeitsgruppe gründen. Da durch Raubkopien und Fälschungen ein jährlicher wirtschaftlicher Schaden von 360 Mrd. Euro entsteht, sei umfassende Kooperation erforderlich, um Zoll- und Grenzschutzkontrollen zu verbessern und gemeinsame Aktionen zu planen. Auch auf andere Länder, insbesondere China soll diesbezüglich mehr Duck gemacht werden. Im Sommer 2006 sollen US-Präsident Bush und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine Antipirateriestrategie vorstellen.

(Quelle: blickpunktfilm)  01.12.2005

"Die große Stille" beim Sundance Festival 

7 Filme mit deutscher Beteiligung

Wim Wenders' Film "Don't Come Knocking" ist dabei, aber auch der Dokumentarfilm "Die große Stille" von Philip Gröning. Auch die deutsch-schweizerische Koproduktion "Das kurze Leben des Jose Antonio Gutierrez" von Heidi Specogna wird im Januar beim renommierten US-Filmfestival Sundance zu sehen sein. Darin geht es um den ersten im Irakkrieg gefallenen US-Soldaten, ein ehemaliges Straßenkind aus Guatemala. 

Insgesamt sind diesmal sieben Produktionen mit deutscher Beteiligung vertreten, meldet die deutsche Filmbranche. Das Sundance-Festival, das einst von Robert Redford gegründet wurde, ist in den USA das wichtigste Forum für unabhängige Filme. Es findet diesmal vom 19. bis zum 29. Januar statt. 

(N24.de, Netzeitung) 08.12.2005

Klage gegen Deutsche Bank

Kirch Vorwürfe

Im Verfahren um Schadensersatzforderungen Leo Kirchs gegen die Deutsche Bank hat der Bundesgerichtshof (BGH) Unterstützung für die Position des Medienunternehmers angedeutet.

Für die Klage Kirchs gegen den früheren Vorstandssprecher der Bank, Rolf Breuer, sehe es zwar "nicht allzu gut aus", sagte der Vorsitzende Richter Gerd Nobbe. Es spreche aber einiges dafür, dass die Ansprüche gegen Deutschlands größtes Geldhaus selbst grundsätzlich begründet seien. Die Bank habe gegenüber ihrem Kreditnehmer eine Loyalitätspflicht.

Kirch wirft dem Bankhaus und dessen ehemaligem Vorstandssprecher Breuer vor, seine Kreditwürdigkeit absichtlich angezweifelt und so sein Medienimperium in die Pleite getrieben zu haben.

n-tv.de 07.12.2005

Kommission hat Bedenken

Vorherrschende Meinungsmacht?

Nach dem Bundeskartellamt hat auch die Medien-Kontrollkommission KEK Bedenken gegen eine Übernahme des TV- Konzerns ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG angemeldet. Kritisch sehen die Prüfer vor allem die mögliche Verbindung des TV-Konzerns mit den Tageszeitungen und Programmzeitschriften des Springer-Verlags.

Auch die Springer- Aktivitäten im Internet und im Hörfunk sollen unter die Lupe genommen werden. Damit solle festgestellt werden, ob durch den Kauf eine vorherrschende Meinungsmacht entsteht, teilte die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) mit. Eine endgültige Entscheidung will die KEK bis zum 13. Dezember treffen.

n-tv.de 07.12.2005

Geschäftsführer Dejan Jocic geht

Führungswechsel

Kaum mehr als ein halbes Jahr war Dejan Jocic als Chef bei ProSieben im Amt.

Glück hatte der Jungmanager allerdings wenig: Anders als bei seinen Kollegen der ProSiebenSat.1-Gruppe gingen bei ihm die Quoten zurück. 

Heute gab man in München die Ablösung Jocics bekannt.

(Quelle; spiegel.de) 09.12.2005

Golden Globe Nominierungen bekannt gegeben 

5 deutsche Filme

Fünf deutsche Filme, darunter "Sophie Scholl - Die letzten Tage" und Fatih Akins "Gegen die Wand", haben sich auf der Liste für die Golden-Globe- Nominierungen platzieren können.

Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, gehen in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" insgesamt 60 Filme ins Rennen. Weitere Kandidaten aus Deutschland sind "Schultze Gets the Blues", "Schneeland" und "Schatten der Zeit".

Die Hollywood Foreign Press Association will die Nominierungen für die Golden-Globe-Trophäen am kommenden Dienstag bekannt geben. Die Preise werden dann am 16. Januar zum 63. Mal in Hollywood verliehen.

(N24.de, Netzeitung) 08.12.2005

 

November 2005

Gebührenpflicht im "Free TV"

Bald 3€ für Satellitenempfang ?

Noch bezeichnen sich die Privatsenderketten RTL und ProSiebenSat.1 gerne als "Free TV", um sich von den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten abzugrenzen. Zumindest im digitalen Satellitenfernsehen könnte der Empfang der Sender aber bald gebührenpflichtig sein: Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, verhandeln die Privatfernsehsender RTL und ProSiebenSat.1 schon seit Monaten mit dem Satellitenbetreiber SES Astra über eine Verschlüsselung ihrer Programme. Würden die Pläne umgesetzt, benötigten Millionen deutscher Fernsehzuschauer ein Zusatzgerät zur Entschlüsselung der Programme, so die Zeitung, die bereits von einer "zweiten Fernsehgebühr" schreibt. Im Gespräch sei zunächst eine Abgabe von drei Euro im Monat. Offiziell wollten Vertreter der Sender und SES Astra hierzu keine Stellung nehmen.

(Quelle: faz / spiegel online)  30.11.2005

Bruce Willis plant Irak-Film

Aktionheld will positiven Film über Irak drehen

Schauspieler Bruce Willis, der vor einigen Tagen eine Mio. Dollar für die Ergreifung der Al-Quaida Führer auslobte, will offenbar einen Film über den Irak-Krieg drehen. Er selbst will darin einen US-Soldaten mimen, der sich für Freiheit und Demokratie einsetzt. Der Blog des Journalisten Michael Yon soll dabei als Grundlage dienen.

(Quelle: blickpunktfilm)  30.11.2005

Star Trek-Parodie aus Finnland

Star Wreck: In the Pirkinning

Mit ihrer in siebenjähriger Heimarbeit entstandenen Star Trek-Satire "Star Wreck: In the Pirkinning" haben Laien den meistgesehenen finnischen Film aller Zeiten produziert. Der als kostenloser Download im Internet erhältliche Fan-Film wurde bereits von über 3,5 Millionen Menschen gesehen.

(Quelle: onunterhaltung)  29.11.2005

Keith Andes tot

Selbstmord in seinem Haus in Kalifornien

Der schwer an Krebs erkrankte Schauspieler Keith Anders hat sich mit 85 Jahren das Leben genommen. Nach seinem Wechsel vom Broadway nach Hollywood spielte er in rund 20 Streifen mit. Einen Höhepunkt seiner Karriere war seine Rolle im Melodrama "Vor dem Tag" an der Seite von Merilyn Monroe, mit der er auch privat befreundet war.

(Quelle: Tagesspiegel)  28.11.2005

Pat Morita gestorben

Mr. Miyagi in "Karate Kid"

Unzählige Male hat er den weisen Karatelehrer gespielt, hat in zahlreichen Serien und Spielfilmen wie "Honeymoon in Vegas," "Spy Hard" oder "Even Cowgirls Get the Blues" in Nebenrollen brilliert. Morita starb im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in Las Vegas eines natürlichen Todes.

(Quelle: CNN)  27.11.2005

Kino-PR

Exorzisten-Film: Verdacht auf Mogel PR

Wenn die Kritiker einen schlechten Film partout nicht lieben wollen, denken sich die PR-Agenturen schon mal etwas mehr aus, als statthaft ist, um das Werk dennoch populär zu machen. Wie die WamS berichtet, hat eine Mitarbeiterin der Agentur die für Sony den Film "Der Exorzismus von Emily Rose" in Deutschland promotet, eine angeblich private Website als "neutrales Informationsforum" zum Thema Exorzismus erstellt, auf der wen wundert es, eben dieser Film wärmstens empfohlen und verlinkt wurde. 

(Quelle: Welt am Sonntag)  27.11.2005

Deutsche Film-Fonds

Letzte Schlupflöcher geschlossen

In der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung wurden letzte Gesetzesänderungen verabschiedet, mit denen der Weg deutscher Investorengelder in vornehmlich amerikanische Kinoproduktionen verhindert wird. Ursprünglich zur Stärkung der heimischen Filmindustrie gedacht, wanderten Milliardenbeträge nach Hollywood, wo das Wegbrechen dieser angenehmen Finanzierungsart mit großer Sorge betrachtet wird. Rückwirkender Stichtag für die neuen Regelungen ist der 11.11.2005

(Quelle: Hollywood-Reporter)  25.11.2005

Erich von Stroheim

Ausstellung in Bonn von 20.11.05 - 12.02.06

Zu seinem 120. Geburtstag widmet das Rheinische Landes Museum Bonn mit der Bonner Kinemathek und der "Academy Of Motion Picture Arts And Sciences", Los Angeles, der Stummfilmlegende Erich von Strohheim eine Ausstellung mit z. T. bislang unveröffentlichten privaten Fotografien und Dokumenten. Der exzentrische Wiener, welcher sich selbst als "Autor, Schauspieler, Akrobat und Militärexperte" anpries, erwarb sich in Hollywood, wo er in einigen Filmen bevorzugt den Bösewicht mimte, den Titel "The man you love to hate" und führte mit von Verschwendungssucht und Detailversessenheit geprägtem Stil Regie in acht Filmen, welche die Filmgeschichte nachhaltig prägten.

(Quelle: ksta.de)  24.11.2005

Premiere plant Free-TV-Sender

Champions-League im Free-TV

Der Pay-TV-Sender Premiere will einen frei empfangbaren Kanal gründen und darauf die kommenden drei Spielzeiten der UEFA-Champions-League übertragen. Premiere hat sich gegenüber der Uefa verpflichtet, bei der Übertragung der Spiele mindestens 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland zu erreichen und verhandelt deshalb mit möglichen Kooperationspartnern wie DSF, Eurosport oder Tele5. Ausserdem plant Premiere mit dem neuen Sender die gesamten Champions-League-Rechte zu erwerben. Der neue Kanal soll auf jeden Fall vor Beginn der Spiele an den Start gehen.

(Quelle: Handelsblatt)  21.11.2005

Erik Balling gestorben

Autor und Regisseur der "Olsen Bande"

Der dänische Filmemacher ist am 19. November im Alter von 80 Jahren in Kopenhagen verstorben. Bis er 1968 die Erfolgsreihe "Olsen-Bande" begründete hatte er bereits 18 Filme realisiert. Drei Jahrzehnte lang hat er dann insgesamt 13  Gaunergeschichten geschrieben und umgesetzt. Seine letzte Regiearbeit hatte er mit "Tivoli-Revyen" 1988 umgesetzt.

(Quelle: Tagesspiegel)  20.11.2005

"Stolz und Vorurteil"

USA bekommen anderes Ende

US-Amerikaner bekommen anderes Ende. Die Neuverfilmung des Jane-Austen-Romans "Stolz und Vorurteil" hält sich im Bezug auf das Ende in der US-amerikanischen Version nicht an die Roman-Vorlage, wie die europäische Variante. Nach der Hochzeit von Lizzie und Mr. Darcy folgt im US-Kino nämlich ein leidenschaftlicher Kuss. Diese Version ist acht Minuten länger. Das Ende wurde von der Jane-Austen-Gesellschaft von Nordamerika kritisiert.

(Quelle: Welt)  16.11.2005

Neue Möglichkeiten für Deutschen Film

Regierungsmodell

Mit einem Modell, welches die Bundesregierung zum Juli 2006 präsentieren will, soll es der Filmbranche ermöglicht werden, privates Kapital für heimische Filmproduktionen zu verwenden; so sieht es der vorgelegte Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vor. Dies soll international wettbewerbsfähige vor allem mit anderen EU-Staaten vergleichbare Bedingungen für Filmproduktionen mit sich bringen.

(Quelle: wortfeld.de)  15.11.2005

Bollywood auf dem Vormarsch

Steigende Anzahl der Kinobesuche

Laut einer aktuellen Studie von "Dodona Research" steht dem indischen Kinomarkt eine aussichtsreiche Zukunft bevor. Man spricht von einer Wachstumsrate von an die 30% in den nächsten 5 Jahren. Dank voranschreitender Digitalisierung und zunehmenden Wohlstandes in Indien wird Kino immer beliebter und es wird in neue Multiplexe investiert.

(Quelle: blickpunktfilm)  18.11.2005

Halloween-Produzent Opfer von Terror

Moustapha Akkad erliegt Verletzungen

Der bei den Terroranschlägen im jordanischen Amman schwer verletzte syrische Regisseur und Produzent, ist seinen Verletzungen erlegen. Er war einer der bekanntesten arabischen Filmemacher und wurde durch die Regie von Filmen wie  "Lion of the Desert", "The Message" und durch die Produktion der «Halloween»-Reihe bekannt. Der 1935 in Aleppo geborene Akkad befand sich mit seiner Tochter  Rima auf der Reise zu einer Hochzeitsfeier. Seine Tochter wurde bei dem Anschlag ebenfalls getroffen und war sofort tot.

(Quelle: NZZ) 12.11.2005

Hans-Peter Reinecke tot

DEFA-Star stirbt mit 64 nach längerer Krankheit 

Hans-Peter Reinecken  war einer der beliebtesten Theater- und Filmschauspieler der DDR und gab 1960 sein Filmdebüt im tschechoslowakischen Film "Holubice" (Die weisse Taube). Anschliessend studierte er an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, gefolgt von einem sechs jährigen Engagement in Senftenberg, wo er zum Publikumsliebling avancierte. Er hatte zahlreichen Film- und Fernsehrollen, u. a. in "Spur der Steine", "Jule - Julia - Juliane" und "Polizeiruf 110". Seit 1969 war er bis zuletzt Mitglied am Berliner Ensemble.

(Quelle: Spiegel )  22.11.2005

Klage gegen Schlöndorff

Solidarnosc

Volker Schlöndorffs neuer Film über die Solidarnosc-Heldin Anna Walentynowicz, zieht allen Anschein nach eine gerichtliche Klage der mittlerweile 76-Jährigen nach sich. Der derzeit in Danzig gedrehte Film gehe mit ihrer Biographie „rüpelhaft“ um, weshalb sie in Zukunft nur noch über Anwälte mit den Filmleuten zu reden gedenkt. Sie hatte Schlöndorff bereits nach Lesen der ersten Drehbuchfassung aufgefordert, das Projekt einzustellen. Das Drehbuch sei „unannehmbar“, da die Arbeiter darin als Alkoholiker verunglimpft und sie selbst als Analphabetin dargestellt werde.   Walentynowiczs Entlassung war seiner Zeit der Auslöser für den bekannten Streik der Arbeiter auf der Lenin-Werft gewesen, der in Folge auch zur Gewerkschaftsgründung der Solidarnosc geführt hatte.

(Quelle:FAZ)  17.11.2005

Nachlass von G. W. Pabst

Filmmuseum Berlin

Das Filmmuseum Berlin hat den Nachlass eines der bekanntesten Regisseure der Weimarer Zeit, G.W. Pabst, für 250 000 Euro gekauft und nach Berlin geholt. Pabst war einer der wenigen Filmemacher, die in den Fünfzigern die Nazizeit in ihren Werken thematisierten. In Filmen wie "Der letzte Akt" und "Es geschah am 20. Juli" brachte er dieses Thema aufs Tapée. In der Weimarer Republik inszenierte er "Geheimnisse der Seele" und "Die Büchse der Pandora", wofür er sehr bekannt wurde. Auch die Verfilmung der "Dreigroschen-Oper" von 1931 geht auf sein Konto. Neben seinem Nachlass befinden sich auch noch die Sammlungen Fritz Langs und Friedrich Wilhelm Murnaus im Berliner Filmmuseum.

(Quelle: Welt) 15.11.2005

WGA-Regelung für product placement

Strategie-Konzept

Die Writers Guild of America (WGA) ist das Pendant zum Deutschen Verband der Drehbuchautoren. Sie wird am Montag in einer Pressekonferenz ein Strategiekonzept bekanntgeben, welches mögliche verbindliche Maßregeln für product placement in TV- Sendungen beinhaltet. Es handelt sich um ein Konzept, das die Standpunkte beider Verbände, der WGA West und der WGA East, darlegt. Im Angesicht der stetig steigendenden Zahl an Verstößen gegen die Regelungen der FCC (Federal Communications Commission) fordert das Konzept u.a. völlige Offenlegung von jeglicher Marken-Werbung am Anfang jeder Sendung.   

(Quelle: CNNl) 14.11.2005

"Die Chroniken von Narnia"

Disney will neuen Markt erschließen

Mit dem Fantasy- Spektakel „Die Chroniken von Narnia“ verfolgt Disney die gut kalkulierte Strategie, eine in den USA sehr einfluss- und zahlreiche Bevölkerungsgruppe anzusprechen: Konservative Christen. Der 120 Millionen Dollar- Film ist eine im Stil von „Der Herr der Ringe“ aufgemachte Erlöser-Parabel, die, durch eine Mischung von Action und offensichtlichen Bibel-Motiven sowohl Genre-Kinofans als auch religiöse Christen anlocken soll. C.S. Lewis, der Autor von „Narnia“ hatte sich bis zu seinem Tod gegen die Auslegung seiner Geschichte als religiöse Allegorie gewehrt, die Verwendung von Motiven und Zitaten aus der Bibel gab er jedoch offen zu. Alles in allem gilt die Geschichte, im Bezug auf eventuelle reaktionäre Tendenzen oder Anklänge im Stoff, als umstritten.    

(Quelle: Spiegel) 11.11.2005

Carola Höhn gestorben

UFA-Star stirbt im Alter von 95 Jahren

Einer der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv: Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a. Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.

(Quelle: Spiegel)10.11.2005

Berlinale

Preisverleihungsänderung

Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale (nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.

(Quelle: yahoo) 8.11.2005

Nominierungen für Europäischen Filmpreis

"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't Come Knocking"

Neben den Filmen von Marc Rothemund und Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers - zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché", Regie: Michael Haneke,  "L'Enfant", Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen, zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden. Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.

(Quelle: Spiegel) 8.11.2005

Neu-Eröffnung der Cinémathèque

Museum am neuen Ort

Die Kultstätte aller Cinéasten, die Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy im  Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen Filmaufführungen verdoppelt werden.

(Quelle: Freitag 44) 4.11.2005

Film-Bibliothek im Holocaust-Museum

Steven Spielberg unterstützt Museum

Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung gestellt wurde.

Hauptsächlich entstanden diese bei Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“, doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun für die Besucher bereitgestellt.

(Quelle: Spiegel) 02.11.2005

Star-Trek Autor gestorben

Michael Piller Drehbuchautor

Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".

(Quelle: Hollywood-Reporter) 2.11.2005

Sony stoppt Kopierschutz-CDs

Unerlaubte Software-Installation vor dem Aus

Die unlängst entdeckten und in die Kritik geratenen heimlichen Software-Installationen von einigen Sony- Audio CDs mit der XCP-Technologie sollen ein Ende haben. Die zur Verhinderung von Kopien eingeführte Technologie installiert ohne das Wissen der Anwender Software auf einem Computer, die von Kritikern als Spyware bezeichnet wird. Hacker hatten Wege gefunden, diese Software zu nutzen, generell den Schutz von Computern zu umgehen. Sony hat nun angekündigt das Verfahren einzustellen.

(Quelle: Hollywood Reporter) 13.11.2005

US-Serien-Hits zum kostenlosen Downloaden

Kostenloser Internetdienst ab Januar 2006

Anfang 2006 startet AOL in den USA einen kostenlosen Fernsehkanal. Der Video-on-Demand-Dienst mit den Namen "In2TV" stellt US-Serienklassiker der Produktionsfirma Warner Bros. zum kostenlosen Herunterladen zu Verfügung und wird sich durch Werbeeinnahmen finanzieren.

(Quelle: blickpunktfilm.de)  14.11.2005

 

Oktober 2005

Harry Potters Auto gestohlen

Diebe entwendeten Requisit

Nichts tut der Legendenbildung besser als ungewöhnliche Ereignisse oder unkalkulierbare Fans. Jetzt ist Harry Potters Ford Anglia aus den South West Filmstudios gestohlen worden. Die Fan-Diebe brauchten vermutlich ein Abschlepp-Fahrzeug um den nicht mehr fahrfähigen Wagen zu transportieren.

(Quelle: Spiegel) 28.10.2005

Premiere verschiebt HDTV- Start

Chips für Dekoder nicht lieferbar

Der für November angekündigte Start des HDTV-Programms von Premiere wird um zwei Wochen auf den 3. Dezember verschoben, weil die erforderlichen Chips der Empfangsdekoder nicht lieferbar sind. Derweil senden Pro7/Sat1 bereits ihr HDTV-Satellitenprogramm, allerdings ebenfalls ohne existierende Empfänger- sprich Zuschauer.

(Quelle: Spiegel) 27.10.2005

"Sophie Scholl" Kandidat im Oscar-Rennen

Marc Rothemunds Widerstands-Drama

Der bereits erfolgreich im Kino gelaufene Film rund um die Widerstandsbewegung "Weiße Rose" wird in diesem Jahr mitstreiten um eine  Oscar-Nominierung für den besten nicht englischsprachigen Film.

(Quelle: German Film) 26.10.2005

Gordon Lee gestorben

"Porky" aus "Die kleinen Strolche"

Noch heute laufen die Abenteuer der "Kleinen Strolche" ("Little Rascals") im Fernsehen, jene liebenswert-schräge Comedy-Serie, die zwischen 1935 und 1939 gedreht wurde. Einer der damaligen Kinderdarsteller, Gordon Lee, der den Porky spielte, starb nun im Alter von 71 Jahren an einem Gehirntumor.

(Quelle: CNN) 23.10.2005

Kuratorium Junger deutscher Film gerettet

Kultusministerkonferenz nimmt Beschluss zurück

Nach zahlreichen Protesten aus der Filmbranche und auch von unserer Seite gegen die Schließung dieser wichtigen Fördereinrichtung haben die Ministerpräsidenten der Länder diesen Beschluss wieder zurückgezogen und das Kuratorium vorerst vor der Schließung bewahrt. Damit wird ein filmpolitischer Fehler korrigiert und diese unverzichtbare Erstlingsfilmförderung bleibt dem Nachwuchs erhalten.

(Quelle: 3Sat online) 21.10.2005

Geburt bei "Big Brother"

Menschenzoo bekommt Zuwachs

Bei "Big Brother" in den Niederlanden ist im Sommer unter teils heftiger Kritik eine 27-Jährige Schwangere bewusst ausgewählt worden, um in das Haus einzuziehen. Damals hatte das niederländische Arbeitsministerium schon angeordnet, "dass das Neugeborene ein Recht auf seine Privatsphäre" habe. Die Geburt selbst lag nun, zum "Bedauern der Serienmacher", außerhalb der Sendezeit. Ansonsten darf das Baby "nur maximal zwei Stunden am Tag und insgesamt nur acht Tage lang gefilmt werden". Außerdem bekommt es einen abgeschirmten Raum und eine Pflegerin. Da die Geburt an sich nicht gefilmt wurde, hat der Sender umgehend Fotos der Neugeborenen ins Netz gestellt.

(Quelle: Spiegel) 19.10.2005

Deutscher Fernsehpreis 05

Vier Preise für ARD-Fernsehfilm

Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln zeichneten die Jurymitglieder die ARD- Tragikkomödie "Marias letzte Reise" gleich in vier Kategorien aus: Der Film wurde nicht nur zum "Besten Fernsehfilm" gekürt, auch die Darsteller Monica Bleibtreu und Michael Fritz erhielten Auszeichnungen: Bleibtreu als "Beste Hauptdarstellerin", Fritz als "Bester männlicher Nebendarsteller". Annette Focks bekam einen Preis für die Filmmusik. In der Kategorie "Beste Krimi-Reihe" wurde "Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel" (ARD/BR) mit Edgar Selge und Michaela May Sieger. Ein Preis ging an Hermine Huntgeburth für die beste Regie in "Der Boxer und die Friseuse" (ARD/NDR). Weiterhin geehrt wurde Sebastian Koch als "Bester Hauptdarsteller" in "Speer und er" (ARD). "Bester Seriendarsteller" wurde Ulrich Mühe für "Der letzte Zeuge" (ZDF). Auch für die beste Moderation einer Infosendung gabs einen Preis. Der ging an "heute-journal"-Anchorman Claus Kleber. Die Auszeichnung für die beste Infosendung selbst ging an SPIEGEL TV und das ZDF für die Dokumentation "Der Fall Deutschland".

(Quelle: Spiegel) 17.10.2005

Angebot für US-Kinobetreiber

An DVD Einnahmen beteiligt

Die Filmunternehmer und US-Produzenten von 2929 Entertainment, Mark Cuban und Todd Wagner machen US-Kinobesitzern ein verlockendes Angebot. Wenn diese einer "Veröffentlichung auf DVD und imPay-TV zeitgleich mit dem Kinostart zustimmen", würden sie zu ein Prozent an den DVD-Einnahmen beteiligt werden. Cuban und Wagner sollen kurz vor dem Kauf eines DVD-Labels stehen, sind außerdem Eigentümer der Arthouse-Kinokette Landmark, des HDNet Movies Channel und der Firma Rysher Entertainment und wollen "sechs Filme von Steven Soderberg zeitgleich auf verschiedenen Plattformen starten".

(Quelle: Mediabizl) 13.10.2005

Wallace & Gromit Archiv zerstört

Lagerhaus-Brand in Bristol

30 Jahre der "Aardman-Geschichte in Requisiten und Modellen" sind in Flammen aufgegangen. Die Aardman-Studios zeichnen sich für das berühmte britische Knetfigurenpaar "Wallace & Gromit" verantwortlich. Am Montag wollte man eigentlich den Riesenerfolg des "ersten abendfüllenden" Spielfilms mit den Figuren feiern. Doch dann kam die Nachricht, dass ein Feuer im Lagerhaus ausgebrochen sei und das "gesamte Archiv der Oscar-prämierten Wallace & Gromit Macher" zerstört habe, fast alle Requisiten und Bühnenbilder der Trickfilme seien verbrannt. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt und im Vergleich zur Erdbebenkatastrophe in Asien sei der Brand laut Schöpfer Nick Park "fürchterlich (..), aber vergleichsweise keine große Sache".

(Quelle: SZl) 11.10.2005

Eisner verlässt Disney

Vorstandschef geht

Beliebt war er wohl nie so wirklich bei den Disney-Mitarbeitern und das Misstrauensvotum der Aktionäre vor einem Jahr machte dies mehr als deutlich. Nun hat Eisner sich aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen und das Unternehmen verlassen. Nachfolger wird Robert Iger.

(Quelle: Spiegel) 07.10.2005

Kermit hat Geburtstag

Bekannteste Amphibie der Welt

Anfang Oktober 1955 erfand der amerikanische Student Jim Henson die skurrile Figur, die inzwischen zur "bekannteste Amphibie der Welt" geworden ist. Der Frosch Kermit ist "rasender Reporter, hyperaktiver Theaterchef und heißer Liebhaber" und hatte seinen "ersten überregionalen Fernsehauftritt" in der "The Tonight Show" mit Steve Allen im Herbst 1956. Kermit konnte durch einfache Handbewegungen des Puppenspielers die "verrücktesten Grimassen schneiden". 2002 hatte der Frosch sogar einen Stern auf dem Walk of Fame erhalten. Nun, das genaue Datum "vergaß selbst der Erfinder", feiert Jim Hensons Kreatur den 50. Geburtstag.

(Quelle: Spiegel) 06.10.2005

Massenverfahren

Gegen Raubkopierer

Nach der Enttarnung des Downloadservers ftp-welt im September 2004 entwickeln sich die Ermittlungen "immer mehr zu einem Massenverfahren". 15.000 Internetbenutzer sind davon betroffen. Da die meisten mit Kreditkarte bei den damaligen illegalen kommerziellen Downloads bezahlt haben, wurden nun bundesweit 1009 Banken angeschrieben, von denen mittlerweile 1003 geantwortet hätten. Inzwischen wurde "bereits 6485 Verfahren zur weiteren Prüfung an die zuständigen Landeskriminalämter weitergeleitet". Auf der Seite wurden von Juni 03 bis September 04 Tausende illegaler Raubkopien von Filmen, Spielen und Audiotiteln vertrieben.

(Quelle: Videowoche) 05.10.2005

Dokumentar & Animationsfilmfestival

Das 48te Leipziger Filmfestival beginnt

Beinahe ein halbes Jahrhundert ist es schon alt und hat , wie es so schön heißt, als gesamtdeutsches Festival begonnen um dann jahrzehntelang das DDR Filmfestival für den dokumentarischen und animierten Film zu sein. Seit 1990 nun ist es eines der wichtigsten internationalen Filmfestivals insbesondere für den Dokumentarfilm. Ab 3. Oktober werden nicht nur zahlreiche Filme präsentiert, sondern auch in Workshops und Koproduktionstreffen neue Dokumentarfilme angeschoben.

(Quelle: Festival) 02.10.2005

Carola Höhn gestorben

UFA-Star stirbt im Alter von 95 Jahren

Einer der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv: Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a. Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.

(Quelle: Spiegel)10.11.2005

Berlinale

Preisverleihungsänderung

Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale (nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.

(Quelle: yahoo) 8.11.2005

Nominierungen für Europäischen Filmpreis

"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't Come Knocking"

Neben den Filmen von Marc Rothemund und Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers - zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché", Regie: Michael Haneke,  "L'Enfant", Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen, zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden. Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.

(Quelle: Spiegel) 8.11.2005

Neu-Eröffnung der Cinémathèque

Museum am neuen Ort

Die Kultstätte aller Cinéasten, die Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy im  Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen Filmaufführungen verdoppelt werden.

(Quelle: Freitag 44) 4.11.2005

Film-Bibliothek im Holocaust-Museum

Steven Spielberg unterstützt Museum

Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung gestellt wurde.

Hauptsächlich entstanden diese bei Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“, doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun für die Besucher bereitgestellt.

(Quelle: Spiegel) 02.11.2005

Star-Trek Autor gestorben

Michael Piller Drehbuchautor

Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".

(Quelle: Hollywood-Reporter) 2.11.2005

Filmbranchen-Unterstützung

Filmfinanzierungsfond in Hessen

Um es in der Filmförderung auch mit anderen Bundesländern aufnehmen zu können, hat Kunstminister von Hessen, Udo Corts (CDU), im Rahmen der Verleihung des Hessischen Film- und Fernsehpreises am 21. Oktober angekündigt, dass "das Bundesland vom kommenden Jahr an einen Filmfinanzierungsfonds in Höhe von 20 Mio. Euro auflegen wird".

(Quelle: Blickpunkt Film) 24.10.2005

Quotenmisere am Samstag

US-TV versteigert "Prime-Time"

Während in den siebzigern Jahren der Samstagabend im amerikanischen Fernsehen eine "fest Bastion" war, so sitzt heute an dem Tag niemand mehr vor dem TV. Das ist natürlich schlecht für die großen Network-Sender, macht nun aber den ein oder anderen Weg für ein Experiment frei. Der US-Sender ABC will seinen "Prime-Time-Platz an einen Produzenten mit einer guten Idee versteigern". Die Bedingung: Den Produzenten muss es gelingen, "eine Show für weniger als 500.000 US-Dollar auf die Beine zu stellen" - im Vergleich zu Serienhits wie "Desperate Housewives", die das Vierfache davon kosten, sind das Peanuts.

(Quelle: Spiegel) 20.10.2005

Erneute Debatte um Schleichwerbung

Product Placement

Für die Freigabe von Schleichwerbung in Fernseh-Spielfilmen und Serien sprach sich VPRT- Präsident (Verband der privaten Fernsehsender) Doetz am Montag bei einer Veranstaltung des Deutschen Presserats und der "Initiative Qualität im Journalismus" aus. In sogen. "fiktionalen Formaten" müsse Product Placement in bestimmten Serviceprogrammen erlaubt sein, jedoch sei sie in dem Zuschauer kenntlich zu machen. Stimmen gegen die Legalisierung kamen u.a. von IQ-Sprecher Hummel und Presserats- Sprecher Protze: Schleichwerbung sei "als getarnte Werbung demütigend und unlauter". Durch sie drohe eine "Unterwanderung journalistischer Inhalte".

(Quelle: W und V magazinl18.10.2005

Neuer Bond Darsteller

Der Brite Daniel Craig

Eigentlich sollte es ja erst heute Mittag bekannt gegeben werden. Nun ist aber die alles entscheidende Frage, wer denn der nächste Bond sein wird, schon jetzt beantwortet worden. Der 37 jährige Brite Daniel Craig ist der Glückliche. Seine Mutter hat der Presse schon vor der offiziellen Ankündigung gestanden, dass ihr Sohn die Rolle des berühmten britischen Geheimagenten übernehmen wird. "Wir sind alle ungemein begeistert", sagte sie nach Angaben der Zeitung "The Times".

(Quelle:Sueddeutsche) 14.10.2005

4K Digitales Kino

Warner Bros. testet

Warner Bros. Entertainment will demnächst mit Tests zur ersten 4K Projektion und Verbreitung in Zusammenarbeit mit zwei japanischen Unternehmen in kommerziellen Theatern starten. Derzeit gibt es Tests mit "nur" 2K oder auch HD Auflösung. Ab 22 Oktober sollen drei Kinos in Japan den Film "Tim Burton's Corpse Bride" in dieser noch höheren Auflösungen starten. Beteiligt an dem Projekt sind die Firmen Warner Bros. Entertainment, Warner Entertainment Japan, Nippon Telegraph and Telephone, NTT West und Toho Co.

(Quelle: Hollywoodreporter) 12.10.2005

Heidi Genée gestorben

Cutterin und Regisseurin

Einen Monat vor ihrem 67. Geburtstag ist Heidi Genée gestorben. Neben Fassbinder als Regisseur war sie die "bevorzugte" Cutterin des Neuen Deutschen Films. Sie schnitt u.a. Peters Naziarchitektur-Film "Brutalität in Stein" und seine "Schonzeit für Füchse", sowie für Bruder Ulrich "Alle Jahre wieder", "Quartett im Bett" und "Eins". Merkmal waren Ihre ruhigen Rhythmen. 1976 gelang ihr mit der Fontane-Verfilmung "Grete Minde" sogar der "Sprung zur Regie". Bis in die Neunziger filmte Genée, "aber letztlich zu leise, zu elegisch".

(Quelle: Welt) 10.10.2005

HD-DVD gegen Blu-Ray

Paramount wechselt Seiten

Am Sonntag hat Paramount Home Entertainment überraschend angegeben, von Thoshibas HD DVD Format auf Sonys Blu-ray Technick umzusteigen. Damit unterstützen nun vier der insgesamt sechs großen Hollywoodstudios Blu-ray. Analysten gehen davon aus, dass auch Warner Bros. auf Sonys Seite wechseln wird. Damit bliebe nur Universal auf der HD DVD Seite übrig.

(Quelle: Stuidiobrief) 04.10.2005

 

September 2005

Schleichwerbung auf Sat.1

Skandal zieht weitere Kreise

Der „Süddeutsche Zeitung“ liegen nach eigenen Angaben Dokumente vor, die beweisen, dass sich verschiedene Konzerne in das Programm des Senders einkauften. Die schweizerische Agentur „Connect-TV“ stellt angeblich das Bindeglied zwischen dem Sender Sat.1 und verschieden Firmen dar. Die illegale Product Placement Werbung soll schon seit dem Jahr 2000 einen Gesamtumsatz von weit mehr als einer Million erreicht haben. Unter anderem platzierten Firmen wie das Finanz-Institut „AWD“ sowie der Autoservice „Pit Stop“ ihre Produkte trotz des gesetzlichen Verbots von Schleichwerbung bei dem Sender Sat.1. Die angeblich beteiligten Firmen beteuern bislang ihre Unschuld. Als Reaktion auf die Vorwürfe beauftragte die ProSiebenSat.1 Media AG interne und externe Sachverständige mit der Prüfung dieser Vorwürfe.

(Quelle: spiegelonline) 30.09.2005

John Brabourne ist gestorben

Britischer Filmproduzent ist tot

Der britische Filmproduzent John Brabourne hat, obwohl er als geborener Adeliger über beste Familienbeziehungen verfügte, „alleine und von unten“ (The Times) die Filmindustrie erobert. Er produzierte unter anderem die Filme „Mord im Orient-Express“ (1974), „Tod auf dem Nil“ (1977) sowie auch „Romeo und Julia“ (1967). Später leitete er den britischen Fernsehkanal „Thames Television“. Er verstarb im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in der südenglischen Grafschaft.

(Quelle: frankfurterrundschau) 28.09.2005

Katerstimmung in Montreal

Filmfest ohne Zuschauer

Das neue Konkurrenzfilmfest in Montreal hat unter der Leitung von Moritz de Hadeln weder große internationale Filme noch Publikum anlocken können. Zudem wird das Festival durch die lokalen Filmkritiker sowie Freunde der bestehenden Filmfestivals „World Film Festival“ und dem „Festival de Nouveau Cinema“ angegriffen. De Hadeln argumentiert mit einem ungünstigen Termin, nahe am Toronto Filmfestival. Die Kinosäle jedenfalls blieben weitgehend leer. Ob es am Termin lag oder ob Montreal wirklich drei Festivals benötigt ist fraglich. Rivalitäten in der dortigen Festival-Szene sind nicht neu, so wurde etwa der Begründer des „Festival de Nouveau Cinema“ vor Jahren grundlos aus seiner Position gedrängt.

(Quelle: arabtimesonline) 26.09.2005

RTL baut Stellen ab

Zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete gestern, dass 200 Jobs fest angestellter Mitarbeiter und rund 300 feste freie Mitarbeiter bei dem Privatsender RTL gefährdet seien. Der Grund liegt hierfür, laut einem Unternehmenssprecher, in einer Neustrukturierung des Senders. 2008 sollen die in Köln angesiedelten Sender RTL, Vox und Super RTL zusammen in einem Gebäude eingerichtet werden. Laut RTL werde dieser Umstand dazu benutzt, alle bestehenden Konzernstrukturen zu überprüfen. Von einem Stellenabbau spricht RTL jedoch nicht.

(Quelle: Focus) 23.09.2005

„MovieLabos“ entsteht

Forschung gegen Filmpiraterie

Die großen Hollywood-Studios wie zum Beispiel 20th Century Fox werden jährlich mehr als 30 Mio. Dollar in ein neu gegründetes Labor investieren, welches sich zum Ziel gesetzt hat, nach neuen, effektiven Technologien gegen die Filmpiraterie zu forschen. Es sollen neue Wege gefunden werden wie man Inhalte sinnvoll schützen kann, so dass es Raubkopierer möglichst schwer haben an diese heranzukommen.

(Quelle: blue-win) 21.09.2005

HD-DVD vs. Blue-ray

Lieberfarb kritisiert Blu-Ray Disc

Warren Lieberfarb kritisiert die führenden Blue-ray Disc Unterstützer Sony, Philips und Panasonic, dass diese weit verbreitete Industrieinteressen einfach  ignorieren. Der Ex-Präsident von Warner Home Video ist überzeugt davon, dass „HD-DVD unbestritten die Lösung mit den niedrigsten Kosten“ ist. Jedoch weichen die führenden Unternehmen der Blue-ray Association nicht von ihrem Kurs ab, nachdem Sie bereits 2002 im DVD-Forum die Entscheidung für HD-DVD als das Zukunftsformat blockierten. In die Herstellung, Authoring und Mastering muss laut Lieberfarb bei der Blue-ray Disc noch „zu 100 Prozent neu investiert werden.“ Der Kampf um die Zukunft der DVD wird also weiter fortgesetzt, eine Einigung scheint weiter nicht in Sicht.

(Quelle: videowoche) 20.09.2005

Robert Wise gestorben

"Spielberg seiner Generation"

Robert Wise ist im Alter von 91 Jahren an Herzversagen gestorben. Er gehörte "bis in die siebziger Jahre hinein (..) zu den vielseitigsten Regisseuren Hollywoods" und schuf u.a. Werke wie "West Side Story" (1960) und "The Sound of Music" (1965). Insgesamt war er Regisseur von über 40 Filmen, denen er "seinen eigenen Stempel und Charakter aufdrückte". Nachdem er Sonntags noch seinen 91. Geburtstag "ausgelassen" feierte, starb er am Mittwoch in einem Krankenhaus in Los Angeles.

(Quelle: tagesspiegel online) 14.09.2005

Helmut Baierl ist gestorben

DDR-Dramatiker ist tot

Der DDR-Dramatiker Helmut Baierl ist im Alter von 78 Jahren in Berlin gestorben. Vor der Wende wurde er vor allem durch seine dialektische Komödie "Frau Flinz" bekannt, welches als "Mutter Courage" der DDR bezeichnet wurde. Baierl war der langjährige Dramaturg am Berliner Ensemble. Gelegentlich ist er mit seinen kritischen Stücken am Regime angeeckt, jedoch war er nie wirklich kulturpolitisch umstritten und wurde letztendlich zum Nationalpreisträger auserkoren. Nach der Wende spielte er am Theater keine Rolle mehr.

(Quelle: tagesspiegel online) 14.09.2005

Kleine belastet ARD

Neue Vorwürfe wegen Schleichwerbung

Thilo Kleine, der entlassene Geschäftsführer der Bavaria Film, erhebt gegen die ARD den Vorwurf, in die Schleichwerbungsvorgänge eingeweiht gewesen zu sein. ARD-Programmdirektor Günter Stuve hätte sein Nicht-Wissen nur gespielt und ganz bewusst die Agentur ausgesucht über welche Schleichwerbung bei "Marienhof" betrieben wurde. Außerdem greift Kleine auch den SWR an, welcher ebenfalls durch Schleichwerbung ins Kreuzfeuer geraten ist. ARD als auch SWR streiten diese Vorwürfe ab und schließen gerichtliche Schritte nicht aus.

(Quelle: Kölner Stadtanzeiger) 12.09.2005

UIP wird teilweise aufgelöst

Beschluss von Paramount und Universal

Die zwei großen Hollywood Studios Paramount und Universal werteten bisher ihre Filme gemeinsam über United International Pictures (UIP) aus. Dieses seit nun bereits 24 Jahren bestehende Abkommen soll nun aufgelöst werden. Ab Januar 2007 werden die beiden Studios ihre Auswertungen in zuvor vereinbarten Territorien eigenständig durchführen. Diese Umstellung betrifft 15 Länder, darunter auch Deutschland. In weiteren 20 Ländern wird UIP jedoch vorerst weiter existieren. Die Gründe liegen laut Marc Shmuger, Universal-Vize-Chairman, in der „langfristigen strategischen Bedeutung internationale Distribution und Marketing-Anstrengungen direkt zu kontrollieren.“

(Quelle: mediabiz) 07.09.2005

Baden-Württemberg mit HDTV

Premiere schließt neuen Vertrag ab

Am 19. November ist es soweit. Premiere HD startet seine Übertragung mit einem Fußballbundesligaspiel. Bis dahin werden schon fleißig Kabelnetzbetreiber ins HDTV-Boot geholt. So wurden nun mit Kable Baden-Württemberg ein Vertrag ausgehandelt, der das Premiere HDTV Angebot ins sein Kabelnetz einspeisen wird. Laut Markus Schmid, Marketing- und Vertriebsvorstand bei Premiere, sollen so „über eine Million modernisierte Kabelhaushalte in Baden-Württemberg Fernsehen in einer ganz neuen Dimension erleben.“ Mit weiteren Kabelnetzbetreibern befindet man sich bereits in Verhandlungen.

(Quelle: mediabiz) 06.09.2005

Zuschauermagnet TV-Duell

ARD mit größtem Marktanteil

Knapp 60 Prozent Marktanteil konnte das gestrige TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seiner Herausforderin Angela Merkel für sich verbuchen. Insgesamt 20,97 Millionen Menschen verfolgten somit den verbalen Schlagaustausch am gestrigen Abend. Aufgrund des großen zu erwartenden Interesses am TV-Duell wurde diesen von der ARD und dem ZDF, sowie auch von den privaten Sendern RTL und Sat.1 übertragen. Ganz eindeutig an der Spitze lag die ARD, die mit knapp 10 Millionen Zuschauern beinahe die Hälfte aller Zuschauer für sich gewinnen konnte.

(Quelle: mediabiz) 05.09.2005

Vergewaltigungsprozess

Willi Thomczyk sitzt auf der Anklagebank

Nach Andreas Türck sitzt nun ein weiterer Promi  wegen Vergewaltigung auf der Anklagebank. Willi Thomczyk, bekannt aus der RTL-Serie "Die Camper" und dem Film "Was nicht passt, wird passend gemacht", soll zwei Schauspielerinnen und vier Schauspiel-Schülerinnen zu sexuellen Handlungen genötigt und verbal belästigt haben. Er selbst beteuert seine Unschuld, da er zwar eine schlimme Kindheit hatte, aber niemals einem Menschen Leid antun könne. Die mutmaßlichen Opfer waren zum Tatzeitpunkt erst 13 und 14 Jahre alt. RTL steht weiterhin hinter dem Star und beteuert ebenfalls seine Unschuld.

(Quelle: spiegel online) 02.09.2005

Stiftung wird eingestellt

Deutsche Regisseure protestieren

Die Finanzierung der Stiftung Kuratorium junger deutscher Film soll ab dem nächsten Jahr eingestellt werden. Mit Erschrecken haben Regisseure in ganz Deutschland auf den Beschluss der Finanz- ministerkonferenz reagiert. Für alle Nachwuchsfilmer wird laut Bundesverband für Regie (BVR) eine der wertvollsten Einrichtungen zur Förderung des jungen deutschen Films verloren gehen. Viele bekannte Regisseure, darunter Tom Tykwer, Andreas Dresen oder auch Detlef Buck, wurde es mit Hilfe des Kuratoriums ermöglicht ihre Ideen und Projekte zu realisieren. Der Bundesverband appelliert an die heute tagende Finanzministerkonferenz, den Beschluss wieder rückgängig zu machen.

(Quelle: berlinerzeitung) 29.09.2005

Neue EU Richtlinie

Zeitungsverleger intervenieren

Die für Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihr Ziel konkretisiert, die Beschränkungen für Product Placement im Fernsehen zu lockern. Es wäre vorstellbar, die gezielte Platzierung von Markenprodukten bei Unterhaltungsserien, Spielfilmen und in anderen fiktionalen TV-Programmen zuzulassen, so Rending. Ausgeschlossen werden sollen von der Neuregelung Nachrichten- und Informationssendungen. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger kritisierte die Pläne dagegen, dies bedeute in der Konsequenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von Werbung und Programminhalten, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen.

(Quelle: mediabiz) 27.09.2005

Serien-Killer

Fox setzt Serie nach 2. Folge ab

Nachdem "Lost" in den USA mit höchsten Einschaltquoten brilliert, haben es die parallel ausgestrahlten Serien besonders schwer, zu überleben. Nun traf es die neue Serie "Head Cases" über zwei Anwälte, auf Fox nach nur zwei Folgen. Im immer härter werdenden Serien-Konkurrenzgeschäft zählen ausschließlich die Quoten, schließlich sind diese Grundlage der Werbeminuten-Preise.

(Quelle: CNN) 25.09.2005

Filmpreis Lola

Vergabe wird vorgezogen

Der höchstdotierte deutsche Kulturpreis im Bereich Film wird um gut zwei Monate vorgezogen. Die begehrte Trophäe „Lola“ wird künftig bereits Ende April vergeben. Als Grund gibt die Deutsche Filmakademie an, dass Verleiher und Produzenten in „einer relevanteren Kinosaison an die Öffentlichkeit“ treten können. Die Veranstaltung ist nun eingebettet zwischen den Filmfestspielen in Cannes und der Münchener Filmwoche. Dementsprechend ist die Anmeldefrist auf Ende Oktober vorverlegt worden.

(Quelle: blickpunktfilm) 22.09.2005

57. Emmys verliehen

Preise für Serien

In insgesamt 88. Kategorien wurden von der amerikanischen Fernsehakademie auch dieses Jahr die besten Serien nominiert und ausgezeichnet. Die TV-Serie „Lost“, welche von den Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf einer unbewohnten Insel handelt und die Komödie „Alle lieben Raymond“ waren die großen Gewinner der diesjährigen Verleihung. Der eigentliche Favorit der Kategorie „Beste Comedy-Serie“, nämlich „Desperate Housewives“ musste der quirligen Komödie „Alle lieben Raymond“ weichen.

(Quelle: süddeutsche) 19.09.2005

Guinness-Wahnsinn

69 Stunden Dauerfernsehen

Bereits der alte Rekord war Respekteinflößend- 50 Stunden Dauerfernsehen schienen angesichts der damit verbundenen geistigen Folter bereits als Grenzmarke. Nun hat in New York Joachim Suresh 69 Stunden lang ferngesehen. Und wie es sich für derart werbeträchtige Aktionen gehört, wurde auch gleich der zu bevorzugende Sender vorgeschrieben: ABC Networks. In der Lobby des Senders stand schließlich auch das öffentlich ausgestellte Sofa von dem aus der Rekordgucker in die Röhre schaute.

(Quelle: CNN) 18.09.2005

Besucherrückgang

Auch in Programmkinos

Auch bei den Programmkinos ist mit zu wenigen Besuchern zu kämpfen. Gestern wurde auf der Filmkunstmesse Leipzig die "FFA-Programmkinostudie 2004" veröffentlicht, die einen Besucherrückgang im ersten Halbjahr 2005 von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufzeigt. Ein interessanter Aspekt der Studie zeigt zudem auf, dass der "Anteil der ab 60-Jährigen beim Programmkinopublikum (..) fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Kinobesucher" war. Während die 30 bis 39-Jährigen weiterhin die stärkste Besuchergruppe sind, besuchten Teenager "mit 11,8 Prozent eher selten diese Art von Filmtheatern". 

(Quelle: mediabiz) 15.09.2005

David LaChapelle in Köln

Fotograf und Regisseur stellt Arbeiten aus

David LaChapelle, oft als "Fellini der Fotografie" bezeichnet, wurde berühmt durch seine zahlreichen ausgefallenen Mode- und Starfotografien sowie Videoclips. Am 20.Oktober kommt sein Debutfilm "Rize" in die Kinos, von welchem auch Fotos auf der Aufstellung ausgestellt werden. Die Ausstellung findet in den Geschäftsräumen von Carhartt und Vibes ab dem 17.Oktober 2005 statt. (Link zur Homepage von LaChapelle)

(Quelle: mediabiz) 13.09.2005

Löwen-Verleihung

Filmfest Venedig ging zu Ende

Das Filmfestival von Venedig, das älteste der Welt, hat den Regisseur Ang Lee für seinen Film "Brokeback Mountain" mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet. David Straithairn wurde für seine Hauptrolle in "Good Night, and Good Luck als bester Darsteller geehrt, Giovanna Mezzogiorno für "La bestia nel cuore" als beste Darstellerin. Der japanische Zeichentrickkünstler Hayao Miyazaki ("Prinzessin Mononoke") erhielt einen Goldenen Ehrenlöwen.

(Quelle:Festival) 11.09.2005

Vom Buch zum Film

Neuer Literaturfilmpreis wird vergeben

Die Spiegel Gruppe und die Frankfurter Buchmesse haben einen gemeinsamen Literaturfilmpreis ins Leben gerufen. Das Vorbild für diese Auszeichnung stellt die Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ bei der Oscarverleihung dar. Mit diesem Preis soll eine gelungen Literaturverfilmung auch in Deutschland entsprechende gewürdigt werden. In verschiedenen Kategorien sind dieses Jahr unter anderem nominiert: „Million Dollar Baby“, „Sideways“ sowie „Wenn Träume fliegen lernen“. Im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises 2005 wird auf der Frankfurter Buchmesse der Sieger gekürt.

(Quelle:spiegel) 09.09.2005

12. Filmfest Oldenburg

Filmfest mit Sonderreihen

Auch dieses Jahr schafft es das Filmfestival Oldenburg wieder durch ganz besondere Extras und Sonderreihen seinem Ruf als „unangepaßtes und innovatives“ Festival gerecht zu werden. Alle Facetten des Film finden bei diesem „non competitive film festival“ ihren Platz. Neben den klassischen Kategorien warten Sektionen wie „Midnite Express“, „Retroperspektive Ken Russel“, „Teen Spirit“ oder „Tribute Wilson Brothers“ auf das gemischte Publikum. Einen Vorgeschmack auf die abwechslungsreichen Tage in Oldenburg vermittelt der Kinotrailer zum Festival.

(Quelle:filmfestivaloldenburg) 08.09.2005

HDTV in Deutschland

ProSieben und Sat.1 hochauflösend

Zum Start der Medientage München führt die ProSiebenSat.1-Gruppe am 26. Oktober 2005 das "hochauflösende Fernsehstandard HDTV im 16:9-Breitbildformat" ein. Es soll zusätzlich zur Standard-Verbreitung ausgestrahlt werden (nähere Informationen zu HDTV gibt es im Movie-College). Europa befindet sich mit dem Wechsel noch im Anfangsstadium. In den USA und Japan gibt es bereits seit mehreren Jahren viele Programme, die in HDTV Qualität gesendet werden. Durch die "doppelte Zeilenauflösung" wird eine "stark verbesserte Bildqualität" erreicht. Programme bei ProSieben und Sat.1., die noch nicht in HDTV produziert wurden, werden "aufwärts konvertiert". Damit entsprechen sie "qualitativ dem DVD-Standard".

(Quelle: Absatzwirtschaft) 01.09.2005

 

August 2005

Cannes goes Mobile

Screenings für Handyfilme

Am 19. Oktober in Cannes werden erstmals Made-for-Mobile Inhalte gezeigt. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Screening Format, welches speziell für Mobilfunkgeräte entwickelt wurde. Hiermit lassen sich die „kleinen“ Filme auch vor großem Publikum präsentieren. Den kreativen Machern sind keine Grenzen gesetzt, da von Nachrichten über die verschiedensten Spielfilmgenres bis hin zur Dokumentation oder sogar Zeichentrick alles zur Bewerbung eingereicht werden kann. Die besten Ergebnisse werden am 20. Oktober bei der weltweit größten Fernsehmesse mit dem sog. „Mobile TV Award“ ausgezeichnet.

(Quelle: mediabiz) 26.08.2005

Schmiergeld erhalten

MDR räumt ein

Gestern hat der MDR  "erstmals eine illegale Schmiergeldzahlung an den Sender eingeräumt."
Im Jahr 2000 seien bei der Einführung der Sportwette Oddset "sieben Beiträge im MDR gesendet" worden, "für die nicht nur an Mohren Geld gezahlt wurde".
Auch an den Sender sei Geld geflossen. "Bei der Ausstrahlung habe es sich eindeutig um Schleichwerbung gehandelt."

(Quelle: Spiegel) 25.08.2005

"Schläfer" ausgezeichnet

Gewinner des First Step Award

Im Theater am Potsdamer Platz in Berlin wurden gestern Abend die Gewinner des First Step Awards gekürt. Der wohl begehrteste Preis, nämlich für den besten abendfüllenden Spielfilm ging an Benjamin Heisenberg für seinen Film „Schläfer“. In den nächste Zeit stellt das Movie College ein ausführliches Interview mit dem Regisseur des Films online. Weitere Preise gingen an Christine Wiederkehr von der Züricher Hochschule für Gestaltung und Film für ihren Kurzfilm „Floh!“. Jasmin Hermann konnte mit ihrem Film „Tage aus Nacht“ in der Kategorie Spielfilm bis 60 Minuten überzeugen. „Zur falschen Zeit am falschen Ort“ von Tamara Milosevic gewann den Preis für den besten Dokumtarfilm, während Steffen Hacker und Alexander Kiesl den Award für den besten Werbefilm mit „Racing Beats“ abräumten.

(Quelle: mediabiz) 24.08.2005

Hollywood wird wiederbelebt

Steueranreize für Filmproduktionen

Hollywood als das Produktionsmekka schlechthin hat schon seit langer Zeit abgedankt. Die Produktionen verlagern sich nicht nur zunehmend ins Ausland, sondern auch innerhalb der USA stellen andere Bundesstaaten wie Louisiana eine Konkurrenz zum klassischen Filmstaat Kalifornien dar. Republikaner und Demokraten ziehen am gleichen Strang, indem sie ein Gesetz erlassen wollen, welche kalifornischen Produktion bis zu 3 Millionen Dollar erstattet. Das Arnold Schwarzenegger sich für diesen Gesetzesentwurf einsetzen wird, versteht sich wohl von selbst. Als alter Profi…

(Quelle: mediabiz) 19.08.2005

Tonino Delli Colli ist tot

Kameramann aus Italien

Einer der gefragtesten Kameramänner des italienischen Kinos ist in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Rom gestorben. Regisseure wie Pasolini, Leone oder Fellini lobten die besondere Ästhetik seiner Bilder. Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Es war einmal in Amerika" schrieben Kinogeschichte. Bei Pasolini fungierte Delli Colli als Lehrmeister. "Bei der Arbeit war es dann so, als wären wir eine eigene Person", erzählte Delli Colli über die Dreharbeiten. Eine seiner letzten Arbeiten war Robert Benignis "Das Leben ist schön" (1997).

(Quelle: spiegel online) 18.08.2005

Preis für Verleihfirmen

Bundesregierung vergibt Preis

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Christina Weiss, verleiht am 31.August 2005 in Sommerhausen am Main den Verleiherpreis 2005 für besondere Leistung bei der Verbreitung von künstlerisch wertvollen und herausragenden Filmen. Dies findet in Zusammenhang mit der Vergabe von Kinoprogrammpreisen statt. Die Auszeichnungen sind jeweils mit Prämien von 75.000 Euro verbunden. Ausgewählt wurden die Verleihe "Neue Visionen Filmverleih" (Berlin), "MFA+ Filmdistribution" (Regensburg) und "Piffl Medien" (Berlin). Bei der Entscheidung wurden die Kriterien "Qualität der Verleiharbeit", "Anteil an deutschen Filmen", "Anteil anderer europäischer Filme" sowie "Repertoirepflege" berücksichtigt.   

(Quelle: Bundesregierung) 16.08.2005

Neuer Sender im deutschen Free TV

"Das Vierte - Wir sind Hollywood"

Unter dem Namen "Das Vierte - Wir sind Hollywood" startet ein neuer Fernsehsender vom US Medienkonzern NBC Universal Ende September in Deutschland. Der US-Medienkonzern NBC Universal hat sich zum Ziel gesetzt, mit ausschließlich amerikanischen Filmen und Serien im deutschen Fernsehmarkt Fuß zu fassen. Nach der Fusion des Senders NBC und des Filmstudios Universal im Mai 2004 gehört das Medienunternehmen NBC Universal zu den sechs Größten der Welt. Mit einer Investition im zweistelligen Millionenbereich soll ein Marktanteil von einem Prozent bereits im ersten Jahr erreicht werden. Auf der Frequenz des Senders NBC Giga wird "Das Vierte" ab 20.15 Uhr jeweils zwei Spielfilme zeigen. Am Wochenende wird rund um die Uhr gesendet.

(Quelle: Spiegel online) 12.08.2005

Barbara Bel Geddes ist gestorben

"Dallas"-Star  Miss Ellie ist tot

Am Montag starb Barbara Bel Geddes - bekannt als Miss Ellie aus "Dallas" - in ihrem Haus in Northeast Harbor an Lungenkrebs. Sie war 82 Jahre alt. Vor ihrer "Dallas" Karriere, wurde sie vor allem durch Rollen in Hitchcock-Produktionen bekannt. 1958 spielte sie zum Beispiel an der Seite von James Stewart in "Vertigo - Aus dem Reich der Toten". 1948 erhielt sie bereits ihre erste Oscar-Nominierung für "Das Geheimnis meiner Mutter". Jedoch erst durch ihre Rolle in "Dallas"  von 1978 bis 1990 erlangte sie Weltruhm.  

(Quelle: sz online) 11.08.2005

Ibrahim Ferrer gestorben

Star des "Buena Vista Social Clubs" tot

Ibrahim Ferrer, Star des kubanischen "Buena Vista Social Clubs" ist im Alter von 78 Jahren in Havanna gestorben. Ferrer galt in seiner Heimat seit einem halben Jahrhundert als Star und wurde durch den Film "Buena Vista Social Club" weltberühmt. Der Dokumentarfilm von Wim Wenders erzählt die Geschichte der Band. Gitarrist Ry Cooder versammelt 1997 noch einmal alle großen Legenden der kubanischen Musik um sich und nimmt mit dieser Formation das Album "Buena Vista Social Club" auf.

(Quelle: ARD online) 08.08.2005

90 Millionen Euro für die Filmwirtschaft

Schröders Finanzspritze

Der von Schröder initiierte Filmfond wurde von einer Arbeitsgruppe von Vertretern der Bundesregierung und der Filmwirtschaft erarbeitet. Er soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft stärken. Langfristig gesehen sollen alle Medienfonds abgeschafft werden, deren Kapital nach Hollywood fließt. Das Konzept sieht außerdem vor, dass für deutsche Produktionen Darlehen von bis zu 20 Prozent des Budgets bewilligt werden können. Das Geld müsse nur größtenteils in Deutschland ausgegeben werden. Genaueres wird durch die Förderanstalten der Länder festgelegt.

(Quelle: stern online) 04.08.2005

Internetpiraterie

FBI verhaftet

Das FBI hat "acht mutmaßliche Internetpiraten aus North Carolina festgenommen". Sie galten als die leitenden Köpfe der Warez-Szene. Massenrazzien mit Namen "Operation FastLink" und "Operation Site Down" wurden bereits in den letzten Monaten durchgeführt. Mehr als "200 Durchsuchungsbefehle in 15 Ländern" wurden erwirkt. Auch Deutschland ist darunter. Es wurden "hunderte von Rechnern sowie illegal kopierte Filme, Musik und Software im Wert von über 100 Mio. Dollar beschlagnahmt".

(Quelle: Blickpunkt) 01.08.2005

Videoauswertung in den USA

Medium "Video" scheint auszusterben

Das Medium Video scheint langsam auszusterben.
20th Century Fox bringt den Titel "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" in den USA erstmals nur auf DVD auf den Markt. Die bisherige Video-Auswertung bei einem Blockbuster entfällt damit. Der Vertrieb bei "Star Wars"-Titeln verzeichnete in der Vergangenheit einen enormen Rücklauf an nicht verkauften Videos. In Deuschland wird jedoch der Film ab dem 31.Oktober weiterhin auf Video erhältlich sein. Auch weitere US-Majors wie Buena Vista Home Entertainment wollen einige Titel in Zukunft nicht mehr als Video veröffentlichen.

(Quelle: videobusiness) 31.08.2005

Hans Clarin ist tot

Herzanfall

Er spielte in zahlreichen Spielfilmen und Serien, darunter auch in den legendären Pipi Langstrumpf sowie mehreren Karl-May Filmen, synchronisierte aber auch den Cookie aus kultigen US-Serie 77 Sunset Strip. Die Meisten aber kannten ihn als die Stimme von Pumuckl, dem krächzenden Kobold. Zwei Wochen vor seinem 76. Geburtstag ist er auf seinem Bauernhof in Aschau gestorben.

(Quelle: br-online) 30.08.2005

Festival International de Film

De Hadelns neues Festival

Seine Berufung parallel zum etablierten Montreal Filmfestival ein Neues zu organisieren, hat bereits die Filmszene in Kanada kräftig aufgemischt. Es wäre ungefähr so, als würde parallel zur Berlinale ein weiteres Berlin-Filmfestival etabliert. Nun stellt Ex-Berlin und Venedig- Festivalchef Moritz de Hadeln das Programm des ersten „Festival International de Film“ vor. In der Reihe Planète Terre werden „Dein Herz in meinem Hirn“ von Rosa von Praunheim und „Gisela“ von Isabelle Stever gezeigt, sowie die beiden Dokus „Mein Überleben in Kobulszowa“ von Helga Hirsch und „Winterkinder“ von Jens Schanze. Im Wettbewerb läuft „Der Fischer und seine Frau“ von D. Dörrie.

(Quelle: Festival International de Film) 29.08.2005

Digitaler Speicher

Kino der Zukunft

Das Fraunhofer-Institut hat einen "Field-Recorder" entwickelt, mit dem man direkt am Set Szenen sichten können soll. Der tragbare Recorder hört auf den Namen "Megacine" und speichert Digital Cinema, High-Definition und Standard Video 16 kombinierten Notebookfestplatten, die insgesamt eine Speicherkapazität von einem Terrabyte bieten - was "etwa acht Stunden Aufnahmezeit bei unkomprimierten Bilddaten" bedeutet. Erstmals soll es möglich sein, eine Auflösung von 2048 mal 1080 Pixel zu realisieren. Auf einem Display können aufgezeichnete Szenen dann gleich gesichtet werden. "Ein erster Prototyp von "Megacine" ist auf der Messe International Broadcast Convention IBC (9. bis 13. September) in Amsterdam zu sehen."

(Quelle: ZDNet) 25.08.2005

Blogs als Werbeplattform

Studios gehen neue Wege

Internetforen und Blogs sind von einigen Studios zu einer neuen Werbeplattform auserkoren worden. So hat Focus Features für ihren neuen Film Werbeanzeigen auf ausgewählten Seiten geschaltet. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Zielgruppe lässt sich durch eine gezielte Auswahl an Seiten einkreisen und die Internetwerbung ist wesentlich günstiger als das herkömmliche Schalten von Werbeanzeigen. Wie eindrucksvoll diese Strategie aufgehen kann, bewies schon die clevere Werbekampagne von "Blair Witch Projekt", die für einiges Aufsehen sorgte.

(Quelle: Blickpunkt Film) 23.08.2005

Eva Renzi ist gestorben

80er Jahre Star des deutschen Fernsehens

Als Tochter eines dänischen Mayonnaise-Fabrikanten und einer Französin absolvierte Eva Renzi parallel zu Jobs wie "Telefonistin, Hostess, Platzanweiserin und Fotomodell" eine Schauspielausbildung. Mit 20 Jahren erhielt sie ihr erstes Bühnenengagement an der Freien Volksbühne in Berlin. Ende der sechziger Jahre gelang es Renzi, im amerikanischen Film- und Fernsehgeschäft Fuß zu fassen. 1969 spielte sie die Hauptrolle im Krimi "Taste of Excitement", ab 1971 gehörte sie zur festen Besetzung der US-Serie "Primus". In Deutschland wurde sie Ende der Achtziger durch verschiedene Serien zum Star, u.a. durch die deutsche Antwort auf "Dallas" - "Das Erbe der Guldenburgs". Nun ist Eva Renzi nach einem Krebsleiden in Berlin im Alter von 60 Jahren gestorben.  

(Quelle: spiegel online) 17.08.2005

Preise in Locarno vergeben

Goldener Leopard für "Nine Lines"

Das traditionelle schweizerische A-Filmfestival am Lago Maggiore ist am 13. August zu Ende gegangen und hat erneut eine interessante Auswahl an Filmen präsentiert. Preisträger der begehrten Leoparden waren: 

Rodrigo Garcia für NINE LINES- Goldener Leopard - Bester Film

Yilmaz Arslan für BRUDERMORD- Silberner Leopard 

Florian Hoffmeister für 3 GRAD KäLTER- und Bizhan Mirbagheri für MA HAMEH KHOUBIM - Silberner Leopard - Bester Nachwuchsfilm 

Timothy Quay, Stephen Quay für THE PIANO TUNER OF EARTHQUAKES- Silberner Leopard - Besondere Erwähnung.

Die weiteren Preise sind auf der Homepage des Festivals zu finden. Locarno Filmfestival

(Quelle: Locarno-Filmfestival) 14.08.2005

Boykott von "Sin City"

Kinoketten gegen vorzeitige Zweitvermarktung

Cine-Star, Cinemaxx und UCI weigerten sich bereits in den vergangenen Wochen gegen die Ausstrahlung von "Herbie: Fully loaded" und nun wird auch "Sin City" eventuell von dem Boykott betroffen sein. Der Grund liegt hierbei bei der vorzeitigen Vermarktung der Filme auf Video oder DVD. Bisher galt es, eine Frist von sechs Monaten bei der Zweitvermarktung einzuhalten. Wegen der Zunahme an Raubkopien bemühen sich Produktionsfirmen und Verleiher, diese Frist zu verkürzen. Die Kinos befürchten deshalb einen Rückgang der Besucher, da diese nun eher auf den DVD-Start warten und den Besuch des Kino umgehen.

(Quelle: heise online) 10.08.2005

Deutsche Filme in China

FFF Bayern fördert Zusammenarbeit mit China

Die erste deutsche Filmwoche in China soll die Basis für eine Zusammenarbeit der beiden Länder in der Filmwirtschaft sein. Organisiert vom FilmFernsehFonds (FFF) Bayern, dem Pekinger Goethe-Institut und der Beijing Film Academy werden vom 17. bis 24.November deutsche Spiel- und Dokumentarfilme in Peking gezeigt. Die Delegation des FFF Bayern besteht aus Filmwirtschaftlern und -künstlern. Das Motto der gezeigten Filmreihe lautet "Boosting Friendship".

(Quelle: Tagesspiegel online) 09.08.2005

Übernahme von ProSiebenSat1

Axel Springer AG kauft sämtliche Aktien

Der Kauf kostet Springer 2,5 Milliarden Euro. Hierfür erhält der Zeitungsverlag sämtliche Aktien der Investorengruppe um Haim Saban. Damit erhöhte die Springer AG ihren Anteil an stimmberechtigten Stammaktien von 12 auf 100 Prozent sowie auf 25 Prozent der nicht stimmberechtigten Aktien. Langfristig ist die Fusion beider Unternehmen geplant. Dadurch entsteht der zweitgrößte deutsche Medienkonzern nach Bertelsmann. Saban kann nun durch den Weiterverkauf seinen Einsatz vor zwei Jahren vervielfachen.

(Quelle: Axel Springer) 05.08.2005

Pressefreiheit

Russland erteilt Arbeitsverbot

Vor kurzem hatte ABC "ein Interview mit Schamil Bassajew ausgestrahlt". Bassajew war Drahtzieher des Geiseldramas von Beslan, "bei dem im September rund 330 Geiseln ums Leben gekommen waren". Außerdem soll er "zahlreiche Anschläge auf russische Truppen und Zivilisten während (..) des Krieges in Tschetschenien" verübt haben. Nun verbietet Moskau allen Journalisten des US-Senders ABC die Arbeit in Russland. "Akkreditierungen für Journalisten von ABC würden nicht mehr verlängert" werden und "sie dürften ab sofort keine Gespräche mehr mit Vertretern Russlands führen". Die Ausstrahlung sei laut dem russischen Außenministerium ein "klarer Fall von Beihilfe zur Terrorismus-Propaganda". Es handelt sich dabei um den wohl ersten konkreten "Schritt Russlands gegen Vertreter eines großen westlichen Medienunternehmens".

(Quelle: Spiegel) 03.08.2005

Neues Leihmietenmodell

Kinowelt stellt neues Modell vor

Zur Stärkung der Kinobetreiber unterstützt der Kinoweltverleih weiterhin das 6-Monats-Fenster. Wenn das Kinofenster zugunsten eines früheren Kinostarts verkürzt wird, gewährt Kinowelt ab sofort Prozente auf die Filmmiete. Diese Ermäßigung ist monatsweise gestaffelt. Wird ein Film nach drei Monaten herausgebracht, ermäßigt sich die Leihmiete um 17 Prozent. Mit diesem Modell soll die festgefahrene Leihmietendiskussion vorangebracht werden.

(Quelle: Kinowelt) 02.08.2005

 

Juli 2005

 

Gemeinsamer Standard

Filmstudios einigen sich

Zwar ist die Frage danach, wer denn alles zahlen wird, noch nicht geklärt, ein gemeinsamer Standard für die digitale Filmdistribution ist allerdings beschlossene Sache. Die Sprecher der "Digital Cinema Initiative", zu der u.a. die großen Hollywoodstudios wie Paramount, Sony, Universal und Warner gehören, würden in Kürze bekannt geben, "auf welchen gemeinsamen Standard zur digitalen Filmdistribution sie sich geeinigt haben". 

Die Entscheidung dürfte die Umstellung auf Digitaltechnik sicherlich beschleunigen. Die Diskussion wird schon mehrere Jahre geführt und viele fühlen sich bei einer anstehenden Umstellung in ihrer Existenz bedroht. Neben den Kinobesitzern, die Unmengen an Geld für neue Projektoren ausgeben müssten, würden natürlich auch im Filmbetrieb viele Produktionsschritte wegfallen.
Der Preis einer Filmkopie auf der anderen Seite ("derzeit mehr als 1000 Dollar pro Filmexemplar") würde natürlich rasant sinken und damit den Vertrieb weniger risikoreich gestalten.

Die Studios hätten dann mit einem "Digitalvertrieb anscheinend mehr zu gewinnen als der nachgeordnete Teil der Film-Verwertungskette".

Aufgrund der Kostenfrage, die zu klären noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, glauben Branchenexperten, eine "vollständige Umstellung auf Digitaltechnik (..) könne sich über Jahre, vielleicht Jahrzehnte hinziehen".

(Quelle: Spiegel) 28.07.2005

Gefangen im System

Schleichwerber in Nöten

Der Skandal um Schleichwerbung bei der ARD geht weiter:
Im Fall der Tatort-Folge "Bienzle und der Sizilianer", aus der zwei Produktplazierungen für Raps- und Mineralöl herausgeschnitten wurden, fordert Andreas Schnoor, Chef der verantwortlichen Placement-Agentur, nun 21.750 Euro zurück für den Fall, dass die gezeigte Folge nicht mit der von ihm "abgenommenen" übereinstimme. "Wenn die Leistung nicht erfolgt, und die Maran würde die Summe nicht zurückzahlen, wäre das ja Betrug", so Schnoor. Auch Schadenersatzforderungen behalte er sich vor, falls Vertragsdetails an die Öffentlichkeit gelangen sollten.

(Quelle: Spiegel) 25.07.2005

Schleichwerbungsaffäre

WDR setzt Sendungen ab

Aufgrund des Schleichwerbungsskandals sperrt der WDR nun "67 Filme und zwei Serien für Wiederholungen in ARD-Programmen". Da der Verdacht auf Schleichwerbung vorliegt, sollen die Produktionen "auf unzulässige Produktplatzierungen überprüft werden". Bis ins Jahr 1994 soll zurückgegriffen werden bei den Prüfungen. Bei der in Kritik geratene Firma handelt es sich um "Colonia Media", eine hundertprozentige Tochter der Bavaria Film. Der WDR sei "schwer geschädigt", da Sendungen wie "Tatort" und andere Filme "so lange nicht im dritten Programm oder im Ersten" gezeigt werden können, "bis alle Schäden entdeckt und beseitigt seien".

(Quelle: Spiegel) 20.07.2005

Filmförderung rückläufig

Weniger Geld in Bayern

Die Filmwirtschaft in Bayern erhielt letztes Jahr wieder weniger Geld für Filmprojekte. So sei die Gesamtfördersumme von 33 Millionen (2002) auf 29 Millionen (2004) zurückgegangen. Schuld daran sei neben der rückläufigen staatlichen Unterstützung auch der Zusammenbruch der Kirchgruppe, die etwa 1,5 Mio. zum Fonds beigetragen habe.
Die Folge sei  eine härtere Auslese, so Geschäftsführer Klaus Schaefer. Die bisher erreichte Quote von 50% geförderter Projekte werde dieses Jahr wahrscheinlich bei etwa 30% liegen.

(Quelle: Die Welt) 18.07.2005

Rundfunkgebühren

Neues ARD-Modell

Die Idee der ARD, die Rundfunkgebühren "künftig an die Inflationsrate" zu koppeln und "alle vier Jahre entsprechend" zu erhöhen traf nicht auf viel Gegenliebe. Vorsitzender der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), Rainer Conrad, "hält davon nicht sehr viel". Auch das ZDF steht der Sache skeptisch gegenüber. ARD-Vorsitzender Thomas Gruber jedoch ist von dem Vorhaben überzeugt, da "die Steigerungsrate die allgemeine Entwicklung im Land" widerspiegele und gewährleiste, "dass die Rundfunkanstalten im Rahmen der allgemeinen Entwicklung blieben." Auch wenn der Vorschlag laut pfälzischem Ministerpräsident Kurt Beck "konstruktive und diskussionswürdige Ansätze" beinhalte, so bedürfe er "jedoch noch näherer verfassungsrechtlicher und europarechtlicher Prüfung".

(Quelle: Spiegel) 15.07.2005

Kevin Hagen gestorben

Star von "Unsere kleine Farm"

Kevin Hagen, der für lange Zeit in Westernfilmen den Bösen gemimt hatte und danach die Rolle des guten Doc Baker in "Unsere kleine Farm" bekommen hat, ist letzten Samstag mit 77 Jahren gestorben. Hagen starb ein Jahr nachdem Krebs diagnostiziert wurde, sagte seine Frau Jan. Seine erste Filmrolle war 1958 in einem Disneyfilm "Das Herz eines Indianers". Aber mit der Rolle in "Der Mann vom großen Fluss" hat er angefangen, in Westernfilmen zu spielen. Am bekanntesten wurde er durch seine Rolle in "Unsere kleine Farm", die von 1974 bis 1983 dauerte.

(Quelle: BBC News) 13.07.2005

Aus für "Fliege"

Mangelnde Zuschauerresonanz

Fernsehpfarrer Jürgen Fliege war 12 Jahre und 1800 Sendungen der Moderator der ARD Talkshow "Fliege". Aufgrund der schwachen Quote wird nun der Vertrag für 2006 nicht mehr verlängert. Nach "vielen Jahren des Erfolgs" (ARD) und über 10.000 Gäste "sei die Zuschauerakzeptanz zuletzt rückläufig gewesen".

(Quelle: Spiegel) 11.07.2005

Bavaria-Chef suspendiert

Konsequenzen aus Werbeskandal 

Bavaria-Chef Thilo Kleine wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Neue Vorwürfe wegen der jahrelangen Schleichwerbung in TV- Serien, welche die Bavaria produziert hat, veranlassten den Aufsichtsrat zu dieser Entscheidung. Auch bei der Bavaria-Tochter Colonia Media wird inzwischen in der Angelegenheit ermittelt.

(Quelle: Der Standard At) 09.07.2005

Bündnis gegen Schleichwerbung

Vorschlag von BR-Fernsehrat 

Ein Bündnis gegen Schleichwerbung hat jetzt BR-Fernsehrat Bernd Lenze gefordert. Illegale Werbeformen würden sich zunehmend in TV-Programme einschleichen. Lenze, der auch Vorsitzender der ARD- Gremienkonferenz ist, schlägt vor, Musterverträge zu erarbeiten, die einen Verhaltenskodex festlegen. Für einen Verstoß sollten dann empfindliche Strafen festgelegt werden.

(Quelle: Spiegel) 07.07.2005

Kündigungen und Abmahnungen

Placement-Skandal 

Auf Druck der wegen jahrzehntelanger Schleichwerbung bei mehreren Serien in die Schlagzeilen geratenen ARD wurden nun in der mitverantwortlichen Produktionstochter, der Bavaria Film personelle Konsequenzen gezogen. 

Auf Beschluss des Bavaria Film- Aufsichtsrates wurden zwei Chefproduzenten sowie der Chefdramaturg gekündigt und Geschäftsführer Thilo Kleine abgemahnt, dass eine Wiederholung derartiger Vorgänge arbeitsrechtliche Konsequenzen haben könne.

Die Praxis des Product Placements auch in ARD und ZDF Produktionen ist in der Branche allgemein bekannt, müssten alle Mitwisser und Mittäter mit ähnlichen Konsequenzen rechnen, stünden viele Produktionshäuser ohne Mitarbeiter da.

(Quelle: Spiegel Online) 02.07.2005

Ferres-Film unter Schleichwerbe-Verdacht

ZDF lässt nacharbeiten

In dem TV-Film "Sterne leuchten auch am Tag" nimmt Veronica Ferres in einem Supermarkt mehrere Produkte in die Hand - darunter bestens sichtbar eine Pflegecreme für die sie seit Jahren als Werbeträger arbeitet. Anfragen wegen der Platzierung ließ Frau Ferres gleich durch ihren Anwalt beantworten,- ihr Griff ins Regal sei völlig wahllos gewesen. Auch Regisseur Roland Richter erklärt, in erster Linie an der Schauspielführung interessiert zu sein, nicht an Produkten. Das ZDF lässt den bereits 2004 ausgestrahlten TV-Film jedenfalls nachbearbeiten. 

(Quelle: Spiegel) 30.07.2005

"Clearing-Stelle"

Gegen Schleichwerbung

Beim ARD-Sendeverbund wird eine "Clearing-Stelle gegen Schleichwerbung" eingerichtet. Diese soll sich um "unerlaubtes Product Placement und korrupte Mitarbeiter" kümmern. ARD-Vorsitzender Thomas Gruber sieht "in jeder Krise auch eine Chance". Gegen eine Lockerung der Werbevorschriften sprach er sich deutlich aus. "Wir sind fest entschlossen, diese nicht hinnehmbare Entwicklung in unseren eigenen Programmen zu verhindern." Außerdem sollen "Produzenten, die Schleichwerbung in einem Programm des Senderverbunds platzieren, auch von Partneranstalten keine Aufträge mehr erhalten."

(Quelle: Blickpunkt Film) 29.07.2005

Polanski gewinnt

Verleumdungsprozess gegen "Vanity Fair"

Laut eines Artikels des US-Magazins "Vanity Fair" aus dem Jahr 2002 soll "Polanski auf dem Weg zum Begräbnis seiner ermordeten Ehefrau Sharon Tate eine Schwedin verführt haben". Dies wies der Regisseur als "niederträchtige Lüge" zurück und zog vor Gericht. Nun hat ein Londoner Gericht "die Herausgeber am Freitag zu einer Entschädigungszahlung von 50.000 Pfund (70.00 Euro)" verurteilt.

(Quelle: Spiegel) 26.07.2005

Korruptionsvorwürfe

Entlassung des MDR Sportchefs

Der Sportchef Wilfried Mohren des MDR wurde fristlos gekündigt. Laut MDR Intendant Udo Reiter sei "Mohren, der zurzeit wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft sitzt, für den Sender nicht mehr tragbar". Mohren befindet sich seit letzter Woche in Untersuchungshaft, die Beweislast gegen ihn sei "erdrückend". Er habe "mehr als 100.000 Euro aus einem nicht genehmigten Vertrag mit der Energiedienstleistungsfirma Techem kassiert". Außerdem soll er Sendezeit gegen Schmiergeld verkauft haben.

(Quelle: Spiegel) 22.07.2005

James Doohan gestorben

"Star Trek"-Legende

Gestern ist James Doohan an den "Folgen einer Lungenentzündung" in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Er war 85 Jahre und wurde durch die Rolle des Ingenieurs Montgomery Scott alias "Scotty" in der "Star Trek" Serie berühmt. Sein Ausspruch "Beam me up, Scotty" ist allen Fans bekannt. Nun soll seine Asche ins All "gebeamt" werden. Der letzte Wille von Doohan sei es, am Ende der privaten Trauerfeier "die Asche ins All" zu schicken.

(Quelle: Spiegel) 21.07.2005

Camillo Felgen gestorben

Bekannter TV-Entertainer

Am Samstag starb Camillo Felgen im Alter von 84 Jahren. Der TV-Entertainer wurde in den 50ern bekannt und hatte zwischen 65 und 73 125 Mal das "Spiel ohne Grenzen" moderiert. Außerdem präsentierte er 250 Ausgaben des Radio- und TV-Wunschkonzerts "Was darf's denn sein?". Auch als Sänger und Komponist war er berühmt (u.a. für Connie Francis "Schöner fremder Mann").

(Quelle: Spiegel) 19.07.2005

Schleichwerbungsaffäre

Bürodurchsuchung

Nächster Akt im Schleichwerbungsskandal um Bavaria. Laut Spiegel wurden Montag "nicht nur das Büro des beurlaubten Bavaria-Bosses Thilo Kleine, sondern auch dessen Privatwohnung" durchsucht. Laut der Anzeige "bestehe der Verdacht eines Scheinmietverhältnisses" in Breitbrunn am Chiemsee. Morgen sollen die Gesellschafter der Bavaria "in einer außerordentlichen Gesellschaftsversammlung erneut über weitere Konsequenzen aus der jahrelangen illegalen Schleichwerbepraxis in ARD-Sendungen" beraten. Während der ehemalige Chefproduzent Stephan Bechtle seinen damaligen Vorgesetzten Kleine schwer belastete, schlägt dieser nun in einer schriftlichen Stellungsnahme zurück. Er "verwahrt sich gegen die Vorwürfe" und "bringt Bechtle in Zusammenhang mit einem neuen, bislang nicht bekannten Schleichwerbefall bei der ARD" in seiner damaligen Produktion "Gegen den Wind".

(Quelle: Spiegel) 14.07.2005

Filmemacher im Irak

Wird freigelassen

Vor fast zwei Monaten wurde ein Iranisch-Amerikanischer Filmemacher im Norden von Baghdad gefangengenommen. Das US Militär hat am 17. Mai "Bombenteile im Taxi, das Cyrus Kar bestellt hatte" gefunden, er wurde jedoch nie angeklagt. Seine Familie hat die Regierung beschuldigt, "seine Bürgerrechte zu verletzen und ihn nicht freizulassen, obwohl das FBI ihn von jeder Verdächtigung freisprach". Am Sonntag konnte er gehen. "Ich bin sehr glücklich, draußen zu sein", sagte Kar der NW Times. "Meine Familie will, dass ich so schnell wie möglich nach Hause komme, und ich werde gerne jedem berichten, sobald ich außerhalb von Irak bin".

(Quelle: Hollywoodreporter) 12.07.2005

Deutsche Filmpreise

"Alles auf Zucker" räumt ab

Überraschungen hat der deutsche Filmpreis so gut wie nie zu bieten und so erhielten in diesem Jahr Dani Levi für "Alles auf Zucker" sowie Julia Jentsch für die Darstellung der Sophie Scholl die begehrten Haupttrophäen. Die Auszeichnung für das beste Kostümbild  ging an Lucie Bates, und für die beste Filmmusik an Niki Reiser, beides ebenfalls für den Film "Alles auf Zucker".

(Quelle: Deutscher Filmpreis) 09.07.2005

Zsa Zsa Gabor

Auf Intensivstation

Film-Diva Zsa Zsa Gabor hat in Los Angeles einen schweren Schlaganfall erlitten. "Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus (..) gebracht und operiert." Sie liegt nun auf der Intensivstation, ist jedoch laut ihres Mannes "auf dem Weg der Besserung".

(Quelle: Spiegel) 08.07.2005

Hanna Schygulla ausgezeichnet

Ehrenpreis für Filmkunst 

Im Rahmen des Festivals des deutschen Films erhielt Hanna Schygulla gestern abend den Ehrenpreis für ihre Verdienste um den deutschen Film. Schygulla, die durch ihr Mitwirken an 20 Filmen von Rainer Werner Fassbinder zu einer Ikone des neuen deutschen Films wurde, wurde gelobt, "dass ihr das Abenteuer in der Kunst wichtiger ist als der sichere Erfolg".

(Quelle: Sueddeutsche) 04.07.2005

 

Juni 2005

Stimme von "Tigger" tot

Disney sucht eine neue Stimme

Sprecher Paul Winchell, der dem "Tigger" in Disneys "Winnie the Pooh" Serien die Stimme geliehen hat, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Er war ein bekannter Fernseh-Moderator in den USA. 1968 hat er zum ersten Mal in "Winnie the Pooh and the Blustery Day" gesprochen, wofür er auch einen Oscar bekommen hat. Winchell hatte ebenso "Gargamel" in "Die Schlümpfe" und "Boomer" in "The Fox and the Hound" übernommen, und war auch in anderen Disney und Hannah-Barbara Produktionen mit dabei.

Auch ein Erfinder war er. 1963 hat er ein künstliches Herz patentieren lassen. Seine anderen Patente sind u.a. ein austauschbarer Rasierer, ein "flammenloses" Feuerzeug sowie ein unsichtbarer Strumpfhalter.

(Quelle: BBC News) 27.06.2005

Kein Oscar für Stuntmen

Die Stunt Arbeit wird nicht gewürdigt

Die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", welche alljährlich die Oscars vergibt, hat den Antrag von einer Gruppe von Stuntmen abgewiesen. Sie wollten einen Oscar für den besten "stunt coordinator" schaffen. Die Akademie begründet die Ablehnung damit, dass in einer Zeit, wo die Akademie versucht, weniger Trophäen auszugeben, sei sie nicht bereit, eine neue jährliche Kategorie einzurichten. Die Stuntmen kämpften hart für den neuen Oscar. Etwa 75 Stuntmen demonstrierten letzte Woche vor der Zentrale der Akademie in Beverly Hills. Das letzte Mal, dass die Akademie einen neuen Kategorie eingeführt hat, war im Jahr 2000 für den besten animierten Spielfilm.

(Quelle: ABC News) 23.06.2005

Kopierwerk geschlossen

Equipment beschlagnahmt

Nach einer Aktion, an der die Southern California High Tech Task Force, das L.A. Police Department sowie der Secret Service beteiligt waren, wurde das kalifornische Kopierwerk New Century Media geschlossen. DVDs und Kopierequipment im Wert von 30 Mio. Dollar wurden beschlagnahmt. Die Firma versorgte offensichtlich Kunden mit in China produzierten DVD-Kopien.

(Quelle: Blickpunkt) 21.06.2005

DVD statt Kino

Amerikaner ziehen DVDs vor

47% der Erwachsenen sind der Meinung, dass Filme in den letzten Jahren schlechter werden. Eine Befragung hat ergeben, dass 73% es vorziehen, Filme zu Hause statt im Kino anzuschauen. Die Ergebnisse entstanden, nachdem der US Box Office den schlimmsten Preissturz in 20 Jahren erlebt hat. Seit zwei Jahren werden die Kinos weniger besucht. Nur 22% der Menschen haben gesagt, sie schauen Filme lieber im Kino. Ein Viertel von ihnen ist sogar das letzte Jahr überhaupt nicht im Kino gewesen. Auf der positiven Seite glaubt zumindest ein Drittel, dass Filme besser werden.

(Quelle: BBC NEWS) 20.06.2005

Suzanne Flon

87 jährig in Paris gestorben 

Die französische Schauspielerin hat mit Regisseuren wie Orson Welles, Claude Chabrol, Josef Losey und John Huston gearbeitet und war ein Urgestein des französischen Theaters und Films. In Welles "Der Prozess" hat sie als Miss Pittl genauso überzeugt wie in Hustons "Moulin Rouge" als Myriamme Hayam. Mehrmals erhielt sie den Molière-Preis für ihre Theaterarbeit und erfreute sich in Frankreich großer Beliebtheit und hoher Anerkennung.

(Quelle: Allocine) 17.06.2005

Gegen Gebührenverfahren

ARD klagt in Karlsruhe 

Die Rundfunkerhöhung am 1. April auf 17,03 Euro war ARD und ZDF zu niedrig. ZDF-Intendant Markus Schächter jedoch hoffte "auf eine politische Lösung mit den Bundesländern". Die ARD schlägt aber einen anderen Kurs ein. Die Drohung mit einer Verfassungsklage ist nun beschlossene Sache. "Bei ihrer heutigen Tagung in Bremen haben die ARD-Intendanten den Gang vors Verfassungsgericht formell abgesegnet." Grund ist, dass statt der von ARD und ZDF geforderten Anhebung um 2,01 Euro "nur" 88 Cent Aufschlag von den Ländern zugelassen wurden. Kurt Beck, rheinland-pfälzischer Ministerpräsident (SPD), glaubt aber nicht an einen Erfolg der Klage. "Ich bin zuversichtlich, dass der Staatsvertrag nicht verworfen werden wird".

(Quelle: Spiegel) 15.06.2005

DVD auf dem Vormarsch

Bald Sofortauswertung 

Kinoexperten erwarten, dass die Gleichzeitige Auswertung von Filmen für Kino und DVD in naher Zukunft zusammenfallen werden. So befinde sich der Filmmarkt derzeit in einer starken Umbruchphase, so Fred Kogel (Nachricht vom 13.06.05). Bis jetzt besitzen die Kinobetreiber das Monopol zur Erstauswertung; oft erfolgt aber die DVD-Auswertung nicht mehr 6, sonder etwa 4 Monate nach Filmstart. Wenn sich die Konsumenten selber aussuchen könnten, ob sie einen neuen Film im Kino oder zuhause auf DVD ansehen möchten, bedeutet dies vermutlich weitere Umsatzeinbußen für die Kinobetreiber,  andererseits aber eine Chance für anspruchsvollere Filme, die sich traditionell schwer tun, sich im Kino durchzusetzen. Bereits jetzt machen Produktionsfirmen ihren Hauptumsatz mit DVDs; durch die Kinoauswertung werden meist nicht einmal die Produktionskosten eingespielt.

(Quelle: Spiegel) 14.06.2005

Schauspielerin getötet

Tragischer Unfall bei Tierrettung 

Schauspielerin Julia Palmer-Stoll hatte zuletzt eine Gastrolle im "Marienhof" sowie mehrere TV-Rollen in Serien wie "Tatort" und "Klinikum Berlin-Mitte". Nun ist sie bei einem tragischen Unfall gestorben. Am Mittwochabend wollte die 21-Jährige einen Igel auf der Straße in Sicherheit bringen. Als sie das Tier aufheben wollte, wurde die Serien-Darstellerin von einem Auto erfasst. Am Tag darauf starb Julia Palmer-Stoll im Murnauer Unfallklinikum.

(Quelle: Spiegel) 10.06.2005

Eigenes Filmfestival

von Michael Moore

Der mit seinen staatskritischen Dokumentationen berühmt gewordene Regisseur Michael Moore hat sein eigenes Filmfestival in seiner Heimatstadt Flint gegründet. Vom 28. - 31. Juli soll "Kunst und Kultur in dieser Region" gefördert werden.

(Quelle: Blickpunkt) 09.06.2005

Lothar Warneke ist tot

68 jährig nach langer Krankheit gestorben

Der DDR- Regisseur wurde vor allem mit seinem Film "Einer trage des anderen Last" (1988) bekannt.  Der Fokus des 1936 in Leipzig geborenen Regisseurs lag auf der Realität, der Wahrhaftigkeit und der Nähe zu seinen Filmfiguren. Vieles von dem, was er sich beruflich erhoffte, ließ sich trotz dem Fall der Mauer nicht mehr einlösen.

(Quelle: Maerkische Allgemeine Zeitung) 07.06.2005

Auszeichnung für Al Pacino

American-Cinematheque-Award

Am 21. Oktober wird der berühmte US-Schauspieler Al Pacino mit dem 20. "American-Cinematheque-Award" ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1986 von der American Cinematheque an Künstler vergeben, die "sich durch ihre Arbeit um die künstlerische Entwicklung des Kinofilms verdient gemacht haben". "Al Pacino ist wirklich eine Leinwandikone. Er bietet seit mehr als vier Jahrzehnten eine bemerkenswerte Performance, die für Generationen von Kinogängern Schauspielstandards definiert hat", begründet Vorstandsvorsitzender Rick Nicita die Entscheidung.

(Quelle: Hollywoodreporter) 07.06.2005

Schleichwerbung

im ARD-"Marienhof"

Laut des epd (Evangelischer Pressedienst) hatte die ARD-Produktionsfirma Bavaria Film über mehrere Jahre hin zwei Münchner Privatfirmen erlaubt, "Schleichwerbung für die Daily Soap der ARD zu akquirieren". Die PR-Botschaften der zahlenden Kunden oder deren Markenzeichen seien von der Bavaria in die Fernsehserie, teilweise sogar in Drehbuchdialoge eingebaut worden. Bavaria Film hat eingeräumt, "dass sie an diesen Einnahmen beteiligt wurden". Die FDP fordert nun laut Blickpunkt Film ein komplettes Werbeverbot für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. "Wenn Werbung bei ARD und ZDF nicht grundsätzlich abgeschafft wird, wird es Missbrauch bis zum St. Nimmerleinstag geben", meint der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Otto.

(Quelle: Welt) 03.06.2005

Videoüberwachung

MPAA gegen DVD-Piraten

Die MPAA (Motion Picture Association of America) will nun in Los Angeles mit Videoüberwachung gegen Raubkopierer vorgehen. Die LAPD hat " bereits vier Kameras an verschiedenen Gebäuden in Downtown Los Angeles angebracht". Dort werden "verstärkt Raubkopien an Touristen und andere Zielgruppe" von Straßenhändlern verkauft. Sechs zusätzliche Kameras sollen demnächst installiert werden. "Die MPAA beteiligt sich mit 186.000 Dollar an dem Videoüberwachungssystem."

(Quelle: Videomarkt) 01.06.2005

Filme & Videospiele

Die neue Partnerschaft

In Hollywood braucht man für einen Film mehrere Millionen, ihn zu produzieren kann einige Jahre dauern. Ein Videospiel basierend auf dem Film kann jedoch in einigen Monaten fertig sein und das alles ohne, dass der Entwickler des Spieles einen halben Tag auf dem Set verbracht hat.

In den 80er und 90er war es noch so, dass sich die Spieler verraten fühlten, wenn ihr Lieblingsfilm plötzlich zu einem Videospiel „mutiert“ ist. Videospiel-Entwickler Dave Perry von Shiny Entertainment meint, dass sich Film-Studios und Videospiel-Produzenten einander für zwei Jahrzehnten nicht verstanden haben.

Perry erklärt: „Wenn ich die Rechte von Top Gun kaufe, nimmt man an, Tom Cruise, Kelly McGillis und alles andere zu haben, aber das ist die billige Version der Lizenz.“

„Ich kann das Top Gun Logo kaufen, darf aber nichts von der Musik verwenden, keine Drehorte, keine Schauspieler. Ins Regal darf ich [das Spiel] stellen – nur mit dem Top Gun Logo.“

„Das ist ein absoluter Albtraum für die Fans, weil sie das „Top Gun Feeling“ erwarten, es aber nicht bekommen.“

Heutzutage ist viel anders. Es war die Matrix Franchise, die die „Wende“ gebracht hat, glaubt die Videospiel-Industrie.

Laut Dave Perry „ist ihnen bei Matrix alles erlaubt“. „Wir konnten bei jedem Set dabei sein, wir durften alles Mögliche fotografieren. Wir haben über 25 000 Fotos geschossen.

In Amerika kostet ein Film 10 Dollar, ein Videospiel 50. Ein Spiel zum Film kann viel mehr verdienen als der Film selbst.

(Quelle: CNN) 28.06.2005

Cruise as Cruise can

Schauspieler außer Kontrolle

Tom Cruise, dessen jüngstes Werk "Krieg der Welten" bereits wegen Kritik-Maulkorb der Presse viele Negativschlagzeilen gemacht hat, sorgt auch selbst dafür, dass man öffentlich den Kopf schüttelt.

Seine Interviews und Talk-Beiträge glühen vor Selbstüberschätzung, die eigentlichen Filme, wie der neue von Steven Spielberg übernehmen nur eine Nebenrolle innerhalb der Selbstdarstellung.

In Matt Lauers  "Today" Show des US- Sender NBC geriet Cruise jetzt mit dem Moderator in Streit, als dieser es wagte, kritischere Fragen zur Person zu stellen.

(Quelle: CNN) 26.06.2005

Filmkritiker Rogert Ebert

auf dem Walk of Fame

Der 65-jährige US-Filmkritiker hat am Donnerstag als erster Filmkritiker einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood erhalten. "Wenn ich Filme sehe, fühle ich, wie es ist, in anderer Leute Schuhe herumzulaufen", sagte Roger Ebert bei der feierlichen Enthüllung des Sterns vor dem El Capitan Theatre. Bereits 1975 gewann Ebert als erster Filmkritiker einen Pulitzer-Preis.

(Quelle: Spiegel) 24.06.2005

HBO schließt Büro

in London

Nachdem sich HBO Films und New Line zusammengeschlossen haben, werden die "Verkaufteams der beiden Partner zusammengelegt und nach Los Angeles und New York zurück beordert". HBO Films London wird damit geschlossen. "Mit der Konzentration von HBO Films auf die Produktion von Kinofilmen, erscheint es uns sinnvoller unsere internationalen Aktivitäten auf unsere Hauptquartiere in Los Angeles und New York zu konzentrieren.“

(Quelle: Variety) 22.06.2005

"Family Guy" Film

Direkt auf DVD

Die Vorbereitungen starten für Regisseur Seth MacFarlane, den Film "Family Guy" am 27. September direkt auf DVD zu veröffentlichen. Über seinen ersten Spielfilm sagt MaxFarlane, dass es  ein "schweres Unterfangen" war, da nebenher 35 neue Episoden der Serie gemacht werden mussten. "Aber wir denken, er wurde großartig." Der Film "Family Guy Presents Stewie Griffin: The Untold Story" basiert auf der Serie, die MacFarlane in den späten 90ern für Fox Television erschaffen hat. Er erscheint nur auf DVD.

(Quelle: Hollywood Reporter) 20.06.2005

Indiens TV rauchfrei

Bollywood-Land prescht voran

Ab 2. Oktober dieses Jahres werden Indiens Filmhelden total uncool auftreten müssen: Sämtliche für Fernsehen und Film produzierten Inhalte werden von da an nämlich rauchfrei sein. Bis dahin ist lediglich eine Warnung über die schädlichen Nebenwirkungen des Tabakkonsums verpflichtend. Ausgenommen von dieser Regelung sind Filme über historische Persönlichkeiten oder bestimmte Epochen. Das Gesundheitsministerium hat zwar anfänglich vorgeschlagen, dass das Verbot für alle Filme gelten solle, konnte aber noch keine klare Aussage darüber machen, was dies für in Indien gezeigte ausländische Produktionen bedeuten werde.

(Quelle: Hollywood Reporter) 16.06.2005

Alba Regia International Filmfestival

Rumänischer Sieger 

"Der Tod des Herrn Lazarescu", der auch beim Münchner Filmfest zu sehen sein wird, wurde zum Gewinner des Hauptpreises beim Alba Regia International Filmfestival in Ungarn erkoren. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis geht damit an den Rumänen Cristo Puiu. Sein Zweitlings-Film "Lazarescu" lief dieses Jahr bereits im Bewerb 'Un Certain Regard' in Cannes und wurde außerdem erst letzte Woche beim Internationalen Transylvanischen Filmfestival in Rumänien für die beste Regie ausgezeichnet.

(Quelle: Hollywood Reporter) 14.06.2005

Sperrfrist verkürzen

Constantin fordert Änderung 

Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG, forderte in einem Gespräch mit der Finanzzeitschrift "Euro am Sonntag", dass die Sperrfrist zur DVD- Auswertung von Kinofilmen von derzeit 6 Monaten auf 3 Monate verkürzt werden soll. Er sehe die negativen Auswirkungen für die Kinobetreiber; andererseits habe eine Verkürzung den Vorteil, dass man zum einen der Filmpiraterie entgegensteuern könne und zum anderen den Bedürfnissen der Konsumenten entgegenkomme.

(Quelle: Blickpunkt) 13.06.2005

HD-DVD: Wichtiger Durchbruch

Rohlinge aus bestehenden Fertigungsanlagen

Im lähmenden Formatstreit um die HD-DVD (30GB, Toshiba, Hitachi, Maxell, NEC, Intel, IBM und Warner) und die Blue-Ray DVD (50 GB, LG, Sony, Panasonic, Pioneer und Philips ) bringt eine neue technische Lösung handfeste Argumente. Toshiba (HD-DVD) ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem die neuen Rohlinge auf bestehenden Fertigungsstraßen hergestellt werden können. Sollte das Blue-Ray Lager keine ähnlichen Möglichkeiten anbieten können, werden die Herstellerfirmen wegen der geringeren Investitionskosten vermutlich die HD-DVD Variante favorisieren.

(Quelle: Spiegel) 11.06.2005

"Big Brother" ohne Hilton

Zu teuer

"Big Brother" hat sich schon länger in eine quotenmäßige Sackgasse ("Weniger als fünf Prozent Marktanteil bei der werberelevanten Zielgruppe") verwandelt. Eine Art Rettung hätte vielleicht Millionenerbin Paris Hilton bringen können. "Die Party-Göre ist das derzeit gefragteste Medienprodukt der Welt." Doch der Traum der Produzenten platzte schnell, als klar wurde, dass Hilton fünf Millionen Dollar Gage für eine Teilnahme am "Big Brother"-Dorf verlangte.

(Quelle: Spiegel) 10.06.2005

(Noch) mehr Unterhaltung

Weniger Fiction im Privatfernsehen

Laut dem Ergebnis einer Programmanalyse der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" von ARD und ZDF haben die großen Privatsender wie RTL und ProSiebenSat1 "in den letzten zwei Jahren ihre Fictionanteile im Programm stark reduziert und die Unterhaltung ausgebaut. Auch die Informationsprogramme wurden zum Teil erweitert, während sich bei ARD und ZDF in allen Bereichen nur leichte Schwankungen ergaben." Mit 48,4 Prozent liegt der Informationsanteil des ZDF vor der ARD mit 41,7 Prozent.

(Quelle: Welt) 09.06.2005

Anne Bancroft gestorben

Trauer um "Mrs. Robinson"

Mit 73 Jahren ist Anne Bancroft, Oscar-Preisträgerin, an Krebs gestorben. Berühmt wurde sie u.a. durch die "skrupellos verführerische" Rolle der "Mrs. Robinson" in "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffmann im Jahre 1967. "Letzter Höhepunkt ihrer beeindruckenden Laufbahn mit mehreren Dutzend Kinofilmen und TV-Mehrteilern war der Film "The Roman Spring of Mrs. Stone" aus dem Jahr 2003."

(Quelle: Spiegel) 08.06.2005

Kreativitätskrise

RTL verliert Werbeumsätze

Nach finanziellen und kreativen Flops wie zuletzt "Teufels Küche" oder "Das geheime Leben der Spielerfrauen" kämpft "RTL schon seit fast einem Jahr mit einer Kreativitätskrise". Im letzten Quartal "gingen die Nettoerlöse bei den Werbeeinnahmen des Senders gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zehn Millionen Euro auf weniger als 250 Millionen Euro zurück." Laut internen Planungen sieht man bis Jahresende "ein Minus von über sechs Prozent" bei den Netto-Werbeeinahmen.

(Quelle: Spiegel) 06.06.2005

Gilde Filmpreise 2005

Preisverleihung am 8. Juni

Am 8. Juni wird zum 28. Mal der Gilde Filmpreis an  herausragende Arthousefilme des Vorjahres von der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde verliehen. "Sämtliche 307 Mitglieder des Verbandes haben die Möglichkeit, ihre Favoriten in den Kategorien „Bester Deutscher Film“, „Bester Ausländischer Film“ und „Bester Dokumentarfilm“ zu wählen."

(Quelle: Filmportal) 02.06.2005

 

Mai 2005

Filmmuseum lädt ein

Internat. Kinderfilmfestival

Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main wird vom 25. September bis zum 2. Oktober das 28. Internationale Kinderfilmfestival Lucas ausrichten. Innerhalb einer Woche sollen aktuelle Kinderfilme aus der ganzen Welt gezeigt werden. Die Jury, die die zwei mit insgesamt 5000 Euro dotierten Preise vergeben wird, setzt sich zu gleichen Teilen aus Kindern und Erwachsenen zusammen.

(Quelle: mediabiz) 31.05.2005

Spielerfrauen im Abseits

Strategien der Privaten scheitern erneut

RTL stampft mit den "Spielerfrauen" mal wieder ein neues Produkt in die Mülltonne. Hatte man doch darauf gesetzt, dass die Mischung aus Sex und Fußball die Zuschauer magnetisch anziehen würde. Einmal mehr haben die Zuschauer schwachen Drehbüchern und Umsetzungen damit die rote Karte gezeigt und die Serie durch schwache Einschaltquoten abgestraft.

(Quelle: Spiegel) 28.05.2005

AgfaPhoto vor dem Aus

Insolvenzverfahren

1800 Beschäftigte von Agfa haben gestern laut Spiegel "eine erste Information der Geschäftsführung per Intranet erhalten", wonach die "negative Entwicklung so nicht absehbar gewesen [war]" und das Unternehmen "überraschend Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens" stellen musste. Der Foto- und Filmhersteller steht damit vor dem Aus. Produziert wurde in Leverkusen sowie Vaihingen, Windhagen, München und Peiting.

(Quelle: Spiegel) 27.05.2005

Produzent Ismail Merchant gestorben

68 jährig in Londoner Krankenhaus gestorben

Merchant-Ivory, das Duo, bestehend  aus Produzent Ismail Merchant und Regisseur James Ivory hat jahrzehntelang Erfolgsfilme vor allem im Historienfilm-Genre hergestellt. Bekannt wurden sie vor allem mit den Filmen "Zimmer mit Aussicht" (1986), "Wiedersehen in Howards End" (1992) und "Was vom Tage übrig blieb" (1993). Gemeinsam stellten sie 50 Filme her und erhielten unter anderem sechs Oscars. Der in Bombay geborene Merchant bekannte sich stets zum europäischen Kino. Am Mittwoch verstarb er in einem Londoner Krankenhaus.

(Quelle: Spiegel) 26.05.2005

NDR zieht Konsequenzen

Grand-Prix-Beauftragter geht

Magere 7 Millionen Zuschauer, letzter Platz für den deutschen Beitrag- das war die Bilanz des diesjährigen Eurovision Song Contest in der Ukraine. Der NDR zieht jetzt die Konsequenzen: Jürgen Meier- Beer, Unterhaltungschef und Grand-Prix-Beauftragter, hat seinen Rücktritt eingereicht. Sein Nachfolger wird Jan Schulte- Kellinghaus. Für die Zukunft soll jetzt ein neues Konzept entwickelt werden. Sogar über die Abschaffung des deutschen Vorentscheides beim Grand Prix wird nachgedacht.

(Quelle: Spiegel) 24.05.2005

Unerwartete Sieger

Palmen-Verleihung in Cannes

Die Goldene Palme von Cannes erhielten die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für ihren Film "L'Enfant". Tommy Lee Jones wurde als bester Schauspieler für "The Three Burials of Melquiades Estrada",  Hanna Laslo als beste Schauspielerin für "Free Zone" geehrt. Jim Jarmusch erhielt den großen Preis  für "Broken Flowers", der  Preis der Jury ging an  "Shanghai Dreams". Als bester Regisseur wurde Michael Haneke für "Hidden" ausgezeichnet, der bereits am Vortag den FIPRESCI (Internationale Vereinigung der Filmkritiker) Preis bekam. Für das beste Debüt wurden Miranda July und Vimukthi Jayasundara mit einer goldenen Kamera geehrt.

(Quelle: Cannes-Festival) 22.05.2005

Im engsten Kreise

US-Lehrerin heiratet ihren Ex-Schüler

Die 1997 wegen Vergewaltigung ihres Schülers zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilte Lehrerin und der inzwischen erwachsene Schüler haben in der Nähe von Seattle unter Ausschluss der Öffentlichkeit geheiratet. Wie das Leben in solchen Fällen absoluter Privatsphäre so spielt, waren die Rechte an der streng abgeschirmten Hochzeitszeremonie an einen US-Fernsehsender exklusiv verkauft worden.

(Quelle: Focus Online) 21.05.2005

Preis für Hopkins

UCLA Auszeichnung

"Das Schweigen der Lämmer" Oscar-Gewinner Anthony Hopkins erhält die höchste Auszeichnung der UCLA Universität - die "UCLA Medal". Hopkins hat dort einige Seminare für Studenten des Bereichs "Schauspiel" und "Regie" abgehalten. Fast 100 Filme hat er gedreht und 2 Oscar Nominierungen erhalten.

(Quelle: Hollywoodreporter) 20.05.2005

Studenten-Oscar (wieder) nach Hamburg

Ulrike Grotes "Ausreißer" prämiert

29 Studenten aus 18 Filmschulen waren von 'der Akademie' für den 32. Filmstudenten-Oscar nominiert worden. In der Kategorie "Honorary Foreign Film Student Award" ging nun der Oscar - wie übrigens bereits im letzten Jahr - nach Hamburg. Die hohe Ehre wurde Ulrike Grote zuteil, Absolventin an der Hamburg Media School. Ihr Film "Ausreißer" (Drehbuch: Linus Forster, Kamera: Ute Freund, Produktion: Constantin Castell) hatte erst letzte Woche als erster deutscher Film den Preis der "Royal Television Society" in Großbritannien bekommen. Der Leiter und Gründer des Filmstudiums an der Hamburg Media School, Hark Bohm, meint dazu: "So einem Glück kann man nur mit Bescheidenheit begegnen und versuchen, mit der nächsten Studentengeneration noch intensiver zu arbeiten." Und wir ziehen den Hut.

(Quelle: Hamburg Media School) 19.05.2005

Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Der Große Preis wurde vergeben

Der mit 7.500 Euro dotierte Große Preis der Stadt Oberhausen bei den 51. Internationalen Kurzfilmtagen geht an Marcellvs L.s brasilianischen Film "man.road.river". "Ein brillanter und minimalistischer Film, dessen Umgang mit visuellem Material beispielhaft ist und der den maximalen allegorischen Effekt mit einer enigmatischen Dimension erzielt.", so begründet die Jury ihre Entscheidung. Die zwei Hauptpreise, und damit jeweils 3.500 Euro, gingen an Tan Chui Mui's "A Tree in Tanjung Malim" aus Malaysien und an den israelischen Film "Wild Boy" von Guy Ben-Ner. Genaueres über die 17 vergebenen Preise finden Sie auf der Website des Festivals, www.kurzfilmtage.de.

(Quelle: kurzfilmtage.de) 13.05.2005

90 Millionen für die deutsche Filmwirtschaft

Kanzler Schröder im Gespräch mit Filmbranche

"Trotz großer Haushaltsnöte ist es gelungen, dieser Wachstumsbranche die Unterstützung zu gewähren, die sie benötigt, um ihren Erfolg fortzuschreiben." Mit diesen Worten lobt Kulturstaatsministerin Christina Weiss die Bereitstellung eines Risikokapitalfonds von 90 Millionen Euro für die deutsche Filmwirtschaft. Bei dem Treffen von Bundeskanzler Schröder mit Christina Weiss und Vetretern der Filmbranche, wie Dieter Kosslick (Berlin), Sytze van der Laan (Studio Hamburg Produktion) und Georgia Tornow (film20), wurde zwar noch nicht beschlossen, wie die Gelder zugeteilt werden, eine Arbeitsgruppe soll dies aber in den nächsten Monaten möglichst unbürokratisch erarbeiten.

(Quelle: Filmportal.de) 11.05.2005

Deutscher Filmpreis 2005

Nominierungen in Berlin bekanntgegeben

Am 8. Juli 2005 wird in der Berlin der Deutsche Filmpreis (LOLA) - mit 2,845 Mio. Euro die höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film - vergeben. Kulturstaatsministerin Christina Weiss und die Deutsche Filmakademie (vertreten von Senta Berger, Günter Rohrbach, Stefan Arndt und Jasmin Tabatabai) gaben gestern, Montag, die Nominierungen bekannt. Zehn Filme wurden erwählt - 6 Spielfilme, 2 Dokumentarfilme und 2 Kinder-/Jugendfilme - sowie 39 Team- und Einzelleistungen. Mit seinen zehn Nominierungen genießt hier "Alles auf Zucker!" beste Aussichten, knapp gefolgt von Volker Schlöndorffs "Der Neunte Tag" mit sieben Nominierungen (unter anderem für das beste Drehbuch, die beste Regie und die beste männliche Hauptrolle). "Der Untergang" erhielt trotz seiner Oskar-Nominierung und des großen kommerziellen Erfolges lediglich drei Nominierungen (beste männliche Hauptrolle, 2 x beste weibliche Nebenrolle). In der Kategorie 'Bester Dokumentarfilm' sind "Rhythm is it!" und "Touch the Sound" nominiert.

(Quelle: Deutsche Filmakademie) 10.05.2005

Lucas wird in Cannes geehrt

Preis für sein Lebenswerk 

Star Wars - Macher George Lucas (60) wird dieses Jahr bei dem Filmfestival in Cannes geehrt. Er bekommt von den Festivalveranstaltern den wichtigsten Preis des Festes überreicht. Im Rahmen der Filmfestspiele am 15. Mai feiert die letzte Star Wars Episode "Revenge of the Sith" die Weltpremiere. Während der feierlichen Zeremonie am Bord der Luxusliner "Queen Mary II" findet die Würdigung seines Lebenswerkes statt. Diesen begehrten Preis haben vor Lucas Filmgrößen wie Ken Loach und die Schauspiellegende Max von Sydow bekommen. Außerdem wurden schon einige Schauspieler wie zum Beispiel Sean Penn, Gregory Peck und Philippe Noiret und auch die weiblichen Darstellerinnen wie Melanie Griffith und Jeanne Moreau mit der Trophäe ausgezeichnet. George Lucas hat an der University of Southern California seine filmische Ausbildung genossen. Er hat das Drehbuch für die Indiana Jones Trilogie von Steven Spielberg geschrieben. Seit dem 1999 hat er sich wieder den Dreharbeiten seines Lieblingswerkes "Star Wars" gewidmet. Alle Star Wars Filme haben insgesamt 3,5 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt.

(Quelle: BBC NEWS) 09.05.2005

Audio-visuelles Erbe soll bewahrt werden

Europäische Kommission wagt ersten Schritt 

Die Europäische Kommission kündigte an, ihre Strategie zur Erhaltung und Ausschöpfung von Europas schriftlichem und audio-visuellen Vermächtnis vorantreiben und ausbauen zu wollen. Bis Juli möchte die Kommission die Eckpfeiler dieser Initiative veröffentlichen und sich mit Hindernissen im Umgang mit schriftlichen und audio-visuellen Archiven in der Europäischen Union auseinandersetzen. "Unsere Bibliotheken, Filme, die archivierten Fernseh- und Tondokumente müssen nicht nur erhalten, sondern auch besser genutzt werden, und dies in den Bereichen Kultur, Bildung, Information und Forschung. Die nun an die Präsidentschaft der Europäischen Union und die Kommission gerichtete diesbezügliche Erklärung von sechs Staats- und Regierungschefs der EU ist ein positives Zeichen dafür, dass man sich der Notwendigkeit bewusst wird, die politischen Maßnahmen in diesem Bereich zu verstärken.", kommentiert Viviane Reding, in der Kommission für Informationsgesellschaft und die Medien zuständig. "Die Digitalisierung dieses Kulturerbes beinhaltet außerdem enorme Möglichkeiten für unsere Industrie!"

(Quelle: Europa.eu.int) 04.05.2005

Dokville 2005

Branchentreff am 2./3. Juni

Am Donnerstag und Freitag (2. und 3. Juni) findet der "Branchentreff Dokumentarfilm" in Ludwigsburg statt. "Neben zahlreichen Vorträgen und Panels zur gegenwärtigen Situation des Dokumentarfilms bietet die Tagung den Fachbesuchern die Möglichkeit, sich über die neuen Entwicklungen und Standards im Bereich der digitalen High Definition-Kameras zu informieren." Am 2. Juni wird in der Musikhalle Ludwigsburg ebenfalls der "Baden-Württembergische Dokumentarfilmpreis" verliehen.

(Quelle: Filmportal) 30.05.2005

Oliver Stone festgenommen: Drogenbesitz 

Polizeikontrolle am Sunset Boulevard

Der Erfolgsregisseur wurde Freitagabend von einer Polizeistreife wegen auffälligen Fahrverhaltens angehalten. Die Durchsuchung seines Fahrzeugs brachte Spuren von Drogen zutage. Stone wurde Samstag auf Kaution freigelassen. Bereits 1999 hatte Stone nach einer Verurteilung an einem Entzugsprogramm teilgenommen.

(Quelle: CNN) 29.05.2005

Sunil Dutt ist tot

Bollywood Legende

Sunil Dutt, Schauspieler und Minister für Sport in Indien, war seit einiger Zeit schon krank. Er wurde ein Star in den 50ern und erschien in mehr als 100 Filmen. Als Politiker wird er für die unermüdliche Arbeit für die armen Bewohner in Erinnerung bleiben. Sunil Dutt ist am Mittwoch an einem Herzanfall gestorben. Kongress Partei Präsidentin Sonja Gandhi beschrieb Herrn Dutt als einen sehr besonderen Menschen. "Er hatte Freunde und Bewunderer, nicht nur in Indien sondern überall auf der Welt, die ihn jetzt vermissen werden", sagte sie.

(Quelle: BBC) 27.05.2005

Analoger Rundfunk

Abschaltung bis 2012

Der analoge terrestrische Rundfunk soll - wie bereits in diesem Movie-College Artikel erwähnt - allmählich abgeschalten und auf digitalen Rundfunk umgestellt werden. Dies soll "nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission bis 2010 weitestgehend vollzogen sein". Der Übergang soll beschleunigt werden. In einer Presseerklärung wird das dadurch erklärt, dass "der digitale Rundfunk bessere Bild- und Tonqualität, besseren Empfang mit tragbaren und mobilen Geräten, mehr Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie bessere Informationsdienste [bietet]". "Als Frist für die Abschaltung des analogen terrestrischen Rundfunks schlägt die Kommission Anfang 2012 vor."

(Quelle: Blickpunkt Film) 25.05.2005

Ab in die Politik

Beatty will kandidieren

Dass Politiker gute Schauspieler sein müssen, wissen wir. Aber sind Schauspieler automatisch gute Politiker? Arnold Schwarzenegger bekommt Konkurrenz: In einer Rede vor Hochschulabsolventen der Uni Berkeley gestand Warren Beatty, eventuell ür die nächste Amtszeit für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien kandidieren zu wollen- allerdings für die Demokraten. Er habe sogar schon überlegt, für die Präsidentschaftswahl anzutreten.

(Quelle: Spiegel) 23.05.2005

Bekenntnis zur Kunst

Redford gründet Kinokette

Mit dem Sundance Filmfestival hat Robert Redford bereits ein Zeichen gegen den Mainstream gesetzt. Jetzt zeigt er weiter Konsequenz: um den amerikanischen Kinogängern den Besuch auch anspruchsvoller Filme zu ermöglichen, hat er die Kinokette "Sundance Cinemas" gegründet. Diese sollen überwiegend unabhängig produzierte Autoren- und Dokumentarfilme zeigen. Auch fremdsprachige Filme sollen vermehrt gezeigt werden.
Geführt wird die Kinokette von den mit Redford befreundeten Kinomanagern Paul Richardson und Vert Manzari. Noch unklar ist, wieviele Kinos der Kette angehören werden.

(Quelle: Spiegel) 23.05.2005

Fernseh-Manager sollen Gehälter offenbaren

Es wird eng

Der Vorstoß von Justizministerin Brigitte Zypries, eine Offenlegungspflicht für Managergehälter einzuführen, stößt nicht gerade auf Freude bei den doch angeblich so sparsamen Fernsehanstalten. Völlig zu Recht erwarten Politiker, dass die Offenlegungspflicht, die man der freien Wirtschaft auferlegt, auch für öffentliche Einrichtungen Gültigkeit haben muss. Es wird sich zeigen, ob die Intendanten insbesondere der Öffentlich-Rechtlichen das Verlangen der Öffentlichkeit nach Klarheit, mit hartem Zahlenmaterial beantworten werden.

(Quelle: Spiegel) 21.05.2005

Dok.fest München beendet

Preisträger stehen fest

Der Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks geht dieses Jahr an China: Yan Yu und Li Yifan erhalten den mit 10000 Euro dotierten Preis für ihren Film "Yan Mo - Before The Flood", in dem sie von den Sorgen und Nöten der Menschen vor der Umsiedelung für den Drei-Schluchten-Staudamm erzählen. Als "Besonderer Dokumentarfilm" wurde "Stand Van De Maan - Shape of the Moon" von Leonard Retel Helmrich ausgezeichnet.
In der Kathegorie Horizonte wurde folgender Film ausgezeichnet: Az Pase Borge - The Other Side of the Burka von Mehrdad Oskouei (Iran); eine lobende Erwähnung ging an "Al Toufan - A Flood in Baath Country" von Omar Amiralay (Syrien).
Der FFF-Förderpreis ging zu gleichen Teilen an Bettina Timm ("Herr Zhu") sowie Petra Wallner und Josef Mayerhofer ("Portrait einer Rothaarigen")

 ...zu unserer dok.fest 2005 Seite...

(Quelle: dok.fest münchen) 17.05.2005

Die Stars sind zurück

Filmfest Cannes eröffnet

Gestern wurde zum 58. Mal das Filmfest in Cannes eröffnet. Und die Fans werden auch heuer nicht enttäuscht: das unvermeidliche Schaulaufen der Stars und Sternchen hat begonnen. Bruce Willis, Sharon Stone, Scarlett Johansson, Penelope Cruz, Woody Allen, Benicio del Toro, Bill Murray oder Kevin Bacon sind diesmal zu entdecken.
Mit deutscher Beteiligung setzt sich heuer die Jury zusammen: Fatih Akin wird neben Emir Kusturica, Salma Hayek und Toni Morrison darüber entscheiden, wer die Goldene Palme überreicht bekommt.

(Quelle: Sueddeutsche Zeitung) 12.05.2005

Norwegens Regierung fördert Fernsehen

Millionen für Internationalen Emmy 2007 

TV-Produzenten aus verschiedenen Ländern werden am Mittwoch in Bergen mit der norwegischen Regierung zusammentreffen, um einen millionenschweren Plan auszuarbeiten, der dem Land bis 2007 einen internationalen Emmy bescheren soll. Hinter diesem ungewöhnlichen Projekt steht der Wunsch, heimische TV-Produktionen zu stärken und ihnen besonders im Hinblick auf Qualität mehr Möglichkeiten zu bieten. Dafür wurde ein spezielles Programm namens "Emmy 2007" ins Leben gerufen. "Das ist die erste nationale Maßnahme in Europa, bei der eine Regierung Fernsehfilme fördert", sagt Petter Wallace, ein Vertreter des Norwegischen Film Fonds, der die Initiative organisiert. "Für ein kleines Land wie Norwegen, mit nur 4,5 Millionen Einwohnern, war es immer sehr schwierig, ernstzunehmende Fernsehfilme zu produzieren, weil einfach nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind. Also hat das Land beschlossen, TV-Produktionen zu fördern. Gleichzeitig möchten wir uns aber die Latte sehr hoch legen, auf ein größeres Ziel hinarbeiten und dabei alle gemeinsam an einem Strang ziehen - die Regierung, die TV Stationen und die Produzenten. Wir waren uns einig, daß der prestigeträchtigste Preis für eine Fernsehproduktion der Internationale Emmy ist. Also haben wir ihn zu unserem symbolischen Ziel auserwählt. Bis 2007 wollen wir diesen Preis gewinnen."

(Quelle: Hollywood Reporter) 10.05.2005

Klaus Kirschner ist tot

Urgestein der Filmkritik bei "Kino Kino"

Er war von Anfang an bei der einzigen verbliebenen unabhängigen Filmsendung des deutschen Fernsehens dabei und seit 25 Jahren beim Bayerischen Rundfunk als Filmkritiker tätig. Er war Keiner, der sich in den Vordergrund gespielt hat, sein Anliegen war die Auseinandersetzung mit dem Medium Film. Seine Kritiken waren nie intellektuell verquast, sondern stets direkt und menschlich. Er organisierte etwa die Vorsichtungen des BR für- und Berichterstattungen über Hof, den Ort des großen deutschen Nachwuchsfilmfestivals und zugleich seine Heimatstadt. Sein Lieblingsthema war die Filmmusik, er zeichnete für zahlreiche Berichte über Filmkomponisten verantwortlich und veröffentlichte auf dieser Grundlage sein Interview-Buch "The Power of Music". Nach langer Krankheit starb Klaus Kirschner am Freitag, den 6. Mai im Alter von 55 Jahren.

(Quelle: Redaktion "Kino Kino") 07.05.2005

Fernsehen angezählt

Studie sieht Macht der Sender schwinden

Zeit lässt sich nicht so einfach vermehren und jene Zeit, welche bisherige Zuschauer verstärkt mit dem Internet zubringen, fehlt für den TV Konsum. Auch gegen die kaum erträgliche Werbezermürbung eines jeden Filmes bieten neue Technologien brauchbare Ansätze. Filmangebote über das Internet sind ebenfalls schon in der Startlöchern. Eine Studie von Forrester Research sagt ein schwindendes Interesse der Werbeindustrie am Fernsehen voraus und damit den Verlust der Haupteinnahmequelle der Privatsender.

(Quelle: Spiegel) 06.05.2005

Kabinettsbeschluss

Gesetzesänderungen gegen Medienfonds

Es gilt als sicher, dass die im Kabinett beschlossenen Gesetzesänderungen hinsichtlich der sogenannten Steuerstundungsmodelle, auch im Bundesrat abgesegnet werden. Damit können Investoren in Medien- und andere Fonds nicht mehr vorab voraussichtliche Verluste der Fonds mit ihren Einkünften verrechnen. Künftig können nur noch Einkünfte aus dem Medienfond mit den Verlusten desselben verrechnet werden. Medienfonds müssen also künftig darauf ausgerichtet sein, tatsächlich Gewinne zu machen, eine bisher nicht notwendige Attitüde, die nach Expertenmeinung zum Sterben der Medienfonds führen könnte. Da es zum größten Teil die US-Filmindustrie ist, die bisher von den investierten Steuergeldern profitierte, sind es auch die US-Fachmedien in denen diese Gesetzesveränderung am breitesten diskutiert wird. Filme wie "Herr der Ringe" oder "Alexander" wären ohne die Milliarden aus Deutschland gar nicht möglich gewesen.

(Quelle: Hollywoodreporter) 05.05.2005

tv.nrw ade

Sendebetrieb wird eingestellt

Wie Jörg Schütte, Geschäftsführer von tv.nrw, heute bekannt gab, wird der Sendebetrieb Ende Mai eingestellt. Dieser Schritt sei Folge von "schwierigen wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen". Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hatte wegen eines zu geringen Anteils täglicher regionaler Programme bereits letztes Jahr den Entzug eines eigenen Kabelnetzplatzes angedroht.tv.nrw hatte damals mit einem vierstündigen NRW-Frühstücksfernsehens reagiert. Allerdings bestehen Chancen auf ein verändertes Weiterleben: Karl-Ulrich Kuhlo, Gründer von n-tv, will unter dem Namen NRW Tv ein tägliches, achtstündiges Programm senden, das auf regionale Berichterstattung fokussiert. Dieser Sender könnte bereits ab 1. Juni in Betrieb gehen.

(Quelle: Mediabiz) 03.05.2005

April 2005

Star Wars als Fernsehserien

George Lucas will mehr

Zwei Star Wars TV Serien werden dem letzten Spielfilm folgen, sagte Regisseur George Lucas. Die Animationsserie "Clone Wars", die zur Zeit als drei-minütige Episoden gezeigt wird, wird zu einer "3D animierten" Fernsehserie mit jeweils 30 Minuten. Die Figuren werden aus den sechs Star Wars Filme übernommen. "Wir werden aber erst in einem Jahr anfangen" sagte George Lucas auf einem Star Wars Kongress in Indianapolis.

(Quelle: BBC) 28.04.2005

Die großartige Maria Schell 

An Lungenentzündung gestorben

Am Dienstag Abend ist die weltberühmte Schauspielerin im Alter von 79 Jahren in ihrem Almhaus in Preitenegg (Kärnten) an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Die gebürtige Wienerin feierte internationale Triumphe in Filmen wie "Die letzte Brücke", "Die Brüder Karamasow" (1958), "Superman" (1978) und "Die Spaziergängerin von Sanssouci" (1982). Daran schloss sich später eine Fernsehkarriere an, darunter die Serie "Eine glückliche Familie". Ende der Achtziger Jahre geriet sie in eine Lebenskrise, aus der sie sich trotz der Hilfe ihres Bruders Maximilian Schell nie wirklich befreien konnte.

(Quelle: ORF) 27.04.2005  18:00

Deutsche Cannes-Beiträge

Deutschland im Wettbewerb

Dieses Jahr werden in Cannes einige deutsche Wettbewerbsbeiträge zu sehen sein. Neben Wim Wenders (Don't come knocking) und Fatih Akin mit seinem Musikfilm "Crossing the Bridge- The Sound of Istanbul", der außer Konkurrenz laufen wird, sind für die Kategorie UN CERTAIN REGARD sowohl Christoph Hochhäusler, ehemals Praktikant der Allary-Film, Tv & Media (herzlichen Glückwunsch zur Cannes-Auswahl!), mit "Low Profile" (Falscher Bekenner) als auch Benjamin Heisenberg mit "Sleeper" (Schläfer) eingeladen. Außerdem ist Ulrike von Ribbeck (Sooner or later) eine von 18 Nachwuchstalenten, die nach Cannes eingeladen werden. Zudem werden beim Festival einige Filme gezeigt, bei denen Deutschland in Coproduktion vertreten ist: Manderlay (Lars von Trier), Hidden (Michael Haneke) sowie Battle in heaven (Carlos Reygadas)

(Quelle: German Films) 27.04.2005

Regisseur Cosmatos tot

Hollywoods "Projekt-Retter"

Im Alter von 64 Jahren ist George Pan Cosmatos in seinem Haus in Victoria (Kanada) gestorben. Der Regisseur, der vor allem durch "Rambo II" bekannt wurde, hatte letztes Jahr einige Schicksalsschläge zu verkraften: Lungenkrebs wurde diagnostiziert, außerdem erblindete er bei einer missglückten Operation. Cosmatos arbeitete an Filmen wie "Alexis Sorbas" (1964) oder "Heißkaltes Blut" (1970). Seinen (zumindest in kommerzieller Hinsicht) erfolgreichsten Film drehte er 1985: Rambo II. In der Folgezeit galt Cosmatos als Retter von gefährdeten Projekten, die ihm kurzfristig übertragen wurden, wie "Tombstone" (1993) oder "Die Verschwörung im Schatten" (1996, seine letzte Regiearbeit). Nach dem Tod seiner Frau 1997 lebte er zurückgezogen in Kanada.

(Quelle: mediabiz) 26.04.2005

Star-Wars Fanfilm überrascht Fachwelt

Star Wars Revelations

Drei Jahre lang hat ein Team Freiwilliger eine eigene Episode der Star-Wars Saga gedreht und zur Überraschung der Branche ist das Werk, das bewusst kostenlos über das Internet angeboten wird, erstaunlich gut geworden. 

Selbst die Special-Effects sind im Vergleich zu Lucas` millionenschweren Industrial Lights and Magic- Effekten absolut beeindruckend. Regisseur Shane Fellux und sein Team haben mit diesem 40-Minüter die Grenzen des unabhängigen No-Budget Produzierens deutlich nach oben verschoben, so weit, dass die Fangemeinde den Film bereits ganz hoch handelt, auch wenn die Rechte an dem Star-Wars Konzept natürlich bei Lucasfilm liegen. So hoffen die Fans auf Gnade und darauf, dass Lucas nicht wie in früheren Fällen mit dem Anwalt droht. 

Der Umstand, dass der Film genau einen Monat vor der offiziellen neuen Star-Wars Kinoversion "Episode III: Revenge of the Sith" herauskommt, wird allgemein schon als eine Provokation gewertet. Seit dem 16. April ist der Film zu Download angeboten.

Für alle, die sich selbst einen Eindruck verschaffen wollen, hier die offizielle Download-Webseite:

Star Wars Revelations

Mirror-Download

(Quelle: Missoulian) 23.04.2005

Warner übernimmt

Kabelbetreiber insolvent

Adelphia, insolventer Kabelnetzbetreiber in den USA, wurde an Time Warner Cable und Comcast verkauft. Die beiden Firmen haben dafür laut dem "Hollywoodreporter" insgesamt ca. 17,8 Mrd. Dollar ausgegeben. Damit wurde der Konkurrent Cablevision mit seinem Angebot von 17,1 Mrd. Dollar überboten. 3,5 Mio. der insgesamt rund 5,2 Mio. Adelphia-Kabelkunden gehen nun auf Time Warner Cable über. Damit ist Warner mit insgesamt rund 14,4 Mio. Kunden zum zweitgrößten Kabelnetzbetreiber der USA aufgestiegen. "Der Deal, der noch von Adelphias Konkursrichter, den Aktionären von Time Warner und Comcast sowie den US-Kartellbehörden abgenickt werden muss, soll in den nächsten neun bis zwölf Monaten abgeschlossen sein."

(Quelle: Hollywood Reporter) 22.04.2005

Cannes-Filmfestival

Filmauswahl

Das Cannes-Filmfestival findet zwischen dem 11. und 22. Mai statt. Nun wurde die Liste der Filme veröffentlicht, die es bis nach Cannes geschafft haben. "Am Wettbewerb um die Goldene Palme beteiligen sich unter anderem die Regisseure David Cronenberg, Patrice Chéreau, Jim Jarmusch, Gus Van Sant und Lars von Trier. Auch Wim Wenders ist mit seinem neuen Film dabei." Insgesamt sind es 20 Filme, die auf dem Hauptwettbewerb gezeigt werden.

(Quelle: Spiegel) 20.04.2005

Autoren-Verbände zanken sich

Writers Guilds of America

So richtig verstanden hat es eigentlich niemand, warum es in den USA zwei WGAs gibt, eine im Westen (WGAW) und eine im Osten (WGAE). Statt sich endlich einmal zusammenzuschließen, streiten die Verbände mal wieder miteinander und wie so oft, wenn man sich so richtig streitet, geht es um Geld. 1954 ist nach Meinung der WGAW eine Vereinbarung getroffen worden, dass die WGAE 50% aller Einnahmen die sie durch Autoren der WGAW machen (wenn diese im Osten arbeiten, leben oder Filme für Ost-Produktionsfirmen schreiben) an die WGA im Westen überweisen muss. Seit den 70er Jahren sei dies aber nicht mehr geschehen. Pro Jahr fordert die WGAW ca. 500.000 US $ nach. Für die Ost-WGA würde dies den Verzicht auf 30% ihrer gesamten Einnahmen bedeuten.

(Quelle: Hollywood-Reporter) 17.04.2005

Studio Hamburg

will international verdienen

Aufgrund der schwierigen Branchenlage in Deutschland steigt Studio Hamburg nun ins internationale Kinogeschäft ein. Sytze van der Laan, der für die Produktion zuständige Geschäftsführer, ist der zweitgrößte TV-Produzent in Deutschland. "Die Margen im Auftragsproduktionsgeschäft haben sich in den vergangenen Jahren faktisch halbiert. Deswegen möchte ich diese Erlöslücke, die durch Kosten in der Entwicklung entsteht, durch das internationale Geschäft füllen. Wir wollen als Studio internationale Filme mit deutschem Talent koproduzieren und dabei die Kontrolle über das Drehbuch behalten." Die Budgets würden dabei bis 15 Millionen Euro gehen und Studio Hamburg würde davon ein Viertel bis die Hälfte übernehmen. Ziel der Strategie ist, nach US-Studio Vorbild, einen Rechtebestand aufzubauen. "Wir müssen jetzt im Eiltempo einen solchen Rechtestock aufbauen, weil unser Stammgeschaft an seine Grenzen kommt." Einziger Anspruch sei, dass die Produktionen "Geld abwerfen müssen".

(Quelle: FTD) 14.04.2005

17. Dresdner Filmfest eröffnet

12. bis 17. April im Filmtheater Metropolis

Zum 17. Mal wir heute in Dresden das Filmfest eröffnet. Es stehen über 250 Kurz- und Animationsfilme aus aller Herren Länder am Programm. Im Internationalen Wettbewerb sind vier deutsche Kurzfilme vertreten. Außerdem bildet das Festival den Auftakt zu einem internationalen Benefiz-Filmprojekt zugunsten der Tsunami-Opfer in Aceh. Die Filmrolle des Indonesian Reel Aid Festival wird im Rahmenprogramm in Dresden zu sehen sein und beinhaltet Kurzfilme, Dokumentationen, sowie Experimental- und Animationsfilme von 2000 bis 2005. "Mit diesem Benefiz-Projekt wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, mehr über die vielfältigen Kulturen und Mentalitäten Indonesiens zu erfahren", erklärt Dresdner Festivaldirektor Robin Mallick. Die Festivalpreise, die "Goldenen Reiter", werden am 16. April im Rahmen des Filmballs verliehen.

(Quelle: Filmfest Dresden) 12.04.2005

TV München pleite

Überschuldung und Geldwäsche

70 Mitarbeiter von TV München bangen um ihren Job, nachdem der Sender jetzt wegen Überschuldung Insolvenz angemeldet hat. Bereits am 24. Januar war dem Sender die Lizenz entzogen worden, weil die Gesellschafter keine Einsicht in die Besitzverhältnisse geben wollten. Thomas Kölbel, dem der österreichische Gesellschafter Soravia freie Hand gelassen hatte, stand sogar im Verdacht, über eine Liechtensteiner Gesellschaft Geld zu waschen. Damit der Sendebetrieb weiterlaufen kann, muss nun bis 30. Juni eine neue Gesellschaftsform gefunden werden. Bisher haben sich 22 Interessenten für die Ausschreibung gefunden.

(Quelle: Sueddeutsche Zeitung) 11.04.2005

Kein Aprilscherz

Reinhard Hauff verlässt DFFB

Bereits zum 1.April hat Reinhard Hauff, seit zwölf Jahren Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), sein Amt aufgegeben. Die freigewordene Stelle soll öffentlich ausgeschrieben werden; bis dahin sind die Studienleiter Bodo Knapheide und Werner Barg für die kommissarische Leitung zuständig.

(Quelle: Berliner Morgenpost) 08.04.2005

Schwarze Schafe

Jugendmedienschutz zieht Bilanz

Vor zwei Jahren wurde sie gegründet, jetzt zieht die Kommission für Jugendmedienschutz Bilanz. Etwas gemischt werden die Ergebnisse gesehen: einerseits scheint die Aufsicht für privaten Rundfunk und Internetdienste, die auf kontrollierte Selbstregulierung setzt, erfolgreich zu sein. Auf der anderen Seite kam es zu Schwierigkeiten, rechtsextremistische Angebote zu unterbinden. Außerdem gingen Sender wie MTV regelmäßig rechtlich gegen Beanstandungen vor. Insgesamt stellte die Kommission im Privatfernsehen 49 Verletzungen des Jugendschutzes (Internet: 79 Beanstandungen) festgestellt. Hauptsächlich handelte es sich dabei um pornografische Inhalte.

(Quelle: Frankfurter Rundschau) 07.04.2005

Charles und Camilla  doch nicht im Doppelpack

Hat die Vernunft gesiegt?

Der ZDF wird sich anstelle einer Live-Übertragung der royalen Hochzeit auf eine Zusammenfassung derselben beschränken. Laut ZDF-Intendant Schächter ein "einseitiges Zugeständnis", das zeigen soll, "daß man es ernst meint."  Um Parallelübertragungen in Zukunft zu verhindern, trafen einander am Montag Gremienvertreter von ARD und ZDF in München, um ein diesbezügliches Verfahren zu erarbeiten. Die einstündige Kurzfassung der Eheschließung zwischen Prince Charles und Camilla Parker-Bowles wird ab 17.45h gesendet werden.

(Quelle: FAZ online) 05.04.2005

Grund zur Hoffnung

Big Brother soll eingestellt werden

Lange genug stellte sich hierzulande der Eindruck ein, Produzent De Mol und seine Erfüllungsgehilfen könnten dem Publikum so ziemlich jeden Trash vorsetzen. Wie der Focus vermeldet, scheint sich der Wind langsam zu drehen und die Zuschauer signalisieren spürbares Desinteresse an der als "lebenslang" terminierten aktuellen "Big Brother" Staffel. RTL2 diskutiert hinter verschlossenen Türen, bereits im Juni, die lebenslange Veranstaltung zu beenden. 

(Quelle: Focus Online) 02.04.2005

Harald Juhnke ist tot

Er starb mit 75 Jahren

Der deutsche Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke starb heute morgen mit 75 Jahren. Er war schon mehrere Jahre alkoholkrank und lebte seit Dezember 2001 in einem Altersheim für geistig verwirrte Menschen. "Mein Mann ist eingeschlafen", sagte seine Frau Susanne Juhnke. Er sei nun an den Folgen seiner chronischen Krankheit gestorben. In Deutschland galt Juhnke als einer der größten Fernsehstars und war als Schauspieler  "der Inbegriff der Berliner Schnoddrigkeit".

(Quelle: FAZ) 01.04.2005

HD "Six Pack"

Soderbergh wird produzieren

Mark Cuban and Todd Wagners Produktionsfirma 2929 hat einen Deal mit Regisseur Steven Soderbergh ausgehandelt. Sechs Filme sollen im 1080i HD Format produziert werden. Die Filme sollen simultan im Kino, TV und Heimvideo veröffentlicht werden. Man will damit die traditionelle Veröffentlichung "durchbrechen" und somit den Konsumenten die Möglichkeit geben, selbst wählen zu können, wie und wann sie einen Film sehen möchten. Finanziert werden alle Projekte mit einem Budget zwischen zwei und drei Millionen Dollar. "Ich denke die Strategie der Veröffentlichung war ein Teil des Grundes, warum Soderbergh sich für das Projekt entschlossen hat", sagt Wagner. "Einige Projekte, die er davor gemacht hat, haben nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen. Wir können sicherstellen, dass sie neben dem Kino auch gleichzeitig im TV und auf Video erscheinen. So können wir darauf aufmerksam machen und das Modell testen."

(Quelle: Hollywoodreporter) 29.04.2005

Piraterie-Watchlist

China auf Platz 1

China und 13 andere Länder wurden von der Handelskontrolle der USA auf eine "Priority Watch List" gesetzt auf der sich das Who is Who der Copyright- Piraterie weltweit findet. Der Handelsbeauftragte, Peter Allgeier warnte China, es müsse seine Bestrebungen gegen Copyright-Missbrauch verstärken, um am legalen Handel mit Rechten und anderen Gütern teilnehmen zu können. Die Warnung zielt auf Chinas Interesse, an der WTO teilnehmen zu können. Schätzungen gehen davon aus, dass 90% aller in China verkauften Filme, CDs und Programme illegale Raubkopien sind. Weitere Länder auf der Liste sind: Argentinien, Brasilien, Ägypten, Indien, Indonesien, Israel, Kuwait, Libanon, Pakistan, die Philippinen, Russland, die Türkei und Venezuela.

(Quelle: CNN) 1.05.2005

Mason Adams tot

Am Dienstag gestorben

Mason Adams ist Dienstag in seinem Haus in Manhattan mit 86 Jahren gestorben. Bekannt war Adams für seine Emmy-nominierte Rolle in der TV-Serie "Lou Grant" und als Stimme für die "Smuckler's jelly" Werbung. Seine markante Stimme hat man zuerst in 40er und 50er Jahren Serien, wie z.B. "Batman" und "Pepper Young's Family", gehört. Für seine Arbeit wurde er drei Mal mit einer Emmy Nominierung ausgezeichnet.

(Quelle: CNN) 29.04.2005

Fatih Akin in Cannes-Jury

Bekanntgabe der Jurymitglieder

Unter dem Vorsitz des Regisseurs Emir Kusturica werden dieses Jahr die 20 Wettbewerbsbeiträge bewertet und unter anderem die goldene Palme vergeben. Für Akin sei die Einladung "eine große Ehre". Weitere Jurymitglieder sind die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek, die amerikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison, die indische Schauspielerin Nandita Das, die französische Regisseurin Agnes Varda, die Regisseure John Woo (China) und Benoit Jacquot (Frankreich) sowie der spanische Schauspieler Javier Bardem.
Außer Konkurrenz präsentiert Fatih Akin in Cannes außerdem zum ersten Mal seinen Musikfilm "Crossing The Bridge - The Sound of Istanbul".

(Quelle: Spiegel) 26.04.2005

RTL steht vor Einstieg

bei russischem Sender

Die RTL Group steht kurz vor dem Einstieg in den russischen Fernsehmarkt. Europas größter TV-Konzern will sich beim russischen Fernsehsender Ren TV einkaufen. Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen "soll die zum Medienkonzern Bertelsmann gehörende RTL-Group 49,99 Prozent an dem Moskauer Sender bekommen. Der Preis soll bei rund 100 Mill. Euro liegen. In Moskau gibt es hingegen sehr unterschiedlichen Angaben über einen möglichen Kaufpreis." Wie es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" heißt, werden von einigen Beobachtern politische Beweggründe hinter der Übernahme des Senders, den Eduard Sagalaew vom Verband der Fernsehanstalten als den letzten "bundesweit sendenden Kanal, der Informationen unparteiisch verbreitet" bezeichnet, vermutet. Mit dem Einstieg bei Ren-TV wäre zum ersten Mal "ein europäischer Medienkonzern bei einem frei empfangbaren Fernsehsender in Russland beteiligt. Bisher schien es politisch unmöglich, dass sich ein ausländischer Investor zum Großaktionär eines russischen TV-Kanals aufsteigt."

(Quelle: Handelsblatt) 25.04.2005

John Mills gestorben

Schauspieler und Oscar-Preisträger

Der britische Schauspieler, der in Filmen wie "Gandhi", "Ryans Tochter" (Oscar für die beste Nebenrolle) oder "Great Expectations" zu sehen war, begann seine Schauspielkarriere in den 40er Jahren vor allem mit Hauptrollen als Held und Soldat in Kriegsfilmen rund um den zweiten Weltkrieg. In "Forever England" versenkte er als einfacher Seemann ein deutsches Kriegsschiff und war für viele Jahre der "Junge von Nebenan", der tapfer auszog, die Nazis zu bekämpfen. Bis in die 60er Jahre etwa in "Tunes of Glory" waren seine Rollen vornehmlich die des Kriegshelden, erst danach bot man ihm auch anderweitige Rollen an. "Hobson's Choice," "The Wrong Box," oder "Tiger Bay" gehören mit den oben genannten, zu diesen anderen Filmen. Mills starb im Alter von 97 Jahren.

(Quelle: CNN) 24.04.2005

DVDs zum Kinostart?

Neue Maßnahmen angedacht

Neue Maßnahmen gegen Raubkopierer werden in der Industrie besprochen. "In dem Moment, in dem ein Film irgendwo auf der Welt öffentlich aufgeführt wird, kann man sich darauf verlassen, dass innerhalb weniger Tage illegale Mitschnitte in Asien, Osteuropa oder Russland auftauchen", weiß Barry Meyer, Vorstandsvorsitzender von Warner. Daher denke man nun darüber nach, "Blockbuster künftig simultan zum Kinostart auf DVD zu veröffentlichen". Kollegen seien von dieser Idee angetan, der einzige Hacken ist wohl - was Sony-CEO Michael Lynton ebenfalls zu bedenken gab -, "dass zu kurze Kinofenster viele potenzielle Zuschauer dazu bewegen könnten, auf den DVD-Release zu warten, anstatt zusätzlich Geld für eine Kinovorstellung auszugeben."

(Quelle: Videowoche) 21.04.2005

Springer-Verlag plant

Übernahme von ProSiebenSat.1 AG

Nach Informationen der SZ steht "die größte Übernahme seit Jahren bevor". Döpfner, Chef vom Springer-Verlag, will die ProSieben Sat.1 AG mehrheitlich übernehmen. Damit wäre das größte Zeitungshaus in Deutschland auch im Privatfernsehen auf dem "ersten Platz". Geplant ist es, den Anteil an der Fernsehkette von 11,8 auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Die Hauptaktionäre seien damit "im Prinzip" einverstanden. Auf Anfrage hieß es, es handele sich lediglich "nur um Spekulationen".

(Quelle: SZ) 19.04.2005

Musik- und Filmindustrie klagt

US-Studenten im Visier

Der Branchenverband der Musikverlage RIAA wird Klagen gegen 405 Studenten einreichen. "Sie hätten illegal 1,5 Millionen urheberrechtlich geschützte Inhalte kopiert, darunter 930.000 Musikstücke." Insgesamt 18 Hochschulen in den USA sind davon betroffen, u.a. Columbia (New York), Harvard (Boston) und Berkeley (San Francisco). Der Verband, der Großverlage wie Universal Music, Sony/BMG, Warner und EMI vertritt, teilte mit, dass "die Studenten offenbar fälschlicherweise geglaubt hätten, dass ihre illegalen Tauschaktionen in dem geschlossenen Uni-Netzwerk nicht auffallen würden." Auch die Filmstudios konzentrieren sich nun verstärkt auf Studenten. "Es seien mehrere Klagen gegen Raubkopierer unter Studenten eingereicht worden." Laut US-Filmindustrie würden Einnahmeverluste von 2,7 Milliarden Euro jährlich entstehen.

(Quelle: SZ) 18.04.2005

Neuer Google Service

Videos veröffentlichen

Nach den letzten neuen Features bei Google, wie z.B. Google Maps, kommt nun ein weiterer Service dazu. Mit Google Video wird es dem Nutzer am Bildschirm ermöglicht, seine digitalen Videos auf einen Server hochzuladen und somit einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Man muss in Zukunft nur ein Benutzerkonto erstellen und schon kann man, vorausgesetzt man besitzt alle Rechte am Video, sein Video an Google übertragen. Danach erhält man eine Mail mit der Bestätigung. Der Benutzer kann ebenso entscheiden, ob er das Video "gratis oder gegen Entgelt anbieten möchte" und es auch jederzeit wieder löschen lassen.

(Quelle: SZ) 15.04.2005

German Film School

5 Jahre Jubiläums-Veranstaltung

Mit einer offiziellen Jubiläums-Veranstaltung und über 200 geladenen Gästen feierte die erste und bislang einzige private Filmhochschule Deutschlands in diesen Tagen das fünfjährige Bestehen ihres Lehrbetriebs. Vertreter von Politik und öffentlichem Leben würdigten die GERMAN FILM SCHOOL als angesehene Bildungsinstitution, die dem staatlichen Hochschulsystem neue Impulse verleiht. Mehr dazu auf der offiziellen Seite.

(Quelle: German Film School) 15.04.2005

Schuldentilgung

Berlusconi verkauft Anteile

Holding Fininvest, kontrolliert von der Familie des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, hat ca. 17 Prozent an dem Medienkonzern Mediaset verkauft. Vor drei Wochen sah sich Berlusconi noch mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Der Anteil an Mediaset sinkt nun von 51 auf 34,4 Prozent. Der Wert des Aktienpakets betrug angeblich 2,2 Milliarden Euro. "Der Erlös werde der Holding erlauben, ihre gesamten Schulden zu tilgen. Zudem bleibe noch eine bedeutende Summe für neue Investitionen übrig." Beobachter sehen dieses Vorgehen zudem als "geschickten Schachzug", da Berlusconi als gleichzeitiger Ministerpräsident und "Herr über die größten privaten Fernsehsender des Landes" seit langem ein "Interessenkonflikt" vorgeworfen wird. Er wird auf Platz vier einer "Rangliste der einflussreichsten Milliardäre in aller Welt" gehandelt.

(Quelle: FAZ) 13.04.2005

Legenden verkauft

MGM und UA

Schon lange stand es nicht allzu gut um die Legenden des amerikanischen Kinos, MGM und UA. MGM kennt man vom brüllenden Löwen im Vorspann. Metro-Goldwyn-Mayer (Produktion von Filmen wie "Vom Winde Verweht, "Der Zauberer von Oz", "Ben Hur", "2001") und die von Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks, Mary Pickford und D.W. Griffith gegründete Independent-Filmschmiede United Artists. (Sie produzierten Filme wie "Das Apartment", "Einer flog über das Kuckuksnest, "Rocky" u.v.a) waren dank schlechten Managements seit vielen Jahren nur noch Geldverschiebefirmen, aber keine Produktionshäuser mehr. Nun hat ein Konsortium, zu dem auch Sony gehört, die Überreste der Firmen, vor allem die wertvolle Filmbibliothek mit zahlreichen Titeln übernommen.

(Quelle: CNN) 10.04.2005

Mehr Fördergelder

Frankreich ist spendabel

Der Film "Mathilde - Eine große Liebe" wurde zwar in französisch und mit französischer Crew gedreht, trotzdem war er vom Gericht als nicht französischer Film deklariert worden. Der US-Verleih Warner war mit 32 Prozent an der Produktionsfirma beteiligt. Diese hatte somit kein Anrecht auf Förderung. Nun hat der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres bekannt gegeben, dass Frankreich zukünftig auch nicht-europäische Produktionen durch Fördergelder des Centre National de la Cinématographie (CNC) unterstützen wolle. "Die neuen Regelungen werden voraussichtlich bereits im Sommer oder frühen Herbst dieses Jahres in Kraft treten." Während einige Branchenkenner Bedenken äußerten, war der französische Verband der Autoren, Regisseure und Produzenten davon angetan, da sie befürchteten, außereuropäische Firmen würden Frankreich als Produktionsstandort ohne Förderung meiden.

(Quelle: Mediabiz) 06.04.2005

Gebührenverschwendung

ARD und ZDF zeigen das Gleiche

Vor kurzem waren sich ARD und ZDF noch einig, Gebühren sparen zu wollen. So wolle man sich "sich künftig besser abstimmen und Parallelübertragungen von Großereignissen vermeiden". Nun, nach Genehmigung der Gebührenerhöhung, scheint das vergessen zu sein. Freitag wird es wieder zu gleicher Zeit in beiden Sendern eine Live-Übertragung zur Hochzeit von Camilla und Charles geben. Letztes Jahr ist die "Doppelversorgung bei den königlichen Hochzeiten in Spanien und Dänemarkt" schon auf Kritik gestoßen. "Wir haben der ARD die Koordination angeboten, aber sie verweigert sich", ist der Kommentar von ZDF-Chefredakteur Niklaus Brender. "Beim Markenprodukt 'Blaues Blut' war das Erste nun mal zuerst dran", so ARD-Sprecher Rudi Küffner. "Ich kann nur hoffen, dass die ARD im Einstein-Jahr zur Vernunft kommt", Brenders Antwort.

(Quelle: Spiegel) 04.04.2005

Grund zur Hoffnung

Big Brother soll eingestellt werden

Vor kurzem waren sich ARD und ZDF noch einig, Gebühren sparen zu wollen. So wolle man sich "sich künftig besser abstimmen und Parallelübertragungen von Großereignissen vermeiden". Nun, nach Genehmigung der Gebührenerhöhung, scheint das vergessen zu sein. Freitag wird es wieder zu gleicher Zeit in beiden Sendern eine Live-Übertragung zur Hochzeit von Camilla und Charles geben. Letztes Jahr ist die "Doppelversorgung bei den königlichen Hochzeiten in Spanien und Dänemarkt" schon auf Kritik gestoßen. "Wir haben der ARD die Koordination angeboten, aber sie verweigert sich", ist der Kommentar von ZDF-Chefredakteur Niklaus Brender. "Beim Markenprodukt 'Blaues Blut' war das Erste nun mal zuerst dran", so ARD-Sprecher Rudi Küffner. "Ich kann nur hoffen, dass die ARD im Einstein-Jahr zur Vernunft kommt", Brenders Antwort. 

(Quelle: Spiegel 04.04.2005

 

März 2005

Streit bei Disney

Weinstein-Brüder steigen aus

Bob und Harvey Weinstein trennen sich nach zwölf Jahren von Disney. Die Brüder, Gründer von Miramax und Imagepolierer des Mutterkonzerns, waren immer wieder mit dem Noch-Disneychef Michael Eisner in Konflikt geraten. Dieser hatte zum Beispiel (im Gegensatz zu den Weinsteins) eine Verfilmung von "Herr der Ringe" abgelehnt- eine Entscheidung, die er inzwischen bitter bereut haben dürfte. Die Brüder zogen jetzt die Konsequenzen und haben sich von Disney verabschiedet. 100 Millionen Dollar bekommen sie angeblich gezahlt; im Gegenzug behält Disney die Rechte am Namen Miramax sowie die Filmbibliothek mit 800 Titeln.

(Quelle: Spiegel) 30.03.2005

Zoff um Hamburger Filmschule

Hark Bohm möchte nicht aufhören

Nur sechs Monate nachdem der von ihm gegründete Studiengang an die halb private Hamburg Media School (HMS) wechselte, soll nun eine Nachfolge für Hark Bohm installiert werden. Der 65-jährige Regisseur wehrt sich dagegen vehement und fürchtet, dass die möglichen Kandidaten für seine Nachfolge, Katharina Trebitsch und Ralph Schwingel, aus der "Masterclass" eine Fernseh-Berufsschule machen wollen. Die Bereichsleiter des Studiengangs drohen angeblich mit Kündigung und die Studenten erwägen Studienabbruch. 

(Quelle: Spiegel) 25.03.2005

Kanadischer Filmpreis

Genie-Award für "Rennen"

Vergangenes Wochenende wurde der wichtigste kanadische Filmpreis, die Genie-Awards, zum 25. Mal verliehen. Als bester Film wurde dabei "Das große Rennen von Belleville" von Sylvain Chomet (Kanada/Frankreich/Belgien) ausgezeichnet. Die größte Anzahl an Preisen erhielt John Duigan mit seinem Film "Head in the clouds", in dem Penelope Cruz und Charlize Theron mitspielen. Duigan gewann in den Sparten Kamera, Filmmusik, Schnitt und Kostümdesign.

(Quelle: mediabiz) 23.03.2005

Dokus abgesetzt

Und es werde Licht

Wegen einiger Anhänger der biblischen Schöpfungstheorie sind naturwissenschaftliche Dokumentationen über den Ursprung der Welt, wie z.B. "Cosmic Voyage", "Galápagos" oder "Volcanoes of the Deep Sea" von James Cameron, von einigen IMAX-Thatern und Inhouse-Kinos in Museen im amerikanischen Süden abgesetzt worden. Die Betreiber befürchteten religiöse Proteste, nachdem sich eine Zuschauerin nach einer Preview-Vorführung kritisch über die Dokumentation mit evolutionstheoretischem Gedanken geäußert hatte.

(Quelle: bluewin) 22.03.2005

Erneuter Schlag gegen Piraterie

Schwedische Polizei erfolgreich

Bei einer Razzia bei Schwedens größtem unabhängigen Internet Service Provider "Bahnhof Internet" wurden riesige Mengen raubkopierten Materials sichergestellt. Einer der vier beschlagnahmten Rechner gilt sogar als einer der bisher größen bekannten Piratensender. 1800 Filmdateien, 5000 Computerprogramme sowie 450 000 Musikdateien befanden sich auf den Computern- Material für insgesamt dreieinhalb Jahre ununterbrochenes Programm. Koordiniert wurde die Razzia mit der MPAA (Motion Picture Association of America). Angeblich wurden bei der Polizeiaktion in Schweden außerdem Beweise für eine in ganz Europa verzweigte Piratenorganisation gefunden.

(Quelle: Mediabiz) 14.03.2005

7. Amnesty International Filmfestival

9. bis 13. März 2005 in Amsterdam

Seit 1995 bietet das Amnesty International Filmfestival Spielfilmen und Dokumentationen zum Thema Menschenrechte und Menschenwürde eine Plattform. Als Eröffnungsfilm war Terry George's "Hotel Rwanda" geladen, der bereits beim Berlinale-Publikum großen Anklang fand. Unter den 17 Dokumentarfilmen und 9 Spielfilmen ist auch "Story Undone" von Hassan Yektapanah, der beim Rotterdam Filmfestival 2005 mit dem Amnesty International-DOEN Award ausgezeichnet wurde. Mit bitterem Humor behandelt dieses Werk die Problematik der illegalen Emigranten aus dem Iran. Während des Festivals haben Filmemacher, Menschenrechtsaktivisten und Zuseher in Podiumsdiskussionen und Publikumsgesprächen Gelegenheit, sich auszutauschen.

(Quelle: amnesty.nl) 11.03.2005

Großer Verlust

Brigitte Mira gestorben

Nach einem akuten Schwächeanfall in der letzten Woche verstarb gestern Nachmittag die bekannte deutsche Schauspielerin Brigitte Mira im Berliner Emil-von Berhing-Krankenhaus. Sie wurde 94 Jahre alt und war die letzte große Volksschauspielerin Deutschlands. Ihre Schauspielerei begann sie in den 30-er Jahren als Soubrette. Seit dem war sie immer wieder auf der Bühne oder auf der Leinwand zu sehen und von dieser nicht mehr weg zu denken. Berühmt wurde sie unter anderem mit Fernsehauftritten an der Seite von Günter Pfitzmann und Haraldjunke oder in TV-serien wie "Damen vom Grill", "Herz und Schnauze" oder "Drei alte Schachteln". Auf der Theaterbühne brillierte sie zuletzt im Jahre 2000 als die "Bettelkönigin". Als Charakterschauspielerin wurde sie dagegen besonders nach ihrer schauspielerischen Leistung im Film "Angst essen Seele auf" gefeiert, für die sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde.

(Quelle: sueddeutsche) 09.03.2005

Filmpirat verhaftet

Screener ins Netz gestellt

Ein erneuter Schlag gegen die Filmpiraterie ist dem FBI letzten Freitag gelungen. Der 24-jährige Kalifornier Rolyn Abugan wird beschuldigt, eine Kopie von "Wenn Träume fliegen lernen" an ein Piraten-Netzwerk weitergegeben zu haben. Die Möglichkeit dazu bekam er, als Shawna Chance, als Mitglied der Producers Guild of America Empfängerin des Oscar-Screeners, aufgrund von Kompatibilitätsproblemen die DVD nicht abspielen konnte und um eine Kopie bat. Weitergegeben habe Abugan den Film, um Zugang zu anderen raubkopierten Filmen zu bekommen. Ihm drohen nun bis zu einem Jahr Haft sowie eine Geldstrafe bis zu 100 000 Dollar. Obwohl im Vorfeld der Oscarverleihung eigentlich ständig Kopien der nominierten Filme im Netz landen, ist Abugan erst der zweite Screener-Pirat, der vor Gericht gestellt wird.

(Quelle: Bluewin) 08.03.2005

Tierzensur in England

Behörden sind "not amused"

Wegen einer toten Taube, auf die sich eine Katze stürzt, soll der serbische Regisseur Emir Kusturica seinen neuesten Film "Life is a Miracle" umschneiden. Englische Behörden drohen mit Zensur, falls die Szene nicht aus dem Film genommen wird. Da die Taube bereits tot gewesen sei und eine Zensur inakzeptabel, droht Kusturica jetzt damit, den Film in England überhaupt nicht zu zeigen. Erst letzte Woche hatte sich Lars von Trier nach Protesten von Tierschützern bereit erklärt, eine Szene aus seinem Film "Manderlay" zu entfernen, in der die Schlachtung eines Esels gezeigt wird.

(Quelle: Bluewin) 08.03.2005

Gold für Hayao Miyazaki

Filmfestspiele in Venedig

Zum ersten Mal in der Geschichte der venezianischen Filmfestspiele wird ein Animationsfilmer mit dem Goldenen Löwe für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Bei den 62. Filmfestspielen in Venedig, die vom 31. August bis zum 10. September stattfinden, wird der Regisseur Hayao Miyazaki, der durch Animationsfilme wie z.B. "Prinzessin Mononoke" oder "Howls Moving Castle" bekannt gewordenen ist, geehrt werden. Den Goldenen Löwen selbst wird er am 9. September im Rahmen des "Miyazaki Day" entgegennehmen.

(Quelle: Mediabiz) 07.03.2005

Kritik an "Der Untergang"

Meinung aus New York

Der Hitler-Film von Oliver Hirschbiegel wurde scharf von "New York Times" kritisiert. Der prominente Filmrezensent  A.O. Scott schrieb, dass der Film die Botschaft vermittle, dass vor allem einfache Deutsche Opfer des Nazismus waren. Der Untergang lief in New York in einem kleinen Theater und hatte später seine Premiere auch in Los Angeles. Der New York Times Kritiker A.O. Scott bemängelt, dass manche Film Charaktere wie z.B. Hitlers Sekretärin Traudl Junge dafür als Helden behandelt werden, dass sie kurz vor dem Auftauchen der Roten Armee von Hitler desillusioniert wurden. Nur am Ende gab es eine Notiz, dass es im Zweiten Weltkrieg 50 Millionen Toten gab und 6 Millionen davon von den Nazis ermordet wurden. A.O. Scott, der zu den berühmtesten Filmkritikern der USA gehört, denkt, dass die Herausforderung für den Schweizer Schauspieler Bruno Ganz darin bestanden habe, "Hitler als eine plausible Figur erscheinen zu lassen, ohne ihn menschlich zu machen." Der Film sei "faszinierend, ohne besonders aufschlussreich zu sein, und er erregt Aufmerksamkeit über seine lange Laufzeit, ohne am Ende viel dramatische oder emotionale Befriedigung geliefert zu haben".

(Quelle: Yahoo D) 04.03.2005

Öffentliche kritisiert

EU bemängelt Online-Angebote

Die EU-Komission kritisiert ARD und ZDF für ihre Internet-Aktivitäten. Zweifel wurden geäußert, ob sich Bereiche wie e-Shop oder Mobilfunkdienste mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag in Einklang bringen lassen. Die Komission reagierte damit auf eine Beschwerde von April 2003 des Verbandes "Privater Rundfunk und Telekommunikation" (VPRT) gegen die Ausweitung der Online-Angebote von ARD und ZDF. Ausgelöst wurde der Einspruch durch die Diskussion um eine Erhöhung der Rundfunkgebühren.

(Quelle: mediabiz) 03.03.2005

Fördernetzwerk initiiert

Weiterbildung für die Karriere

Ende Februar wurde ein Verein zur Weiterbildung von Theater-, Film- und Fernsehschaffende des Standorts Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen. Schirmherrin ist Veronika Ferres. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, mit einem öffentlichen Forum für Weiterbildung die Berufsaussichten in diesen Sparten regional zu stärken. Besonders das Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe der VHS Berlin Mitte (iSFF) soll deshalb stärker gefördert werden.

(Quelle: Mediabiz ) 02.03.2005

 Oscarverleihung 2005

"Million Dollar Baby" räumt ab

Lange fieberten Oscarfans darauf hin- seit heute nacht ist amtlich, wer dieses Jahr die begehrteste Auszeichnung, den "Oscar", in Los Angeles entgegennehmen durfte. Mit Spannung erwartet wurde diesmal vor allem das Duell zwischen Martin Scorsese und Clint Eastwood. Eastwood ("Million Dollar Baby") setzte sich mit den Oscars für den besten Film und die beste Regie gegen den ebenfalls hoch gehandelten Martin Scorsese ("Aviator") durch. In zwei weiteren wichtigen Kategorien hatte "Million Dollar Baby" ebenfalls die Nase vorn- Hillary Swank als beste Darstellerin und Morgan Freeman (bester Nebendarsteller) konnten die Jury von sich überzeugen. "Aviator" erhielt immerhin zahlenmäßig die meisten Trophäen für die beste Nebendarstellerin (Cate Blanchett), beste Kamera (Robert Richardson), beste Kostüme (Sandy Powell), besten Schnitt und beste Ausstattung. Leonardo di Caprio, der in der Kategorie "Bester Darsteller" nominiert war, wurde nicht ausgezeichnet; der Darsteller-Oscar ging an Jamie Foxx für seine überragende Leistung in der Filmbiographie "Ray". Die beiden deutschen Beiträge gingen dieses Jahr leer aus: "Der Untergang" von Bernd Eichinger musste sich in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" gegen "Das Meer in mir" (Spanien) geschlagen geben. "Die Geschichte vom weinenden Kamel", nominiert für den besten Dokumentarfilm, verlor gegen "Born Into Brothels".

Weitere Auszeichungen:

Bestes Original-Drehbuch: Charlie Kaufman, Michel Gondry und Pierre Bismuth ("Vergiss mein nicht!") Bestes adaptiertes Drehbuch: Alexander Payne und Jim Taylor ("Sideways")
Bester Animationsfilm: "Die Unglaublichen"
Bester Ton: "Ray" Beste Toneffekte: "Die Unglaublichen"
Beste Filmmusik: "Wenn Träume fliegen lernen" Bester Filmsong: "Al Otro Lado Del Rio" von Jorge Drexler für ("Die Reise des jungen Che")
Beste Maske: "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse"
Beste Spezial-Effekte: "Spider-Man 2"
Bester kurzer Dokumentarfilm: "Mighty Times: The Children's March"
Bester kurzer Trickfilm: "Ryan"
Bester kurzer Realfilm: "Wasp" Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Sidney Lumet (Regisseur/Autor)

(Quelle: Oscar.com) 01.03.2005

5. Mal Pech für Scorsese

Vielleicht nächstes Mal

Für eine Weile sah es so aus, als ob Martin Scorsese in diesem Jahr endlich mal den Oscar kriegen würde. Trotz vier vorheriger Nominierungen hat der Regisseur noch nie gewonnen und viele haben gedacht, dass die Filmbiographie über Howard Hughes, The Aviator, der Film sein würde, der alles ändert. The Aviator hat zwar in der Oscar Saison gut angefangen, als er mit 11 Nominierungen der Spitzenreiter war. Letztendlich hat The Aviator zwar fünf Oscars gekriegt aber der Film Million Dollar Baby bekam die wichtigsten Preise. Mit 74 Jahren ist Eastwood die älteste Person, die einen Oscar für den besten Regisseur gewonnen hat. Außerdem hat Morgan Freeman mit 67 Jahren, endlich seinen ersten Oscar für den besten Nebendarsteller bekommen.

(Quelle: BBC NEWS ) 01.03.2005

Schmidt gegen Schmidt

Streit der Namensvetter

Thomas Schmidt, frühere Geschäftspartner von Entertainer Harald Schmidt, wirft seinem Namensvetter vor, gegen ein Wettbewerbsverbot verstoßen zu haben, da dieser laut Vertrag bei Bonito TV mit keiner anderen Firma eine Fernsehshow produzieren dürfte. Er verlangte dafür 459.000 Euro Schadenersatz. Nun wurde der Verkündungstermin des Gerichts verschoben, aufgrund eines neuen vorgelegten Gutachtens der Anwälte von Harald Schmidt. Die Anwälte der Gegenseite haben nun 4 Wochen Zeit, um Stellung zu nehmen. Einen Vergleich lehnten beide Parteien bereits am ersten Verhandlungstag, den 14. Februar, ab.

(Quelle: Süddeutsche) 31.03.2005

Pro7/Sat1 schluckt 9Live

Konzern übernimmt Euvia

Für 155 Millionen Euro erwirbt Pro7/Sat1 die Euvia, zu der neben dem verlustbehafteten Reisekanal Sonnenklar, auch der profitable Anrufsender 9Live gehört. Pro-Sieben-Sat-1-Chef Guillaume de Posch verfolgt damit das Ziel, die Sendergruppe unabhängiger von den zurückgehenden Werbeeinnahmen zu machen.

(Quelle: Financial Times) 26.03.2005

Neuer Vorwurf gegen Berlusconi

Bestechung eines Anwalts

Am Mittwoch wurden neue Korruptionsvorwürfe gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi laut. Seine Firma Mediaset besitzt die drei überregionalen Privat-Fernsehsender Italiens. Es soll um angebliche Geldwäscherei gehen sowie den Verkauf von Filmrechten aus den USA an Mediaset. Berlusconi wird beschuldigt, einen Geschäftspartner, der am Betrug beteiligt gewesen sein soll, bestochen zu haben, um dadurch dessen Aussage zu beeinflussen. Laut der italienischen Presse verweigert Berlusconi jeden Kommentar zu den neuen Vorwürfen und sagte lediglich, dass "das italienische Volk alles weiß".

(Quelle: Hollywoodreporter) 24.03.2005

Wo ist Papi?

Jahresbericht 2004 der GVU vorgestellt

Ihren Jahresbericht für 2004 hat jetzt die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) vorgestellt. So ist die Zahl der eingeleiteten Verfahren in Bezug auf Filmpirateriedelikte um 65 Prozent gestiegen. Die Zahl der Hausdurchsuchungen stieg von 1377 (2003) auf 2084 Fälle. Etwa 450000 Raubkopien wurden beschlagnahmt. Positiv verzeichnet die GVU auch, dass die Behörden Raubkopieren nicht mehr als Kavaliersdelikt sehen, sondern inzwischen häufiger auch Gefängnisstrafen verhängen.

(Quelle: mediabiz) 21.03.2005

Grimme-Preis Verleihung

Zum 41. Mal wird heuer der Adolf Grimme Preis verliehen

Bettina Böttinger moderiert heute die Feierlichkeiten in Marl. Unter den diesjährigen Preisträgern: Gold für "Wolfsburg" (ZDF/ARTE), sowie für die Serie "Dittsche" (WDR) mit Olli Dittrich. Dittrich wird damit zum dritten Mal mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Gold für "Wolfsburg" geht an Nina Hoss, Christian Petzold (beide erhielten schon 2003 für "Toter Mann" die Trophäe) und an Hauptdarsteller Benno Fürmann. Für die Gestaltung und Weiterentwicklung von "Polizeiruf 110" (ARD/NDR) werden die Autorin Beate Langmaack und die Hauptdarsteller Henry Hübchen und Uwe Steinle prämiert. Mit einem Preis in der Kategorie "Spezial" erhält Stefan Raab für die Entdeckung und Förderung von Musiktalenten durch "SSDSGPS - Ein Lied für Istanbul" (Pro7) als einziger eine Prämierung für einen Privatsender..

(Quelle: Grimme-Institut) 18.03.2005

Tykwer verfilmt "Das Parfüm"

Dustin Hoffman als Giuseppe Baldini

"Lola rennt"- Regisseur Tom Tykwer und  "Untergang"- Produzent Bernd Eichinger planen im Sommer dieses Jahres mit den Dreharbeiten zur Adaption eines der berühmtesten deutschen Romanen, "Das Parfüm" von Patrik Süskind, zu beginnen. Die Hauptrolle spielt der unbekannte englische Darsteller Ben Whishaw. Die Rolle des Duftmachers Giuseppe Baldini übernimmt Dustin Hoffman. Der aus der "Harry Potter" -Reihe bekannte britische Schauspieler Alan Rickman, der für seine tolle Darbietung etlicher Bösewichten bekannt ist, spielt hier den Part von Antoine. Das Script hat der Regisseur mit Eichinger zusammen geschrieben. Die Rechte befinden sich seit vier Jahren im Besitz von Eichingers Constantin Film. Ab Juli also können die Flakons gefüllt werden.

(Quelle: Bluewin) 16.03.2005

Rundfunkgebühren

Erhöhung beschlossen

Nun stimmte auch das letzte der 16 Landesparlamente einer Erhöhung der Rundfunkgebühren zu. Der Stichtag ist der 1. April. Mit einer Steigerung um 88 Cent muss man nun 17,03 Euro im Monat bezahlen. Dadurch werden ungefähr 350 Millionen zusätzlich zu den bisherigen sechs Milliarden Euro im Jahr eingenommen. Allerdings solle das Vorgehen der Regierungschefs vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe überprüft werden, meint der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß. Er halte persönlich "den Gang nach Karlsruhe für unausweichlich." Mit zahlreichen Neuerungen im Vertrag gibt es nun zudem Proteste von Datenschützern, da nun neuerdings die GEZ wie jede nicht-öffentliche Stelle "personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und nutzen" kann.

(Quelle: FAZ) 17.03.2005

Neuer Disney-Chef

Eisner wird abgelöst

Der frühere Chef von US-Unterhaltungskonzern Walt Disney tritt zurück. Noch ein Jahr vor Michael Eisners eigenen Ankündigung wird der bisherige Präsident Robert Iger den CEO-Posten übernehmen. Ebenfalls im Rennen war Ebay-Chefin Meg Whitman, die letztendlich jedoch beschlossen habe, "bei Ebay zu bleiben". Aufsichtsratsvorsitzende George Nitchell ist voll des Lobes für Iger und meint, "dass Bob diese außerordentliche Firma und ihr fähiges Management in den kommenden Jahren zu neuen Stufen des finanziellen und kreativen Erfolgs führt".

(Quelle: Spiegel) 15.03.2005

"Meet the parents"- Darstellerin gestorben

Nachwuchsschauspielerin Nicole DeHuff

Die Darstellerin der Schwester der Braut aus dem US-Filmerfolg "Meet the parents" mit Ben Stiller und Roberto de Niro ist im Alter von 31 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Zweimal hatte die Nachwuchsschauspielerin in den zurückliegenden Wochen ein Krankenhaus aufgesucht und ist wieder nach Hause geschickt worden.

(Quelle: CNN) 12.03.2005

Aus- und Weiterbildung

Neue Medienakademie

Um der Aus- und Weiterbildung im Entertainmentsektor international gerecht zu werden, wurde jetzt die sogenannte "Academy of Media and Arts" gegründet. Sie soll "hoch spezialisierte Angebote für die Film- und Fernsehproduktionspraxis, für Animationsfilm und virtuelle Entertainmentinhalte" bieten. Ebenso soll eine Radioschule Teil der Akademie werden. Angestossen wurde das Projekt von NFP teleart, Bavaria Film, MotionWorks, Ottonia Media, Marco Polo Archive Productions GmbH, der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und dem Mitteldeutschen Multimediazentrum Halle. Die Akademie startet im Mai mit der European Animation Masterclass EAM.

(Quelle: Mediabiz) 10.03.2005

Grimme Preis

Gold für "Dittsche"

Das Marler Institut wird auch dieses Jahr wieder den Grimme-Preis vergeben. Bei der Verleihung des 41. Adolf Grimme Preises, die am 18. März in Marl stattfindet, wird Olli Dittrichs "Dittsche" dieses Mal den Grimme-Preis mit Gold und somit die höchste Auszeichnung, die das Institut zu vergeben hat, erhalten. Weiterhin werden Nina Hoss und Benno Führmann als Hauptdarsteller in "Wolfsburg", Xaver Bogner für "München 7", "Tatort: Herzversagen" und "Kiss and Run" sowie Miguel Alexandres für das Liebes-Polit-Drama "Grüße aus Kaschmir" ausgezeichnet. Mit Spezialpreisen werden dagegen die Autorin Beate Langmaack, die Schauspieler Uwe Steimle und Henry Hübchen für "Polizeiruf 110", Gert Scoble für "Kulturzeit" und der erst nachträglich nominierte Stefan Raab für"SSDSGPS - Ein Lied für Istanbul" geehrt werden.

(Quelle: mediabiz) 09.03.2005

Debra Hill gestorben

Produzentin von Hollywood

Debra Hill, die die Co-Drehbuchautorin von Halloween war, ist am Montag mit 54 Jahren gestorben. Sie war eine der erste Produzentinnen von Hollywood. Hills großer Durchbruch startete mit Horrorfilmen, nach dem sie und John Carpenter den modernen Klassiker des Genres, "Halloween", geschrieben haben. Ebenfalls hat sie an weiteren Filmen mitgewirkt, wie "Halloween2", "Halloween: Resurrection", "Halloween 5" und "Halloween: The Curse of Michael Myers." Der Film "Halloween 9" wurde auch von Hill und Carpenter geschrieben und ist zur Zeit in Produktion. Nach "Halloween" hat Hill 1986 gemeinsam mit ihrer Freundin Lynda Obst eine Independent Produktionsfirma gegründet. Dort wurden "Adventures in Babysitting" und "Heartbreak Hotel" von Regisseur Chris Columbus gedreht sowie "The Fisher King" mit Robin Williams von Terry Gilliam. Andere Filme, die Debra Hill produziert hat, sind "The Dead Zone", 1983, "Head Office", 1985, und "Clue", 1986. John Carpenter nennt sie "einen echten Pionier im Geschäft".

(Quelle: CNN) 08.03.2005

Produzent tödlich verunglückt

Thomas Wilkening in Eistümpel gestorben

Der Produzent von TV-Filmen wie "Gripsholm" oder "Polizeiruf 110" ist auf der Ostseeinsel Hiddensee in einem vereisten Tümpel eingebrochen und konnte, obwohl er die Polizei per Handy verständigte, nicht rechtzeitig gerettet werden. Der 1956 in Babelsberg geborene Vater zweier Kinder wurde am Morgen von der Feuerwehr nach erfolgloser Suche tot im Wasser gefunden.

(Quelle: Spiegel) 06.03.2005

Big Brother "Das Dorf"

Alternative zu Harz IV

Mit über 5,2 Millionen Menschen hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland dank Hartz IV einen neuen Nachkriegsrekord erreicht. Aber wieso auf den gewohnten Lebensstandard verzichten, wenn man sich auch in schlechten Zeiten durchmogeln und dabei noch mit richtig viel Geld nach Hause gehen kann. Jüngst sind mal wieder neue Bewohner in das Big Brother Dorf gezogen und können dort ihren gewohnten Lebensstandard beibehalte, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu mache. Sie haben ein Dach über dem Kopf, werden kostenlos versorgt und plus die Hoffnung auf das ganz große Geld, den Jackpot von 1 Millionen Euro. Und das alles bei einer Null-Stunden-Woche. Das Big Brother Dorf mausert sich also zur wahren Alternative zu Hartz IV. Bleibt nur noch zu fragen, ob uns unser gewohnter Lebensstandard soviel wert ist, dass wir bereit sind uns von unzähligen Kameras überwachen und überall hin verfolgen zu lassen. Die Frage scheint für viele Deutsche nur mit einem energischen "Ja" beantwortet werden zu können, denn während der Gewinner der letzten Big Brother-Staffel seinen ausgesessenen Gewinn mit nach Hause nahm, bewarben sich rund 26.000 Deutsche für die neue Staffel.

(Quelle: Spiegel ) 04.03.2005

Caridi als Filmpirat

300,000 $ durch Oscars

Caridi, 70 Jahre, der im Godfather (Der Pate) mitgespielt hatte, wurde angeklagt, weil er Kopien von "The Last Samurai" und "Mystic River" an jemanden Unbefugten geschickt hat. Vor der Oscarverleihung werden Filme an mehr als 6,000 Wähler der Akademie geschickt; Caridi ist eine von ihnen. Er sei der Meinung gewesen, dass Russell Sprague, an den er die Filme geschickt hat, nur ein Kinonarr sei. Aber statt die Filme selber anzuschauen, hat sie Sprague online zum Herunterladen gestellt. Caridi hat zugegeben, dass er 60 VHS-Bänder verschickt habe und wurde dafür mit einer Geldstrafe von 300,000 Dollar belegt. Sprague wurde für schuldig befunden. Ihn erwartet nun eine Freiheitsstrafe.

(Quelle: BBC NEWS ) 02.03.2005

 

Februar 2005

Film-Pirat im Gefängnis

Bollywood Raubkopierer verhaftet

In einem Laden in Cambridge hatte Jayanti Buhecha, einer der größten Raubkopierer von Bollywoodfilmen in Groß Britannien, 18.000 DVDs auf Lager und ist nun für drei Jahre im Gefängnis. Der Mann hat sein Imperium aufgebaut, nachdem er in einer rechtmäßigen indischen Filmproduktionsgesellschaft arbeitete. Im Jahr 2000 wurde er gefeuert, als einer seiner Chefs herausgefunden hatte, dass er Kopien für seinen eigenen Gewinn verkaufte. Nach einem Zivilprozess musste er an die Firma 16.000 Pfund zahlen und versprechen, es nie wieder zu machen. Aber im Dezember 2002 wurde Buhecha, 51 Jahre, von der Polizei in Wembley verhaftet, wobei 1.189 Raubkopien gefunden wurden. Buhecha kaufte die DVDs für 1.50 Pfund und verkaufte sie im Großhandel für 5-7 Pfund und später im Kleinhandel für 15-20 Pfund. Sein jährliches Einkommen betrug mindestens 340.000 Pfund, aber die Ermittler glauben, dass er über 1 Million Pfund verdient hat.

(Quelle: Cambridge News) 24.02.2005

Neuer Sender gestartet

Deutsche Filme in den USA

Für 14,99 Euro können jetzt in den USA deutschsprachige Menschen Nachrichten aus Deutschland sowie Sendungen wie "Der Bulle von Tölz" oder "taff" abonnieren. Möglich macht dies der Sender ProSiebenSat.1 Welt. Die Programmplanung des Senders wird von München aus gesteuert; die Verbreitung erfolgt über den US-Satellitenbetreiber Dish Networks.

(Quelle: Mediabiz) 23.02.2005

Journalist begeht Selbstmord

Hunter S. Thompson ist tot

Gestern erschoss sich der Schriftsteller Hunter S. Thompson in seinem Haus in Aspen. Thompson prägte den sogenannten "gonzo journalism", bei dem herkömmlicher Journalismus nicht mehr von Fiktion getrennt wird und eigenes Erleben mit in die Story eingewoben wird. Thompson beeinflusste mit seinem Stil eine ganze Generation von Schriftstellern. Erste Erfolge hatte er Anfang der 60er Jahre mit "Hell's Angels" und "The Great Shark Hunt". Außerdem lieferte er die Vorlage für "Fear and Loathing in Las Vegas" von Terry Gilliam, regelmäßig schrieb er zudem für das Rolling Stone Magazine. Thompson wurde 67 Jahre alt.

(Quelle: Mediabiz) 21.02.2005

Bären-Verleihung in Berlin

Goldener Bär für "U-Carmen eKhayelitsha"

Mark Dornford-May hat mit seiner Adaption der Oper "Carmen", die er in die Townships Südafrikas verlegte, als absoluter Außenseiter das Rennen gemacht. Marc Rothemund (Regie) und  Julia Jentsch (Darstellung der Sophie Scholl) erhielten für den Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" beide den Silbernen Bären. Ebenfalls einen silbernen Bären erhielt der 19 Jahre alte Amerikaner Lou Taylor Pucci als bester Hauptdarsteller  für seine Rolle in "Thumbsucker" Der Blaue Engel für den besten europäischen Film ging an "Paradise Now" von Hany Abu-Assad. ....mehr dazu...

(Quelle: Berlinale) 19.02.2005

Filmpreis in Paris vergeben

Presse zeichnet "Les Choristes" aus

Der französisch-schweizerische Musikfilm Les Choristes unter der Regie von Christophe Barratier ist von der internationalen Presse in Paris zum besten Film des Jahres 2004 gekürt worden. Der Film wurde vom Basler Produzenten Arthur Cohn mitproduziert. Der Streifen mit Gerard Jugnot in der Hauptrolle ist auch Favorit für den Cesar-Filmpreis und ist einer von fünf Oscar-Kandidaten in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Als besten Regisseur haben die Auslandskorrespondenten in Paris Jean-Pierre Jeunet für Un long dimanche de fiançailles mit einem Lumiere ausgezeichnet. Emmanuelle Devos und Mathieu Almaric, die beide im Film Rois et Reine zu sehen sind, wurden zu den besten Schauspielern des Jahres gekürt. Die besten Nachwuchsschauspieler sind Lola Naymak (Les Brodeuses), Marilou Berry (Comme une image) und Damien Jouillerot (Les fautes d´Orthographe). Nach dem Vorbild der Golden Globe Awards vereint die Académie des Lumières insgesamt 200 in Paris stationierte Journalisten, die Medien aus etwa 50 Ländern in aller Welt vertreten. Ins Leben gerufen wurde der Preis 1986 vom 2003 verstorbenen Filmproduzenten Daniel Toscan du Plantier und dem US-amerikanischen Journalisten Edward Behr.

(Quelle: sda) 18.02.2005

RTL-Chef wechselt

Aus nach vier Monaten

Marc Conrad, seit 1. November 2004 Geschäftsführer von RTL, muss den Chefposten an seinen Vorgänger Gerhard Zeiler abgeben. Auch wenn RTL keine Gründe für diesen Schritt nennt, ist doch Kritik auch aus dem eigenen Sender bekannt. So wird beklagt, dass es Conrad nicht gelungen sei, ein stimmiges Konzept für eine Umgestaltung des Sendeschemas vorzulegen. Zudem kam es unter seiner Führung zu einigen Flops wie den Shows "Big Boss" und "Bachelorette". Im Januar war RTL erneut unter einem Marktanteil von 16% bei der relevanten Zielgruppe der 14- 49-Jährigen geblieben. Trotzdem kam die Entlassung des Geschäftsführers zu diesem Zeitpunkt überraschend.

(Quelle: Mediabiz) 17.02.2005

Lobby für Film-Fonds

Round Table mit Kanzler Schröder

Die Schwergewichte der Produktionsbranche (Der Interessenverband Film 20) haben einen Gesprächstermin mit dem Kanzler um nach britischem Vorbild auch bei uns ein steuerbegünstigtes Fonds-Modell einzuführen. Auf diese Weise sollen private Investoren-Gelder, die bisher weitgehend in US-Produktionen fließen, in die heimische Filmproduktion gelangen. Ein guter Ansatz im Prinzip. Bleibt abzuwarten, ob die Film-Lobbyisten die ganze Filmlandschaft berücksichtigen werden oder wieder wie bei der FFA-Fördernovelle die "Independents" durch entsprechende Klauseln ausschließen werden.

(Quelle: Handelsblatt) 15.02.2005

 Césars vergeben

"L'esquive" räumt ab

Unerwartet hat der Milieufilm "L'esquive" von Abdellatif Kechiche vier Césars in den wichtigen Kategorien gewonnen. "Mathilde- eine große Liebe" und "Die Kinder des Monsieur Mathieu" konnten sich nicht durchsetzen und bekamen nur Nebenpreise. Bester ausländischer Film wurde "Lost in Translation" von Sofia Coppola; die Trophäe für den besten Film der europäischen Union bekam "Das Leben ist ein Wunder" von Emir Kusturica (Serbien).

(Quelle: Bluewin) 28.02.2005

 and the winner is...

Eastwood vor Scorsese

Heute nacht wurden in Los Angeles wieder einmal die Oscars vergeben. "Aviator" von Martin Scorsese bekam fünf Oscars; im Regie-Duell musste sich Scorsese allerdings gegen Clint Eastwood ("Million Dollar Baby") geschlagen geben. Die Darstellerpreise gingen an Hillary Swank und Jamie Foxx. Die beiden deutschen Beiträge, "Der Untergang" und "Die Geschichte vom weinenden Kamel" gingen leer aus.

(Quelle: Stern) 28.02.2005

Simone Simon gestorben

Schauspielerin stirbt mit 93

Bevor die Französin Simon von dem Studioboss Darryl Zanuck für Hollywood entdeckt wurde, arbeitete sie als Model. Sie bekam einen Vertrag,  in 11 amerikanischen Filme mit zu spielen. In einem davon spielte sie mit James Stewart im ‚Seventh Heaven’ (1937). Nach dem Horrorfilm ‚Cat People’ (1942) kehrte sie nach Frankreich zurück, um den Film ‚La Bete Humaine’ mit dem berühmten Regisseur Jean Renoir zu drehen.
Wegen des zweiten Weltkriegs musste sie in den 40ern wieder nach Amerika gehen.
In den 50er Jahren drehte Simon eine Handvoll Filme in Frankreich, bevor sie 1956 in den Ruhestand ging.
Simon starb letzten Dienstag in Paris.

(Quelle: BBC NEWS) 25.02.2005

Gefürchtete Auszeichnungen

Die Razzies für Film zum 25. Male vergeben

Es gibt auch Preise vor denen sich ihre Gewinner fürchten. Alljährlich und kurz vor der Oscar-Verleihung werden in Los Angeles Filmstars und Filmemacher für die schlechtesten Arbeiten des Jahres ausgezeichnet. Dabei trifft es durchaus renommierte Vertreter ihres Berufsstandes. In diesem Jahr etwa war Halle Berry (für ihre "berry bad performance") in "Catwoman," unter den Preisträgern. Doch auch Fachfremde wie George Bush, der als schlechtester männlicher Hauptdarsteller für seine Vorlesestunde in "Fahrenheit 9/11" gekürt wurde, oder Britney Spears für ihr Kaugummi- kauendes Statement, sie habe blindes Vertrauen in die Politik des Präsidenten, im gleichen Film.

(Quelle: CNN) 27.02.2005

"Asylum" ausgezeichnet

Preis der Filmkunsttheater vergeben

Der Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ging dieses Jahr an den Film "Asylum" von David Mackenzies, der auch bei der Berlinale im Wettbewerb lief. Die Jury setzt sich aus Vertretern der Programmkinoverbände AG Kino und Gilde deutscher Filmtheater zusammen.

(Quelle: Mediabiz) 23.02.2005

Sandra Dee gestorben

Nierenversagen mit 63 Jahren

Sandra Dee feierte in den 50er- und 60er-Jahre als Teeniestar in Filmen wie "Land ohne Männer" (1957) oder April entdeckt die Männer" Erfolge. Weitere Hits landete sie mit einigen "Tammy"-Filmen. Mit dem Studiosystem in Hollywood war auch ihre Karriere zuende. Nur noch gelegentlich konnte man sie seitdem in Film und Fernsehen sehen. Sandra Dee starb jetzt mit 63 Jahren an Nierenversagen.

(Quelle: Mediabiz) 21.02.2005

Analog TV abschalten?

USA machen Ernst

Während hierzulande DVB-TV und digitale Kabelangebote erst ganz vorsichtige Verbreitung finden, wird in den USA bereits diskutiert, zum 31. Januar 2006 das analoge Fernsehen vollständig abzuschalten. Regierung und Opposition diskutieren darüber, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um in Kauf zu nehmen, dass Millionen von Menschen (die keine Digitalempfänger besitzen)  plötzlich nicht mehr ihr gewohntes Fernsehprogramm mehr sehen können. Um diese Menschen nicht auszugrenzen, sollen Digital-Analog Konverter bezuschusst werden, damit sie weiter analoge Geräte verwenden können. Sonst, so fürchten die Politiker, werde sich der Unmut des Wählervolkes gegen sie richten. Problematisch ist die Zahl derartiger Zuschüsse,- es werden etwa 22 Millionen Anschlüsse sein, es wäre als wenn man ganz Frankreich mit Konvertern versorgen müsse, meinte Ed Markey, ein Kongressabgeordneter.

(Quelle:Hollywood-Reporter)  19.02.2005

Gerry Wolff gestorben

Tod nach Koma mit 84 Jahren

Am Mittwoch fiel der ehemalige Defa-Schauspieler Gerry Wolff nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus Oranienburg ins Koma und starb kurze Zeit später. Wolff wurde 84 Jahre alt. Bereits vor drei Jahren hatte Wolff einen Schlaganfall erlitten. Bekannt wurde er mit Filmen wie "Nackt unter Wölfen" (1963) oder "Anton der Zauberer" (1978). Nach der Wiedervereinigung war er in Serien wie "Tatort" oder "Praxis Bülowbogen" zu sehen. Eine seiner letzten Filmrollen hatte er in "Jetzt oder nie" (2000).

(Quelle: n-tv)  18.02.2005

Paris vergibt Filmpreise "Lumières"

Les Choristes als bester Film ausgezeichnet

Der französisch-schweizerische Musikfilm Les Choristes unter der Regie von Christophe Barratier ist von der internationalen Presse in Paris zum besten Film des Jahres 2004 gekürt worden. Der Film wurde vom Basler Produzenten Arthur Cohn mitproduziert. Der Streifen mit Gerard Jugnot in der Hauptrolle ist auch Favorit für den Cesar-Filmpreis und ist einer von fünf Oscar-Kandidaten in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Als besten Regisseur haben die Auslandskorrespondenten in Paris Jean-Pierre Jeunet für Un long dimanche de fiançailles mit einem Lumiere ausgezeichnet. Emmanuelle Devos und Mathieu Almaric, die beide im Film Rois et Reine zu sehen sind, wurden zu den besten Schauspielern des Jahres gekürt. Die besten Nachwuchsschauspieler sind Lola Naymak (Les Brodeuses), Marilou Berry (Comme une image) und Damien Jouillerot (Les fautes d´Orthographe). Nach dem Vorbild der Golden Globe Awards vereint die Académie des Lumières insgesamt 200 in Paris stationierte Journalisten, die Medien aus etwa 50 Ländern in aller Welt vertreten. Ins Leben gerufen wurde der Preis 1986 vom 2003 verstorbenen Filmproduzenten Daniel Toscan du Plantier und dem US-amerikanischen Journalisten Edward Behr.

(Quelle: sda)  18.02.2005

Moralverstöße werden teurer

Höchststrafe angehoben

Janet Jacksons entblößte Brust bei der Halbzeitshow des Finalspiels der US-Footballliga hat weitere Folgen: das US-Repräsentantenhaus hat jetzt ein Gesetz verabschiedet, das die Ausstrahlung von unanständigen oder gewaltverherrlichenden Sendungen sehr viel empfindlicher ahndet als bisher. Das zuvor mögliche Höchststrafmaß von 32.500 Dollar soll auf 500.000 Dollar angehoben werden. Der Gesetzentwurf wurde im Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit durchgesetzt; jetzt muss er noch vom Senat bestätigt und vom Präsidenten George W. Bush unterschrieben werden.

(Quelle: Mediabiz) 17.02.2005

Goldener Bär für Kurzfilm

"Milk" ausgezeichnet

Als bester Kurzfilm der Berlinale 2005 wurde gestern abend "Milk" von Peter Mackie Burns für schauspielerische und filmische Leistungen mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Silberne Bären (Preis der Jury) bekamen jeweils "The Intervention" von Jay Duplass und "Jam Session" von Izabela Plucinska. Lobend erwähnt wurde von der Jury, bestehend aus Gabriela Tagliavini (Argentinien), Marten Rabarts (Neuseeland) und Susan Korda (USA), Dani Rosenberg für seinen Film "Don Khishot Be Yerushalaim - Don Quixote in Jerusalem".

Der Preis für den besten Kurzfilm in der Panorama-Sektion ging an "Green Bush" von Warwick Thornton, den Spezialpreis in dieser Kategorie erhielt "Tama Tu" von Taika Waititi. Der Förderpreis der New York Film Academy ging an "Zgvis Donidan - Eye Level" von George Ovashvili. Außerdem wurde der Prix UIP Berlin (inklusive Nominierung für den Europäischen Filmpreis) an "Hol Maya" von Claudia Lorenz vergeben. Lobende Erwähnungen der Jury gab es zudem für den schwedischen Animationsfilm "Bikini" von Lasse Persson und Rhee Young-ran für die Titelrolle in "Sara Jeanne" von Kim Seong-Sook.

(Quelle: Mediabiz) 16.02.2005

 

Koproduktionsabkommen

Neuseeland und Deutschland

Neuseelands Premierministerin Helen Clark und Außenminister Joschka Fischer unterschrieben ein Koproduktionsabkommen zwischen beiden Ländern, welches es künftig ermöglicht, bei Koproduktionen lokale Länderförderungen zu beantragen. Damit sind offizielle Koproduktionen zwischen den beiden Ländern in gleicher Weise berechtigt, Förderanträge zu stellen, wie lokale Produktionen.

(Quelle: Movie-College)  13.02.2005, 10:30

CNN Nachrichtenchef

Wegen kritischer Haltung zurückgetreten

Der Nachrichten-Executive Eason Jordan hat sich über die alarmierend hohe Zahl verletzter oder getöteter Journalisten im Irak kritisch geäußert. Konkret sprach er auf dem Wirtschaftsforum in Davos über seinen Eindruck, die US-Truppen würden Journalisten im Irak unter Feuer nehmen. Diese Bemerkung mit der er den Tod von bisher 12 Journalisten durch amerikanische Waffen kommentierte, hat zu einer Protestwelle vor allem konservativer Medien und letztlich zum Rücktritt Jordans geführt.

(Quelle: Hollywood-Reporter)  12.02.2005, 19:30

Humbert Balsan

Französischer Produzent begeht Selbstmord

Der erfolgreiche französische Schauspieler und Produzent, der vor allem durch Filme von Youssef Chahine ("Adieu Bonaparte", "Le Sixième Jour", "L'Emigré" etc.) als Produzent bekannt wurde, nahm sich am 10. Februar in Paris das Leben. Balsan spielte unter anderem in Bressons "Lancelot du Lac". 

Er war ein Förderer junger Talente, galt als Jemand, der scheinbar unmögliche Themen auf die Leinwand bringen konnte und bis 2002 Vize-Präsident der europäischen Filmakademie.

(Quelle: Le Mone)  11.02.2005, 11:30

Goldene Kamera 2005

Lara und Knaup beste deutsche Schauspieler

Der von der Zeitschrift Hörzu bereits zum 40. Mal vergebene begehrte Film- und Fernsehpreis wurde gestern im Rahmen einer Jubiläumsgala in Berlin mit zahlreichen internationalen Gästen und ehemaligen Preisträgern gefeiert. Die deutschen Schauspieler Alexandra Maria Lara und Herbert Knaup wurden als beste ihres Faches ausgezeichnet. Hollywood-Star Dustin Hoffman erhielt die Auszeichnung für den besten Promi-Werbespot. Weitere internationale Preisträger waren unter anderem Bruce Willis, Goldie Hawn, Tina Turner, Brian Adams sowie die Boxer Vitali und Wladimir Klitschko. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der US-Komödiant Jerry Lewis. Bester deutscher TV-Film wurde „Die Patriarchin“ mit Iris Berben.

(Quelle: Spiegel)  10.02.2005, 09:30

British Academy Awards

Samstag Verleihung

Am Samstag, 12. Februar 2005, werden in London die British Academy Film Awards verliehen. Präsentiert wird die Zeremonie von Schauspieler Stephen Fry. Unterstützung bekommt er von prominenten Kollegen wie Cate Blanchett, Joseph Fiennes, Sienna Miller und Juliette Lewis. Zu den internationalen nominierten Künstlern zählen unter anderem Jamie Foxx ("Ray", "Collateral"), Johnny Depp ("Finding Neverland"), Meryl Streep ("The Manchurian Candidate"), Natalie Portman ("Closer") und Leonardo di Caprio ("The Aviator"). Britische Anwärter auf die begehrten Trophäen sind dieses Jahr unter anderem Clive Owen ("Closer"), Imelda Staunton ("Vera Drake"), Kate Winslet ("Finding Neverland", "Eternal Sunshine of the Spotless Mind"), Julie Christie ("Finding Neverland) und Regisseur Mike Leigh ("Vera Drake"). Neben den von der Academy vergebenen Preisen wird auch der Publikumspreis "Orange Film of the Year" verliehen.

(Quelle: BBC)  10.02.2005, 09:30

Berlinale 2005

"Man to Man" Eröffnungsfilm

Der französische Regisseur Régis Wargnier wird morgen, Donnerstag, den 10. Februar die 55. Internationalen Filmfestspiele in Berlin eröffnen.
Die britisch-französische Koproduktion erzählt die Geschichte eines Anthropologenteams in Afrika in den 70er Jahren. Auf der Suche nach dem "Missing Link" zwischen Mensch und Affe verfrachten die Wissenschaftler ein Pygmäen-Paar zu Untersuchungszwecken von Afrika nach Schottland. Das Starensemble des Films wird angeführt von Joseph Fiennes (Shakespeare in Love) und Kirstin Scott Thomas (Der Englische Patient).
Der Eröffnungsfilm beweist ein anhaltendes Interesse am afrikanischen Kino

(Quelle: Berlinale)  09.02.2005, 09:30

Filmportal.de ab Freitag online

Deutschlands größter Filmdatabase

Am Freitag wird von dem Deutschen Filminstitut die Online-Datenbank filmportal. De online gestellt. Anders als bei der IMDB werden Informationen aus eigenen Beständen, sowie des Cinegraph des Hamburgischen Centrums für Filmforschung online gestellt, so Claudia Dillmann, Chefin des deutschen Filminstituts. Es sollen nicht nur Informationen zu den einzelnen Filmen aufgelistet werden, sondern möglichst viele Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werken aufgezeigt werden.

(Quelle: Spiegel)  09.02.2005

Technik-Oscars

Auszeichnung auch an einen Deutschen

Noch bevor die Filmstars sich medienträchtig feiern lassen, werden die Stars im Hintergrund, die Schöpfer der  technischen Errungenschaften des Filmschaffens ausgezeichnet. 

Der frühere Eastman Kodak Ingenieur  Arthur Widmer wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet, zu dem unter anderem die Erfindung des "Blue Screen" Verfahrens gehörte. Das Verfahren ermöglicht die Kombination von Darstellern mit nachträglich eingefügten Hintergründen.

Der Deutsche Horst Burbulla wurde für sein Technocrane System, einen teleskopischen Kamerakran ausgezeichnet, den er 1981 Steven Spielberg vorstellte, den dieser dann bei "Jäger des verlorenen Schatzes" erstmalig einsetzte.

(Quelle: CNN) 14.02.2005

Kertész- Verfilmung nachnominiert

Koltais Film doch im Wettbewerb

Der Film „Fateless“ des ungarischen Regisseurs Lajos Koltai tritt nun doch im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale an. Die Verfilmung des Bestsellers „Roman eines Schicksalslosen“ von Kertész. Kosslick musste anscheinend Überzeugungsarbeit leisten, da eine Teilnahme an der Berlinale dem Regisseur zunächstnicht lukrativ erschien. Der Film erzählt den Holocaust aus der Sicht eines kleinen Jungen.

(Quelle: Spiegel  09.02.2005

FFA Bilanz

Mehr Kinobesucher

An den deutschen Kinokassen wurden 5,2% mehr Tickets verkauft als im Vorjahr, wie in der neu vorgelegten FFA-Bilanz dargelegt wird. Dies brachte einen Gesamtumsatz von 892,9 Mio Euro bei einem gleichbleibenden Ticketpreis von 5,70 Euro. Der deutsche Film erreichte einen Rekordmarktanteil von 23,8 Prozent. Dieser Erfolg ist hauptsächlich auf Filme wie "Der Untergang", "Traumschiff Surprise" und "7 Zwerge". Dennoch liegt das Jahr 2004 hinter dem Erfolgsjahr 2001.

(Quelle: Mediabiz)  09.02.2005

Santa Barbara Filmfestival

Preise für Ganz und Kekilli

Auf dem 20. US- Filmfestival in Santa Barbara wurde Bruno Ganz für seine Darstellung des  Adolf Hitler in "Der Untergang" mit dem Preis für den besten Darsteller, Sibel Kekilli als beste Darstellerin für ihre Rolle in "Gegen die Wand" ausgezeichnet.

(Quelle: The Hollywood Reporter) 08.02.2005

Ossie Davis

US Schauspieler gestorben

Er war eine Berühmtheit, auf der Bühne, im Kino und in diversen Fernsehfilmen. Titel wie "School Daze", "Do the Right Thing", "The Stand" und "Jungle Fever" gehören zu seinen größten Erfolgen. 87 jährig wurde der beliebte Schauspieler von seinem Enkel in seinem Hotelzimmer in Miami Beach, Florida, tot aufgefunden. Er hatte erst am Montag mit den Dreharbeiten zu einem neuen Film begonnen.

(Quelle: CNN)  04.02.2005, 20:30

Kinderserie soll nicht gezeigt werden

Große Länder, große Sorgen

Eine Folge einer pädagogisch konzipierten Zeichentrick-Kinderserie, die den Kindern die Vielfältigkeit und die kulturellen Unterschiede des Landes näher bringen möchte, soll in verschiedenen US-Staaten nicht ausgestrahlt werden, weil in der Episode ein lesbisches Paar gezeigt wird, welches auf einer Farm arbeitet. Die im Kultusministerium, welches die Serie finanziell unterstützt zuständige Staatssekretärin, Margaret Spellings hatte beklagt, dass öffentliche Gelder nicht dafür gedacht seien, alternative Lebensformen vorzustellen.

(Quelle: CNN) 03.02.2005

Sie küssten und sie schlugen sich

Tief, tiefer, Fernsehen

In der Pro7 Reality-Show "Die Burg" gibt es neue, innovative Anreize für höhere Einschaltquoten: Prügeln vor laufender Kamera ließ das Zuschauerinteresse an der ansonsten wenig  beachteten Veranstaltung endlich wieder in die Höhe schnellen und das Niveau noch weiter in den Abgrund rutschen.. 

(Quelle: Spiegel) 02.02.2005

Jamie Foxx und Hilary Swank

Actors Guild Award

Für seine Darstellung des Sängers Ray Charles, erhält Jamie Foxx vom Verband der amerikanischen Schauspieler die Auszeichnung als Bester männlicher Darsteller. Hilary Swank wird als beste Darstellerin für "Million Dollar Baby" ausgezeichnet. In unmittelbarer Nähe der Oscar-Verleihungen versuchen die verschiedenen Verbände sich selbst in den Medien zu präsentieren und positive Stimmung für ihre Favoriten zu machen.

(Quelle: CNN)  07.02.2005, 09:30

Sportreporter unter Verdacht

Marcel Reif

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenhang mit dem Schiedsrichter-Bestechungsskandal gegen den Sportreporter wegen Geldwäsche, Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Begünstigung. Reif bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

(Quelle: Spiegel)  04.02.2005, 8:35

Januar 2005

Ephraim Kishon

Autor und Satiriker gestorben

Der israelische Bestsellerautor und Regisseur starb 80 jährig in Appenzell (Schweiz) an einem Herzanfall. Im Mittelpunkt seiner Geschichten standen die menschlichen Schwächen, die Absurditäten des Lebens und die der Politik. Mehrere seiner Geschichten und Romane wurden verfilmt.

(Quelle: ARD)  30.01.2005, 8:34

Regierung bezahlte Journalisten

Dritter Fall von Einflussnahme aufgedeckt

In den USA ist ein dritter Fall direkter Einflussnahme der Bush-Administration auf Journalisten bekannt geworden. Der Kolumnist Mike McManus erhielt 10.000 US-Dollar für eine Unterstützung der Bush-Familienpolitik in seinen Artikeln, die in etwa 50 amerikanischen Zeitungen erscheinen. Der Vorgang ist nicht nur in Zusammenhang mit dem Verstoß gegen den Grundsatz journalistischer Unabhängigkeit bedenklich, auch die Verwendung staatlicher Mittel für Propaganda ist in den USA ausdrücklich verboten.

(Quelle: CNN)  29.01.2005

41. Adolf Grimme Preis

Nominierungen stehen fest

In siebenwöchiger Arbeit haben die Nominierungskommissionen des Grimme Instituts aus mehr als 650 Fernsehproduktionen 55 Nominierung in den Bereichen "Fiktion", "Information & Kultur" und "Unterhaltung" bestimmt. Die öffentlich-rechtlichen Sender schnitten dabei besser ab als die Privaten, vor allem in der Kategorie "Information & Kultur". Denn viele "Neuentwicklungen" im Flop-Jahr 2004, also ausländische Formate, die schlecht kopiert wurden, fielen gnadenlos durch. Dagegen gab es einige gute Produktionen (ZDF-Live-Movie "Feuer in der Nacht" oder die Serie "Dittsche"), die aber auf schlechten Sendeplätzen ausgestrahlt wurden.
Die Jury vergibt bis zu 14 Preise am 18. März in Marl, die Übertragung findet zeitversetzt um 22.30 auf 3sat statt.
Die Liste aller Nominierungen finden Sie auf der Webseite des Grimme Instituts.

(Quelle: Grimme Institut)  28.01.2005

Film Festival Rotterdam

"Submission" wird nicht gezeigt

Nach der Ermordung des Filmproduzenten Van Gogh am zweiten November letzten Jahres soll nun sein islamkritischer Film "Submission" doch nicht gezeigt werden. Er kritisiert dort die Unterdrückung der Frau in der muslimischen Gesellschaft. Die Produktionsfirma Column Pictures hat Sicherheitsbedenken, da der Film in der muslimischen Gesellschaft nur auf geringe Akzeptanz stößt. Van Goghs Filme "Cool!" und "06/05" werden aber nach wie vor gezeigt.

(Quelle: Mediabiz)  27.01.2005

Oscar©-Verleihung

Die Nominierungen

Gestern wurden die Nominierungen für die 77. Oscarverleihungen durch Frank Pierson, den Vorstand der Verleihung, und Oscar© Gewinner Adrien Brody bekannt gegeben. Sie gaben zehn der 24 Kategorien bei einer Pressekonferenz, die von über 400 internationalen Medien beobachtet wurde, bekannt. Nominierungen in allen Kategorien wurden an Nachrichtenagenturen weitergeleitet und per Internet auf der offiziellen Academy Awards Website veröffentlicht. Brody erhielt 2002 einen Oscar© für seine Hauptrolle in "Der Pianist". Erst vor kurzem spielte er bei "The Village" mit und wird auch bald in den Filmen "The Jacket" und "King Kong" zu sehen sein. Die offizielle Sichtungen von Filmen mit einer Nominierung werden kommendes Wochenende im Academy's Samuel Goldwyn Theater beginnen. Filmsichtungen in Spezialkategorien finden am gleichen Wochenende im Academy's Linwood Dunn Theater in Hollywood und in London, New York und San Francisco statt. Alle aktiven und lebenden Mitglieder des Awards sind zur Wahl der Gewinner in allen Kategorien gleichberechtigt. Bei fünf Kategorien, den zwei Kurzfilmen, den zwei Dokumentarfilmen und dem fremdsprachigen Film, können die Mitglieder nur mitwählen wenn sie vorher auch alle der nominierten Filme gesehen haben.

(Quelle: Oscars)  26.01.2005

Lamont Bentley

US-Schauspieler tödlich verunglückt

Der 31 jährige Schauspieler ist mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache vom San Diego Freeway abgekommen und tödlich verunglückt. Er spielte in Filmen wie  "The Wash", "Tales From the Hood." oder dem TV-Fernsehspiel "Too Legit: The MC Hammer Story". Bekannt wurde er durch seine Rolle in der 90 er Jahre-Sitcom  "Moesha".

(Quelle: CNN)  22.01.2005

Deutsches Fernsehen

Lichtblicke oder Untergang

Viele deutsche Schauspieler und Regisseure ereifern sich über das deutsche Fernsehen. International hat es immer noch einen guten Ruf. Aber durch Trash-Produktionen wie das Dschungel Duell oder sich immer wiederholende Talkshows gerät dieser gute Ruf ins Wanken. Der Bundesverband deutscher Fernsehproduzenten schätzt die Lage so ein, dass Filmproduktionen auch zukünftig sinken werden. "Ich gehe davon aus, dass in diesem Jahr rund zehn Prozent weniger Filme hergestellt werden als im Vorjahr", sagt der Verbandsvorsitzende Bernd Burgemeister. Im Jahre 2001 wurden rund 300 eigenproduzierte Filme von deutschen Sendern ausgestrahlt, wogegen es im Jahr 2004 nur noch um die 170 Filme waren. Die Gründe für diese Flaute liegen aber auf der Hand. Weil die Gebühren nicht in erforderlichem Umfang steigen, sind die öffentlich-rechtlichen Sender zum Sparen verurteilt. Auch die privaten Sender wie RTL müssen mehr sparen, weil die Werbeeinnahmen nicht mehr so sind wie sie es einmal waren. Dennoch gibt es kleine Lichtblicke, denn die Sender haben für das laufende Jahr rein optisch noch jede Menge zu bieten. Ein Beispiel dafür ist der ZDF- Mehrteiler "Die Patriarchin" der zu Anfang des Jahres bis zu zehn Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte.

(Quelle: Abendzeitung)  20.01.2005

Virginia Mayo

Schauspielerin gestorben

Im Alter von 84 Jahren ist vergangenen Montag Virginia Mayo in Kalifornien gestorben. Nach langer Zeit im Pflegeheim erlag sie einem Herzversagen. Virginia Mayo wurde in den 40er und 50er Jahren berühmt an der Seite von Gregory Peck, Burt Lancaster und Ronald Reagon. Die schöne Blonde spielte in über 40 Filmen, darunter in "Vogelfrei" und "Blondes Gift".

(Quelle: N-TV)  19.01.2005

Bayerischer Filmpreis

"Untergang" und "Napola" räumen ab

Bei der alljährlichen Verleihung der bayerischen Filmpreise waren die bei ihren Kinostarts nicht unumstrittenen Nazi-Dramen die großen Gewinner. Bernd Eichinger erhielt den mit 200.000 Euro dotierten Produzentenpreis für den "Untergang". Bruno Ganz erhielt den Preis als bester männlicher Darsteller zugleich erhielt der Film den Publikumspreis. Den Regiepreis erhielt Dennis Gansel  für "Napola". Den neu geschaffenen  Comedypreis erhielt  Michael "Bully" Herbig für  "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1". Jessica Schwarz wurde als beste Darstellerin für  "Kammerflimmern" ausgezeichnet. Der Drehbuchpreis ging an Oskar Roehler für "Agnes und seine Brüder". Den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten erhielt Volker Schlöndorff für sein Lebenswerk . Jürgen Jürges wurde für seine Kamerarbeit in "Schatten der Zeit" geehrt. Der Nachwuchsproduzentenpreis der  (VGF) ging an Philipp Budweg und Johannes Schmid für  "Aus der Tiefe des Raumes".

(Quelle: Bayerische Staatskanzlei)  15.01.2005

Förderpreis München

"Starter-Filmpreis"

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München vergibt auch dieses Jahr wieder den "Starter-Filmpreis". Der Preis ist auf 6000 Euro dotiert und wird von einer Jury die sich aus Fachleuten und Stadtratsmitgliedern des Kulturausschusses zusammensetzt vergeben. Der Förderpreis wird für Filme aus den Bereichen Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm (auch Kinder- und Jugendfilme) verliehen. Es können sich alle jungen Filmemacherinnen und Filmemacher bewerben die im Einzugsgebiet der S-Bahn wohnen. Der eingereichte Film muss im Vorjahr des Preises fertiggestellt worden sein. Der vorgeschlagene Film muss auf 35mm, 16mm oder in einem professionellen Videoformat (Betacam SP, Digi-Beta etc.) vorliegen. Weitere Infos zu den Regularien und die genauen Bewerbungsanforderungen gibt es unter www.muenchen.de.

(Quelle: muenchen.de)  14.01.2005

People´s Choice Awards

Der begehrte Publikumspreis

Der People's Choice Award ging am Sonntag unter anderem an Michael Moore für seinen regierungskritischen Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11". In der Kategorie Filmdrama gewann Mel Gibson mit seinem Jesus-Film "Die Passion Christi", der Animationsfilm "Shrek 2" gewann in der Kategorie Komödie. Michael Moore, der unter großem Applaus auf die Bühne kam, widmete seinen Film den Familien deren Kinder im Irak stationiert sind, außerdem betrachtete er den Erfolg seines Filmes als Aufforderung mehr ähnliche Filme zu produzieren. Mel Gibson bedankte sich für den Erfolg von "Die Passion Christi", den der Film allein dem Zuspruch des Publikums zu verdanken hat. Zuvor war er in starke Kritik geraten, weil er sehr viele Gewaltszenen enthält, außerdem wurde Gibson von jüdischen und christlichen Organisationen vorgeworfen, er schüre Unfrieden zwischen den Anhängern der beiden Religionen. Der People´s Choice Award ist hoch angesehen, weil er seit mehr als 30 Jahren durch repräsentative Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup ermittelt wird. Seit ein paar Jahren kann man auch im Internet für den Award abstimmen.

(Quelle: n-tv.de)  12.01.2005

Neun-Live-Übernahme?

Durch ProSiebenSat.1

Die ProSiebenSat.1 Media AG scheint ihrem lang angestrebten Ziel näher zukommen: Sie plant die mehrheitliche Übernahme der Euvia Media AG. Die Euvia Media AG betreibt die Sender "Neun Live" und "Sonnenklar TV". Bisher gehören der ProSiebenSat.1 Media AG 48,4 Prozent an dem "Mitmach-Quizsender", andere 48,6 Prozent werden vom amerikanischen Unternehmen Hot Networks (Barry Diller) verwaltet. Die restlichen 3 Prozent gehören Christiane zu Salm, der Chefin des Ismaninger Senders. Angesichts des rückläufigen Werbemarkts im Fernsehen wäre die Übernahme des auf Telefongebühren basierenden Senders für die ProSiebenSat.1 Media AG durchaus interessant.

(Quelle: Spiegel Online)  10.01.2005

Verhängnisvolle Eventmovies

Tsunami-Film auf Eis gelegt

Die Neigung der privaten Fernsehveranstalter, so genannte Event-Movies vorzugsweise über diverse Katastrophen in Auftrag zu geben, (Wunder von Lengede, die große Flut etc.) bringt Pro 7 derzeit in Bedrängnis. Hans-Hinrich Koch hat für "Tsunami - Die Killerwelle" nicht nur das Buch geschrieben sondern dieses auch produziert. Eine Story um Unterwasser-Sprengungen die eine Tsunami-Welle am Strand von Sylt auslösen wurde im Oktober abgedreht. Angesichts der realen Katastrophe in Südostasien wäre die geplante Ausstrahlung des Eventfilmes mehr als makaber. Der ursprünglich vorgesehene Sendetermin wird voraussichtlich verschoben.

(Quelle: Spiegel Online)  09.01.2005

Diva 2005

Entertainmentpreis

1991 ging die Diva als "Deutscher Videopreis" zum ersten Mal an Vico von Bülov (Loriot). Heute ist die Diva eine angesehene Preisverleihung in allen Entertainmentbereichen geworden. Die Bestleistungen des vergangenen Jahres in den Bereichen Kino, TV-Movie, DVD und Musik werden anerkannt. Es werden sowohl die Filme, die 2004 erfolgreich im Kino und TV liefen, als auch die Gesamtleistungen aus diesem Jahr geehrt. Durch eine kompetente Jury werden Künstler in den Kategorien "Schauspieler(in) des Jahres", "Regisseur des Jahres" und "Music Artist of the Year" sowie "Talent of the Year" für ihre Arbeit ausgezeichnet. Eine der wichtigsten Kategorien der Diva ist "Hall of Fame", bei der die Leute, die national oder international Großes geleistet haben, gewürdigt werden. Diesen Preis haben in den vergangenen Jahren solche Persönlichkeiten wie Lauren Bacall, Liv Ullmann, Juliette Gréco, Herbert Grönemeyer, Gérard Depardieu und Angelina Jolie bekommen. Die Gala findet am 27. Januar im Deutschen Theater statt. Es werden zahlreiche prominente Gäste erwartet.

(Quelle: Mediabiz)  07.01.2005

Paul Manning

Produzent und Drehbuchautor gestorben

Der Emmy- Preisgekrönte Produzent und Autor, der unter anderem für Reihen wie "ER", "L.A. Law" und "Clubhouse" verantwortlich zeichnete, ist im Alter von 45 Jahren überraschend an Krebs gestorben. Noch in der vergangenen Woche hatte er ein Konzept fertig gestellt für eine Krimiserie auf Hawaii.

(Quelle: Hollywood-Reporter)  06.01.2005

Bayerischer Filmpreis

Publikum wählt "Untergang"

Oliver Hirschbiegels "Der Untergang" konnte sich beim Publikum vor "(T)Raumschiff Surprise Periode 1" und "7 Zwerge - Männer allein im Wald" platzieren und damit den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises für sich beanspruchen. Weitere Konkurrenten waren "Der Wixxer" und "Lauras Stern".
In den Kinokassen lag "Der Untergang" mit 4,5 Millionen Besuchern an dritter Stelle, hinter Bullys "(T)Raumschiff" und den "7 Zwergen". Der Pierrot wird am 14. Januar im Münchner Prinzregententheater vergeben. Der Bayerische Filmpreis gehört zu den wichtigsten Deutschlands.

(Quelle: BR-Online)  05.01.2005

Schauspielerin überlebt Flut

Esther Schweins in Sri-Lanka

Sie hat die verheerende Flut überlebt und kam mit dem Schrecken davon. Esther Schweins befand sich mit ihrer Mutter im Urlaub auf Sri-Lanka, als der gewaltige Tsunami ihr Hotel wegspülte. Sie verließen fluchtartig das Gebäude, nachdem das Hotel Alarm schlug, und wurden noch im Garten von den Wassermassen erfasst und einige hundert Meter ins Landesinnere mitgerissen.
Es sei ein Wunder, dass sie dieses Drama überlebt hätten, meinte die Schauspielerin und Moderatorin. Sie empfinde außerdem große Dankbarkeit gegenüber den hilfsbereiten Einheimischen.

(Quelle: Spiegel Online)  03.01.2005

Clint Eastwood

Directors Guild Award

Der Verband der US-Filmregisseure hat Clint Eastwood mit dem diesjährigen Regiepreis für seine Arbeit "Million Dollar Baby" ausgezeichnet. Es wird allgemein als Anzeichen betrachtet, wer den in Kürze vergebenen Regie-Oscar gewinnen könnte. Eastwood wurde bereits bei den Golden Globe-Awards für die beste Regie ausgezeichnet.

(Quelle: Hollywood-Reporter) 31.01.2005

Goldene Himbeere

Nominierungen

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wird auch die "Goldene Himbeere" verliehen. Zeitgleich zu den Oscar-Nominierungen wurden die Anwärter auf die "Razzie" bekanntgegeben. Diese zweifelhafte Auszeichnung wird an die schlechtesten Leistungen in der Filmbranche vergeben. Auf Platz eins liegt der Film "Catwoman" mit 7 Nominierungen, darunter Halle Berry als schlechteste Hauptdarstellerin. Mit 6 Nominierungen folgt "Alexander" für unter anderem die schlechteste Regie (Oliver Stone) und den schlechtesten Hauptdarsteller (Colin Farrell). US-Präsident W. G. Bush wurde übrigens ebenfalls als schlechtester (unfreiwilliger) Hauptdarsteller in Michael Moores "Fahrenheit 9/11" gewählt, Condoleezza Rice und Donald Rumsfeld als schlechteste Nebendarsteller.

(Quelle: Spiegel) 26.01.2005

Private gegen Öffentliche

Streit um Finanzierung

Die privaten Fernsehsender konnten mit ihrer Beschwerde in Brüssel erste Erfolge gegen die öffentlich-rechtlichen Sender verbuchen. Denn die Privaten stellten in Frage, ob eine staatliche Unterstützung der öffentlich-rechtlichen überhaupt mit den EU-Wettbewerbsregeln vereinbar sei. Die Wettbewerbshüter überlegen zurzeit, ob man die Rundfunkgebühren in Deutschland als Beihilfe sehe. Deshalb ist auch die Entscheidung noch nicht gefallen, ob man das Prüfverfahren eröffnen werde oder nicht. Den EU-Wettbewerbshütern wirft der Justizar des ZDF (Carl-Eugen Eberle) jedoch vor, im Rahmen ihrer laufenden Prüfungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegen geltendes EU-Recht zu verstoßen. "Die EU-Kommission betrachtet die Betätigung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Eingriff in den freien Wettbewerb, der nur unter engen Voraussetzungen erlaubt werden darf und stellt damit das in Deutschland geltende Prinzip für die Organisation des Rundfunks auf den Kopf", schreibt Eberle in der morgen erscheinenden Ausgabe des "Handelsblatts". Mit den Geschäften der öffentlich-rechtlichen Sender beschäftigen sich die Wettbewerbshüter schon seit längerem, aber ohne deren Finanzierung direkt unter die Lupe zu nehmen. Meist geht es um den Kauf von Sportübertragungsrechten. Die Kommission drängt aber darauf die Transparentrichtlinie, d.h. eine Offenlegung der Finanzen vom Unternehmen, auch auf die öffentlich-rechtlichen Sender auszuweiten.

(Quelle: Spiegel) 25.01.2005

Johnny Carson

Talk-Legende gestorben

Die amerikanische Talk-Legende Johnny Carson ist im Alter von 79 Jahren in Malibu an den Folgen eines Emphysems gestorben. Carson war dreißig Jahre lang Gastgeber der all-abendlichen "Tonight Show" auf NBC im US-Fernsehen. Insgesamt standen mehr als 20.000 Personen auf seiner Gästeliste: von Politikern, wie Bill Clinton, Richard Nixon und Ronald Reagan bis hin zu Schauspielern wie John Wayne, Michael Douglas, James Stewart und Arnold Schwarzenegger. Sein Nachfolger in der "Tonight Show" wurde 1992 Jay Leno.

(Quelle: cnn) 24.01.2005

55. Berlinale

Filme stehen fest

Auf der diesjährigen Berlinale werden 21 Filme um den Goldenen und Silbernen Bären kämpfen, 5 weitere Filme stehen außer Konkurrenz. 16 Filme feiern auf dem Festival ihre Weltpremiere. Deutschland beteiligt sich mit 3 Produktionen, darunter "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund, "Gespenster" von Christian Petzold und "One Day In Europe" von Hannes Stöhr. Als Eröffnungsfilm wird "Man to Man" von Régis Wargnier gezeigt. Präsident der Jury ist dieses Jahr Roland Emmerich. Gérard Depardieu, Catherine Deneuve, Will Smith, Glenn Close, Isabelle Rossellini, Debra Winger und Julia Jentsch haben sich als Gäste angekündigt.

(Quelle: Spiegel Online) 21.01.2005

Golden Globes

Verleihung 2005

Als erste Glamour-Veranstaltung des Jahres wurden am 15. Januar die Golden Globes verliehen. Nominiert und ausgewählt werden die Gewinner von der HFPA, der Hollywood Foreign Press Association. Die seit 1943 existierende Golden-Globe-Verleihung gilt als Barometer für die begehrten Oscars.
Wie nicht anders zu erwarten räumte Martin Scorseses Epos "Aviator" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle bei den 63. Golden Globes den Preis für das beste Filmdrama 2004 ab. Damit gilt dieser Film auch als großer Favorit für die Oscarverleihungen. Ein weiterer Oscarfavorit ist Alexander Paynes "Sideways", der in der Nacht zum Montag bei der glamourösen Preisverleihung zur besten Filmkomödie gekürt wurde. Hilary Swank und Leonardo DiCaprio bekamen die Golden Globes für die besten Hauptdarsteller in der Drama-Kategorie. Swank holte sich den Preis mit der Rolle einer Profi-Boxerin in "Million Dollar Baby", DiCaprio hingegen bekam die Trophäe für seine Darstellung des Millionärs Hughes in "Aviator". Martin Scorsese, der für "Aviator" auf einen Regie-Golden-Globe gehofft hatte, musste jedoch enttäuscht zusehen wie Clint Eastwood diesen Award für "Million Dollar Baby" einheimste. Über eine goldene Weltkugel konnten sich auch Annette Bening und Jamie Foxx freuen. Beide gewannen in der Kategorie Komödie/Musical. Bening gewann für ihre Rolle in "Alle lieben Julia" und Jamie Foxx für seine unübertreffliche Darstellung des Soul-Schöpfers Ray Charles in "Ray".
Der Golden Globe für den besten Fremdsprachigen Film ging an den spanischen Regisseur Alejandro Amenábar für "Mar adentro". Der Film, in dem es um einen querschnittsgelähmten Spanier geht, der 30 Jahre lang um sein Recht auf einen würdevollen Tod kämpfte, setzte sich gegen die Konkurrenz aus Frankreich, China und Brasilien durch. Der Award ging auch an den Rolling Stone-Musiker Mick Jagger, der ihn für den Song "Old Habits Die Hard" in der Filmkomödie "Alfie" entgegen nahm. Die Satire "Desperate Housewives", die als würdiger Nachfolger für "Sex and the City" gilt, erhielt den Golden Globe in der Kategorie Beste Comedy-Serie.

(Quelle: FAZ) 18.01.2005

Neue Werbeformen

TV sucht nach Alternativen

Die Werbebranche schaut schlecht aus, deshalb suchen TV-Sender dringend nach einer alternativen Einnahmequelle. Einige Sender versuchen auch zunehmend die Botschaften von Firmen in die TV-Programme zu übertragen. Ein Beispiel dafür sind zahlreiche Kochshows, bei denen die Sender jedoch in den Konflikt gegen das Schleichwerbungsverbot im Rundfunkstaatsvertrag geraten. Jetzt kündigten die Landesmedienanstalten an, vorerst auch andere Werbeformen zu dulden. Im Endeffekt wird jedoch der Zuschauer selbst entscheiden ob er sich eine Sendung ansieht, mit dem wissen, dass der Sender von den Produktherstellern bezahlt wird. Diese neue Werbeform bezeichnen Fachleute auch als "Programming".

(Quelle: Focus) 17.01.2005

Kino, Internet und DVD

Erstveröffentlichung auf allen Medien

Beim "European Film Piracy Summit" in London forderte Alex Sparks, der Chef der UK-Niederlassung von Blockbuster, dass Kinofilme zur gleichen Zeit im Kino, im Internet und auf DVD veröffentlichen werden. Diese Maßnahme könnte laut Sparks die Internetpiraterie eindämmen, denn die Nachfrage nach illegalen Kopien sei vor der Veröffentlichung größer. Außerdem sollten Kinofilme auch im Internet, ähnlich wie bei der Musikindustrie, angeboten werden. Es müsse auf jeden Fall schnell gehandelt werden, denn es stünden viele Jobs auf dem Spiel.

(Quelle: mediabiz) 13.01.2005

Premiere auf Erfolgskurs

Jahresziel wurde erreicht

Der Pay-TV Sender Premiere hat sein Jahresziel von 3,2 Millionen Abonnenten nicht nur erreicht sondern sogar übertroffen. Zum 31. Dezember hat Premiere 3.247.172 Abonnenten verbucht. Ausschlaggebend dafür war wahrscheinlich das sensationelle Weihnachtsgeschäft, bei dem die Zahl der Abonnenten um 162.241 stieg. Dies übertraf alle Erwartungen. Diesen Höhenflug hat Premiere vor allem dem innovativen Marketing zu verdanken. Es wurden zahlreiche Vertriebswege genutzt, vom Fachhandel bis zum Discounter-Markt, vom Dialog-Marketing bis zur Freundschaftswerbung, Fernsehwerbung mit Direct-Response, Internet, klassische Print- und Plakatkampagnen, Vertriebspartnerschaften mit Kabelnetzbetreibern, der Wohnungswirtschaft, Versandhändler und sogar Fußballvereine.

(Quelle: Presseportal) 11.01.2005

Werner Possardt 

Weiteres Tsunami-Opfer aus der Filmbranche

Der Kölner Regisseur und Produzent ist am 30. Dezember im Alter von 53 Jahren an den Verletzungen, die er durch die Flutwelle in Khao Lak erlitt, gestorben.

(Quelle: Filmecho) 09.01.2005

Fernsehkonsum steigt an

Zuschauer sehen mehr fern

Trotz der vielen TV-Flops im vergangenen Jahr hat sich die durchschnittliche Fernsehzeit der Deutschen um ganze sieben Minuten auf 210 Minuten pro Tag erhöht. Das liegt hauptsächlich daran, dass diese Steigerung auf die Zielgruppe der über 50jährigen zurückzuführen ist (274 Minuten). Dagegen halten konnten die Kinder mit 93 Minuten (eine Minute weniger) und die weiblichen Zuschauer zwischen 14 und 29 Jahren mit 149 Minuten (vier Minuten weniger). Die werberelevante Zielgruppe der 14 bis 49jährigen sah drei Minuten länger (185 Minuten). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem den Olympischen Spielen und der Fußball-EM zuzuschreiben.

(Quelle: Mediabiz) 05.01.2005

ARD überholt RTL

RTL verliert Spitzenplatz

Die ARD kann sich freuen: Im Jahr 2004 liegt sie mit einem Marktanteil von 14 Prozent als meistgesehenes Fernsehprogramm an der Spitze und hat damit RTL (13,8 Prozent), den Favorit des Jahres 2003, überholt. Gemeinsam mit RTL teilt sich das ZDF den dritten Platz, denn auch die Dritten Programme haben mit 13,9 Prozent den privaten Sender überholt. Dieses Verhältnis ändert sich auch nicht im Blick auf die gesamte EU-Zuschauerschaft: Die ARD hat mit 13,9 Prozent die Nase vorn, gefolgt von RTL (13,8 Prozent) und den Dritten Programmen (13,7 Prozent).
Anders sieht es aus, wenn man nur die werberelevante Zielgruppe der 14-49jährigen betrachtet. Hier kann RTL seine Führungsposition mit 16,9 Prozent Marktanteil halten, büßte aber gegenüber dem Vorjahr 1,3 Prozent ein.
Sicherlich entfiel ein großes Stück des Kuchens durch die Fußball-EM mit bis zu 24 Millionen Zuschauern auf die ARD. Doch 34 Prozent seiner Zeit verwendet das Publikum des Ersten Programms auf Informationssendungen und -magazine; klarer Favorit: Die "Tagesschau" mit durchschnittlich knapp 10 Millionen Zuschauern.

(Quelle: Focus Online) 03.01.2005

 

 
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