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Aroldo Tieri

Italienischer Schauspieler gestorben

Er gehörte zur Garde der Altstars in Italien, spielte mit unter anderem mit Vittorio Gassman, Anna Magnani, Vittorio De Sica oder Totò. Einer seiner letzten Filme war die Neuverfilmung von Pinochio (Roberto Benigni) im Jahre 2001. Nun starb er 89 jährig in einer römischen Klinik.

(Quelle:Frankfurter Rundschau) 31.12.2006

Nach dem Tod von James Brown

Spike Lee verfilmt Lebensgeschichte

Unmittelbar nach dem Tod von Soul-König James Brown am ersten Weihnachtsfeiertag, wurde bekannt, dass Spike Lee dessen Lebensgeschichte verfilmen wird. Mit den Recherchen und Gesprächen für das Drehbuch hatte man bereits vor einigen Monaten angefangen, mit den Dreharbeiten wird voraussichtlich Ende 2007 begonnen.

(Quelle:Tagesspiegel) 28.12.2006

Vom Regisseur zum Hartz IV- Empfänger

Schlechte Karten für Filmschaffende

Wie wenig Spielraum und Flexibilität die deutsche Gesetzgebung zulässt, zeigt sich wieder bei den Regelungen bezüglich der Arbeitslosenunterstützung. Demnach ist ab Februar 2006 nur derjenige Arbeitslosengeld I berechtigt, der in den letzten zwei Jahren 360 Tage sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Dieses fehlende Verständnis für Sonderfälle schlägt besonders in der Filmbranche zu, da die wenigsten wegen der kurzen Beschäftigungszeiten diese Zahl erfüllen können. Lösungsvorschläge werden von SPD sowie CDU in Betracht gezogen, man denkt sogar sich ein Beispiel an dem Schweizer System zu nehmen, bei dem die ersten 30 Arbeitstage einer Beschäftigung doppelt berechnet werden und ein Anspruch auf 400 Tage Arbeitslosengeld besteht, in Deutschland dagegen nur auf 180.

(Quelle:Tagesspiegel) 14.12.2006

Gegen Schleichwerbung

ARD und ZDF contra EU

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender stellen sich gegen die neue EU-Richtlinie des Product-Placements zur Lockerung der Werberegelung. Demnach kann unter strengen Bedingungen "Schleichwerbung" betrieben werden. Die ARD und das ZDF sträuben sich dagegen und werden weiterhin darauf verzichten. Ein generelles Deutschland Verbot wäre schwer durchzusetzen, da es die Arbeit deutscher Produzenten deutlich erschweren würde. Die ARD misst hier anscheinend mit doppelten Maß: über Jahre hinweg wurde in der Serie Marienhof Schleichwerbung betrieben.

(Quelle:Spiegel) 14.12.2006

Aktenzeichen: X/Y

Ende gut, alles gut für X Filme

Vor ein paar Jahren verkaufte die Filmschmiede um Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Dani Levy und Stefan Arndt 51% seiner Anteile an Senatorfilm, um den finanziellen Druck der jedes Projekt begleitete, etwas zu mildern. Doch anstelle von Erleichterung drohte der Produktionsfirma das Aus, als Senatorfilm rote Zahlen schrieb und die Einspielungen von den Xern nutzte, um sich selbst wieder auf die Beine zu wuchten. So spielte "Good bye Lenin" zwar Millionen ein, diese allerdings landeten bei Senatorfilm. Als die Verhandlungen mit Senator nichts brachten, drohten die Produzenten nicht mehr für X Filme zu arbeiten und gründeten stattdessen die Y Filme. Dies Handeln half, denn nun ist ein neuer Vertrag ausgehandelt worden, der beiden Parteien zu Gute kommt. 

(Quelle:Welt) 12.12.2006

Countdown läuft 

ProSiebenSat.1

Für die Sendergruppe ProSieben Sat.1 Media AG von Haim Saban läuft der Countdown: bis morgen müssen die Investoren ihre Gebote abgeben. Der Preis für den vom Kartellamt vereitelten Versuch des Springer Verlags die Senderkette für 2,5 Milliarden € zu übernehmen, ist heute nicht mehr aktuell. Insider rechnen mit bis zu sechs Milliarden €. Neben der türkischen Dogan Gruppe sind Goldmann Sachs und der Finanzinvestor Permira im Rennen.

(Quelle: Spiegel) 11.12.2006

Polsat und Springer 

Springer kauft Anteile bei Polsat

Der Privatsender Polsat und die Axel Springer AG haben einen Vertrag über die Beteiligung an dem polnischen Sender ausgehandelt und diesen bereits  unterschrieben. Demnach kauft die AG 25,1 Prozent der Anteile für 250 Millionen. Den Erweb muss vorher noch das polnische Kartellamt prüfen, man erwartet jedoch von deutscher Seite keine Komplikationen wie bei dem Versuch Springers, die Pro Sieben- Sat 1-Gruppe zu kaufen. 


(Quelle: tagesspiegel) 05.12.2006

Europäischer Filmpreis

Das Leben der Anderen und Volver

In den Kategorien "Bester Film, bestes Drehbuch und bester Hauptdarsteller) wurde "Das Leben der Anderen" ausgezeichnet. "Volver" wurde die beste Regie, die beste Filmmusik, die Beste Hauptdarstellerin, beste Kamera sowie mit dem Publikumspreis als bester Film prämiert.


(Quelle: Spiegel) 03.12.2006

Dora Komar

Schauspielerin gestorben

Dora Komar, die österreichische Schauspielerin, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Bekannt wurde die gebürtige Dorothea Komarek unter anderem durch Musikfilme mit Hans Moser, Paul Härbiger, u.a. Sie verstarb am 21. November in Lissabon.


(Quelle: tagesspiegel) 01.12.2006

Vorverurteilung durch Film?

Alpha Dog startet vor realer Gerichtsverhandlung

Es galt bisher als Tabu, Filme über reale Verbrechen vor dem rechtskräftigen Gerichtsurteil über den Täter zu veröffentlichen. Damit soll vermieden werden, dass Richter, Geschworene, Presse und Öffentlichkeit durch die Darstellung des Verbrechens in ihrer neutralen Urteilskraft beeinflusst werden. Nun hat ein US Gericht verfügt, dass der Film Alpha Dog, in dem es allem Anschein nach um einen Mord geht, an dem vermutlich Jesse James beteiligt war trotzdem gezeigt werden darf. Dessen Anwalt hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung des Films angestrengt, die nun abgelehnt wurde. So wird der Film am 15. Januar in den US Kinos starten, bevor der Prozess eröffnet ist.

(Quelle: Hollywood-Reporter) 27.12.2006

Regisseur verhaftet

Gus Van Sant wegen Alkoholfahrt eingesperrt

Der Regisseur von Filmen wie "My Own Private Idahoe", "Finding Forrester" und "Drugstore Cowboy wurde wegen Fahrens unter Alkohol arestiert. Polizeiangaben zu Folge hatte er mehr als den doppelten zulässigen Alkoholpegel im Blut.

(Quelle: CNN) 23.12.2006

Startschuss 2007

Förderung genehmigt

Die EU-Kommission in Brüssel hat den neuen Filmförderfonds genehmigt. Ab dem 1. Januar können deutsche Spiel- und Dokumentarfilme zusätzliche Fördergelder erhalten, soweit ein Großteil der Produktion in Deutschland stattfindet. Die jährlich 60 Millionen Euro werden über die Berliner Filmförderungsanstalt vergeben.

(Quelle: BerlinOnline) 22.12.2006

Joseph Barbera gestorben

Vater von "Tom & Jerry"

Joseph Barbera und William Hanna sind die Urväter und Schöpfer zahlreicher Zeichentrick Figuren gewesen, die im Gegensatz zu Disneys Charakteren, die lange dem Kino vorbehalten blieben, schon früh ihren Weg auf die Fernsehschirme fanden. Im Team entwickelten Sie industriell Zeichentrickfilme, Barbera erfand die Geschichten und Gags und Hanna setzte sie in Zeichnungen um. Unvergessen ihre Figuren wie "Jogi Bear", "Scooby-Doo", "die Jetsons" oder die "Familie Feuerstein". Nun ist Joseph Barbera 95 jährig gestorben. 

(Quelle: FR Online) 20.12.2006

Ermittlungen gegen ARD Intendanten

Jobst Plog und Thomas Gruber

Wegen der Honorarvereinbarungen mit Radprofi Jan Ulrich hat eine Privatperson Anzeige wegen missbräuchlicher Verwendung von Gebührengeldern erstattet. Wie die FAZ und der Spiegel melden, hat die Staatsanwaltschaft aus diesem Grunde Ermittlungen gegen die Intendanten von NDR und BR eingeleitet.

(Quelle: Spiegel) 16.12.2006

Peter Boyle

Beliebter Schauspieler gestorben 

Im Kino wurde er bekannt durch seinen Auftritt als Monster in "Frankenstein Junior". In Nebenrollen brillierte er in "Taxi-Driver" oder "Während Du schliefst". Seine bekannteste Rolle gab er als miesgelaunter Großvater in "Alle lieben Raymond". Er starb im Alter von 71 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus.

(Quelle: Spiegel) 15.12.2006

Klage abgelehnt

Sieg für Borat 

Die Klage der zwei Studenten aus dem "Borat" Film eine Szene aus dem Film zu schneiden wurde abgelehnt. Ein Richter in Los Angeles hat ebenso die Bedingungen für einen Verkaufstopp nicht erfüllt gesehen. Ob den beiden Schadensersatz zusteht, wird noch geprüft. Die zwei Studenten hatten gegen den "Borat" Film geklagt. Besoffen haben sie dort frauenfeindliche und rassistische Bemerkungen gemacht, und sich im Nachhinein beschwert, man habe sie betrunken gemacht, um eine Einverständniserklärung zu bekommen.

(Quelle: Spiegel) 13.12.2006

Eine Million Dollar

Olivia Newton-John 

Die australische Schauspielerin und Sängerin Olivia Newton-John hat die Plattenfirma Universal auf eine Million Dollar verklagt. Grund: fast 30 Jahre nach dem Kassenerfolg von "Grease" verlangt Newton-John umgerechnet 750.000 € für die Rechte am Original-Soundtrack. Als "Sandy" ist sie 1978 mit dem Film mit dem John Travolta bekannt geworden.

(Quelle: derStandard) 06.12.2006

Truffaut-Star gestorben

Schauspielerin Claude Jade

Wer Truffaut liebte, insbesondere seine frühen, anarchischen Filme, kannte sie, viele schwärmten gar für sie. Claude Jade und Jean-Pierre Léaud waren lange Jahre das Traumpaar des französischen Kinos. Filme wie "Liebe auf der Flucht", oder "Geraubte Küsse" machten sie berühmt. Nun ist die Schauspielerin im Alter von achtundfünfzig Jahren in Paris an Krebs gestorben. 


(Quelle: Neues Deutschland) 04.12.2006

Lehrfilme für Einbrecher

Wie öffne ich ein Schloss ohne Schlüssel?

Die britischen und amerikanischen Medien regen sich derzeit über diverse Videos auf YouTube auf, in denen explizit erläutert wird, wie man Türschlösser knackt.. Angesichts der vielen absurden Dinge, die das Internet sonst noch so erklärt, ist der ganze Trubel wohl eher dazu angetan, wieder mal ein paar Zeilen oder Sendeminuten zu knacken...


(Quelle: telepolis) 02.12.2006

 

November 2006

 

Philippe Noiret 

Nach langer Krankheit verstorben

Er gehörte zum französischen Kino wie nur wenige andere Schauspieler, prägte es mit, in über 120 Filmen. Seinen Durchbruch beim Kinopublikum erlebte er 1967 mit "Alexander der Lebenskünstler". Dem Kino ein Denkmal setze er 1988 mit seiner Rolle als Filmvorführer in den Film "Cinema Paradiso". Noiret starb im Alter von 76 Jahren.


(Quelle: Spiegel) 24.11.2006

Auszeichnung für Michael Ballhaus

International Achievement Award

Als erster deutscher Kameramann erhält Michael Ballhaus den "International Achievement Award" vom US-amerikanischen Verband der Kameraleute (ASC). Ballhaus hat über 100 Filme gedreht, darunter sieben mit Martin Scorsese.


(Quelle: TAZ) 22.11.2006

Francis Girod ist tot

Drehbuchautor, Produzent, Regisseur, Schauspieler

Im Alter von 61 Jahren starb der Franzose Girod an einem Herzinfarkt. 
Francis Girod war nicht nur als Regisseur von "Die Bankiersfrau" (1980) oder "Eine politische Liebesaffaire" (1984)bekannt. Für Bertrand Taverniers trat Girod, in Drogencop-Film „L.627“ („Auf offener Straße“), sogar vor die Kamera.
2003 wurde er in die Akademie der schönen Künste aufgenommen und erst letztes Jahr in die französische Ehrenlegion.


(Quelle: Focus) 20.11.2006

Bond - Weltpremiere

Daniel Craig ist der neue Bond.

Die Premiere von "Casino Royale" lockte nicht nur viele Stars, selbst die Queen ließ es sich nicht nehmen, den neuen 007, persönlich zu begrüßen.
Mit "Casino Royale" gehen wir wieder an den Anfang der Geschichte, denn diese Folge ist die Verfilmung des ersten Buches des Schöpfers Ian Flemming. 
Deshalb ist Bond hier auch noch wesentlich ernsthafter, ein wenig verrucht und ein Eigenbrödler, wie ihn Daniel Craig selbst beschrieb.


(Quelle: Spiegel) 16.11.2006

Borat - Zorn und Quoten steigen proportional

Diesmal hat er den Falschen erwischt.

Als Sacha Baron (Borat) in New York einem Passanten, seine Kleidung abkaufen wollte, da er sie so anziehend fand und sich damit gerne sexuellen Bedürfnissen hingegeben hätte, machte er eine unangenehme Bekanntschaft. Der Amerikaner schlug ihm direkt ins Gesicht und lies erst ab, als der Schauspieler Hugh Laurie Cohen dazwischen ging. Die beiden waren privat unterwegs in einen Club.
Aber das ist momentan nicht der einzige Angriff auf Borat. Denn die Darsteller seiner satirischen Doku, klagen ihn nun an, er hätte sie hintergangen, da er nicht die Wahrheit zur Verwendung der Aufnehmen sagte und sie zudem betrunken gemacht, um ihre Unterschriften zu erhalten. 
Schwer vorzustellen, dass Sacha Borat nun von Gewissensbissen geplagt wird, wenn man sich die Quoten und den Umsatz seines Films "Borat" ansieht. 29Mio Dollar waren es allein am letzten Wochenende.

(Quelle: Spiegel) 14.11.2006

Jack Palance gestorben

Hollywood-Filmbösewicht und Oscar-Preisträger

Er hatte viele Berufe, bevor es ihn zum Schauspiel verschlug- Profiboxer,  Kampfflieger, Eisverkäufer, Bademeister, Leibwächter und Journalist. Jack Palance spielte zunächst auf der Bühne, wo Eliah Kazan ihn entdeckte. Bekannt wurde er im Kino durch Filme wie "Hollywood Story" (1955), "Le mépris" von Jean-Luc Godard, "Barabbas", "Young Guns", "Batman" und "Tango & Cash". Er starb im Alter von 87 Jahren.

(Quelle: Spiegel) 11.11.2006

Zoff in der Filmstiftung?

Aufsichtsrats-Vorsitzender trat zurück

Nachdem Bernd Hebbering (68) seine Position als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Filmstiftung NW nach nur einem Jahr Amtszeit niedergelegt hat, rätselt die Branche über mögliche Auseinandersetzungen in der Filmstiftung. Eine mögliche Erklärung: Seit langem schon steht die Strategie von Schmid-Ospach, dem Geschäftsführer, große Beträge in ausländische Produktionen zu pumpen, die in NW drehen, in der Kritik. Dieser Weg lockt zwar punktuell so manches Projekt und Stars nach NW, allerdings trägt er in keiner Weise zur Formung einer Produktionslandschaft im Bundesland bei. Die Produktionen nutzen das Geld, drehen vor Ort und sind wieder verschwunden. Oft genug weiß kaum ein Zuschauer, dass der ausländische Film überhaupt mit deutschem Geld entstand. "Die wunderbare Welt der Amelie" ist ein Beispiel dafür.

(Quelle: Welt) 05.11.2006

Protest!

Regisseure gegen Gesetzesentwurf

Rund 100 Regisseure haben einen Protestbrief an die deutsche Regierung von Angela Merkel geschrieben, um gegen eine Änderung des Urheberrechts zu protestieren und um eine "Verschlechterung der Rahmenbedingungen" zu vermeiden. Das Gesetz ermöglicht Eingriffe und Entstellungen von Filmen ohne die Zustimmung des Urhebers. Unterzeichner des Protestbriefs waren u.a. Volker Schlöndorff, Dani Levy und Doris Dörrie.

(Quelle: taz) 28.11.2006

Robert Altmann 81 jährig gestorben

Meister des anderen US-Kinos

Er galt als einer der europäischsten US-Regisseure, hat mehrmals Höhen und Tiefen erlebt und erlitten und hat vor allem eine Reihe äußerst mutiger, ungewöhnlicher und faszinierender Werke geschaffen. Seinen finanziellen Durchbruch hatte er 1971 mit M*A*S*H einer entlarvenden, bösen Militärsatire die direkt aus dem Vietnam-Krieg zu stammen schien. Werke wie "3 Frauen", "Der Spieler" oder "Short-Cuts" sind Klassiker weitab des Hollywood-Systems geworden. Stets interessierte er sich für die menschliche Psyche, hatte großen Atem zum Geschichtenerzählen und Mut zum Risiko. Am 21. November ist das bis zuletzt filmbesessene  Genie gestorben.

(Quelle: Spiegel) 22.11.2006

Streit um Filmförderung

Konkurrenz für die FF Mecklenburg Vorpommern

Diesmal bewirbt sich neben Mecklenburg-Vorpommern Film e.V. auch die neu gegründete Filmboard um die nur knapp bemessene Filmförderung. Der Streit geht  um rund 205 000 Euro im Jahr und um das Filmkunstfest Schwerin, was künftig der neue Verein ausrichten will.

(Quelle: Morgenpost) 20.11.2006

Teure Seite

 Musikrechte permanent verletzt

Im Juli 2005 kaufte Rupert Murdoch, der amerikanische Medien Mogul, die Seite für 580 Millionen Dollar, nun sieht es so aus, als wenn der Kauf noch deutlich teurer würde. Auf beinahe jeder Seite findet sich Musik und in den seltensten Fällen sind die Musikrechte geklärt. Die Universal Music Group fordert für jeden Song 150.000 Dollar Schadensersatz, aufsummiert dürfte dies in die Milliarden gehen... 

(Quelle: Spiegel) 18.11.2006

"El aura" - Bielinskys filmisches Vermächtnis
 Am 28. Juni dieses Jahres starb Fabián Bielinsky 47-jährig an einem Herzinfarkt. Der argentinische Drehbuchautor und Regisseur hatte im Jahr 2000 mit seinem Erstlingswerk, "Nueve reinas", Publikum wie Kritik begeistert und war von da an als eine der gewichtigsten Stimmen eines neuen lateinamerikanischen Kinos wahrgenommen worden. 2005 kam dann sein zweiter und letzter großer Film ins Kino. "El aura" erlaubt durch seine inhaltliche Rätselhaftigkeit und seine gestalterische Sorgfalt Raum für vielfältigste Deutungen. Es gibt Momente in diesem seltsamen Mix aus schwelgerischen Naturbildern und düsterem Film-noir-Ambiente, da man Vorbilder zu erkennen glaubt. Man fühlt sich bisweilen in frühe Filme von Carlos Saura (allen voran "La caza") versetzt, dann wieder scheinen sich die Mystizismen eines David Lynch der Story bemächtigt zu haben, während andererseits die schweigsame Hauptfigur an die Helden aus Filmen Clint Eastwoods anklingt. Doch ist all dies meilenweit von Epigonentum entfernt. Vielmehr verrät "El aura" die Handschrift eines außerordentlichen Cineasten, der mit nur zwei Filmen zu seinem Stil gefunden hatte.

(Quelle: NZZ) 15.11.2006

Borat in Russland

Vorführverbot durch Kulturbehörde

Der auch hierzulande kontrovers diskutierte Satireulk "Borat" darf in russischen Kinos nicht aufgeführt werden. Das Ministerium für Kultur hat dieses Verbot erlassen, weil der Film ethnische Gruppen und Religionsgemeinschaften möglicherweise beleidigt fühlen würde. Insbesondere fühlen sich auch die Bürger von Kasachstan gekränkt weil in dem Film der britische Schauspieler Sacha Baron Cohen einen kasachischen Reporter spielt.

(Quelle: Spiegel) 10.11.2006

Mysteriöser Todesfall

Indie-Star Adrienne Shelly

Die 40 jährige Schauspielerin, die aus zahlreichen Independent-Produktionen bekannt war, darunter Hal Hartleys Filme "Trust" und "The Unbelievable Truth," wurde bereits am Mittwochabend von ihrem Ehemann tot in ihrem Büro aufgefunden. 2005 spielte sie die Rolle der Jerry in "Factotum" mit Matt Dillon. Seit 1996 arbeitete sie auch als Autorin und Regiseurin, verwirklichte unter anderem die Filme "Sudden Manhattan" und "Waitress". Die Ärzte konnten bisher die Todesursache nicht feststellen. Shelly hinterlässt eine dreijährige Tochter und ihren Ehemann.

(Quelle: Spiegel) 04.11.2006

 

Oktober 2006

 

Raucherfilme

Rauchszenen gefährden Ihre Gesundheit...

Die Weinstein-Company einer der großen US-Filmkonzerne will künftig bei Raucherszenen in ihren Filmen durch Untertitel oder bei DVDs durch Aufkleber vor den Folgen des Zigarettenkonsums warnen. Als einer der ersten Filme mit diesen Warnhinweisen wird der Film "Clerks II" im Dezember erscheinen.

(Quelle: Spiegel) 25.10.2006

Neue GEZ!

5,52 € zusätzlich pro Monat

Ab Januar 2007 kosten internetfähige Computer und Handys mit Online-Funktion 5,52 € GEZ-Gebühren pro Monat. Nur wenn ein Haushalt oder ein Betrieb schon ein Radio oder einen Fernseher gemeldet haben, entfällt die Rundfunkgebühr. Der Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder führte zu scharfer Kritik aus mehreren Branchenzweigen.

(Quelle: Spiegel) 20.10.2006

Neue Filmförderung

60 Millionen zusätzlich 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann verkündete die Einigung von Politik und Filmwirtschaft zu einem neuen Finanzmodell für den chronisch unterfinanzierten deutschen Film. 60 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren in deutsche Produktionen fließen, um die mageren 17 Prozent Marktanteil des deutschen Films im eigenen Land zu heben. 16 bis 20 Prozent der Kosten sollen vom Fiskus erstattet werden, wenn der Film in Deutschland gedreht werde. Das Gesetz liegt derzeit bei der Prüfung in Brüssel, und tritt voraussichtlich ab dem 01.01.2007 in Kraft.

(Quelle: der Standard) 19.10.2006

Gillo Pontecorvo

„Die Schlacht von Algier“

Der italienische Regisseur Gillo Pontecorvo ist im Alter 86 Jahren in Rom gestorben. Bekannt wurde der politisch Linke mit seinem preisgekrönten Werk "Die Schlacht von Algier" (1966), hat aber in seinem Leben ein nur spärliches Oeuvre hinterlassen, darunter aber Filme mit Marlon Brando und Yves Montand. 1991 saß Pontecorvo in der Jury der Berlinale, 1992 - 1996 war er Leiter des Filmfestivals von Venedig.

(Quelle: Tagesspiegel) 16.10.2006

Filmfest Hamburg- Die Auszeichnungen

"Madeinusa" ausgezeichnet 

Der Preis der Hamburger Filmkritik, wurde an den peruanisch-spanischen Film ‚Madeinusa – Das Mädchen aus den Anden’ (Regie: Claudia Llosa) vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte Otto-Sprenger-Preis wurde an zwei Erstlingsfilme vergeben. Für ihre Regieerstlinge wurden die französische Regisseurin Chantal Richard (‚Lili et le baobab’) und Franziska Stünkel (‚Vineta’) ausgezeichnet.

(Quelle: Filmfest Hamburg) 15.10.2006

Danièle Huillet gestorben

Frau von Jean-Marie Straub

Die französische Filmemacherin und Ehefrau von Jean-Marie Straub ist 70 Jahren gestorben. Zusammen mit ihrem Mann, wird die Regisseurin zu Vorreitern des Neuen Deutschen Films gerechnet. Das Ehepaar das Anfangs in Paris, später überwiegend in Deutschland und seit Ende der 70er Jahre in Italien arbeitete, war bekannt für seine politischen, teils kontroversen Filme mit literarischen Hintergründen, die der breiten Masse jedoch nicht geläufig sind. Zu den wichtigsten Filmen der beiden zählen u.a. "Die Chronik der Magdalena Bach" und "Klassenverhältnisse".

(Quelle: Welt) 12.10.2006

Deutsche Journalisten getötet

Mitarbeiter der deutschen Welle

Zwei Journalisten der deutschen Welle sind bei der Arbeit an einer Dokumentation im Norden Afghanistans auf dem Weg  von der Provinz Baghlan in die Provinz Bamiyan von unbekannten Tätern erschossen worden. Die beiden freien Mitarbeiter waren auch mit der Schulung Afghanischer Journalisten und dem Aufbau eines afghanischen Fernsehsenders betraut.

(Quelle: SpiegelOnline) 07.10.2006

Produzent bleibt in Haft

Weiter U-Haft für Schmid

Andres Schmid, Koproduzent von Filmen wie "Das Parfum", "Die sieben Zwerge" und "Monster", sitzt seit Ende September 2005 in Untersuchungshaft und wird wohl in absehbarer Zeit nicht frei kommen. Die Staatsanwaltschaft beharrt weiter auf Inhaftierung des Filmemachers, nachdem sie schon bei der Verhaftung Schmids Verdacht auf eine Flucht ins Ausland hatte. Einem der führenden Filmefinanzierer Deutschlands der letzten Jahre wird Steuerhinterziehung, Betrug und Untreue vorgeworfen. Mit Medienfonds soll er 12.400 Anleger und den Fiskus um rund 400 Millionen Euro geprellt haben. Das Geld, welches er von unter anderem auch von DAX-Unternehmens Vorständen eingesammelt hat, ist laut Staatsanwaltschaft zu 80 Prozent nicht in Produktionen, sondern auf Festgeldkonten geflossen. Die von der Steuer sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben von den Anlegern konnten somit nicht abgesetzt werden, da sie den Fahndern zufolge gar nicht in den Fonds eingezahlt hätten. Schmids Anwalt dementiert die Vorwürfe, und hofft wie Freunde des Angeklagten auf eine baldige Entlassung.

(Quelle: Süddeutsche) 05.10.2006

Europäischer Dokumentarfilmpreis

"Die große Stille" wird ausgezeichnet

Philip Grönings Klosterfilm ohne Kommentare und Musik wird mit dem europäischen Filmpreis 2006 im Bereich Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Film über Karthäusermönche in den französischen Alpen ist drei Stunden lang und lädt zu nachdenklicher Ruhe ein. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. 

(Quelle: Spiegel) 31.10.2006

Hofer Filmpreise vergeben

"Schwarze Schafe" und "Nimmermehr"

Die Jubiläumsausgabe der Hofer Filmtage (40 Jahre!) feierte nicht nur den Festivalleiter Heinz Badewitz, sondern vor allem einmal mehr das Kino. Mit dem Förderpreis "Deutsches Kino" wurden Oliver Rhis (Regie) für  "Schwarze Schafe" und Manuel Bickenbach (Produzent) für "Nimmermehr" ausgezeichnet. Der Filmpreis der Stadt Hof ging an Alexander Kluge. 

(Quelle: Hofer Filmtage) 29.10.2006

Filmstiftung NW ermittelt

Finanzierung von "Parfüm" wird überprüft

Die nordrheinwestfälische Filmförderung unterstützte das Projekt mit 750.000 Euro. Nachdem die Staatsanwaltschaft gegen den VIP- Filmfonds- Gründer Andreas Schmidt ermittelt und dieser laut Staatsanwaltschaft 25 Millionen Euro in das Projekt investiert hat, bei der Filmstiftung aber nur 4,1 Millionen vom VIP gemeldet wurden, sollen die Finanzierungswege des Constantin-Filmprojekts nun  genauer unter die Lupe genommen werden. Man fragt sich in Düsseldorf, wo die übrigen Millionen geblieben sind.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung) 19.10.2006

"Saure Gurke"

"Die große Show der Naturwunder"

Seit 26 Jahren wird von Mitarbeiterinnen von ARD, ZDF und ORF die "Saure Gurke" verliehen. Ziel des "Awards" ist es, Macho-Gehabe und sexistische Verfehlungen auszuzeichnen und Sendungen herauszustellen, in denen Frauen unterpräsent oder gar nicht vorhanden sind. "Die große Show der Naturwunder" mit Frank Elstner und Ranga Yogeshwar habe die Auszeichnung mit einem leicht bekleideten Frauenkörper als Forschungsobjekt verdient.

(Quelle: Spiegel) 16.10.2006

Heinz Sielmann gestorben

"Herrscher des Urwalds"

Der in 1917 in Reydt geborene Naturdokumentarfilmer Heinz Sielmann ist am vergangenen Freitag im engen Kreis der Familie gestorben. Ruhm erlangte er unter anderem durch seine Reihe "Expedition ins Tierreich" in der ARD bis 1991. Neben zahlreichen Filmen "Lied der Wildbahn", "Herrscher des Urwalds" und "Galapagos", lieferte er zu Beginn seiner Karriere auch Beiträge für das BBC ab. Seine Arbeit wurde durch zahlreiche Filmpreise gewürdigt, darunter unter anderem mit dem Goldenen Bären. Neben seiner Filmtätigkeit hat er sich auch stets für den Naturschutz eingesetzt.

(Quelle: SZ Online) 09.10.2006

Bruni Löbel ist tot

Die Oma aus Forsthaus Falkenau ist gestorben

Die 85 jährige Schauspielerin ist bereits am 27.September verstorben, wie nun ihr Sohn mitteilte. Die meisten kennen Löbel, wohl als die liebenswerte Oma aus der TV-Serie "Forsthaus Falkenau". Sie drehte mit Ihrem Kollegen Wolff bereits seit 18 Jahren. Ihre Schauspielkarriere reicht jedoch noch weiter. Seit ihrem 15 Lebensjahr ist sie im Geschäft und man kennt Sie aus Filmen, wie "Heimatland" und "Sommernachtstraum". Ihre eigentliche Leidenschaft galt jedoch immer dem Theater. Dort glänzte sie auf nahezu allen deutschen Bühnen mit dem Stück "Der Mustergatte".

(Quelle: SZ Online) 06.10.2006

Konflikt über Zuschüsse

Die öffentlich rechtlichen Sender

Bisher bremsten Medienpolitiker, die Investierungen der Sender in Ihre Online- Auftritte. Dabei fließen schon jetzt Abermillionen Euro in die Internetpräsenz der öffentlich rechtlichen Sender. Doch ein Arbeitspapier begründet nun weitere Forderungen von ARD und ZDF nach noch mehr Geld um ihre Online- Präsenz ausbauen zu können. 
Die EU- Kommission stellt sich quer. Sie sieht eine weitere Investierung nur berechtigt, sollte es zu Bildungszwecken dienen.

(Quelle: SpiegelOnline) 06.10.2006

Frank Beyer ist tot

Defa- Regisseur verstarb mit 74

Am Sonntag verstarb Frank Beyer im Alter von 74 Jahren in Berlin. Der Defa- Regisseur eckte mit seinen Filmen immer wieder beim DDR- Regime an, mit der Konsequenz, dass er wegen des Filmes "Spur der Steine" (1965) seinen Arbeitgeber die Defa verlor und sogar aus der SED geworfen wurde. Beyer wurde 1991 mit dem Bundesfilmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

(Quelle: Spiegel) 02.10.2006

 

September 2006

 

Konkurrenz für Venedig

Neues Filmfestival in Rom

Etwas Schlimmeres hätte dem altehrwürdigen Venedig-Filmfestival gar nicht passieren können- die Konkurrenz im eigenen Lande, noch dazu in der Hauptstadt und mit großzügigen finanziellen Mitteln ausgestattet, findet ab dem 13. Oktober statt. Große Stars, darunter Nicole Kidman, Sean Connery, Martin Scorsese, Lasse Hallström, Giuseppe Tornatore und Mira Nair geben sich die Ehre und 15 internationale Produktionen konkurrieren im Wettbewerb um den mit 200.000 Euro hochdotierten Preis. Die Filmwelt ist gespannt, wie sich die beiden Events zueinander positionieren werden.

(Quelle: Spiegel) 26.09.2006

Sven Nykvist ist tot

Schwedischer Star-Kameramann

Er prägte das Kino visuell eindringlich und kompromisslos. Sven Nykvist arbeitete vor allem mit seinem Landsmann Ingmar Bergmann, aber auch mit anderen europäischen Regisseuren wie Louis Malle, Roman Polanski und Volker Schlöndorff. Für seine Kameraarbeit in „Fanny und Alexander“ und „Schreie und Flüstern“ erhielt er jeweils einen Oscar.

Seine letzte Spielfilmarbeit war der Film "Curtain Call" von Peter Yates im Jahre 1999. Nykvist starb am 20. September 83 jährig in Stockholm.

(Quelle: Tagesspiegel) 21.09.2006

Privatsender klagen

Verbot für Online- Videorecorder

Pro Sieben und Sat 1 haben erfolgreich einen Gerichtsbeschluss beim Landgericht Leipzig gegen den Online- Videorecorder- Betreiber onlinetvrecorder.com durchgerungen. Nun droht dem Anbieter bei Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 250.000 Euro. Dieser und ähnliche virtuelle Videorecorder, die die Sendungen online zur Aufnahme freigeben, verstoßen neben dem Urheberrecht auch gegen das Sende- sowie Vervielfältigungsrecht, so eine Sprecherin. In den Augen der Betreiber allerdings sieht man die Klage in einem anderen Licht: die Sender, so lautet der Vorwurf, wollen das Geschäft in ihrer Hand behalten. Tatsächlich scheint sich der Verdacht mit der Gründung der Internetplattform Maxdome zu bestätigen, auf der Pro Sieben und Sat 1 ihre Sendungen nun selbst anbieten.

(Quelle: Tagesspiegel) 19.09.2006

BR verlieret Urheberstreit

Aus für Pumuckl?

Der Bayrische Rundfunk hat in erster Instanz im Prozess der urheberrechtlichen Auseinandersetzung gegen Barbara von Johnson, die erste Zeichnerin des legendären Pumuckls, verloren. Das Urteil beinhaltet, dass es dem Bayrischen Rundfunk in Zukunft nicht mehr gestattet ist, den Spielfilm "Meister Eder und sein Pumuckl" sowie "Pumuckl TV" auszustrahlen. Nicht betroffen von dem Urteil sind jedoch "Kobold TV" und die TV-Serie "Meister Eder und sein Pumuckl" mit Gustl Bayrhammer. Der Bayrische Rundfunk will die Urteilsbegründung abwarten und prüfen, ob gegen das Urteil Revision einzulegen ist.

(Quelle: Bayrischer Rundfunk)  14.09.2006

Annemarie Wendl ist tot

Else Kling aus der "Lindenstraße"

Die durch die seit Jahrzehnten laufende ARD Serie als Else Kling bekannt gewordene Schauspielerin ist am Sonntag im Alter von 91 Jahren in München gestorben. Damit hat sie ihren Ausstieg aus der Serie nur um ein Vierteljahr überlebt - ein Indiz wie intensiv sie mit dieser Rolle zusammengewachsen sein musste.

(Quelle: FAZ) 05.09.2006

Hortense Raky ist gestorben

Schauspielerin

Sie spielte in Ufa Filmen wie "Das Frauenparadies" oder "Burgtheater", emigrierte Ende der 30er Jahre in die Schweiz und spielte nach dem Krieg in weiteren Filmen wie "Gaspatrone" oder "Verurteilt 1910". Erfolge feierte sie vor allem auf der Bühne, etwa in "Kabale und Liebe". Ihre Söhne Stephan und Nikolaus Paryla wurden ebenfalls Schauspieler. Hortense Raky starb am 25. September 88jährig in Wien.

(Quelle: FR Online) 28.09.2006

Nein zu GEZ

CDU-Initiative gegen Gebühr

Eine bisher unbekannte CDU-Basisinitiative macht in einem Schreiben an Ministerpräsidenten, CDU-Verbände und Lobbygruppen Front gegen die Einführung von Rundfunkgebühren bei Handys und PCs. Mit dieser Initiative kommt zum ersten Mal Kritik nicht nur von Grünen und FDP gegen Pläne, sog. GEZ-Gebühren auch bei internetfähigen Handys und PCs einzuführen. In dem wachsenden Widerstand gehe es nicht um "Rebellion gegen die Parteispitze", sondern schlicht und einfach um die Gebühren. Obwohl sich die Parteispitze bis dato unter Umständen selbst nicht über die Existenz dieser Gruppierung im Klaren war, findet der Widerstand großen Zuspruch, dass sich die Initiative über www.cdu-basis.de in Zukunft darstellen wird.

(Quelle: Spiegel) 19.09.2006

Nieves Conde gestorben

Regisseur von "Surcos"

Am Donnerstag ist der spanische Regisseur Jose Antonio Nieves Conde in Madrid im Alter von 94 Jahren gestorben. Berühmt wurde er durch seinen Film "Surcos" (Furchen), ein Meilenstein im spanischen Kino, der das damalige Franco-Regime kritisierte, von der Kirche aber stark angegriffen und auch zensiert wurde. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1990 für sein Lebenswerk.

(Quelle: Standard) 15.09.2006

Goldener Löwe im Filmfestival Venedig

„Still Life“ gewinnt

Damit hatte eigentlich kaum jemand gerechnet,- doch "Still Life", der chinesische Film über das umstrittene, vielen Anwohnern gegenüber rücksichtslose Staudamm-Vorhaben, der in Fengjie gedreht wurde, erhielt den diesjährigen goldenen Löwen beim diesjährigen Filmfestival von Venedig. Regisseur Jia Zhang-ke setzte sich damit gegen starke Konkurrenz, vor allem aus den USA durch.

(Quelle: Spiegel) 11.09.2006

Interview mit Natascha Kampusch

RTL erkauft sich die Rechte

Heute Abend wird zum ersten Mal das Interview mit der acht Jahre lang eingesperrten Natascha Kampusch ausgestrahlt. Zunächst zeigt der ORF in Österreich um 20.15 das gesamte Interview, um 21.15 ist Natascha Kampusch auch im deutschen TV zu sehen. Während der ORF für die Fernsehrechte nichts bezahlen muss, soll der RTL für den Erwerb dieser 200.000 Euro ausgegeben haben. Daneben sollen sich ebenfalls Sender auf der ganzen Welt die Rechte gesichert haben, es ist sogar die Rede von dem arabischen Al Dschasira.

(Quelle: Tagesspiegel) 06.09.2006

Neues Dokumentarfilmfestival in Berlin

Berlin bekommt Festival mit Dokumentarfilmen

Berlin bekommt ein neues Festival mit Dokumentarfilmen über Kunst. Vom 14. bis 17. September werden in der Akademie der Künste sowie im Museum Hamburger Bahnhof unter dem Motto "DOKU.ARTS" 35 Beiträge gezeigt. Eröffnet wird das Festival mit der niederländisch-russischen Produktion "The Hermitage Dwellers" von Aliona van der Horst. Darin geht es um Angestellte in der St. Petersburger Eremitage, die sich selbst "Hermitashniks" nennen.

(Quelle: Movie-College) 04.09.2006

 

August 2006

 

Durch einen Datenbank-Fehler wurden nicht alle Nachrichten archiviert. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Bye bye, Mr. Tagesthemen!

Ulrich Wickert feiert Abschied

Nach 15 Jahren Mr. Tagesthemen tritt der renommierte Journalist und Autor zurück und überlässt Tom Buhrow seinen Platz. Bei einem Umtrunk zum Abschied, gesteht er vor hundert geladenen Gästen: "Ich bin durch einen Zufall zum Journalismus gekommen, um Geld zu verdienen". Und so arbeitete er seit 1969 bei der ARD und der Zufall wurde zu 37 Jahren. Er hätte den Ruhestand verdient, doch ganz kann er sich wohl noch nicht trennen. So können wir Ihn auch in Zukunft noch im Fernsehen finden, bei "Wickerts Bücher" seiner eigenen Literatur Sendung.

Wir wünschen Ihm dabei viel Freude und bedanken uns für 15 Jahre Tagesthemen.

(Quelle: stern) 30.08.2006

 

Juli 2006

 

Bond-Kulisse abgebrannt

Feuer in den legendären Pinewood-Studios

Noch ist die Brandursache unklar, aber das Feuer, welches am Wochenende in einer Halle der britischen Pinewoos-Studios wütete, hat eine Hauptkulisse des neuen James-Bond 007 völlig zerstört. Der Nachbau einer Venedig-Kulisse in welcher der nicht unumstrittene neue Bond-Darsteller Daniel Craig bereits einige Szenen gedreht hat, liegt in Schutt und Asche. Zum Glück ist der Starttermin des neuen James-Bond-Films "Casino Royale" von dem Feuer nicht betroffen, der 21. Bond ist bereits abgedreht und soll am 23. November anlaufen.

(Quelle: Spiegel) 31.07.2006

Elisabeth Volkmann ist tot

Schauspielerin - Selbstmord?

Die 64-Jährige Schauspielerin ist am Abend in ihrer Wohnung gefunden worden, berichtete die Illustrierte "Bunte". Ein Selbstmord ist nicht ausgeschlossen. Die eigentlich gelernte Sopranistin aus Essen wirkte seit 1960 bei verschiedenen Fernsehproduktionen mit. Bekannt wurde sie in den 70er Jahren als die Mutter Jolante aus der Fernsehserie "Klimbim."
Anfang der achtziger engagierte sie Regisseur Rainer Werner Fassbinder für Rollen in
"Lola", "Lili Marleen" und "Die Sehnsucht der Veronika Voss". 
Nach dessen Tod spielte sie in Serien und TV-Filmen mit und blieb stets präsent.
Als Synchronsprecherin verlieh Elisabeth Volkmann 
in der amerikanischen TV-Serie "Die Simpsons" ihre Stimme nicht nur Marge Simpson,  sondern auch deren Schwestern Patty und Selma.

(Quelle: Spiegel) 28.07.2006

Preise und Auszeichnungen

FFM 06

Das diesjährige Münchner Filmfest konnte bei tropischen Temperaturen (traditionell fand es immer 3 Wochen früher und begleitet von Sommerregen statt) ordentliche Besucherzahlen verzeichnen. Preise gingen an: 

Der Förderpreis Deutscher Film - Beste Regie ging an Marcus H. Rosenmüller für "Wer früher stirbt ist länger tot", bestes Drehbuch an Matthias Luthardt für "Pingpong", sowie beste Schauspielerin an Jördis Treibel in "Emmas Glück" und Rosalie Thomass in "Polizeiruf 110 - Er sollte tot".

Die weiteren Preise des Festivals finden Sie direkt auf unserer Festivals-Seite FFM 06  

(Quelle: FFM) 24.07.2006

Nackt bleibt nackt

Urteil zur Filmzensur

Die Regisseur-Gewerkschaft Directors Guild of America (DGA)sowie große Hollywood-Studios wie Warner, Paramount und Fox hatten verschiedene Videovertreiber in den USA wegen Verletzung der Urheberrechte verklagt. Das gestrige Urteil eines Richters in Denver, Colorado lautete: Gewalt- und Nacktszenen in Hollywood-Filmen dürfen nicht mehr geschnitten und die "sauberen Versionen" auf DVD oder Video verkauft werden. Die Videovertreiber Auf Anordnung des Gerichts müssen nun auf Anordnung des Gerichts innerhalb von fünf Tagen ihr gesamtes Inventar zensierter Filme an die Hollywood-Studios abgeben und ihr Unternehmen sofort beenden, sonst drohen ihnen saftige Geldstrafen.

Unternehmen wie "CleanFlicks", "Clean Cut", "Family Flix", die in Bible-Belt-Staaten wie Utah, Idaho und Colorado residieren, zensieren bereits seit Jahren erfolgreiche Hollywood-Filme, die den moralischen Vorstellungen des amerikanischen Heartlands nicht entsprechen. Beseitigt wurde unter anderem die berühmte Oben-ohne-Szene von Kate Winslet in "Titanic" oder die blutige, essentielle Anfangs-Sequenz in Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan".

(Quelle: Spiegel) 13.07.2006

Fabián Bielinsky gestorben

Im Alter von nur 47 Jahren

Der argentinische Regisseur Fabián Bielinsky ist im Alter von nur 47 Jahren gestorben. Er befand sich in São Paulo, um Darsteller für einen Werbespot zu casten, als er einen Herzinfarkt erlitt. Bielinskys Debüt "Nueve reinas" war ein großer Erfolg - in Argentinien hatte der Thriller mehr als 1,2 Millionen Zuschauer, und auf zahlreichen Filmfestivals erhielt er Preise. Bielinsky erweiterte mit "El aura", seinem zweiten Film, gekonnt das Genre des Thrillers, indem er ihm fantastische Elemente, wie man sie aus der argentinischen Literatur kennt, beigab. Der sorgfältig inszenierte "El aura" ist eine Reflexion über die Flüchtigkeit menschlicher Existenz.

(Quelle: taz) 05.07.2006

Mel Gibson

Pöbelt unter Alkoholeinfluss

Eine schier endlose Reihe von Entschuldigungen und Abscheu-Bekundungen seiner eigenen Äußerungen sollen Gibsons Ausfälle neutralisieren, die er gegen Polizeibeamte in Los Angeles abfeuerte. Gibson war am Freitag wegen auffälligen Fahrens angehalten und mit einer starken Alkoholfahne aufs Polizeirevier gebracht worden. Während seiner Inhaftierung soll er eine reiche Palette an Beschimpfungen von sich gegeben haben, welche er dann Tags darauf öffentlich voller Abscheu bedauerte. Er fügte hinzu, dass er lange Jahre gegen Alkoholismus kämpfen musste und deshalb besondere Schwierigkeiten habe, damit umzugehen.

(Quelle: CNN) 31.07.2006

Neues Fördermodell

Regierung beschließt Erstattungsprinzip

Ähnlich wie das in Luxemburg seit vielen Jahren erfolgreiche Tax-Shelter System will die Bundesregierung ab 2007 etwa 60 Millionen Euro für die Förderung von Kinofilmen bereit stellen. Produzenten können dann 15-20 % der in Deutschland ausgegebenen Herstellungskosten erstattet bekommen.

(Quelle: NZZ) 21.07.2006

Gérard Oury gestorben

Kommödien-Regisseur und Autor

Seine schrägen Kommödien waren Zuschauerlieblinge in Frankreich aber auch im Ausland. "Die Abenteuer des Rabbi Jacob" oder "Das Ass der Asse" gehörten zu seinen größten Erfolgen. Seine Drehbücher schrieb er zumeist selbst und setzte diese anschließend als Regisseur um. Oury starb 87 jährig in seinem Haus an der Cote d`Azur.

(Quelle: FAZ) 21.07.2006

Krimi-Autor Mickey Spillane

in seiner Heimatstadt gestorben

Seine erfolgreichste Figur, die später in zahllosen Krimi-Verfilmungen im Fernsehen und Kino zu sehen war, schuf er bereits 1946, den Privatdetektiv Mike Hammer. Geschichten wie "Kiss Me, Deadly" und "The Girl Hunters," fanden den Weg ins Kino, wobei Spillane in diesen Filmen sogar selbst mitspielte. Kritiker warfen ihm zeitweise seine Vorliebe für Gewaltszenen und das populistische Niveau vor.

(Quelle: CNN) 18.07.2006

Rudi Carell

nach langem Krebsleiden gestorben

Der holländische Fernseh-Entertainer hat in Deutschland das Genre der Fernseh-Show in den 60er und 70er Jahren neu definiert und bis in das neue Jahrtausend prägend mitgestaltet. Seine TV-Shows waren richtungweisend und hatten hohe Einschaltquoten. Zuletzt war er bis zur Diagnose einer Lungenkrebs-Erkrankung (Carell war starker Raucher) auf RTL in "7 Tage 7 Köpfe" zu sehen.

(Quelle: Spiegel) 10.07.2006

Dirk Specht VIP-Geschäftsführer

nach Ausscheiden von Andreas Grosch

Dirk Specht übernimmt ab sofort die alleinige Geschäftsführung der Film & Entertainment VIP Medienfonds Geschäftsführungs GmbH. Der Geschäftsführer Andreas Grosch, der seit 18.März 2002 dieses Amt bekleidete, scheidet aus der Geschäftsführung aus. Specht war im März 2006 in die Geschäftsführung der VIP Medienfonds berufen worden. Zuvor war der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater unter anderem als Manager bei Arthur Anderson und Senior Manager bei der PriceWaterhouseCoopers AG, sowie zuletzt als Vorstand der Münchener Tria AG und Geschäftsführer der MFP Treuhand GmbH tätig. Grosch ist seit 1983 in Führungspositionen der Filmbranche beschäftigt und Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes Produktion. Vor der Aufnahme der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im September 2005 wegen Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betrugs war VIP Marktführer der deutschen Medienfonds. Unter den Produktionen der VIP sind Erfolgsfilme wie "Monster", "7 Zwerge", "Die Nibelungen" oder "Lord of War". Im Herbst 2006 wird die Verfilmung des Bestsellers "Das Parfum" weltweit in den Kinos anlaufen.

(Quelle: wallstreet) 

(Quelle: openPR) 03.07.2006

Appetit auf Werbung

Britische Sender bitten um Werberlaubnis

Die wichtigsten britischen Privatsender, ITV, Channel 4 und 5 haben sich in einem offenen Brief an die Politikerin Tessa Jowell gewandt, um ein Werbeverbot für Fastfood abzuwenden. Die massive Fehlernährung speziell von Kindern und Jugendlichen hat zu einem Bann von Werbung für Fast-Food geführt. Die Senderverantwortlichen machen geltend, ohne die ihnen dadurch entgehenden Werbeeinnahmen nicht mehr dem Senderauftrag genügen zu können.

(Quelle:Guardian) 01.07.2006

 

Juni 2006

 

Vincent Sherman gestorben

Regisseur aus Hollywood

Der Hollywood-Veteran Vincent Sherman starb am Sonntag im Motion Picture and Television Hospital in Los Angeles nur wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag (16. Juli). In den 40er und 50er Jahren drehte er mit Filmgrößen wie Errol Flynn, Humphrey Bogart, Paul Newman und Rita Hayworth. Seine Affären mit Hollywood-Diva Bette Davis und anderen weiblichen Stars sorgten oft für Schlagzeilen. Sherman stand lange Jahre bei Warner Bros. unter Vertrag. Während der Kommunistenjagd in der Mc-Carthy-Ära war der Filmemacher zeitweise ohne Arbeit. Zwar war er selbst kein Kommunist, stand aber zu Kollegen, die auf Hollywoods "Schwarzer Liste" geführt wurden, erklärte er später. Sherman machte sich später auch als TV-Regisseur einen Namen. Zu seinen erfolgreichsten Serien zählen "Die Waltons" und "77Sunset Strip".

(Quelle: nzz) 21.06.2006

Neueste Erfindung gegen Raubkopierer

Anlage spürt Kamera-Sensoren auf

Trotz der Kampagnen gegen Raubkopierer findet man zahlreiche Kinofilm-Mitschnitte im Internet. Eine amerikanische Forschergruppe vom Georgia Institute of Technologie entwickelt deshalb zur Zeit eine Anlage, welche Digitalkamera-Sensoren aufspürt und unschädlich macht. Dies ist möglich, da die Kamera-Sensoren Licht auf eine ganz bestimmte Art reflektieren und mit einem Beamer geblendet werden können. Jedoch ist der Einsatz in Kinos noch nicht umsetzbar, da sichtbares Licht ausgesendet wird, welches im Kino stören würde. Deshalb plant man einen direkt aufs Objektiv gerichteten Laserstrahl. Investoren sind auch schon gefunden.

(Quelle: heise) 21.06.2006

Erne Seder gestorben

im Alter von 81 Jahren

Vergangenen Freitag ist die österreichische Schauspielerin Erne Seder in Wien im Alter von 81 Jahren gestorben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur APA am Montag unter Berufung auf eine Freundin der Schauspielerin. Seder wurde durch die Rolle der Haushälterin Frau Sokol in der ORF-Serie "Die liebe Familie" bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt.

(Quelle: fr-online) 20.06.2006

Friedenspreis des Deutschen Films

für "Das Leben der Anderen"

Für sein Spielfilmdebüt "Das Leben der Anderen" wird Florian Henckel von Donnersmarck mit dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. Den mit 10.000 Euro dotierten Bernhard-Wicki-Filmpreis "Die Brücke" teilt sich der Jungregisseur mit seinem Hauptdarsteller Ulrich Mühe. Die Laudatio während des Münchner Filmfestes vom 15. bis 22. Juli wird Hans-Dietrich Genscher halten.

(Quelle: taz) 13.06.2006

Lifetime-Achievment Award für Connery

James-Bond Darsteller geehrt

Sean Connery, der einst sein Arbeitsleben als Sargpolierer in Schottland begann, wurde am Donnerstag vom American Film Institute mit dem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

(Quelle: Sz) 10.06.2006

SFX Pionier Arthur Widmer gestorben

Entwickler der Blue-Screen Technik

Widmer, der einen der am häufigsten verwendeten Effekte, das Blue Screen Verfahren, entwickelt hat und dafür im vergangenen Jahr mit einem Academy-Award ausgezeichnet wurde, ist gestorben. Während Widmer in den 50er Jahren für Warner Brothers arbeitete, entwickelte er ein Verfahren, in dem zwei Bilder, die zu unterschiedlicher Zeit an verschiedenen Orten aufgenommen worden waren, in einem Bild vereinigt werden konnten. 1964 verließ Widmer Warner Brothers, um bei den Universal Studios zu arbeiten, wo er sich bis zu seinem Rückzug ins Privatleben 1979 mit der Entwicklung des Blue Screen und anderer Visual Effects beschäftigte.

(Quelle: hollywood Reporter) 07.06.2006

Neues Nachwuchsprogramm

der Filmstiftung NRW

Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen hat grünes Licht für ein neues Nachwuchsprogramm gegeben. Antragsberechtigt sind Studenten der Film- und Fernsehhochschulen in NRW sowie Debütanten und Nachwuchskräfte anderer Hochschulen, sofern ihr Wohnsitz in NRW liegt. Es stehen jährlich rund 1,5 Millionen Euro für Abschluss- und Erstlingsfilme zur Verfügung. Der Förderausschuss wählt nach Stiftungsangaben eine fünfköpfige Jury, die jederzeit innerhalb von drei Wochen entscheiden kann. Infos unter www.filmstiftung.de.

(Quelle:taz) 28.06.2006

Aaron Spelling gestorben

Produzent von "Drei Engel für Charlie"

Der wohl weltweit erfolgreichste TV-Produzent hat Serien wie den "Denver Clan", Melrose Place", "Love Boat", "Starsky und Hutch", "T.J. Hooker", "Hotel", "Fantasy Island" und "Beverly Hills 90210" ins Leben gerufen. Spelling verstarb 83 jährig an den Folgen eines Schlaganfalls in seinem Haus in Beverly Hills.

(Quelle:Spiegel Online) 25.06.2006

Ingo Preminger gestorben

Produzent von "M.A.S.H"

Der Bruder von Regisseur Otto Preminger arbeitete nach seiner Flucht aus Wien vor den Nazis in den USA als Literaturagent. In dieser Tätigkeit verhalf er diversen Autoren, die in den USA wegen kommunistischer Gesinnung Arbeitsverbot hatten, zu Arbeiten unter Pseudonym. Als er von einem dieser Autoren, Ring Lardner ein völlig schräges Drehbuch über einen Arzt im Koreakrieg in die Hände bekam, produzierte er damit den Klassiker "M.A.S.H". Seine weiteren Produktionen, wie "Salzburg Connection"  und "The Great Smokey Roadblock" blieben erfolglos. Preminger verstarb 95 jährig.

(Quelle:Guardian) 15.06.2006

Jerry Lewis erlitt Herzinfarkt

US-Komiker nun im Krankenhaus

Slapstickmeister Jerry Lewis, mit Dean Martin in den fünfziger Jahren ein legendäres Komikerpaar und berühmt für Filme wie "Der Prügelknabe", erlitt während eines Fluges einen Herzinfarkt. Der 80-jährige wird nun im Krankenhaus in San Diego behandelt. Er überlebte bereits 1982 einen Herzinfarkt, leidet zusätzlich seit einigen Jahren an Prostatakrebs und Diabetes. Erst Kürzlich gab er die für 2008 geplante Broadwayinszenierung seines Klassikers "Der verrückte Professor" bekannt.

(Quelle:spiegel) 14.06.2006

Regisseurs Shohei Imamura gestorben

Ein Kapitel der japanischen Filmgeschichte

Nach einem Geschichtsstudium beginnt Imamura in der Glanzphase des japanischen Kinos als Regieassistent u.a. auch für Altmeister Mizoguchi Ozu. Durch die Folgen des Krieges verzögert, erhält erst Ende der fünfziger Jahre eine jüngere Generation von Regisseuren wie Imamura oder Nagisa Oshima Gelegenheit, ihre ersten Filme zu drehen. Imamura erzählt von den einfachen Leuten und die Triebhaftigkeit des Menschen und schockiert durch seine unkonventionelle Offenheit. Er dreht zahlreiche Filmen, wie "Stolen "Desire" und "The Insect Woman" bis zu einer Krise des japanische Kinos Anfang der Siebziger. Es folgen hauptsächlich Dokus fürs Fernsehen und er gründet eine Filmschule. Mit "Vengeance Is Mine" gelingt ihm 1979 ein Kino-Comeback. Für "The Ballad of Narayama" 1983 und für "The Eel" 1997 gewinnt er die Goldene Palme in Cannes und ist seitdem auch international beachtet. Ein Beitrag zum Episodenfilm "11'09''01 - September 11" (2002) bleibt sein letzter Film. Imamura starb vergangenen Dienstag im Alter von 79 Jahren.

(Quelle: nzz) 02.06.2006

 

Mai 2006

 

Preisverleihung Cannes

59. Internationale Filmfestspiele von Cannes

Die Goldenen Palme ging an den britischen Regisseur Ken Loach für sein Irland-Drama "The Wind That Shakes The Barley". Den Großen Preis der Jury erhielt der Franzose Bruno Dumont für sein Drama "Flandres". Die Britin Andrea Arnold erhielt den Preis der Jury für ihren Film " Red Road" Als beste Darstellerinnen wurden die Frauen, darunter Peneplope Cruz, aus Pedro Almodovars "Volver" ausgezeichnet. Almodovar erhielt den Preis für das beste Drehbuch. Der Darstellerpreis ging an die vier Franzosen aus dem Kriegsdrama "Indigènes (Days of Glory). Ausserdem ausgezeichnet wurden Alejandro Gonzalez Inarritu aus Mexiko (beste Regie) für "Babel", der Rumäne Corneliu Porumboiu (Goldene Kamera) für "Was There or Was There Not", Bobbie Peers aus Norwegen (Goldene Palme für den Kurzfilm "Sniffer"), Matthias Luthardt (Drehbuchpreis der Internationalen Kritiker-Woche für "Pingpong") so wie die Kurzfilmer Stefan Müller ("Mr. Schwartz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker") und Matthias Müller und Christoph Girardet ("Kristall").

(Quelle: spiegel) 29.05.2006

Kamerapreis für Philip Gröning

Deutschen Kamerapreis 2006

Philip Gröning erhält den diesjährigen Preis in der Kategorie  "Beste Kamera Dokumentarfilm/Feature" für seinen Film "Die große Stille"
"Klare und ruhig komponierte Bilder, ein gekonnter Wechsel von Detail- und Totaleinstellungen und eine kluger Blick für Situationen in einem höchst intimen Umfeld prädestinieren den Film für den Deutschen Kamerapreis 2006“, so die Aussage der Jury

(Quelle: kino-zeit) 23.05.2006

Bayerische Fernsehpreise

Barwasser, Elsner, Wepper

Der fränkische Kabarettist Frank-Markus Barwasser gehört zu den Preisträgern des diesjährigen Bayerischen Fernsehpreises. Hannelore Elsner (63) wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Heike Makatsch, Matthias Brandt, Jutta Speidel und Fritz Wepper erhielten ebenfalls Auszeichnungen als Schauspieler.

(Quelle: Movie-College) 20.05.2006

Schauspielerin Eva-Maria Bauer tot

Die Krebskranke Schauspielerin wurde 82 Jahre

Nach einem anfänglichen BWL-Studium ging sie in den vierziger Jahren zur Schauspielerei über und wirkte am Hamburger Ernst Deutsch Theater, die Hamburger Kammerspiele sowie am Thalia Theater mit. Mit über 60 Jahren wurde schliesslich die Rolle der resoluten Oberschwester Hildegard in der "Schwarzwaldklinik" zu ihrem Markenzeichen und machte sie bekannt. Es folgten Rollen in zahlreichen Fernsehproduktionen wie "Derrick", "Der Alte" und "Das Traumschiff" als auch in Dieter Wedels "Die Affäre Semmeling", "Der große Bellheim" oder "Der König von St. Pauli". Gerstern verstarb die beliebte Schauspielerin 82-jährig in einem Hamburger Krankenhaus.

(Quelle: spiegel) 19.05.2006

Schauspieler Klaus Dahlen tot

Zusammenbruch kurz vor 68. Geburtstag

Von Harald Juhnke gefördert, hatte der gebürtige Berliner 1959 sein Kinodebüt. Er spielte in über 35 Filmen mit und war in zahlreichen Serien wie "Ein Herz und eine Seele" und "Tatort" vertreten. Vor allem durch sein Mitwirken in der beliebten Serie "Klimbim" konnte er sich einen Namen machen.

(Quelle: spiegel) 17.05.2006

Europas erfolgreichsten  Produktionen

Top 10 der erfolgreichsten europ. Kinofilme 2005

1. Alexander von Oliver Stone (7.497.599 Besucher) 
2. Stolz und Vorurteil von Joe Wright (4.728.894) 
3. Brice de Nice von James Huth (4.585.203) 
4. Die Reise der Pinguine von Luc Jacquet (4.258.873 Besucher) 
5. Der Untergang von Oliver Hirschbiegel (4.111.463) 6. Oliver Twist von Roman Polanski (3.951.108) 
7. Torrente 3, El Protector von Santiago Segura             (3.551.138 Besucher)  
8. Nanny McPhee - Eine zauberhafte Nanny von Kirk      Jones (3.517.382 Besucher) 
9. L'Auberge Espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg von Cédric Klapisch (3.304.198) 
10. Hababam Sinifi Askerde von Ferdi Egilmez (2.896.425)

(Quelle: kino-zeit) 12.05.2006

Regisseur Atif Yilmaz tot

Kino-Patriarch starb im Alter von 80 Jahren

Der Patriarch des türkischen Kinos drehte in 55 Jahren über 100 Filme uns ist nun im Alter von 80 Jahren in Istanbul verstorben. Er begann seine Karriere 1951 und drehte zunächst Provinzkomödien bis hin zu Populär-Epen und schliesslich realistische Dramen. Für mehrere Generationen türkischer Regisseure wie Zeki Ökten und Serif Gören galt er als Vaterfigur und förderte vor allem den jungen Yilmaz Güney. Sein letzter Film "Geborgte Braut" über eine ausgestorbene islamische Tradition, wonach junge Männer von erfahrenen Frauen auf die Ehe vorbereitet werden, erregte letztes Jahr Aufsehen. Sein Film "Septembersturm" über den Militärputsch 1980 wurde damals verboten

(Quelle: die welt) 09.05.2006

Deutsches Fernsehmuseum

Startschwierigkeiten

Das Deutsche Fernsehmuseum muss weiterhin bis zu seiner Eröffnung harte Kämpfe mit den TV-Sendern ausfechten. Diese erweisen sich als äußerst zögerlich im Bezug auf die Zusicherung finanzieller Unterstützung. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Frankreich oder den USA, in denen längst eine Einrichtung dieses Genres existiert, hat das Projekt des Fernsehmuseums als eine Art Gedächtnis des Alltagsmediums in Deutschland nur eine lange, beschwerliche Vorgeschichte. Hauptschwierigkeiten, die sich den Köpfen des Projekts stellen, sind u.a. auch die immensen Summen, die zum Kauf der Rechte gewisser TV-Formate aufzubringen sind.

(Quelle: Spiegel) 02.05.2006

Fernsehmuseum in Berlin

Eröffnung am 31. Mai 

Am 31. Mai wird das Fernsehmuseum der deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz eröffnet. Das 3,8 Millionen Euro teure Projekt mit 1200 Quadratmeter Fläche, ergänzt das bestehende Filmhaus und das Filmmuseum der Kinemathek mit deren Programmkino Arsenal zu einem "House of Moving Images" und macht die Entwicklung von Film und Fernsehen "erfahrbar". Finanziert wird die Einrichtung je zur Hälfte aus EU und Lotto-Mitteln. Ein Sponsor übernimmt die Betriebskosten bis 2012.

(Quelle: welt) 24.05.2006

Fernsehmuseum in Berlin

Eröffnung am 31. Mai 

Am 31. Mai wird das Fernsehmuseum der deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz eröffnet. Das 3,8 Millionen Euro teure Projekt mit 1200 Quadratmeter Fläche, ergänzt das bestehende Filmhaus und das Filmmuseum der Kinemathek mit deren Programmkino Arsenal zu einem "House of Moving Images" und macht die Entwicklung von Film und Fernsehen "erfahrbar". Finanziert wird die Einrichtung je zur Hälfte aus EU und Lotto-Mitteln. Ein Sponsor übernimmt die Betriebskosten bis 2012.

(Quelle: welt) 24.05.2006

Panne bei BBC

BBC interviewt Job-Bewerber statt Experte

In der Sendung "News 24" am 8. Mai war ein Live-Interview mit Computerexperte Guy Kewney geplant. Er sollte zu seine Meinung über das Urteil im Markenrechtsstreit der Beatles Plattenfirma Apple und Apple-Computers befragt werden. Korrespondentin Karen Bowerman hatte jedoch einen Job-Bewerber vor sich. Der Mann aus dem Kongo mit starkem französischem Akzent hatte sich ursprünglich für einen technischen Job beworben und war anfangs irritiert, gab aber dann gerne sein Statement ab. Kewney, der im Empfangsraum das Interview über Monitor verfolgen konnte, war amüsiert, sorgte sich aber um seinen Ruf. Die Verwechslung kam zustande, da ein Studiomanager aus Eile am Empfang statt am Bühneneingang angerufen hatte und man ihm mitteilte, Kewney sei dort. Die BBC entschuldigt sich für den Vorfall.

(Quelle: spiegel) 16.05.2006

Deutsche Filmpreise vergeben

"Das Leben der Anderen" räumt ab

Gleich in vier Kathegorien wurde der Film "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck ausgezeichnet: "Bester Film", "Beste Regie","Bester Darsteller" (Ulrich Mühe),  "Bester Nebendarsteller" (Ulrich Tukur). Der Filmpreis in Silber wurde geteilt zwischen "Knallhart" von Detlev Buck  und "Requiem" von Hans-Christian Schmid. Erna Baumbauer, die 87  jährige Schauspiel-Agentin erhielt den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.

(Quelle: Movie-College) 13.05.2006

Microsoft plant TV-Einstieg

Investitionen in neue Dienste

Um mit Konkurrenten, wie Google und Yahoo mithalten zu können, plant Microsoft seine Dienste zu erweitern und auch Fernsehinhalte zu vermarkten. Darum investiert das Softwareunternehmen derzeit grosse Summen.

(Quelle: blickpunktfilm) 11.05.2006

Kurzfilmtage Oberhausen

52. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Den Große Preis der 52. Internationalen Kurzfilmtage, dotiert mit 7500 Euro, gewann die belgisch-afrikanische Koproduktion "N12°13.062`/W001°32.619` Extended" von Vincent Meessen über das Werk zweier Arbeiter an einen afrikanischen Ort, welches an eine archäologische Grabungsstätte erinnert. Die Jury lobte dessen "starke Visualität" und die "elegante Behandlung von Strategien von Raum und Zeit". Die beiden Hauptpreise (je 3500 Euro) gingen an den russischen Film "Civil Status" von Alina Rudnitskaya und "Toi, Waguih" von Namir Abdel Messeeh aus Frankreich. Letzterer gewann wegen seiner "psychologische Tiefe" auch den Preis der Jury der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI). "Rien du tout" von Maya Schweizer und Clemens von Wedemeyer (Deutschland/Frankreich 2006) erhielt den Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs (5000 Euro). Die Jury des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen vergibt ihre Auszeichnung in Höhe von 5000 Euro an "City Scenes" von Zhao Liang (Volksrepublik China 2005). Den 3sat-Förderpreis (2500 Euro) erhält die deutsche Regisseurin Anna Berger für ihren 12-minütigen Beitrag "ohne Titel", der den Schmerz über den Tod der eigenen Mutter beschreibt. Der ARTE-Preis (2500 Euro) geht an den Film "Casio, Seiko, Sheraton, Toyota, Mars" von Sean Snyder (Deutschland 2005). Knapp 5800 Produktionen aus 90 Ländern hatten sich um die Teilnahme beworben

(Quelle: sueddeutsche) 07.05.2006

Susi Lanner gestorben

Star der 30er Jahre

Sie spielte in zahlreichen Unterhaltungsfilmen der UFA und emigrierte früh in die USA. Bekannte Titel in denen sie mitspielte waren "Die Erbschleicher", "Hahn im Korb", "Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen", "Artisten", "Der letzte Walzer" und viele Andere. Nun ist die gebürtige Österreicherin im Alter von 94 Jahren an der US-Ostküste gestorben.

(Quelle: Die Welt) 07.05.2006

Kino im Aufwind

 mehr Besucher und Umsatzplus

Im Vergleich zum letzten Jahr verzeichnen die Kinos in Deutschland aktuell ein Besucherplus von 17,89% und ein Umsatzplus von 18,08%. Ice-Age 2 - Jetzt taut´s, der über 7 Millionen Menschen ins Kino lockte und über 39 Millionen Euro einbrachte, gilt als bislang erfolgreichster Film des Jahres.

(Quelle: kino-zeit) 04.05.2006

 

April 2006

 

Remake von "Die fetten Jahre sind vorbei"

Hollywood Remake geplant

Mit Brad Anderson als Regisseur (Der Maschinist), soll Hans Weingartners "Die fetten Jahre sind vorbei" in den USA neu verfilmt werden. Anderson begeistert besonders die Mischung aus "spannenden Thriller" und "provokativer politischer Aussage", wie er gegenüber dem Hollywood Reporter äusserte.

(Quelle: kino-zeit) 27.04.2006

BR bietet kostenloses Handy-TV

Pilotversuch beim Bayerischen Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk startet einen Pilotversuch, bei dem einige Programme im DVB-H-Standard kostenlos auf mobile Endgeräte übertragen werden sollen. Die Nutzer könnten die Programme kostenlos und unabhängig von einem Netzanbieter empfangen. Gebühren seitens der Mobilfunkanbieter wären also nicht zu rechtfertigen.

(Quelle: blickpunktfilm) 26.04.2006

DiCaprio verletzt

Beinverletzung bei Dreharbeiten zugezogen

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio hat sich bei Dreharbeiten in Mosambik verletzt und musste zur Untersuchung in den Nachbarstaat Südafrika geflogen werden. Dort verbrachte er eine Stunde in der Röntgenabteilung wegen Schmerzen am Bein und wurde am Abend per Helikopter wieder zurück nach Mosambik geflogen. Die Dreharbeiten zum Film "Blood Diamond" (Blutdiamant), bei dem es um illegalen Diamantenhandel in einem afrikanischen Bürgerkriegsland geht, mussten deswegen aber nicht unterbrochen werden.

(Quelle: cnn) 24.04.2006

Cannes-Wettbewerbsprogramm

Keine deutschen Beiträge

Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Filmverbände noch Morgenluft gewittert, doch in diesem Jahr bleiben deutsche Beiträge wie in der Vergangenheit so oft, vom Wettbewerb ausgesperrt. Volker Schlöndorf etwa hatte sich bis zuletzt Hoffnungen gemacht, mit seinem „Streik“ einem Film über den Aufstand der Danziger Werftarbeiter, im Wettbewerb unterzukommen. Vergeblich.

(Quelle: FAZ) 21.04.2006

Studenten-Oscar

Deutscher Film nominiert

Sven Bohses Film The Measure of Things ist von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) für den Studenten-Oscar 2006 nominiert worden. Bohse studiert an der Filmakademie Baden-Württemberg und knüpft an den Erfolg deutscher Studentenfilme an. So konnte im vergangenen Jahr Ulrike Grotes Film "Ausreisser" den Preis gewinnen und 2002 Florian Gallenberger mit "Quiero Ser"

(Quelle: kino-zeit) 19.04.2006

Digital Rollout in UK

240 digitale Leinwände in Grossbritanien

Die britische Filmbehörde UK Film Council hat bereits 50 digitale Leinwände in Grossbritanien installiert und möchte diese um 190 Leinwände bis Frühjahr 2007 erweitern. Somit soll im ganzen Land, auch in abgelegenen Orten, eine Alternative zu den üblichen Hollywoodstreifen möglich sein, wie fremdsprachige Filme und Arthouse-Filme. Denn mit dem neuen Digital-System werden statt teurer Filmkopien Filme als High-Definition-File auf eine Festplatte geladen und vom Verleih an die Kinos geschickt. In dem wachsenden Netzwerk wurden bislang 25 Filme gezeigt, wie "Die Reise der Pinguine " und "Good Night, and Good Luck".

(Quelle: blickpunktfilm)  13.04.2006

Deutscher Kamerapreis

57 Produktionen nominiert

Am 23. Mai wird zum 16. Mal der Deutsche Kamerapreis vergeben. 57 Produktionen sind nominiert, wie Til Schweigers "Barfuss" mit Christof Wahl als Kameramann, Oliver Hirschbiegels "Ein ganz gewöhnlicher Jude" (Kamera: Carl-Friedrich Koschnick) oder Sabine Michels "Nimm Dir Dein Leben" mit Kamera-Altmeister Jürgen Jürges. Letzterer ist auch Anwärter für den Schritt-Preis, neben "Keine Lieder über Liebe", "NVA" und "Der Rote Kakadu" Im Bereich Reportage, Magazinbeitrag und Kurzfilm sind Filme wie "Die Luftbrücke" (Fernsehfilm), "Die Gerichtsmedizinerin - Per Anhalter in den Tod" (Serie) und "Die große Stille" (Dokumentarfilm/Feature) vertreten. Auch werden zwei bis zu 5000 Euro dotierte Förderpreise für junge Talente vergeben.

(Quelle: kamerapreis)  12.04.2006

Casablanca ist bestes Drehbuch aller Zeiten

Krönung der besten Drehbücher

Die Gewerkschaft der Drehbuchautoren feiert zum ersten mal die besten Bücher Allerzeiten. Den ersten Platz belegte Casablanca, geschrieben von Julius J. & Philip G. Epstein und Howard Koch. Zweiter wurde der Klassiker The Godfather von Mario Puzo und Francis Ford Coppola. Bronze ging an Chinatown von Robert Towne

(Quelle: Filmzeitung.de)  10.04.2006

Spielberg sucht Nachwuchsfilmer

Neue Reality-Show in den USA

Filmemacher Steven Spielberg, der in einem Interview betonte, wie sehr ihm an der Förderung von Talenten liege, möchte in den USA eine eigene Reality-Show beim Sender Fox starten, um mit dem Publikum den besten Nachwuchsfilmemacher zu finden. Der Gewinner darf zusammen mit Spielbergs Produktionsfirma Dreamworks in Hollywood einen Film drehen.

(Quelle: news.orf)  07.04.2006

Die Simpsons im großen Kino

Los Angeles. Kultserie 2007 als Kinofilm

Der von den Fans mit Spannung erwartete Film mit Bart, Homer und all den anderen aus Springfield soll nach Angaben von Twentieth Century Fox im Juli 2007 in den USA anlaufen. Ein Trailer ist als Vorgeschmack dort seit dem Wochenende zu sehen. Seit 16 Jahren boomt der von Matt Groening erdachte Cartoon im Fernsehen und gilt als die erfolgreichste Zeichentrickserie aller Zeiten. Produzent Al Jean kündigte der Nachrichtenagentur AFP an: "Ich kann garantieren, dass dieser Film die schlimmsten Erwartungen jedes Simpsons-Fans bei weitem übertreffen wird".

(Quelle: nachrichten.at)  05.04.2006

Triple-Play-Angebot

Fernsehen über DSL

Der Telekomanbieter Hansenet will ab Mai ein Triple- Paket aus TV, Internet und Fernsehen über sein DSL- Kabel anbieten. Auf diesem Wege sollen 100 Fernsehkanäle über das Kabel zur Verfügung stehen. Allerdings sind nur die Hälfte davon frei, denn bei diesen handelt es sich um eine Art Grundangebot. Es ist das erste Triple-Play-Angebot eines großen Telekommunikationsunternehmens in Deutschland. Hansenet ist eine Tochterfirma der Telecom Italia und wird ihr Angebot zunächst in einigen norddeutschen Städten starten.

(Quelle: spiegel-online) 03.04.2006

Verfassungsbeschwerde

Zuschauer-Verband klagt gegen Zwangsgebühren

Wie in den Newslettern des Movie-College mehrfach diskutiert, sind die Begehrlichkeiten der GEZ, künftig jeden Computernutzer oder Handynutzer zu Fernsehgebühren zu verpflichten, mehr als umstritten. Die gerade erst gegründete Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VGRZ) hat nun quasi als Eröffnungshandlung eine Verfassungsbeschwerde gegen diese Gleichsetzung von Computerbesitz und Fernsehnutzung eingereicht. Die Vereinsinitiatorin, Rechtsanwältin Petra Marwitz argumentiert in Ihrer Beschwerdeschrift, dass dadurch "unverzichtbare Gebrauchsgeräte zu gebührenpflichtigen Rundfunkempfangsgeräten" würden.

(Quelle: Spiegel)  01.04.2006

Porno-Stars auf die Bühne zerren

Murdoch´s Fox entwickelt ein neues Format

Ob es den Machern ein wirkliches Anliegen ist, zu beweisen, dass Porno-Darsteller auch schauspielerische Qualitäten besitzen oder nur ein neues "Affenkäfig"-Format entwickelt wird, sei dahingestellt. Fakt ist, dass vier prominente  Porno-Darstellerinnen in den USA gecastet werden, die im Herbst auf einer Londoner Westend- Theaterbühne Anton Tschechovs "Der Kirschgarten" aufführen sollen.

(Quelle: CNN) 29.04.2006

Medienförderung

1,2 Mio. an Fördergeld

Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) und Medienboard Berlin-Brandenburg fördern neun Projekte mit insgesamt 1.166.000 Euro. Davon gehen 450.000 Euro an den von Teamworx für die ARD produzierte Zweiteiler "Flucht und Vertreibung". Die weiteren unterstützen Projekte sind: die Dokumentarfilme "Berlin Prinzenbad" (Reverse Angle Pictures), Rosa von Praunheims "Spurensuche in Riga" (Rosa von Praunheim Filmproduktion) und "Berlin Teheran Football Project" (Flying Moon Filmproduktion, je 50.000 Euro), "234 km Berlin" (SMAC Film, 56.000 Euro), Volker Koepps Dokumentation "Holunderblüte" (Vineta Film, 80.000 Euro), die Dokumentation "Rote Karte für Gottlose" (OVAL Filmemacher, 100.000 Euro) sowie die Kinderfilme "Kalif Storch" (G.G.-Film Gabriel Genschow, 150.000 Euro) und "Blöde Mütze" (Kinderfilm, 180.000 Euro)

(Quelle: blickpunktfilm) 28.04.2006

Premiere von "Cypress"

Episodenfilm aus München

Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie noch kurze Zeit zu leben haben, was würden Sie tun? Sechs Studenten des ersten Studienganges Film und Fernsehen der Macromedia Akademie, München, beantworten diese Frage mit dem Episodenfilm Cypress. Sechs Menschen versuchen, in der letzten Phase ihres Lebens bis dahin verdrängte Lebensprobleme zu bereinigen.

Zwei Jahre hat die Arbeit an dem Film gedauert, der nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird. Der Leiter der Akademie, Joachim Scheurer, sieht der Premiere zuversichtlich entgegen: "Der Ehrgeiz der Studenten hat sie zu Höchstleistungen angetrieben, die Arbeit hat sich wirklich gelohnt!"

Der Film ist am Donnerstag, den 27. April um 22:30 Uhr im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz in München zu sehen. Der Eintritt ist frei. Allen interessierten Zuschauern wird empfohlen, sich möglichst früh an diesem Abend einen Platz zu sichern.

Pressetext, Synopsis, Produktionsinfo      25.04.2006

Alida Valli verstorben

Hauptdarstellerin in "Der dritte Mann"

Sie wurde 1921 als Alida Maria Laura von Altenburger in Pola geboren und stand bereits mit 14 Jahren erstmals vor der Kamera. Bekannt wurde sie vor allem durch Filme wie Alfred Hitchcocks "Der Fall Paradin", Carol Reeds "Der dritte Mann", spielte später kleinere Rollen in Luchino Viscontis "Sehnsucht" und Bernardo Bertoluccis "1900". Am Samstagmorgen ist sie 84 jährig in Rom gestorben.

(Quelle: Spiegel) 23.04.2006

Anleitung zum Filmkopieren

"Computer-Bild" informiert

Unter dem Titel" So einfach lassen sich die meisten kopiergeschützten Musik-CDs und Film-DVDs legal brennen" bietet die neuste Ausgabe der Zeitschrift "Computer-Bild" (9/2006) Anleitung zum Brennen von Originalprodukten und informiert darüber, welche der beliebtesten DVDs und CDs einen Kopierschutz besitzen. Ausserdem welche Software das Kopieren ermöglicht und ob es erlaubt ist. Auch weist die Zeitschrift auf das Recht von Privatkopien hin und kritisiert das Verhalten der Musik- und Filmindustrie, welche die Kunden mit Kampagnen wie ‚Raubkopierer sind Verbrecher' verunsichern

(Quelle: blickpunktfilm) 20.04.2006

Film-Download-Plattform in2movies.de

schlechter Start des legalen Download-Services

Am Mittwoch ging die von Hollywood-Studio Warner Brothers betriebene Download-Plattform in2movies.de online. Die legale Alternative zu Filesharing-Angeboten musste jedoch bereits wenige Stunden nach Start wegen einer schwerwiegenden Sicherheitslücke vom Netz gehen und wird auch sonst stark kritisiert. Vor allem bemängelt werden die hohen Preise der Downloads, welche in manchen Fällen bei schlechterer Bildqualität und nur einer Tonspur höher sind, als eine DVD, sowie die Digital Rights Managemenmt Software, welche das Brennen von Filmdaten auf DVD verhindert, und somit den Benutzer zwingt, sich Filme am Rechner anzusehen, falls dieser nicht mit einem Fernseher verbunden ist.

(Quelle: kino-zeit) 18.04.2006

Deutscher Filmpreis

Ehrenpreis für Erna Baumbauer

Sie gilt als Urgestein der hiesigen Agentur- und Schauspielszene, hat zahlreiche Stars unter Vertrag deren Geschicke sie streng und liebevoll zugleich verfolgt und lenkt. Sie gehört zu den Agentinnen, die nicht auf Gewinnmaximierung sondern auf maximale Qualität achten und die ihren Schauspielern nach wie vor regelmäßige Theaterarbeit empfehlen.

Erna Baumbauer wird in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

(Quelle: Deutsche Filmakademie) 15.04.2006

Zoo-Palast in Gefahr

Traditionsreiches Berliner Kino vor dem Abriss?

Der große Saal soll wirtschaftlich nicht  lukrativ sein und ist vom Abriss bedroht. Weder für Betreiber noch Hausherrn soll das traditionsreiche Kino tragbar sein. Zwar ist nicht aller Tage Abend, doch ob die Seite der Verteidiger des Baus genauso stark ist wie die der Gegner und man sich auf Beteuerungen der Politikern verlassen kann ist fraglich. Berlinale-Chef Dieter Kosslick will sich für eines der letzten Premierekinos Berlins einsetzen- denn wo sonst kann man so schön die Welt des Glamour zelebrieren? Bestimmt nicht in unpersönlichen Kinotempeln wie dem Sony-Center am Potsdamer Platz.

(Quelle: Tagesspiegel) 06.04.2006

Happy Birthday Apple !

30 Geburtstag 

Als Mitbegründer von Apple hatte Steve Jobs (51) am 1. April zum Feiern guten Grund: den 30. Geburtstag von Apple Computer.
Vor 30 Jahren (1. April 1976) gründeten die beiden Studentenfreunde Jobs und Steve Wozniak die Firma. "Wir dachten, es sei lustig, ein Unternehmen zum April-Foolsday zu gründen", so Jobs später. Nach einer Urschreitherapie auf einer traumatisierenden Indienreise, taufte er den Rechner als frisch vom Vegetarier zum „ehretinischen Pomotarier“ Bekehrter "Apple 1".
Bei dem unterschiedlichen Paar spielte Steve Jobs die Rolle des Visionärs, Wozniak war die des genialen Bastlers. Gemeinsam brachten sie 1977 den Apple II heraus, den ersten PC-Bestseller. Er hatte bereits die Hauptmerkmale der meisten folgenden Apple-Produkte: leichte Bedienbarkeit, hervorragende Technik und ansprechendes Design. Der Apple II fand bei der breiten Masse der Nutzer Anklang und bot die Basis des anfänglichen Erfolgs des in Cupertino (Kalifornien) beheimateten Unternehmens. Es folgten der Apple III und 1984 der erste Macintosh.
Apple befindet sich nach einem fantastischen Comeback während der vergangenen Jahre auf einem beispiellosen Erfolgskurs, den fast niemand  erträumt hätte. Apple-Mitbegründer Jobs revolutionierte mit einer beeindruckenden Erfolgsserie neuer Produkte und Dienstleistungen die zuvor angeschlagene Firma. Dazu zählen die iPod-Musikplayer, der Online-Musikladen iTunes und jetzt Macintosh-PC-Modelle mit Intel-Chips.

(Quelle: heise online) 03.04.2006

 

März 2006

 

Tiefstand seit 6 Jahren

Kino-Besucherzahlen

Die Zahl der verkauften Karten an der Kinokasse war seit der Jahrtausendwende nie so tief wie jetzt. Das Jahr 2005 hatte sich bereits als Flauten-Jahr bezüglich der Besucherzahlen erwiesen: Diese waren damals um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Im heute endenden Quartal ist mit 30 Millionen verkauften Karten wieder ein satter Tiefpunkt erreicht. Dem sollen nun zwei von der filmwirtschaftsfinanzierten Filmförderungsanstalt unterstützten Werbespots Einhalt gebieten. Ob das allerdings die erwünschten Folgen hat, bleibt abzuwarten. Denn vielleicht ist der Grund für den Besucherrückgang nicht in der Kino-Trägheit der Deutschen zu suchen, sondern in der Tatsache, dass das Niveau vieler Hollywoodproduktionen seit einiger Zeit schlichtweg eine Peinlichkeit ist.

(Quelle: film-zeit)  31.03.2006

Tom Toelle gestorben

Fernseh- und Theaterregisseur Toelle tot

Regisseur Tom Toelle ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Schon während seines Geschichts- und Germanistikstudiums war er filmerisch tätig. Sein gänzlicher Einstieg in die Branche begann mit einer Regieassistenz am Theater. Er inszenierte u.a. "Der Reichstagsbrandprozess" und wurde bekannt durch den damals für Aufsehen erregenden Fernsehfilm "Das Millionenspiel", welches 1970 ausgestrahlt, den Trend des Fernsehens zur Privatisierung und zu Reality-sendungen vorhersagte. In diesem TV-Klassiker geht es um eine fiktive Fernsehshow in der ein Kandidat vor Auftragskillern fliehen muss, um eine Millionen Mark zu gewinnen. Dafür erhielt Toelle und sein Drehbuch-Autor Wolfgang Menge 1971 den Prix Italia, sowie einen Bambi. Danach inszenierte Toelle an renommierten Häusern wie das Schauspielhaus Zürich oder dem Schillertheater Berlin. Hoch gelobt wurde er auch für die Verfilmung des Fallada-Romanes "Der Trinker" mit Harald Juhnke in der Titelrolle. Bis zuletzt unterrichtete er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg.

(Quelle: spiegel)  29.03.2006

Richard Fleischer gestorben

Filmregisseur mit 89 Jahren in LA gestorben

In der Filmenzyklopädie von Ephraim Katz. Fleischer heißt es: „Er entschied sich für kein einziges Genre und nahm wahllos Aufträge jeder Art und jedes Intelligenzniveaus an“
Der in Brooklyn geborene studierte erst Medizin bevor er ans Theater kam und dann schließlich als Vertragsregisseur bei der RKO. Vor seiner Arbeit für das „große Kino“ drehte er Kurzfilme über den Krieg und Amerika, sowie Stummfilme für die Serie „Flicker Flashbacks“. Mit ihm in Verbindung zu bringen sind z.B. „The Narrow Margin“ (1952) und  „20.000 Meilen unter dem Meer“ (1954).

(Quelle: tagesspiegel)  27.03.2006

Neues Gesetz gegen Raubkopierer

Urheberrecht

Anfang nächsten Jahres soll ein neues Gesetz bezüglich des Urheberrechts in Kraft treten. "Privatkopien" für den Hausgebrauch sind dann nur bei CD's ohne Kopierschutz erlaubt. Damit ist das Kopieren so gut wie grundsätzlich verboten und somit strafbar. Bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen dem Kopierer und falls dieser illegale Kopien an andere Personen veräußert, darf er sogar mit fünf Jahren rechnen. Der einmalige CD-Kopierer, der keine kommerziellen Absichten hegt, sollte ursprünglich nach einer Sonderregelung sanfter bestraft werden. Jedoch wird es auch diese "Bagatellfallregelung" nicht geben.

(Quelle: spiegel)  23.03.2006

Remake  von "The Producers"

Hitler auf der Leinwand

Ein tanzender und singende Mel Brooks als Hitler bringt die erfolgreiche Broadway Show, "The Producers", die schon einmal verfilmt wurde zurück auf die Leinwand. Der jüdische Schauspieler, der vor fast 80 Jahren in Brooklyn als Melvin Kaminsky das Licht der Welt erblickte, hat größten Spaß daran in die Rolle seines Erzfeindes zu schlüpfen. "Man muss ihn ständig spielen, um ihn so klein wie möglich zu machen." Die Handlung: Ende der 50er Jahre in New York, der Broadway Produzent Max Bialystock (Nathan Lane) ist auf der Suche nach einer neuen Show und stellt fest dass man mit einem Flop im Zweifelsfall mehr Geld machen kann als mit einem Hit. Also wird ein Musical über das Dritte Reich produziert. Brooks drehte "The Producers" bereits 1967 und erhielt als Drehbuchautor seinen bislang einzigen Oscar. 30 Jahre später wurde daraus ein seit 2001 sehr erfolgreiches Broadway Musical. In Deutschland hat sich bisher keiner getraut das Musical aufzuführen; der Film kam in den 70ern unter dem Titel "Frühling für Hitler" raus. Brooks spricht davon die Geschmacklosigkeit so weit zu treiben, bis sie der Wahrheit auf völlig absurde Weise wieder nahe kommt.

(Quelle: spiegel)  21.03.2006

Haffa Brüder im Musterverfahren?

EM.TV

In einem Schadeneratzprogramm vor dem Landgericht München wurde der Antrag eines Anlegers von der 27. Zivilkammer für zulässig erklärt. Gegenstand der Klage ist die Ad-hoc-Mitteilung vom 24. August 2000 zu den Halbjahreszahlen. Sind diese falsch, stehen EM.TV und den Haffa - Brüdern Schadensersatzforderungen wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gegen ein Schutzgesetz bevor. Vorraussetzung für eine zentrale Prüfung ist jedoch das Einreichen weiterer Klagen vorm Oberlandesgericht. Seit dem 1. November 2005 gilt das Kapitalanlegermusterverfahren, durch das zukünftige gleichartige Prozesse umgangen werden sollen. Auslöser dafür war eine große Anzahl an Klagen durch Aktionäre gegen die Deutsche Telekom vor dem Landgericht Frankfurt. Demnach ist es möglich gleichartige Fälle vorab durch das übergeordnete Landesgericht prüfen zu lassen, was eine Klärung zentraler Streitfragen zukünftig abkürzen würde.

(Quelle: spiegel)  17.03.2006

Maureen Stapleton (1925-2006)

Im Alter von 80 Jahren gestorben

Mit 17 zog die amerikanische Schauspielerin nach New York in der Hoffnung auf die großen Aufträge. Ihre 90 kg auf 1,65 m brachte ihr allerdings nur Charakterparts ein. Zusammen mit Größen wie Marlon Brando und Eli Wallach ging sie ans Actors' Studio. Mit 25 zeigte sich uns die amerikanische Schauspielerin in "Die tätowierte Rose" von Tennessee Williams als sizilianisch-amerikanische Witwe anstelle Anna Magnanis, auf die das Stück ursprünglich zugeschnitten war. Diese verweigerte am Broadway auf Englisch zu spielen und so erhielt Stapleton auch zu ihrer nächsten Williamsinszenierung "Orpheus steigt herab". Für ihr Filmdebüt 1958 "Das Leben ist Lüge" erhielt sie eine Oscar-Nominierung, gefolgt von weiteren für "Airport" und eine Rolle - wieder als Witwe - in Woody Allens "Innenleben". Aus den Nominierungen wurde 1981 dann ein Oscar für eine archaische Schriftstellerin in "Reds".

(Quelle: die Welt)  16.03.2006

Gemeinschaftsstand in Hong Kong

Fünf deutsche Unternehmen

Auf der Hong Kong Filmart wird German Films mit fünf deutschen Unternehmen vertreten sein, die sich in einem Gemeinschaftsstand organisieren und sich präsentieren werden. Namentlich sind folgende Vertriebe anzutreffen: Bavaria Film International, Kinowelt, Beta Cinema, Telepool München, sowie The Match Factory, mdc und Media Luna. Insgesamt sind auf dem Hong Kong International Film Festival, das vom 4. bis zum 19. April dauern wird, 14 deutsche Produktionen und Koproduktionen zu sehen.

(Quelle: blickpunkt-film)  14.03.2006

HELGE SCHNEIDER spielt Adolf Hitler

Berlin im Szenario des 3. Reiches

Am Dienstag, den 7.März wurde die Innenstadt von Berlin durch Dani Levy in das 3. Reich zurück versetzt! Erschreckend für alle Touristen, denn Sie fanden den Berliner Dom in roten Bannern wieder und zwischen den Säulen des Deutschen Museums hielten Wehrmachtssoldaten Wache. Wirft man allerdings ein zweites Auge auf diese Kulisse erkennt man schnell, dass es sich hier um ein Filmset handelt! Kameramänner, Catering-Busse und das Equipment der Film Crew zierten zudem das Szenario. "Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit über Adolf Hitler" heißt das Stück, in dem Helge den Adolf spielt. Der Regisseur Dani Levy insziniert den Film als eine Hitler-Parodie. Dargestellt werden die letzten Tage von Hitler, der nicht wie in Bernd Eichingers Großproduktion "Der Untergang" auf ein Treppchen gehoben wird, sondern eher wie er wirklich war. Das Medienboard Berlin-Brandenburg das dieses Projekt unterstütz beschreibt es wie folgt: "Hitler lebt und erzählt die Geschichte, wie er wirklich war - ein Schwächling, der es nur mit Hilfe des Juden Grünbaum an die Spitze brachte." Momentan ist es noch offen wie Dani Levy mit den dramaturgischen und dargstellungentechnischen fragen umgehen wird, aber der Präsident des Zentralrats der deutschen Juden, Paul Spiegel, kommentierte nüchtern: "Helge Schneider und Dani Levy sind in der Lage, das Thema mit dem nötigen Feingefühl anzugehen."

(Quelle: spiegel)  08.03.2006

LA Crash bester Film bei den Oscars

Eine Überraschung unter Vorhersehbarem

Mit viel Budenzauber und Werbetrubel begleitet wurden einmal mehr die angeblich bedeutendsten Trophäen der Filmwelt vergeben. Eigentlich ist im Vorfeld schon beinahe alles absehbar und so war die einzige wirkliche Überraschung, dass "LA Crash" als bester Film ausgezeichnet wurde statt wie erwartet "Brokeback Mountain". Dieser erhielt aber immerhin ebenfalls drei Oscars und erfüllte damit dennoch die Erwartungen. Nicht erfüllt wurden die Erwartungen für den deutschen Beitrag "Sophie Scholl", als bester nicht englischsprachiger Film wurde "Tsotsi" aus Südafrika prämiert. Für die beste Nebenrolle in dem Polit-Thriller "Syriana" wurde George Clooney geehrt.

(Quelle: Spiegel)  06.03.2006

Gaumont gibt Jahresumsatz 2005 bekannt

Gemischte Werte

Die Ergebnisse des Jahresumsatzes von 2005 der französischen Filmgesellschaft Gaumont weisen eine 18% Erhöhung des Umsatz gegenüber 2004 (100,2 Millionen €), jedoch einen Verlust im Nettogewinn um 21,7%. Diese gemischten Werte werden auf eine unstrukturierte Auswahl der Filmveröffentlichungen zurückgeführt. Erfolge im vergangenen Jahr waren z. B. "Palais Royale", eine Komödie, die ca. 2,7 Millionen Besucher in die Kinos lockte, wie "Je vous trouve tres beau" mit ca. 2,3 Millionen Besucher seit Januar. Zu den Misserfolgen gehören: "Un ticket pour l'espace" von Eric Lartigau oder "La Piste" von Eric Valli. Reger Videoverkauf bei Alain Berberian's Film "The Corsica File," mit Jean Reno und Christian Clavier, sowie "36 Quai des Orfevres," mit Daniel Auteuil und Gerard Depardieu, brachte einen Profit von 31,7%.

Generell ist beim Französischen Film ein Rückgang der Veröffentlichungen um 10% festzustellen. Mit einem Verlust von 10,2% der Nettoeinnahmen handelt es sich um 6,5% weniger als 2004, so Ergebnisse für Gaumont's EuroPalaces cinema subsidiary.

Obwohl Gaumont vor zwei Jahren eine Neustrukturierung und Veränderung im Management vornahm, liegen die Schulden bei fast: 43mio €. Das bedeutet 47,5 Millionen € von 108 Millionen € zur Verfügung stehenden Kreditgelder sind erschöpft.

Im Programm der französischen Filmgesellschaft stehen dieses Jahr u. a.: Michel Gondry's "The Science of Sleep", auf der Berlinale ein großer Erfolg, Francis Veber's "La Doublure" mit Gad Elmaleh, Daniel Auteuil und Kristin Scott Thomas und "OSS 117: Le Caire nid d'espions" ein Spionage Thriller von Michel Hazanavicius.

(Quelle: hollywoodreporter)  01.03.2006

Interessenverband Synchronsprecher

Gründung am 1. April

Deutsche Synchronsprecher wollen sich in naher Zukunft in einem neuen Verband organisieren, um ihre Rechte effizienter geltend zu machen. Es geht um Fragen der Arbeitsbedingungen, der sozialen Stellung und der Verwertungsrechte. Professionelle Synchronsprecher haben momentan in Deutschland diesbezüglich keinen Interessenverband und genau das ist es, was am 1. April ins Leben gerufen wird: Der "Interessenverband Synchronschauspieler" (IVS) mit Sitz in Berlin. Mit der Gründung des Verbands soll u.a. den Problemen der ungeklärten Rentenversicherung entgegengewirkt werden. Ein weiteres Problem ist, dass bis dato die Künstlersozialkasse nicht bereit ist, Synchronsprecher aufzunehmen. Ziel ist also letztendlich eine eindeutige Absicherung des Berufsstandes Synchronsprecher von Seiten des Gesetzgebers. Zur Zeit gibt es etwa 400 bis 500 Synchronsprecher in Deutschland.

(Quelle: Morgenpost Berlin) 30.03.2006

Höchstdotierter deutscher Kulturpreis

56.Deutscher Filmpreis

Verleihung am 12. Mai im Berliner Palais am Funkturm in insgesamt 15 Kategorien.
Der mit rund 2,9 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Kulturpreis wird vom Kulturstaatsminister vergeben. Die Gewinner werden seit 2005 von den Mitgliedern der Filmakademie ausgewählt.
Einige Nominierte im Überblick:
Bester Spielfilm:
„Knallhart” von Detlev Buck
„Komm näher” von Vanessa Jopp
„Das Leben der Anderen” von Florian Henckel von Donnersmarck
„Paradise Now” von Hany Abu Assad
„Requiem” von Hans-Christian Schmid
„Sommer vorm Balkon” von Andreas Dresen
Beste Regie:

Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen”)
Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon”)
Hans-Christian Schmid („Requiem”)
Bestes Drehbuch:

Hany Abu Assad, Bero Beyer („Paradise now”)
Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen”)
Wolfgang Kohlhaase („Sommer vorm Balkon”)
Bernd Lange („Requiem”)

(Quelle: faz) 24.03.2006

Vermarktungsrevolution in Hollywood

Filmindustrie fühlt sich bedroht

Mit seiner Vermarktungs-Strategie Ende Januar sorgte Regisseur Steven Soderbergh für Aufruhr in Hollywood. Er veröffentlichte seine Low - Budget Produktion "Bubble" nahezu zeitgleich in Kino, Kabelfernsehen und auf DVD. Ist dies die Zukunft der Filmindustrie? Stars wie Morgan Freeman - Schauspieler und Produzent - folgen Soderbergh, der noch fünf weitere Projekte dieser Art plant. Freeman plant den Online-Vertrieb seines Filmes "10 Items or Less" unter Regie von Brad Silberling. Soderberghs von der Filmindustrie umstrittenes Marketing Konzept läuft unter der Bezeichnung "day-to-date" und wurde bereits mit der Erfindung des Tonfilms verglichen. Bisher erzielt Hollywood seine Umsätze zu ca. 25% aus Kinokarten, 50% aus DVD - Vertrieb, den Rest aus der Rechte - Weiterleitung im Fernsehen. Was in der Musikindustrie längst Gang und Gebe ist verunsichert neben Kinobetreibern auch die Regisseure. M. Night Shyamalan ("The Sixth Sense", "The Village") sprach über ein Ende seiner Tätigkeit, für den Fall dass das Kino mit seiner "kollektiven Seele" durch Filmkonsum am PC ersetzt würde. Hollywoods Box-Office-Umsätze sinken bereits im vierten Jahr in Folge; doch eine tragfähige Strategie zur Bekämpfung der Internetpiraterie wurde bisher nicht entwickelt. Morgan Freeman setzt zusammen mit dem Online-Portal Clickstar und seinen öffentlichen Unterstützern Tom Hanks und Danny DeVito die Hoffnung darauf, dass man mit Hilfe des neuen Modells Filme leichter kaufen, als klauen kann.

(Quelle: spiegel) 22.03.2006

7 Tote bei Seriendreh in Uruguay

Tragisches Unglück für einen guten Zweck

"Desafio al Corazon" - Herausforderung des Herzens ist der Name der TV-Show auf Kanal 10 in Uruguay. Für das meistern außergewöhnlicher Aufgaben erhalten die Kandidaten Geldpreise, die dann sozialen Einrichtungen zugute kommen. 200 Bewohner der Kleinstadt Young wollten eine Lokomotive eine Strecke per Hand über ein Gleis ziehen. Der gewonnene Betrag sollte an das Krankenhaus in Young gehen. Es spielten sich tragische Szenen ab, als einige der Teilnehmer mit zu wenig Abstand zur Lokomotive ausrutschten und von dieser überrollt wurden. 7 Menschen starben und weitere 10 sind schwer verletzt. Rund 3000 Schulkinder wurden Zeigen des Unfalls; die Behörden erklärten drei Tage als Tage der Trauer an, während der die Schulen geschlossen bleiben.

(Quelle: spiegel) 20.03.2006

Marburger Kameragespräche

Auszeichnung für Kameraleute

Die Österreicherin Judith Kaufmann nahm am Wochenende den Preis für herausragende Bildgestaltung in "Elefantenherz" (2001/2002, Regie: Züli Aladag) und "Fremde Haut" (2004/2005, Regie: Angelina Maccarone) entgegen.

(Quelle: taz) 20.03.2006

Brisantes Vorhaben

Paul Haggis

Paul Haggis, Regisseur und Autor des soeben Oscar-gekrönten Films "L.A. Crash", wird das kritische Drama "Against All Enemies" inszenieren und produzieren. Das Drehbuch überlässt er allerdings James Vanderbilt ("The Rundown"), der gerade an der zweiten Fassung arbeitet. Haggis schreibt derweil bereits das Buch zu seinem übernächsten Regiewerk, "Death and Dishonor". "Enemies" basiert auf Richard A. Clarkes gleichnamigen Memoiren, die kurz nach ihrer Veröffentlichung im März 2004 den 1. Platz der New York Times Bestsellercharts besetzten. Das Buch dreht sich darum, wie die Bush-Regierung vor und nach dem 11. September 2001 mit Drohungen der Al Quaida umging. Clarke schrieb das Buch aus der Perspektive eines Insiders - er war Spezialist der amerikanischen Terrorismus-Bekämpfung und als solcher Berater des Weißen Hauses.

(Quelle: Spielfilm.de)  15.03.2006

Warner ist "Company of the Year"

"Universum Film" ist bester Independent

Zum fünften Mal in Folge wird "Warner Home Video" zur "Company of the Year" gewählt. Entscheidend für ihren Triumph waren die Kategorien "Programm", "Marketing" und "Vertrieb", die sie alle anführten. Die Hamburger gewannen unteranderem den "Fair-Play-Preis 2005". "Constantine" war der erfolgreichste Titel, der Hamburger. "Universal Pictures" und "Buena Vista Home Entertainment" erreichten wie die Vorjahre die Plätze 2 und 3. Zum 5ten mal in Folge, wurde der Münchner Anbieter "Universum Film" zum besten Independent gewählt.

(Quelle: VideoWoche)  13.03.2006

MGM's Reanimierung

Genesungspläne

MGM hat gestern den neuen Präsidenten der Abteilung "domestic theatrical distribution" bekanntgegeben. Des Weiteren wurden 14 Filme genannt, die im nächsten Jahr von dem Konzern herausgebracht werden sollen. Zwei sollen auch selbst produziert werden. Im Großen und Ganzen sind diese Bekanntgaben Teil eines Wiederbelebungsprogramms der angeschlagenen aber ehemals sehr erfolgreichen MGM-Studios, deren Abteilungen, wie z.B. die "theatrical distribution unit" seit einiger Zeit wieder im Wachsen begriffen sind.

(Quelle: Hollywood-reporter)  10.03.2006

Alf Marholm gestorben

Tod im Alter von 87 Jahren

Seit seinem Debüt während des Krieges am Bochumer Schauspielhaus hat der Oberhausener Schauspieler Alf Marholm tausende von Rollen gespielt. Jedoch war er nicht nur auf Bühne und im Fernsehen anzutreffen. Seine Stimme konnte man über 50 Jahre in 4000 Radiosendungen hören. Die lieh er übrigens auch als Synchronsprecher u.a. Richard Burton, Michel Simon und Robert Morley, von der "Sesamstraßen"- Figur Graf Zahl mal ganz abgesehen. Sehr oft zu sehen war er auch in einer stattlichen Anzahl an deutschen TV-Serien, wie z.B. "Derrick", "Tatort" und "Der Alte". Nun ist der 1918 geborene Schauspieler Marholm im Alter von 87 Jahren gestorben.

(Quelle: Welt)  09.03.2006

Mieses Fussballspiel auf Canal Plus

Französischer Pay-TV-Sender will Entschädigung

Der französische Pay-TV-Sender Canal Plus, der 600 Mio. Euro pro Saison für die Übertragungsrechte an den Spielen der ersten französischen Fussballliega zahlt, will von der FLP eine noch nicht feststehende Summe Entschädigungsgeld verlangen. Olympique Marseille trat beim Spiel bei Paris St. Germain aus Angst vor Ausschreitungen nur mit einer B-Manschaft an, obwohl die Verantwortlichen von Olimpique Marseille von der FLP aufgefordert worden, ihre beste Mannschaft nach Paris zu schicken. Der Sportchef des Senders Alexandre Bompard sprach von einem "bestürzenden Spiel". Dies schädige auch die Glaubwürdigkeit der französischen Meisterschaft erheblich.

(Quelle: blickpunktfilm)  07.03.2006

Aufführungsverbot für Kannibalenfilm

Oberlandesgericht schreitet ein

In Frankfurt entschied das Oberlandesgericht (OLG) heute, dass die für den 9. März angesetzte Verfilmung der Geschichte von Armin Meiwes, des "Kannibalen von Rohtenburg", nicht gezeigt werden darf. Sie verletze seine Persönlichkeitsrechte und dies könne auch durch Kunst- und Filmfreiheit nicht gerechtfertigt werden. 
Der Berliner Regisseur Martin Weisz lässt in seiner deutsch-amerikanischen Produktion eine US-Studentin auf den Spuren des Kannibalen (Thomas Kretschmann), Originalschauplätze aufsuchen; insgesamt soll der Film 88 Übereinstimmungen mit dem Leben des Täters aufweisen. 
Meiwes selbst beantragte vor dem OLG einen Stop des Filmstarts per einstweiliger Verfügung. Das 2003 abgelegte Geständnis des 44-jährigen Meiwes, besagt, er habe im März 2001 einen 43-jährigen Diplomingenieur aus Berlin mit dessen Einverständnis erstochen, wie ein Schlachttier ausgenommen und zum Teil gegessen. 
Für den Senator-Verleih bedeutet das Absetzen von "Rothenburg" Verluste in Millionenhöhe. Im Fall eines Aufführungsverbots schrecke man nicht davor zurück, bis in die höchste Instanz zu gehen, so der Anwalt der Produktionsfirma. Für die kalifornische Produktionsfirma Atlantic Streamline kann ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder bis zu sechs Monaten Haft fällig werden. Die heutige Entscheidung des OLG ist zunächst jedoch nicht anfechtbar.

(Quelle: spiegel)  03.03.2006

Razzies für schlechteste Leistungen vergeben

Cruise, Kidman und Co

Nicht immer sind Auszeichnungen in der Filmbranche gern gesehen. Am Samstag wurden noch rechtzeitig vor der Oscar-Verleihung die gefürchteten Razzies vergeben. Absolute Top- Gewinnerin war Jenny McCarthy, die gleich drei  Razzies für den schlechtesten Film, die schlechteste Schauspielerin sowie das schlechteste Drehbuch zum Film "Dirty Love" erhielt. 

Rob Schneider wurde schlechtester Schauspieler mit "Deuce Bigalow: European Gigolo." Für Tom Cruise, der eigentlich diesen Preis erhalten sollte, wurde eigens eine neue Kategorie ins Leben gerufen für die ermüdendste Öffentliche Zur Schaustellung zusammen mit Katie Holmes. 

Paris Hilton erhielt den Preis für die schlechteste Nebenrolle in "House of Wax,", eine Auszeichnung, welche die Preisgeber bereits für das erste filmische Werk der Dame vorausgesehen hatten. Nicole Kidman und Will Ferrell wurden als das schlechteste Leinwandpaar für "Bewitched" ausgezeichnet.

(Quelle: CNN)  05.03.2006

 

Februar 2006

 

Oscar Nominierung

Mut zu umstrittenen Filmen

Ang Lees Schwulen-Western „Brokeback Mountain“ der schon die Golden Globes dominierte, wurde achtmal nominiert womit die Oscar-Academy dieses Jahr Mut zu kontroversen Filmen bewiesen hat. Denn auch der von der Kritik zerrissene Polit-Thriller „München“ von Steven Spielberg wurde überraschenderweise in zwei Kategorien (bester Film, beste Regie) aufgestellt. Ebenfalls ins Rennen gehen „Capote“, „Good Night and Good Luck“, „L.A. Crash“, und Walk the Line“.
“Capote”-Darsteller Philip Seymour Hoffman konkurriert mit Joaquin Phoenix (Walk the Line), Heath Ledger (Brokeback Mountain), David Strathairn (Good Night and Good Luck) und Matt Dillon (L.A. Crash) um den Schauspieler - Oscar, bei den Hauptdarstellerinnen favorisieren Reese Witherspoon und Felicity Huffman, die in “Transamerica” einen geschlechtsumgewandelten Mann spielt. Als bester fremdsprachiger Film ist erneut ein deutscher Film nominiert. „Sophie Scholl – die letzten Tage“ von Marc Rothemund tritt gegen den südafrikanischen Film „Tsotsi“, den italienischen „Don´t Tell“, Hani Abu-Assads „Paradise Now“ und das Weltkriegsdrama „Joyeux Noel – Merry Christmas“ an.
Übertragen wird die Oscar-Verleihung am 6. März live auf ProSieben, wobei der US-Komiker Jon Stewart moderiert.

(Quelle:Spiegel)  01.02.2006

"Les Bronzés" - ein französischer Kino Rekord

 Die Sonnengebräunten wieder vereint

"Les Bronzés" (Die Sonnengebräunten) kam 1978 heraus, gefolgt von "Les Bronzés font du ski" (Die Sonnengebräunten fahren Ski) 1979. 
35 Millionen Euro kostete die Neuverfilmung der also bald dreißig Jahre zurück liegende Geschichte um sechs Freunde, die zusammen in Urlaub fahren. Drei Monate lang fanden sich die "Bronzés" ( Jugnot, Lhermitte, Clavier, Blanc, Balasko und Chazel) von damals in einem sardinischen Luxushotel zu den Dreharbeiten zusammen . Das nicht immer feinfühlige oder komplex strukturierte Drehbuch stammt direkt von dem - auch im wirklichen Leben bestehenden - Freundeskreis selbst.
Nach einer Woche liegen die Besucherzahlen bei über 3,9 Millionen Menschen; nach Angaben des Kinoverbandes CBO-Box-Office ist das der französische Rekord. Selbst  "Star Wars: Episode 3" (3,3 Millionen) oder "Harry Potter und der Feuerkelch" (gut 3 Millionen) zog innerhalb der ersten Woche nicht so viele Menschen ins Kino.

(Quelle: spiegel)  23.02.2006

Schauspieler Richard Bright gestorben

 Richard Bright von Bus überfahren

Der Schauspieler Richard Bright, welcher in allen drei Teilen von "Der Pate" mitspielte, ist tot. Als der 68-Jährige am Samstagmorgen in Manhattan die Strasse überquerte, erfasste ihn ein Bus. Der Busfahrer sagte aus, er habe den 68-Jährigen nicht wahrgenommen. Die Untersuchungen halten an. Bright spielte den Al Neri in den Pate-Filmen, einen Bodyguart der Corleone -Familienoberhäupter und in zahlreichen anderen Filmen wie Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" aber auch in TV-Shows wie "Hill Street Blues". 1965 wurde Bright mit der Anschuldigung von Unzüchtigkeit verhaftet wegen seines Sprachgebrauchs in Michael McClures Stück "Der Bart". Die Klage wurde im weiteren Verhandlungsverlauf fallengelassen und gilt als Präzedenzfall für künstlerische Ausdrucksfreiheit.

(Quelle: cnn)  22.02.2006

"Tal der Wölfe" erhitzt die Gemüter

Stoiber will Absetzung des Films

Der türkische Aktion Film "Tal der Wölfe" über einen türkischen Geheimdienstheld, welcher im Irak gegen die Amerikaner kämpft, brach in der Türkei alle Zuschauerrekorde. Auch hierzulande erfreut sich der Film unter den Türkischstämmigen grösster Beliebtheit. Ministerpräsident Stoiber appellierte an die Kinobetreiber, den Film abzusetzen, da er rassistische Einstellungen bediene und zu einem Kampf der Kulturen beitrage. Auch müsse EU-Kandidat Türkei klar Position beziehen

(Quelle: Spiegel)  21.02.2006

Peter Benchley gestorben

Erfolgsautor

Einige seiner populärsten Werke wurden erfolgreiche Hollywood-Filme, etwa "Der weiße Hai" oder "Die Tiefe". Auch die anderen Romane des einstmaligen Redenschreibers für US-Präsident Johnson beschäftigten sich mit dem Meer. Gestern verstarb Benchley im Alter von 65 Jahren.

(Quelle: Spiegel)  13.02.2006

Franklin Cover gestorben

US_Film- und TV-Schauspieler

Zuletzt spielte er in der populären Sitcom "Die Jeffersons", hatte aber auch Rollen in Kinofilmen wie "The great Gatsby", "The Stepfors Wifes" oder "Wall Street". Er starb 77 jährig in einem Pflegeheim in New Jersey.

(Quelle: CNN)  12.02.2006

Walerian Borowczyk gestorben

Polnischer Regisseur

Der besonders in den sechziger Jahren als Avantgardist geachtete Animationsfilmer ("La Théatre de Monsieur et Madame Kabal", "Rosalie") verlor diese Achtung der Kritik später durch seine Filmarbeiten im erotischen Filmgenre (Emanuelle) Nun starb er im Alter von 82 Jahren.

(Quelle: welt)  10.02.2006

GVU-Fahnder sponsern Film-Raubkopierer

Beweismaterial bei der GVU sichergestellt

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), welche im Auftrag der Film- und Software-Industrie tätig ist, hat Informanten aus der Raubkopiererszene bezahlt, und dabei selbst zur Verbreitung urheberrechtlich geschütztes Material wie brandneue Filmdateien gesorgt. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat während einer Gross-Razzia gegen Raubkopierer auch Beweismaterial in den Hamburger Geschäftsräumen der GVU sichergestellt, jedoch darauf hingewiesen, dass die GVU nicht als Beschuldigte durchsucht worden sei. Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft sind bislang noch nicht bekannt gegeben.

(Quelle: kino-zeit)  07.02.2006

Goldene Kamera

Verleihung in Berlin

Bei der Verleihung der Goldenen Kamera wurden Barbara Rudnick und Ulrich Noethen als Beste deutsche Schauspieler ausgezeichnet. "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" wurde Bester deutscher Fernsehfilm. In der Kategorie Film international wurde Charlize Theron ausgezeichnet, Anna Maria Mühe wurde Beste Nachwuchsschauspielerin, Thomas Hermanns erhielt die Goldene Kamera für die Beste Comedy und Jörg Pilawa, Carmen Nebel und Hugo Egon Balder wurden für die Beste Fernsehunterhaltung geehrt. In der Kategorie Pop national war Xavier Naidoo Sieger und die Pussy Cat Dolls im Bereich Pop international. Live-Aid-Initiator Bob Geldorf erhielt den Ehrenpreis Musik. Der krebskranke Rudi Carell wurde unter standing Ovation für sein Lebenswerk geehrt.

(Quelle: blickpunktfilm)  03.02.2006

Technik-Oscar für deutsches Unternehmen

"Technical Achievement Award"

Technik-Oscar für deutsches Unternehmen Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zeichnet am 18. Februar 2006 besondere wissenschaftlich-technische Errungenschaften mit dem "Scientific and Technical Academy Awards" aus. Wie bereits 1976, 1978 und 2000 geht zum vierten Mal ein "Technical Achievement Award" an das deutsche Unternehmen Schneider Kreuznach und zwar diesmal für die Entwicklung des Kinoprojektionsobjektivs "Cinelux Première", welches für mehr Schärfe und eine gleichmäßig helle Ausleuchtung der Kinoleinwand sorgt.

(Quelle: kino-zeitl)  02.02.2006

100.000 Euro für Schleichwerbung

Sat1 soll 100.000 Euro Strafe zahlen

Laut der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt (LMK) soll Sat1 für Schleichwerbung in den Jahren 2000 - 2005 über fünf Millionen Euro eingenommen haben. Nun soll der Sender 100.000 Euro Strafe zahlen und gemeinnützigen Kampagnen für Internetsicherheit Werbezeit für 400.000 Euro einräumen. Die vergleichsweise geringe Summe zu den 2,5 Millionen Schadenersatz, die ARD wegen Schleichwerbung von der Produktionsfirma Bavaria einklagen wollte, soll an eine gemeinnützige Impulswoche Krebs gehen..

(Quelle: spiegel)  02.02.2006

Brandbrief des ARD Chefredakteurs

Fehlentwicklungen angemahnt

Hartmann von der Tann, 62 und scheidender Chefredakteur der ARD, mahnt in einem offenen Brief Fehlentwicklungen in den Bereichen Dokumentation, Feature und Reportage an. Insbesondere die Qualität aber auch die Planung derselben lasse zu wünschen übrig. Im Bereich der Reportage, einstmals eine Kernkompetenz der öffentlich rechtlichen Sender, sieht von der Tann Stillstand wenn nicht Rückschritt.

Die Süddeutsche Zeitung hat seinen Brief in ganzer Länger veröffentlicht.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)  28.02.2006

Die französischen Césars vergeben

"Der wilde Schlag meines Herzens"

Das Spielfilm Remake von Jacques Audiard erhielt am Samstag in Paris acht Auszeichnungen. Als bester ausländischer Film wurde einmal mehr Clint Eastwoods "Million Dollar Baby" geehrt. Ehren-Césars gingen Pierre Richard ("Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh") und an  Hugh Grant. Die Preisverleihung war überschattet von einer Protestveranstaltung französischer Filmschaffender, die gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung protestierten.

(Quelle: Le Monde)  27.02.2006

Verhaftung von Berlinalepreisträgern

Empörende Aktion

Die beiden Schauspieler Rizwan Ahmed und Farhad Harun haben auf der diesjährigen Berlinale für "The Road to Guantanamo" den Silbernen Bären erhalten. Als sie auf der Rückreise nach London zusammen mit den beiden Männern, deren Schicksal der Film erzählt, ohne jede Begründung am Flughafen verhaftet und vom Verfassungsschutz in einen isolierten kleinen Raum gesperrt wurden, wussten sie nicht, wie ihnen geschah. Von den Beamten bekamen sie Beschimpfungen bezüglich ihrer Rollen in dem Film zu hören und mussten zusehen, wie ihnen persönliche Dinge, wie Brieftaschen usw. abgenommen und nach Adressen durchforstet wurden. Einem der beiden Schauspieler gelang es, seinen Anwalt von seinem Handy aus anzurufen, bevor es ihm abgenommen wurde. Erst als dieser, ein Menschenrechtsexperte übrigens, zurückrief, ließ man sie frei. Zwei der festgenommenen Männer wurden lange Zeit in Guantanamo gefoltert und isoliert, ohne Rechtsgrundlage dort festgehalten. Es ist ihre Geschichte, die der Film erzählt. Das Schicksal dieser Männer ist ja nun schon empörend genug, sollte man meinen. Aber dass nun Schauspieler, die diese Geschichte aufarbeiten, wie Schwerverbrecher behandelt werden, wirft ein hässliches Licht auf die Regierung Blair. Peinlich.

(Quelle: taz)  24.02.2006

Locarno Filmfeständerung

Neue Sektionen

Das Locarno Filmfest 2006, das vom 02. bis 12. August stattfindet, hat einige Programmänderungen vorgenommen. So wird z.B. die Wettbewerbssektion des Videowettbewerbs dieses Jahr nicht mehr existieren. Die Filme, die in dieser Sektion laufen würden, können nun am offiziellen Wettbewerb in der Sektion "Filmmakers of the present", oder unter der neuen Rubrik für digitale Projekte mit dem Namen "i.d." teilnehmen. Für Filme aus Ländern mit noch nicht allzu langer Filmtradition gibt es seit drei Jahren eine Sektion namens "Open Doors", auf der Koproduktionspartner vermittelt werden. Die Sektion "Filmmakers of the Present" soll ein Wettbewerb speziell für jene Filme sein, die vielleicht im Kino nicht die allergrößten Chancen haben, die jedoch innovativ sind und Neues zu bieten haben.

(Quelle: blickpunktfilm)  20.02.2006

Berlinale-Bären vergeben

Die Preisträger

Den Goldenen Bär erhielt der Film „Grbavica” von Jasmila Zbanic (Bosnien-Herzegovina). Moritz Bleibtreu erhielt die Auszeichnung als bester Darsteller für seine Hauptrolle in „Elementarteilchen”. Sandra Hüller wurde als beste Darstellerin für ihre Hauptrolle  „Requiem” geehrt. Einen Silberner Bären für die künstlerische Gesamtleistung erhielt Jürgen Vogel als Hauptdarsteller, Produzent und Co-Autor des Films „Der freie Wille”. Der große Preis der Jury, (Silberner Bär) wurde geteilt zwischen dem iranischen Film „Offside” sowie dem dänischen Film „Eine Soap”. Der Silberne Bär für die beste Filmmusik ging an Peter Kam für den chinesischen Film „Isabella”.

(Quelle: Berlinale)  19.02.2006

Chinas Wettbewerbsfilme

Verkehrte Welt

Chinas Wettbewerbsbeiträge sagen dieses Jahr viel aus. Vor allem über die Zustände, die in dem Land herrschen aus dem sie kommen. An sich eine interessante Sache, wenn das ausgesandte Signal kein so bedauerliches wäre: China schickte zwei Filme in den Wettbewerb, einerseits Chen Kaiges "Wu Ji", einen Flop, der außer Konkurrenz läuft und den Film "Isabella" von Pang Ho-cheung, eine Produktion, die qualitativ ihrem Compagnon in nichts nachsteht. Über "Isabella" lässt sich folgendes aussagen: Er ist schlichtweg nichts Besonderes. Weder in ästehtisch-gestalterischer Hinsicht, noch in inhaltlicher. Eine Geschichte über einen abgehermten Polizisten. Wodurch sich dieser Film auszeichnet, ist v.a. seine kompromisslose Linientreue. Und dass der Film in den Wettbewerb geht, zeigt uns, dass das ja auch völlig ausreicht, wohingegen viele chinesische Filme, die wesentlich mehr zu bieten haben im Panorama vor sich hin dümpeln.

(Quelle: FAZ)  17.02.2006

Bruch mit den Regisseuren?

X-Filme Creative Pool

Die Regisseure Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Dani Levy arbeiten einer Meldung der "Welt" zufolge nicht mehr einzig und allein für die Produktionsfirma "X-Filme". Der Grund sei ein fortdauernder Streit mit Senator-Film. Das Unternehmen hatte 2004 Insolvenz angemeldet. Seitdem versucht "X-Filme" den Senator-Film-Anteil an der Firma, der immerhin 51 Prozent beträgt, zurückzukaufen, jedenfalls bis der Mehrheitsanteil von "X-Filme" wieder in eigenem Besitz ist. Die drei Regisseure, von denen Tykwer und Becker mit ihren Filmen "Lola rennt" und "Good Bye, Lenin!" das deutsche Kino wieder international populär gemacht haben, haben 2005 eine neue Produktionsfirma namens "Y-Filme" gegründet. Trotzdem dementiert der geschäftsführende Gesellschafter von X-Filme, Stefan Arndt, eine Trennung der Firma von den Regisseuren. Es werde weiterhin zusammengearbeitet.

(Quelle: Spiegel)  09.02.2006

Der "deutsche Belmondo"

Marquard Bohm

Wer war Marquard Bohm? Anlässlich seines Todes am 3. Februar gibt es einiges über den "deutschen Belmondo" zu sagen, den die meisten jungen Leute nicht einmal kennen. Es war in den 60er Jahren, als Marquard Bohm bekannt wurde, jedoch war 1970 das Jahr, in dem "Rote Sonne", ein Film von Rudolf Thome mit Bohm in der Hauptrolle unvermittelt zum Kultfilm einiger Programmkinos wurde. Es heißt, wäre in dieser Zeit das junge deutsche Genrekino richtig in Fahrt gekommen und wäre das intellektuelle Kino des neuen deutschen Films ihm nicht in die Quere gekommen, wäre Marquard Bohm der Star dieser Zeit geworden. Als Spezialist für kaputte Typen, die er ohne viele Worte und mit beinahe reglosem Gesicht mit Menschlichkeit belebte, spielte er in Filmen Fassbinders, Roland Klicks ("Deadlock") und auch in Wenders "Im Lauf der Zeit". Auch mit seinem Bruder Hark Bohm drehte er Filme. Darunter z.B. "Nordsee ist Mordsee". Er starb nach längerer Krankheit an Herzversagen.

(Quelle: Frankfurterrundschau)  08.02.2006

Verbot der "Geisha"

Immer rigurosere Zensur

Der Hollywood-Film "Die Memoiren einer Geisha" ist in China durch die Zensur der KP verboten worden. Der Film wird nicht in die Kinos gelassen, weil er, so die Staatsverwaltung für Radio, Film und Fernsehen, zu "kompliziert und heikel" für das chinesische Publikum sei und auf Grund seiner unliebsamen Thematik anti-japanische Unruhen im Land verursachen könnte. Die Angst vor Auschreitungen ist aber nur vorgeschoben. Es ist die ewige und anhaltend tiefsitzende Feindschaft zwischen Japan und China, das im Zweiten Weltkrieg unter japanischen Greultaten zu leiden hatte, für die Japan bis heute zu wenig Reue zeige. Chinas konservative Zensoren sind v.a. daran interessiert, "die reine Lehre" zu verteidigen in einem Land, in dem durch den Prozess westlicher Globalisierung die Kultur ins Hintertreffen geraten könnte. Zuviel schädliches Gedankengut und Meinungsfreiheit könnte die Position der KP gefährden. Auch "Brokeback Mountain" wurde übrigens (wegen der Homosexuellenthematik) verboten, doch der Schwarzhandel mit DVDs floriert. Durch das Verbot von "Geisha" ist das Interesse an Raubkopien des Films stark gestiegen

(Quelle: Spiegel)  06.02.2006

 

Januar 2006

 

Goldene Himbeere für Cruise und Hilton

Schlechteste Rollen in den schlechtesten Filmen

Die goldene Himbeere wird in denselben Kategorien wie der Oscar verliehen, nur wird nicht der beste, sondern der jeweils schlechteste Film, Regisseur u.s.w. preisgekrönt. Tom Cruise wurde nominiert als schlechtester Schauspieler in Spielbergs Film "Krieg der Welten" und für zwei neue Kategorien, wegen seines peinlichen öffentlichen Auftretens in Bezug auf seine Scientologie-Äusserungen und das zur Schau stellen seiner Beziehung. Seine Freundin Katie Holmes wurde in der Kategorie schlechteste Nebendarstellerin in "Batman Begins" aufgestellt, ebenso wie Paris Hilton für ihre Nebenrolle in "House of  Wax".  Auch als "nervigstes Klatschobjekt" rangiert Hilton ganz oben. Auch Will Ferrell ("Verliebt in eine Hexe"), Jamie Kennedy ("Son of the Mask"), Jessica Alba ("Fantastic Four") und Jennifer Lopez ("das Schwiegermonster") erhielten Nominierungen als schlechtester Schauspieler bzw. schlechteste Schauspielerin.

(Quelle:spiegel)  31.01.2006

SF Schweizer Fernsehen 

SF Schweizer Fernsehen mit neuem Logo

Das "Schweizer Fernsehen DRS" heisst seit Ende letzten Jahres "SF Schweizer Fernsehen" oder kurz SF. Daher wurden alle Logos neu gestaltet um leicht erkennbar und zeitgemässer zu erscheinen.

(Quelle:funkkorrespondenz)  31.01.2006

Actors Guild Awards

Interessante Eregebnisse

Die Screen Actors Guild wartete bei der Verleihung der Schauspielerpreise in Los Angeles mit einigen Überaschungen auf: Reese Witherspoon und Philip Seymour Hoffman waren nämlich diesmal die Gewinner der lead-acting awards. Sie erhielten die Auszeichnungen für ihre Rollen in den Filmen "Walk the Line" und "Capote". Der hochgelobte Film von Ang Lee "Brokeback Mountain" erfuhr eine empfindliche Niederlage gegen "Crash" beim Rennen um den overall cast award. Weitere Preise gingen an Rachel Weisz und Paul Giamatti. Sie erhielten "supporting-acting honors" für ihre Darbietungen in "The Constant Gardener" und "Cinderella Man". Darüber hinaus wurden natürlich auch wieder Preise an Schauspieler aus TV-Produktionen vergeben. U.a. bekam Felicity Huffman den guild prize für ihre Rolle in "Desperate Housewives"

(Quelle: CNN)  30.01.2006

DIVA-Verleihung 

Gala im Deutschen Theater

Am Donnerstagabend fand im Deutschen Theater mit viel Pomp die 16. DIVA- Verleihung statt. Wie immer wurden die Jury- und Publikumspreise vor dem Lifetime Achievement Award vergeben, den in diesem Jahr der französische Schauspieler Alain Delon erhielt. Die Aufnahme in die DIVA-Hall of Fame erstritten sich außerdem Helen Schneider, Gottfried John und Martina Gedeck. Der DIVA-Deutscher Video-Preis ging an Twentieth Century Fox Home Entertainment für "Star Wars: Episode III". Für "Harry Potter und der Feuerkelch" erhielt Warner Bros. Pictures Germany den Kinopreis. Zum besten TV-Film wurde "Die Patriarchin" mit Iris Berben gekührt. Leander Haußmann ("NVA") bekam eine DIVA für die Regieleistung des Jahres.

(Quelle: blickpunktfilm)  27.01.2006

Kritik an EU-Fernsehrichtlinie

Weitere Diskussionen notwendig

Die SPD-Bundestagsfraktion hat die neue EU-Fernsehrichtlinie teilweise kritisch bewertet, vor allem hinsichtlich der Liberalisierung der Werbevorschriften und die Regelungen zu Product Placement in Fernsehsendungen. Es bestehe die Gefahr, dass die Trennung zwischen Werbung und Programm durch diese Regelungen nicht mehr im ausreichenden Maße gewährleistet sei, weswegen sie noch einmal grundlegend geprüft werden sollten. Zwar sei zu begrüssen, dass sich die Regelungen an den Inhalten orientieren müssten, jedoch gebe es noch Fragen zur tatsächlichen Notwendigkeit und zum Anwendungsbereich der Richtlinie. Unbedingt müsse die Unabhängigkeit der Programmgestaltung gewahrt werden.

(Quelle: blickpunktfilm)  26.01.2006

Horrorfilm bricht russische Rekorde

"Wächter der Nacht" -Sequel an der Spitze

Der als Trilogie angelegte Horrorfilm "Wächter der Nacht" wurde in Russland in kurzer Zeit zum erfolgreichsten in den GUS-Staaten gezeigten Kinofilmen, wurde aber ein Jahr später vom Kriegs-Thriller "Turkish Gambit" eingeholt. Mit dem Sequel "Day Watch" schaffte Regisseur Timur Bekmambetov innerhalb der ersten zwei Wochen ein doppelt so hohes Einspielergebnis das aber wie beim Vorgänger schnell erlahmte. Der letzte Teil "Dusk Watch" ist für das nächste Jahr geplant.

(Quelle: cinefacts)  20.01.2006

Regisseur Henri Colpi tot

Schweizer Regisseur wurde 84 Jahre alt

Der Schweizer Regisseur und Cutter Henri Colpi starb 84jährig in Menton an der Côte d'Azur. Mit seinem ersten Film "Noch nach Jahr und Tag" nach einem Drehbuch der Schriftstellerin Marguerite Duras gewann er 1961 die Goldene Palme von Cannes. Er arbeitete als Schnittmeister für Resnais und Tarkowski und wandte sich dann dem Fernsehen zu, wo er u.a. Omar Sharif in "Die geheimnisvolle Insel" einsetzte.

(Quelle: Die Welt) 19.01.2006

Verleihung der Golden Globes

Brokeback Mountain in 4 Kategorien ausgezeichnet

Der große Abräumer der diesjährigen Golden Globes-Verleihung war eindeutig Ang Lee's umstrittener Film "Brokeback Mountain": Vier Auszeichnungen erhielt das Drama über zwei homosexuelle Cowboys: als bestes Drama, für beste Regie, bestes Drehbuch und bester Filmsong. Nominiert war er insgesamt in sieben Kategorien. Auf dem zweiten Platz landete James Mangolds Film über das Leben von Johnny Cash "Walk the Line". Er wurde als bestes Musical ausgezeichnet. Außerdem erhielten die Hauptdarsteller Schauspielerpreise in der Musicalkategorie. In der Sparte "Drama" wurde Philip Seymour Hoffman für seine Rolle des homosexuellen Schriftsteller Truman Capote als bester Schauspieler ausgezeichnet und Felicity Huffman als beste Schauspielerin. George Clooney war mit seiner Regie-Arbeit "Good Night, And Good Luck" nominiert, ging jedoch auf dieser Schiene leer aus. Er erhielt aber den Golden Globe als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Syriana". Als bester fremdsprachiger Film wurde "Paradise Now" ausgezeichnet, ein Film über zwei Selbstmordattentäter, beste TV-Serie wurde das Insel-Abenteuer "Lost", beste Komödie wurde "Desperate Housewives" 

(N24.de, Netzeitung) 17.01.2006

Kinofans wollen Pinguine statt Kuba-Flair

 Wim Wenders eingeholt

Lange hielt Wim Wenders "Buena Vista Social Club" den Rekord. Doch nun scheinen sich die Kinofans aus der Karibik Richtung Antarktis verabschiedet zu haben: "Die Reise der Pinguine" ist mit nun 1,25 Millionen Besuchern der erfolgreichste Dokumentarfilm in den deutschen Kinos. Die französische Tierdokumentation über das Leben der Kaiserpinguine kam am vergangenen Wochenende auf die Gesamtbesucherzahl von 1.255.068, so der Filmvereih Kinowelt. Die Regie bei dem Film, den Branchenkenner zunächts kaum Chancen an der Kinokasse eingeräumt hatten, führte Luc Jacquet. Ein Ende des Erfolgs ist noch nicht in Sicht: Der Film läuft drei Monate nach dem Start immer noch mit 250 Kopien in den deutschen Kinos. 

(N24.de, Netzeitung) 10.01.2006

Tarantino verärgert über Bond-Ablehnung

 "Sie verwenden meine Idee"

Quentin Tarantino ist beleidigt, weil er nicht als Regisseur für den neuen James-Bond-Film engagiert worden ist. Das Mindeste wäre gewesen, sich mal bei ihm zu melden und mit ihm einen Kaffee zu trinken, klagte der für Gewaltszenen bekannte Regisseur von Kultfilmen wie "Pulp Fiction" US-Medien zufolge am Montag. "Ich habe mich wirklich darüber geärgert, dass die James-Bond-Produzenten nie bei mir angerufen haben", sagte der 42-Jährige. Schließlich sei er es gewesen, der 2004 öffentlich vorgeschlagen habe, den ersten James-Bond-Roman "Casino Royale" zu verfilmen, nachdem die Drehbuchautoren über Stoffmangel geklagt hätten. "Sie verwenden meine Idee und nutzen die Publicity, die ich ihnen verschafft habe", sagte Tarantino. Die Produzenten hatten sich für den Neuseeländer Martin Campbell entschieden, der bereits bei "Goldeneye" Regie geführt hatte, dem ersten Bond-Film mit Pierce Brosnan. In dem neuen Film wird Brosnan durch den Briten Daniel Craig ersetzt. 

(N24.de, Netzeitung) 10.01.2006

5D-Kino-Premiere

Odyssee, SOS Planet, Haunted House in 5D

In den Berliner Hallen am Borsigturm hat ein weltweit einzigartiges Erlebniskino eröffnet. Dank vibrierender Sitze, Duftstoffe, Wind und Nebeleffekte werden zu den gezeigten 3D-Filmen zusätzliche Dimensionen erzeugt.

(Quelle: kino-zeit)  04.01.2006

Franz Seitz ist tot

Im Alter von 84 gestorben

Franz Seitz war einer der einflussreichsten und bekanntesten deutschen Regisseure und Produzenten der Nachkriegszeit und wurde für seine Werke mit Preisen überhäuft. U.a. wurde er mit dem Bayrischen Filmpreis (mehrfach) und sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Alter von 84 Jahren ist Franz Seitz vergangenen Donnerstag gestorben und hinterlässt über 80 Filme, die er als Produzent betreut hat und die ihn zu einer Zentralperson des deutschen Films machten. Literaturverfilmungen galten als sein Steckenpferd. Für die Produktion der Grassverfilmung "Die Blechtrommel" (Regie: Volker Schlöndorff) 1978, erhielt Seitz den Oscar. Auch Thomas Manns Werke wurden von ihm bearbeitet ("Tonio Kröger", Wälsungenblut"). Seitz war nicht nur Träger von Filmauszeichnungen. Auch das Bundesverdienstkreuz I. Klasse nannte er sein eigen, ganz abgesehen davon, dass er sich in mehreren Verbänden hervortat: Seit 1981 war Seitz Vorsitzender des Verbands deutscher Spielfilmproduzenten, bevor er Präsident der Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft wurde.

(Quelle: Spiegel)  25.01.2006

ARD und ZDF ohne Reklame?

"Mittelfristiger Verzicht"

Der Vorsitzende der Rundfunkkomission der Länder Kurt Beck befürwortet einen gänzlichen Verzicht der öffentlich-rechtlichen Fernseh-und Hörfunkstationen auf Reklame. Alles in allem wäre das wohl ein gewagter Schritt, da die Sender dann mit erheblichen Finanzierungslücken rechnen müssten. Aus diesem Grund warnte der SPD-Politiker vor überstürzten Schritten. Darüber hinaus müsse man ohnehin erst die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten, die von der ARD angestrebt wird. Die Fernsehgebühren würden nach den Berechnungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ohne Werbeeinnahmen um 1,42 Mio. Euro im Monat steigen. Für das Sponsoring, das z.B. für die Übertragung von Sportveranstalungen Existenzgrundlage ist, gelte der Plan nicht, so Beck.

(Quelle: Spiegel)  24.01.2006

Förderpreis auf Mip-TV

"Content 360"

Zum ersten mal vergibt die BBC und die Korea Broadcasting Comission im Rahmen der Fernsehmesse Mip-TV den neuen Förderpreis "Content 360" der mit 75.000 Euro dotiert ist. Der Preis ist dafür gedacht, innovative Ideen und Konzepte in den Bereichen interaktives Fernsehen, Breitbandinternet und Mobile Entertainment zu ehren. Bis zum 14. Februar können Projekte von Multimediastudios und Developern eingereicht werden.

(Quelle: blickpunktfilm)  23.01.2006

Jurymitglieder komplett

Berlinale

Die Mitglieder der Berlinale-Jury stehen fest und sind mit acht Mitgliedern nun komplett. Unter der Präsidentschaft von Schauspielerin Charlotte Rampling wird sich eine kunterbunte Mischung aus Fachleuten während dem Filmwettbewerb die Ehre geben: Der Schauspieler Armin Mueller-Stahl, aus den Niederlanden der Regisseur Marleen Gorris, der polnische Kameramann Janusz Kaminski, außerdem der US-Künstler Matthew Barney, sowie die koreanische Schauspielerin Lee Young-ae und die Filmproduzenten Fred Roos (USA) und Yash Chopra (Indien). Mit "Der rote Kakadu" und "Knallhart" gehen zwei Filme von deutschen Regisseuren an den Start. Auch Claude Chabrols Film "L'ivresse du pouvoir" und Roberto Benignis "Der Tiger und der Schnee" werden als Wettbewerbsbeiträge gehandelt, sind aber noch nicht offiziell bestätigt worden.

(Quelle: Tagesspiegel)  18.01.2006

Shelly Winters

Hollywood Star starb an Herzversagen

Im Alter von 85 Jahren ist einer der weiblichen Stars aus der großen Hollywood-Ära in einem Pflegeheim in Beverly-Hills gestorben. Sie verkörperte zumeist härtere, tragische Frauenfiguren und arbeitete mit Regisseuren wie George Cucor oder Stanley Kubrik zusammen. Filme wie "Ein Doppelleben", "Ein Platz an der Sonne", "Poseidon-Inferno" oder "Lolita" machten sie berühmt.

(Quelle: Der Spiegel)  15.01.2006

Bayerische Filmpreise vergeben

Keine Überraschungen

„Sophie Scholl" wurde pflichtgemäß mit dem bayerischen Filmpreis als bester Film ausgezeichnet. Der Stasi-Streifen  „Das Leben der Anderen“ wurde mit vier Preisen-  für den Schauspieler Ulrich Mühe, Drehbuch und Regie (Florian Henckel von Donnersmarck) sowie die Produzenten Wiedemann & Berg prämiert. Maximilian Schell wurde mit dem Ehrenpreis geehrt. Weitere Preise gingen an die Schauspieler Sandra Hüller und Max Riemelt, den Dokumentarfilmer Philip Gröning („Die Große Stille“), sowie die Filme „Schneeland“,„Es ist ein Elch entsprungen“ und „Warchild“.

(Quelle: Movie-College)  14.01.2006

Französische Rekordzahlen veröffentlicht

CNC-Meldung

Das Centre Nationale de la Cinématographie hat Rekordzahlen bezüglich des französischen Films veröffentlicht: 2005 war ein Jahr, in dem in Frankreich mehr Filme produziert wurden als jemals zuvor. Die Organisation teilte erstens mit, es seien insgesamt 240 Filme entstanden, zweitens seien die Filminvestitionen um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2005 investierten ausländische Investoren insgesamt 93,32 Mio. Euro in den französischen Film. Was den Geschmack des französischen Publikums angeht, ist das US-Kino 2005 in der Gunst gesunken: Die Besucherzahlen gingen um 12 Prozent zurück. Allerdings sind die Gesamtbesucherzahlen auch um 10 Prozent geschrumpft: Sie liegen nun bei c.a. 175,65 Mio..

(Quelle: Blickpunkt Film)  13.01.2006

Technik-Oscar nach Hessen

"Für technische Errungenschaften"

Vier Mitarbeiter der hessischen Firma Schneider Optische Werke sind Preisträger des diesjährigen Oscars für technische Errungenschaften. Sie erhielten die Auszeichnung für ein neuartiges Projektionsobjektiv, das sie entwickelt hatten. Alles in allem ist es Oscar nr. 4 für die Bad Kreuznacher Firma, die mittlerweile bereits für 17 Erfindungen gewürdigt wurde.

(Quelle: Welt)  12.01.2006

KEK-Entscheidung angegriffen

Kritik aus NRW

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Negativentscheidung der Komission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) kritisiert. Die Komission gab ein klares Nein zur Fusion der Axel Springer AG mit der ProSiebenSat.1 Media AG. Der Fusionsplan war auf Grund der dadurch entstehenden vorherrschenden Meinungsmacht als nicht genehmigungsfähig bewertet worden. NRW-Staatssekretär Thomas Kemper erklärte in Folge dessen, der KEK sei bei einer wichtigen wirtschaftlichen und publizistischen Fragestellung das Augenmaß abhanden gekommen.

(Quelle: Blickpunkt Film)  11.01.2006

Pro7/Sat1 Deal immer unsicherer

Springer prüft Ausstieg aus Übernahme

Das anstehende Veto des Bundeskartellamtes gegen die Übernahme der beiden Fernsehsender hat angeblich dazu geführt, dass der Medienkonzern einen Ausstieg aus den Übernahmeverhandlungen prüfe. Die Chancen auf eine Einigung werden intern nur noch mit 40% bewertet.

(Quelle: Handelsblatt)  09.01.2006

Köln auf der Besetzungscouch

 Landesregierung will  Filmhochschule gründen

Zwei Filmakademien existieren bereits in Köln: die Internationale Filmschule (ifs) und die Kunsthochschule für Medien (KHM). Hier werden pro Jahr rund 100 Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten und Mediengestalter ausgebildet. Doch der Landesregierung scheint das nicht zu reichen. In ihrem Koalitionsvertrag stellen CDU und FDP fest: "Wir streben die Einrichtung einer Filmhochschule an." Als Standort für die neue Akademie verlautbarte aus Regierungskreisen immer wieder Köln. 

Bei ifs und KHM sorgt dieses Vorhaben selbstredend für Unmut. Eine neue Filmakademie droht mindestens ihre Eigenständigkeit, wenn nicht sogar ihre Existenz in Frage zu stellen. Monatelang haben die Direktoren und Geschäftsführer der Kölner Schulen alles versucht, um das Thema vom Tisch zu bekommen. Doch die schwarz-gelbe Koalition lässt sich nicht abwimmeln. Um zu den Traditionsschulen in Berlin, in Potsdam-Babelsberg und in München aufzuschließen, soll eine NRW-Akademie entstehen.

(Quelle: taz)  05.01.2006

John Hahn Petersen gestorben

75 jährig in Theatergarderobe

Einer der bekanntesten Film- und Theaterschauspieler Dänemarks verstarb unmittelbar vor seinem Auftritt im Kopenhagener Nationaltheater. Die Inszenierung von "Innerhalb der Mauern" stand unter keinem guten Stern, ein Kollege, für den Petersen einsprang hatte zuvor einen Schlaganfall erlitten, ein weiterer erlitt während der Proben einen Herzinfarkt, überlebte aber. Im Kino war Petersen unter anderem in Filmen wie "Sommaren", "Baby Doll" oder "Die Olsen-Bande" zu sehen.

(Quelle: Die  Welt)  06.01.2006

 

 
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