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DokFest 2003 Filmfestival Reykjavik

Vom 17. September bis zum 27. September 2009 findet in der Hauptstadt Islands das 6. "Reykjavík International Film Festival" statt. Dieses Festival verspricht eine große Auswahl an neuen, aufregenden internationalen Spielfilmen, Midnight Screenings, Konzerten, Drive-In Movies und sogar, es bietet sich in dieser Stadt förmlich an, ein Swimming Pool Screening. Gezeigt werden hier mehr als 120 Filme aus fast 40 Ländern.

Als besonderer Gast wurde Regisseur Milos Forman eingeladen. Er erhält den diesjährigen Ehrenpreis des Filmfestivals. Drei seiner Filme werden in einer Retrospektive gezeigt.

Das RIFF vergibt jedes Jahr den "goldenen Puffin". Dieser ist für neue und relativ unbekannte Regisseure reserviert. Dieses Jahr haben es 14 Spielfilme in die Auswahl geschafft. All diese Filme sind erster oder zweiter Spielfilm des jeweiligen Regisseurs.

Da die Vorstellungen immer erst ab 13 Uhr beginnen, bleibt den Festivalbesuchern genügend Zeit die Stadt zu erkunden, durch die Kunstgalerien zu schlendern oder eine Bustour z.B. zur berühmten Blauen Lagune zu unternehmen. Bei höchstens 10°c empfiehlt sich warme Kleidung aber dann kann es auch schon losgehen... 

Jetzt sind wir aber erstmal auf die Filme gespannt!

Masterclass mit Milos FormanGasteig Foyer

Der Regisseur von Filmen wie " Einer flog über das Kuckucksnest" und "Larry Flint" war am Dienstag Nachmittag Gast in Universität Island. Er erzählte von seiner Karriere und stand dem Publikum für Fragen zur Verfügung.

Milos Forman zeigte sich als ruhiger, humorvoller Mensch der für alle Fragen offen war. Nur sich und seine Filme zu analysieren lehnte er ab.

Sein Geheimnis zum Filmemachen: " Erzähle die Wahrheit aber ohne langweilig zu sein!"

Kurzfilme

Erste Kritiken vom Festival zu folgenden Kurzfilmen, gesehen von Mareike Dobewall.

 

Icelandic Public (30 Minuten)

Dieser Film gibt einen Einblick in eine Gemeinschaft von 400 Personen, die im Westen Reykjaviks, in einem ehemaligen Arbeiterhaus lebt. Sie haben ihre eigene Verwaltung, Ferien, Eigenschaften und philosophische Werte. Die Charaktere die uns vorgestellt werden sind einzigartig. Da gibt es zum Beispiel einen Mann der es nicht ertragen kann, wenn zwei Socken nicht zusammen passen. 

Er ist der festen Überzeugung, dass die Füße den Unterschied merken. Eine weitere Rolle spielt das Haus selbst, das so konstruiert wurde, dass der wenige Platz perfekt genutzt wird. Der Film ist zwar informativ, wurde aber mit einer skeptischen Kamera gedreht, die den portraitierten Charakteren nicht gerecht wird.

gesehen von Mareike Dobewall, 28.09.2009
 

The Wild One (9 Minuten)

Die Angst des Büromenschen vor dem Erreichen der gesetzten Ziele. Der Protagonist dieses Kurzfilms kann hiermit nicht gut umgehen und flüchtet in die Wildnis Islands um sich zu verlieren. Leider schafft dieser Kurzfilm es nicht Nähe zu dem Hauptcharakter zu erzeugen und so lässt einen der kurze Ausflug in die Wildnis kalt. Nicht zu verachten sich hingegen die Aufnahmen der Isländischen Landschaft.

gesehen von Mareike Dobewall, 28.09.2009
 

Epic Fail (13 Minuten)

Ein Mann um die dreißig sammelt Sounds in Reykjavik. Er hat sich gerade das neueste Equipment besorgt und fährt mit seinem Fahrrad durch die Strassen auf der Suche nach neuen Tönen für seine Sammlung. Als er sein Fahrrad abstellt, um eine Pizza aus einem Imbiss zu holen, ist das Fahrrad mit dem Equipment, als er wieder heraus kommt, verschwunden. Er vermutet, dass ein weißer Lieferwagen das Fahrrad geladen hat und überredet eine Frau dem Wagen zu folgen. Es folgt eine Reihe von Missverständnissen und es läuft schief was schief gehen kann. Trotz Stereotypen sehr unterhaltsam und lustig.

gesehen von Mareike Dobewall, 28.09.2009
 

Mother knows best (25 Minuten)

Nanna ist eine Single Mutter, die mit ihrem Sohn, der um die zwanzig ist, zusammenlebt. Nanna ist gegen die Beziehungen ihres Sohnes und versucht diese systematisch zu zerstören. Nach und nach ekelt sie die potentiellen Schwiegertöchter mit den Waffen einer Mutter weg. In einer Dokumentation sieht Nanna, dass sich schwule Söhne besser um ihre Eltern kümmern - "It´s a blessing to have a gay son". - Eine Einsicht die alles verändert. Etwas theatralisch aber sehr lustig. Die Hauptdarstellerin spielt einfach großartig!

gesehen von Mareike Dobewall, 28.09.2009
 

Preise

Den "Discovery Award" erhielt der kanadische Regisseur Xavier Dolan für seinen Debutfilm "J' ai tué ma mère" der von der schwierigen Beziehung zwischen einem Jugendlichen und seiner Mutter handelt. Dieser Film erhielt dieses Jahr bereits den "Prix Regards Jeunes" in Cannes.

Den "FIPRESCI Award", der von der International Federation of Film Critics vergeben wird, nahm der schwedische Regisseur Fredrik Ekdfelt für seinen ersten Spielfilm "The girl" (Flickan) entgegen. In dem Film geht es um ein 10-jähriges Mädchen das alleine gelassen wird und sich seine eigene Realität erschafft.

Der norwegische Regisseur Matias Armand Jordal erhielt für "Together" (Sammen) den "the Church of Iceland Award". Dieser Preis wird an herausragende Filme verliehen, die sich mit existentiellen Fragen auseinandersetzen. Hier zur Filmkritik

Den "RIFF Audience Award" erhielt der isländische Regisseur Janus Bragi Jakobsson für seinen Kurzfilm "The Gentlemen" (Herramenn).

Für "UMOJA: Where men are forbidden" -der die Geschichte eines kenianischen Dorfs erzählt, wo Frauen für ihre Rechte kämpfen, in einem Dorf ohne Männer- nahm der französische Regisseur JeanMarc Sainclair den "Human Rights Award" entgegen.

Den "RIFF Environmental Award" erhielt der Regisseur Brice Laine für "The dancing forest". In diesem Film versucht eine Dorfgemeinde sich unabhängig, im Einklang mit der Natur, zu versorgen.

 
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