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Medientage 2009
Heute begannen im internationalen Kongresszentrum München die 23. Medientage. Das diesjährige Motto der Veranstaltung lautet: "MUT - Medien und Transformation". Eine tragende Rolle spielte dabei, genau wie im letzten Jahr, die Diskussion um den gefürchteten Feind des Fernsehens und der Printmedien, das Internet. Ebenso soll das Potential der "Medien 2.0" diskutiert werden, in denen der Konsument auch selber zum Akteur wird und beispielsweise Werbefilme selbst erstellt. In der Eröffnungsrede zum alljährlichen Mediengipfel, welche dieses Jahr von Prof. Dr. Dieter Ring, dem Präsidenten der bayrischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM), gehalten wurde, sowie der darauf folgenden, von Staatsminister Siegfried Schneider, klang es jedoch nicht so als hätte man konkrete Vorstellungen darüber, wie Printmedien und Fernsehen sich verändern müssten um sich langfristig zu halten. Das Resultat waren Ausflüge in die vermeintlich sicheren wirtschaftlichen Sphären. Dabei wurden Digitales Kabelfernsehen und HD-Technologie als wachstumsversprechende Errungenschaften dargestellt. Über Inhalte und Qualität des Fernsehprogramms wurde erstaunlich wenig geredet. Die Keynote distanzierte sich denn auch klar von den beiden vorangegangenen Reden. Modern, radikal und gesellschaftsorientiert, äußerte sich Philosoph, Publizist und Autor, Richard David Precht zu den genannten Problemen. Er machte keinen Hehl daraus, dass er den Großteil der Privaten Fernsehanstalten ohnehin als "Antworten auf ungestellte Fragen" empfinde. Das größte Problem der derzeitigen Situation stelle für ihn die Fragmentarisierung der Medienlandschaft dar, ein zentrales Leitmedium sei verloren gegangen. Um eine einheitliche Öffentlichkeit zu wahren, müsse man die öffentlich rechtlichen Medien schützen.
Das waren klare Ansagen auf der traditionell von TV-Sendern dominierten Veranstaltung. Die darauf folgende Diskussionsrunde unter der Leitung von Focus-Chefredakteur Helmut Markwort, stand sehr stark unter dem Eindruck von Prechts Rede.
Im Rahmen verschiedener Panels können sich
die Besucher der diesjährigen Medientage zu einer Vielzahl
an Themen die den Medienbereich betreffen informieren. Eine
Übersicht über die angebotenen Diskussionsrunden des Kongresses finden
sie hier. Neben dem kostenpflichtigen Kongress gibt es für Besucher auch die Möglichkeit, die parallel verlaufende kostenlose Messe zu besuchen. Auf dieser werden technische Innovationen, Trends und praktische Lösungen in den Bereichen Broadcast, Online, Mobile, Film, Medienfachpresse sowie Aus- und Weiterbildung präsentiert. Im Mittelpunkt der Messe stehen unter anderem Themen wie IPTV, Mobile Media, DVB, Digital Entertainment, Digitalradio, HD-Technologien und Digital Production.
Panels über die wir berichten:Freitag, 30.Oktober 2009Panel 12.8Ausbildung in Medienberufen außerhalb der RedaktionTeilnehmer berichten. |
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