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Bevor eine Förderung, eine Fernsehredaktion oder ein Produzent möglicherweise Geld in die Entwicklung eines Drehbuchs investiert, ist es notwendig, ein Exposé abzuliefern, welches in wenigen Sätzen die Idee, das Besondere einer Geschichte erfasst und die Grundbausteine und Figuren möglichst interessant beschreibt. Förderungen verlangen übrigens über das Exposé hinaus meist eine ausgearbeitete Szene als Arbeitsprobe. Solch ein Exposé kann 1-4 Seiten lang sein, und sollte ohne Anstrengung zu lesen sein. Die Entscheider wollen nicht viel Zeit investieren, sie bekommen täglich eine größere Menge Exposés auf den Schreibtisch. Der Vorteil des ExposésMan muss nicht zuviel Arbeit in das Projekt investieren, um einschätzen zu können, ob die Idee auf Interesse trifft. Der Nachteil: Man muss seine groben Handlungsbögen sehr früh festlegen. Es ist merkwürdig, manchen Autoren fällt es ganz leicht, einen lockeren Entwurf ihrer noch zu schreibenden Geschichte auf ein paar Seiten niederzuschreiben, und andere tun sich unendlich schwer damit, weil ihre Geschichte mit dem Entstehen des Drehbuchs erst entsteht. Diese Unterschiede sagen nichts über die Qualität eines späteren Drehbuchs, sie sind nur Resultat unterschiedlicher Arbeitsweisen am Drehbuch. Manche Autoren entwerfen erst das Ende ihres Buches, um sich dann mit den Fäden und Bögen der vorangegangenen Szenen zu beschäftigen. Was gehört nun unbedingt in so ein Exposé hinein? Nun, prinzipiell ist es eine Art Inhaltsangabe, bereichert mit einigen filmspezifischen Eigenheiten. Naja, und interessant sollte sich die Geschichte auch anhören. Wenn man beim Schreiben die folgenden Fragen beantworten kann, sollte nicht mehr all zu viel schief gehen.
Die Fragen sollen natürlich nicht mechanisch in der vorgegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden, sondern sich beim Lesen aus dem Exposé beantworten lassen. Exposé im AuftragWird ein Exposé im Auftrag geschrieben, so liegen die Honorare dafür zwischen 0 und ca. 2000 D-Mark, je nach Bekanntheitsgrad und Professionalität der Vertragspartner. Wird es nicht in Auftrag sondern in eigenem Risko geschrieben, sollte man es nicht blind durch die Medienwelt verschicken. Da ja die Elemente der Geschichte nur grob skizziert sind und durch minimale Änderungen bereits eine etwas andere Richtung erhalten können, ist nie auszuschließen, dass jemand einfach die Ideen stielt und umschreibt. Es gibt keinen wirklichen Schutz davor, erst ein veritables Drehbuch erlaubt präzisere Festlegungen und (vorausgesetzt man hat es geschützt) den Nachweis möglicher Urheberrechtsverletzungen. Beispiel
für ein Exposé |
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