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Ein StandardDer Wunsch, Videos und Tonquellen miteinander synchron zu verkoppeln, Videos oder Ton synchron zu schneiden oder Dokumentarfilme ohne Filmklappe zu drehen, hat zur Entwicklung von Timecode geführt. Das Thema ist sehr komplex, hier eine Einführung: ZeitinformationTC ist eine Zeitinformation, die auf unterschiedliche Weise auf Video oder Ton aufgezeichnet wird und jedem Bild eine eigene Nummer zuordnet und elektronisch „aufstempelt“. Dabei werden Bilder, Sekunden, Minuten, Stunden sowie Userdaten festgehalten. Um verschiedene Geräte gleichzeitig synchron laufen zu lassen müssen deren Uhren natürlich absolut übereinstimmen. Dafür gibt es so genannte Mutteruhren, mit denen die anderen Geräte zu Beginn jedes Drehtages abgeglichen werden.
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So hört sich LTC an |
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Bei professionellen Harddisk-, DAT-Rekordern oder analogen Timecode Bandgeräten wird ebenfalls Timecode aufgezeichnet. Analoge Geräte verwenden dazu LTC (Longitudinal Timecode). Dieser wird auf einer zusätzlichen Tonspur aufgenommen und hört sich ziemlich schrill an.
Eine Stereomaschine mit Timecode hat also 3 Spuren 2 für Audio und dazwischen in der Mitte eine LTC-Spur. Wenn Magnetfilm (Perfoband) mit TC versehen wird, zeichnet man diesen auf der Kennspur, direkt am äußeren Rand auf. Wichtigster Nachteil gegenüber VITC ist, dass LTC erst ab einer bestimmten Bandgeschwindigkeit gelesen werden kann. Daher lässt sich der Timecode nur im Lauf und nicht Bild für Bild lesen. Bei DAT wird der Timecode in die Informationen über Zeitposition und IDs integriert.
Bei Filmkameras mit Timecode gibt es zwei unterschiedliche Verfahren. Die deutsche Variante belichtet die Zeitcodes zwischen den Perforationslöchern als Binärcode (Lichtpunkte für H/L) auf. Bei vier möglichen Lichtpunkten zwischen zwei Perfolöchern lassen sich alle nötigen Zahlen darstellen. Leuchten alle vier, bedeutet das 15, leuchtet keine, bedeutet es 0.
Um binären Timecode lesen zu können, ist ein Lesekopf am Schneidetisch oder am Filmabtaster (für Computer-Schnittplatz) erforderlich. Die französische Lösung belichtet den Timecode in Klarschrift auf den Film, er ist also im Schneideraum ohne Zusatzgerät lesbar.
Für Kameras, die nicht mit entsprechenden Timecode- LED´s ausgerüstet sind gibt es Timecode-Klappen auf denen beim Schlagen der Klappe gleichzeitig der Timecode, welcher auch auf das Tongerät aufgenommen wird, zu sehen ist. Damit befindet sich am Anfang der Einstellung ein Timecode zum Anlegen. Da alle modernen Kameras Quarzgenau laufen, genügt das völlig.
Für Script, Tonberichte oder Aufzeichnungen des Kameraassistenten können Notizen etwa über die Klappennummer, Qualität, Anmerkungen etc. zum Timecode geschrieben werden.
Während der Timecode bei der Aufnahme bestenfalls helfen kann, etwa im Dokumentar-Bereich ohne störendes Klappeschlagen synchron drehen zu können, ist der Timecode für die Nachbearbeitung, die Postproduktion unter Umständen absolut zwingend. Etwa wenn man auf Video dreht und schneiden möchte. Die Schnittcomputer lesen und synchronisieren die Videogeräte anhand von Timecode. Auch die nicht-linearen Schnittplätze digitalisieren das Material mit Timecode ein.
Hat das Script beim Drehen bereits eine Protokolldatei erzeugt, kann etwa ein Avid die Takes automatisch eindigitalisieren. Die Datei enthält alle wichtigen Infos.
Der häufigste Fehler bei Aufnahmen in Zusammenhang mit Timecode ist, zu wenig Vorlauf zu lassen. Um nämlich später beim Videoschnitt oder Tonüberspielen mit Synchronizer arbeiten zu können, ist ein längerer Vorlauf (ca. 5-6 Sekunden) des Tons oder Videos vor dem Beginn der gewünschten Einstellung nötig. So lange benötigen die Systeme, um sich auf den Timecode zu synchronisieren.
Wenn also eine Szene gedreht wird, den Ton oder die Videokamera frühzeitig laufen lassen, damit das Band bis die Klappe geschlagen wird, schon mindestens 6 Sekunden lang gelaufen ist.
Wenn man das vergisst, kann es sein, dass man die Einstellung nicht von Anfang an verwenden kann! Derartige Fehler zu korrigieren und das Material doch noch von Anfang an verwendbar zu machen, ist aufwändig, und meist auch teuer.
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