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Ein Mikrofon, ganz gleich, ob dynamisch oder ein Kondensator-Typ, ist
jeder Art von Luftbewegung, die über das reine Schallereignis (Schallwellen
sind auch Luftbewegungen) hinausgehen, hilflos ausgeliefert.
Zug, Fahrtwind, wetterbedingter Wind, aber auch schon der Luftzug, der
beim Herumschwenken des Mikrofons entsteht, können zu lauten
Blubbergeräuschen führen, die eine Tonaufnahme ruinieren können.
Selbst der Atem eines Sprechers, der nahe am Mikrofon ist, kann „Plopgeräusche“
verursachen.
Deshalb setzen Tonprofis eine ganze Palette unterschiedlicher Systeme ein,
die das Mikrofon vor Wind schützen. Je nach Stärke der Beeinträchtigung
durch Wind vergrößert sich auch der Aufwand, diesen abzuhalten.
Für den Dreh in Innenräumen genügt normalerweise der nebenstehende Schaumwindschutz,
um Wind durch die Bewegung des Mikrofons abzufangen.
Bei Außenaufnahmen sollte es schon ein Korbwindschutz sein (wie
ganz oben abgebildet), der normalen Wind vom Mikrofon abhalten kann.
Weht es aber schon etwas mehr, so wird über den Korbwindschutz noch ein
Textil (Socke) oder ein Fell (Windjammer) gezogen, welches wie ein
flauschiger Teddybär aussieht und den Korbwindschutz noch windschnittiger
macht.
Da der Tonassistent (Boomman) durch den Korbwindschutz ja zusätzliches
Gewicht an der z.T. lang ausgefahrenen Tonangel
halten muss, ist es wichtig, dass dieser möglichst leicht ist. Wie sieht es
überhaupt im Innern des Korbwindschutzes aus?
Das
Richtmikrofon (Niere oder Keule) wird in zwei
Aufhängungen (Mikrofonspinne) eingeklemmt, die an Gummis aufgehängt sind,
um den Körperschall, übertragen von der Tonangel, abzufangen.
Nebenstehend
sieht man eine Aufhängung von Vorne, ganz deutlich sieht man die gespannten
Gummibänder.
Das Kabel wird durch einen Schlaufenformer geführt, bevor es
hinten aus dem Korbwindschutz herauskommt, um Kabelgeräusche zu
verhindern.
Ohne Korbwindschutz werden Außenaufnahmen sehr häufig durch
Windgeräusche beeinträchtigt.
Bei einigen DV-Kameras werden zwar elektronische
Windfilter eingesetzt, doch die schneiden eigentlich nur den unteren
Frequenzbereich, in dem der Wind am stärksten stört, ab und reduzieren
damit deutlich die Tonqualität. Unter professionellen Gesichtspunkten
sicher keine ideale Lösung.
Ein guter Korbwindschutz kostet, je nach Mikrofontyp, ab 120,- Euro
aufwärts. Einen Schaumwindschutz (für innen) gibt es ab 20,- Euro. Eine
Investition, die sich auf jeden Fall lohnt. |