Grundsätzlich unterscheidet sich das
Drehbuchschreiben absolut vom literarischen Schreiben. Drehbuch hat sehr
viel mit Bögen, Geometrie zu tun. Strukturen spielen eine große Rolle.
Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen: Eigentlich sollte jeder
Drehbuchautor einmal beim Entstehen eines Spielfilmes im Schneideraum
gesessen haben. Dort klärt sich nämlich sehr schnell, ob alle Elemente
der Geschichte gestimmt haben, ob Überflüssiges gedreht wurde. Ob alle
Informationen an der richtigen Stelle gegeben wurden, und ob die Figuren
glaubwürdig entwickelt sind. Das Movie-College ist bemüht, den Bereich
Drehbuch zügig auszubauen. Am sinnvollsten wäre es, wenn Sie sich
einschlägige Bücher besorgen, die zwar sich widersprechende Theorien
vermitteln, aber auf jeden Fall eine gewisse Grundlage für die ersten
eigenen Versuche herstellen. Empfehlenswerte Titel sind: Die Technik
des Drehbuchschreibens v. Eugene Vale (TR-Verlagsunion), Das Geheimnis
guter Drehbücher v. Linda Seger (Alexander Verlag Berlin), Drehbuchschreiben
für Film und Fernsehen v. Syd Field (List Verlag/Journalistische
Praxis).
Movie-College-Team
Ich kann dir dazu das Buch Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film
von Syd Field u. a. aus dem List Verlag empfehlen. Das ganze kostet
zwar 40,- DM, obwohl es nur ein 240-seitiges Taschenbuch ist, aber es
enthält jede Menge Tipps über formale Dinge, Charakterentwicklung und
jede Menge Beispiele aus dem gigantisch guten Drehbuch zu Chinatown.
Das wird genau das richtige sein.
Vielleicht hilft dir ein Besuch in diversen Burgen
oder Schlössern. Oft ist die Innenausstattung selbst noch vorhanden.
Kürzlich kam ein Bericht über die Filmstudios in Babelsberg, dort gibt
es einen Kostümfundus, evtl. können die dir bzgl. der Bekleidung helfen.
Susanne Ziener
Unter folgender Internet-Adresse gibt es in
englischer Sprache weit über hundert Drehbücher von bekannten Filmen,
die man sich aus dem Internet ausdrucken kann: www.script-o-rama.com/snazzy/dircut.html.
Klicke ganz unten auf „TV-Scripts“ oder „Film Transcripts“
Anja
Drehbücher zu bekannten Filmen werden oft veröffentlicht, Du kannst
sie in jeder Buchhandlung kaufen oder zumindest bestellen. Die Drehbücher
für Das Piano, Das Leben ist schön und Eyes Wide Shut
sind Beispiele dafür.
Es gibt ein paar sehr gute deutschsprachige Sites, auf denen Autoren
Ihre Projekte vorstellen. Diese sind aber aus Sorge vor Ideenklau nur für
Produktionen zugänglich (kennwortgeschützt). Dann gibt es noch diverse
Amateure, die Ihre Exposés ins Netzt gestellt haben, aber man sollte sich
nur professionelle Vorbilder nehmen. Im Movie-College (Bereich Drehbuch)
finden sich auch zu diesem Thema einige Informationen.
Eine Doku-Idee präsentieren: Exposé,
Outline, Projektentwurf
In der Vorstellung sollte auf jeden Fall
erkennbar sein, wohin die ganz Geschichte gehen soll. Also die Länge des
Films, die Erzählposition (z. B. Das Team beobachtet einen Tag im
Leben eines Rettungsfahrers oder Interviews mit Helfern und Opfern). Es
sollten ein paar inhaltliche, und wenn möglich auch atmosphärische
Erklärungen dazukommen.
Ganz wichtig ist auch ein dramaturgischer Rahmen. Entweder zeitlich
(Ein Tag/eine Woche...) oder ein Ereignis (Noteinsatz bei
Großveranstaltung/Fußballspiel/Autobahnunfall). Vielleicht gibt es auch
einen Schwerpunkt oder eine Kernfrage (z. B. „Wie verkraften die
Nothelfer ihren Job“, „Die Angst fährt mit“ etc.)
So eine Exposé für einen Doku kann 1-3 Seiten lang sein.
Eigentlich gibt es da eine ganze Menge zu
erläutern. In den Online Seminaren geschieht dies recht ausführlich.
Bevor Du Dein Drehbuch verschickst, solltest Du ein Beweismittel sichern,
dass auch wirklich Du der Urheber bist. Dazu kann man zum Beispiel das
Drehbuch bei einem Notar in einem Umschlag versiegeln lassen, oder was
noch preiswerter ist, einfach in einem Umschlag selbst versiegeln
(Siegelwachs im Schreibwarenhandel) und per Einschreiben an sich selbst
schicken. Den Umschlag dann ungeöffnet aufbewahren. Im Streitfall gilt es
als Beweismittel.
Verschicken kann man das Drehbuch sowohl an Filmproduktionen,
als auch Fernsehredaktionen. Da es aber sehr viele gibt, wäre es
gut, mal bei Fernsehfilmen oder Kinofilmen im Abspann darauf zu achten,
wer die produziert oder welche Redaktion den betreut hat. Wenn Dir
bestimmte Filme gefallen haben, und Du denkst, mit den Firmen möchte ich
auch gerne ins Gespräch kommen, dann solltest Du dorthin schreiben oder
anrufen. Besser vorher Kontakt aufbauen, dann erst das Drehbuch
hinschicken. Nur der persönliche Kontakt bewirkt, dass das Buch auch
sicher gelesen wird.
Ein Stoff, Gesellschaftsdrama/Thriller, 120 Min, liegt seit September
den öffentlichen zur Entscheidung vor. Aber ihr wisst ja, von 20
eingereichten Stoffen geht nur einer durch. Für alle heißt es immer: WARTEN.
Der träge Apparat von ARD und ZDF, haben schon manchem Autor den Strick
eingebracht. Zum Thema Agenturen: In acht Monaten nicht ein Anruf. Also,
was soll ich damit?
Frank
Drehbücher verkaufen – wie?
In Deutschland ist die Agentur noch nicht
so verbreitet. Als Newcomer hilft es eh nichts, weil die Agenten sich nur
um Autoren kümmern wollen, die bereits im Geschäft sind. Dann kann es
auch hilfreich sein, um an neue Jobs zu kommen und um bessere Konditionen
in den Verträgen zu bekommen. Die Agenten wollen ca 10% vom Honorar für
sich.
Als Newcomer ist es hilfreich, auf Pitching-Veranstaltungen zu gehen,
oder sich talentierte Nachwuchsleute (Filmschulen etc.) zu suchen, die ein
Buch verfilmen wollen. Dann hat man mit dem resultierenden Film eine erste
Referenz. Es gibt nur wenige Fernseh-Redakteure oder Lektoren, die sich
mit Drehbüchern von völlig unbekannten Autoren befassen. An diesem
Umstand ändern auch Agenten nichts.
Die Tarife hängen sehr stark davon ab,
für wen man das Treatment erstellt. Bei Öffentlich-Rechtlichen Sendern
wird gerne eine Staffelung (bezogen auf ein abendfüllendes Vorhaben von
90 Minuten) vorgenommen: 6000,- für Idee und Exposé, weitere 6000,- für
ein ausgearbeitetes Treatment. Mit Produzenten muss man verhandeln, je
nachdem wie wichtig diesen das Projekt ist, aber viel mehr als die
öffentlich Rechtlichen bekommt man für „normale“ Jobs nicht. Bei
Privatsendern werden auch schon mal höhere Beträge gezahlt. Aber feste
Richtsätze oder gar Preislisten gibt es nicht.
Allerdings ist es in dieser Branche leider nicht so, dass die Besten
Stoffe auch die höchsten Honorare erzielen. Man möchte fast anfügen ganz
im Gegenteil, doch das wäre etwas zu pauschal. Fakt ist aber, dass
häufig die anspruchsvollen Drehbücher bei ARD oder ZDF umgesetzt werden
und deutlich weniger Honorar erbracht haben als manch viertklassiger
Ehe-Meuchelmörder-Thriller auf den Privatsendern. Agenturen können
durchaus hilfreich sein, die Beträge auszuhandeln. Dafür nehmen sie ca.
10%. Jedoch nehmen Agenturen eigentlich nur Leute auf, die bereits
arriviert sind (sprich: mit deren Vermittlung sie nicht so viel Arbeit
haben).
Wichtig ist es, erst einmal eine Redaktion oder einen Produzenten für
den Stoff zu begeistern. Dann kann man immer noch über Geld nachdenken!
Selbst wenn diese dann keinen Auftrag erteilen, kann man für den Stoff
auch Drehbuchförderung beantragen. Voraussetzung dafür ist nämlich
häufig eine Interessens- oder Absichtserklärungen von Sendern oder
Produzenten.
Was das Honorar der Öffentlichen angeht, hat man bei einem guten Stoff
immer noch die Hoffnung auf eine im Durchschnitt dreifache Wiederholung.
Was sich letztendlich höher auszahlt.
Frank
Drehbuch-Wettbewerbe
Drehbuch-Wettbewerbe online sind mit
Vorsicht zu geniessen, das Copyright ist sehr gefährdet. Oft muss man mit
der Teilnahme (ZDF) auch automatisch die Rechte abtreten. Die Firma von
Franzis Ford Coppola, Zoetrope bietet in den USA etwas ähnliches an. Es
gib verschiedene Drehbuch-Wettbewerbe von Förderungen ausgeschrieben, NRW
Filmstiftung und Baden-Würtemberg bieten so etwas an.
Kurzfilm-Wettbewerbe gibt es natürlich in Form der Filmfestivals mit
Wettbewerb. Sehr bekannt ist das Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand (F),
in Deutschland natürlich Oberhausen. Mehr dazu im Movie-College unter „Festivals“
(Service-Bereich, New Talent).
Darüber hinaus reissen sich die verschiedenen Streaming-Portale im
Internet ebenfalls um gute Kurzfilme.
Movie-College-Team
Es gibt eine Internetseite, auf der alle Schreibwettbewerbe gesammelt
sind. Das ist www.uschtrin.de.
Dort gibt es auch manchmal Drehbuchwettbewerbe.
Es ist schon in der BRD schwer genug, ein
Skript an den Mann zu bringen, auch wenn die Ergebnisse hinterher nicht so
aussehen. Wer den US-Markt anpeilt, muss außer perfektem Englisch (und
zwar in Wort, Schrift, aber auch in Gedanken bzw. Gefühlen: sprich
US-Mentalität) auch die Einsicht mitbringen, es mit einem beinharten
Wettbewerb, einer unglaublichen Konkurrenz zu tun zu bekommen. In L.A.
kursieren täglich Hunderte von Drehbüchern, meist erfolglos, auch solche
von erfahrenen und etablierten Autoren. Wer dazu mehr wissen will, soll
sich Friedmanns „Unternehmen Drehbuch“ und Segers „Das Geheimnis
guter Drehbücher“ mal zu Gemüte führen. Danach sieht man die Dinge
ein bisschen anders, nicht nur, was den US-Markt betrifft.
Bei vielen deutschen Drehbüchern habe ich den Eindruck, dass die
Autoren sich nicht genug mit der Frage des bestmöglichen Verkaufs
auseinandergesetzt haben, was ja nichts anderes bedeutet als die Frage, ob
das Skript möglichst vielen Zuschauern (und nicht nur der Filmförderung,
einem Redakteur oder einem Produzenten) gefällt. Mit genau dieser Frage
setzen sich US-Autoren nämlich zwangsläufig kritischer auseinander.
Als Autor, Regisseur und Produzent zahlreicher Dokumentationen und Spielfilme
ist Roland Zag seit 1986 Geschäftsführer der MEDIAS RES GmbH München.
Er hat für das Movie-College Drehbuch-Workshops gehalten.
Roland Zag
Auenstrasse 25
80469 München
Tel.: 089/2015901
Fax: 089 391587
....Along the same line, rather than
say, "The CAMERA CRANES UP over the field," I would say, "we
RISE OVER the field." Since the camera is the audience’s eyes,
using "we" or "our" makes sense to me....
Eugene Vale: „Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und
Fernsehen“. 287 Seiten. Taschenbuch. TR-Vlgs-Union, Mchn. ISBN:
3805820038.
Syd Field, Peter Märthesheimer, Wolfgang Längsfeld: „Drehbuchschreiben
für Fernsehen und Film. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis“. 256
Seiten. Taschenbuch. Ullstein TB-Vlg., B. ISBN: 3548700853.
Syd Field: „Filme schreiben. Wie Drehbücher funktionieren“. 384
Seiten. Taschenbuch. Europa Vlg., Hamburg. ISBN: 3203841150.
Linda Seger: „Das Geheimnis guter Drehbücher“. 280 Seiten.
Taschenbuch. Alexander Verlag, Berlin. ISBN: 3895810061.
David Mamet: „Die Kunst der Filmregie“. 109 Seiten. Taschenbuch.
Alexander Vlg., Berlin. ISBN: 3895810320.
Im Zweitausendeins-Verlag (www.zweitausendeins.de) finden Sie weitere
Literatur zum Thema. Geben Sie einfach „Drehbuch“ als Suchwort ein, um
eine Auswahl zu erhalten.
Weitere Quellen finden Sie in unserem Link-Bereich unter: Drehbuch.
Auch wenn es verlockend klingt, von einem Programm durch den
Schreibprozess begleitet zu werden, so empfehlen wir eher, das Schreiben
selbst vernünftig zu lernen und mit Hilfe einer ordentlichen Formatierung
im Textprogramm die Bögen und Strukturen selbst zu erstellen. Die
Programme sind so etwas wie Wecker, die an den verschiedenen Punkten im
Buch warnen: Jetzt aber einen Höhepunkt oder bis hier sollten
alle Figuren eingeführt sein. Diese Grundregeln kann man auch in den
einschlägigen Handbüchern zum Drehbuchschreiben finden.
Wer es dennoch riskieren möchte: Es gibt die Programme StoryLine
Pro und Dramatica im Versand zu bestellen. StoryLine Pro gibt
es für Windows und für MacIntosh z. B. bei Truby’s
Writer’s Studio, Tel (310) 575-3050, Fax (310) 478-6821 für 295,-
Dollar.
Es gibt ein German Language Pack für Final Draft. Allerdings wird
damit (kostet ca. 100 DM zusätzlich) nur die Rechtschreibprüfung auf
Deutsch zusätzlich möglich.
Hier noch eine Liste der verbreitesten Software für Drehbuchautoren
und -formatierungen:
Die Anforderungen für Anträge sind
abhängig von der Förderinstitution. Viele Förderungen erwarten ein Treatment
sowie eine ausgearbeitete Szene aus der man auch die
Dialogfähigkeiten der Autoren erkennen kann. Weiterhin erwarten einige
Förderungen auch eine Bestätigung einer Produktionsfirma, dass
theoretisches Interesse an dem fertigen Drehbuch bestünde. Sie müssen
daraufhin die Richtlinien der Förderung, bei der Sie einreichen möchten,
erfragen.
Unter www.fff-bayern.de
kann man beispielsweise die entsprechenden Richtlinien der Bayerischen
Filmförderung abrufen. Links zu Richtlinien anderer Förderungen gibt es
im Movie-College im Produktionsbereich
unter „Förderungen“.
Grundsätzlich sollte man solch ein
Projekt nicht als Fan-Film vorstellen und einreichen, sondern als
Cross-Media Projekt, ähnlich wie Lara Croft/Tomb Raider. Wenn das
Drehbuch wirklich gut ist, und keine Gewalt-Verherrlichung beinhaltet, hat
so etwas auch Chancen, von der Förderung unterstützt zu werden.
Allerdings achten die Förderungen sehr auf den Namen des
Autors/Regisseurs/Produzenten. Auch der TV-Sender sollte vor dem
Förderantrag schon zugesagt haben. Von den Förderungen sind das
Kuratorium Junger Deutscher Film, sowie die Filmbüros der verschiedenen
Bundesländer dem Nachwuchs gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf der
Fernsehseite sind dies das Kleine Fernsehspiel (ZDF), Debüt im Dritten (SWR),
Debüt im Ersten (BR).
Aber, wie gesagt: Qualität beim Drehbuch ist Voraussetzung.
Viel mehr Infos zum Filmrecht finden sich
in der Rubrik Produktion: Rechte!
Die Rechte am eigenen Drehbuch sichern
Grundsätzliche sind Sie mit der
Verfassung eines Drehbuchs bereits automatisch im Besitz der Rechte. Um
die Inhaberschaft der Rechte an Ihrem Stoff nachweisen zu können, müssen
Sie den Zeitpunkt der Erstehung des Drehbuchs eindeutig belegen können.
So ist es später möglich, bei teilweisem oder gar vollständigem
Plagiismus nachzuweisen, dass Ihre Version zuerst da war.
Die einfachste Möglichkeit ist, das Drehbuch in einem Umschlag zu
versiegeln und per Einschreiben an sich selbst zu schicken. Verwahren
Sie dann die ungeöffnete Sendung an einem sicheren Ort.
Der offizielle Weg ist, das Drehbuch beim Notar beglaubigt versiegeln
und verwahren zu lassen.
Daneben können Sie sich auch an den Verband
der Drehbuchautoren wenden, der dieselbe Dienstleistung erbringt.
Jedes Buch und die darin entwickelte
Geschichte ist urheberrechtlich Eigentum des Autors. Wenn man danach zum
privaten Vergnügen ein Drehbuch schreibt, ist es noch unproblematisch.
Will man dieses Drehbuch jedoch veröffentlichen oder gar verfilmen und
den Film dann öffentlich zeigen, benötigt man die Erlaubnis dazu. Diese
bekommt man vom Verlag. Da aber Verlage mit ihren Büchern Geld verdienen,
läuft so etwas so gut wie nie kostenlos ab. Wenn es ein unbekanntes Werk
ist, welches vielleicht nicht wirklich nach „Verfilmung“ riecht, so
hast du vielleicht Chancen, vom Verlag eine kostenfreie Erlaubnis zu
bekommen. Ist es ein Bestseller – keine Chance.
Movie-College-Team
Jede Verwertung eines Buches bedarf der expliziten Genehmigung des
Verfassers oder dessen Vertreter (Verlag, Management). Für eine
Rechtsverletzung muss man nicht einmal ausdrücklich das Buch zitieren.
Man kann sich eine Menge Ärger einhandeln, wenn man sich nicht an
diese Richtlinien hält. Gerade bei bekannten Autoren (Grisham) werden
schon vor Fertigstellung eines Romans die Verfilmungsrechte verkauft. Und
diese Beträge gehen in sechsstellige Dollar-Bereiche.
Bei Titeln, deren Autoren länger als 70 Jahre tot sind, sieht es etwas
anders aus. Allerdings muss man aufpassen, nicht die Rechte Dritter zu
verletzen. Dies kann passieren, wenn überarbeitete
Verfassung/Übersetzung verwendet werden. Urheberfrei ist in diesem Fall
(70 Jahre!) nur die absolute Originalfassung.
Das Buch „Hans-Jürgen Homann: Praxishandbuch Filmrecht, Springer
Verlag, Berlin u. a. 2001“ ist in diesem Fall ca. 70,- DM
Anschaffungskosten wert. Es behandelt ausführlich den Gebrauch von
Zitaten und den Status von freien Bearbeitungen (auch so etwas gibt es!)
und genehmigungspflichtigen Bearbeitungen.