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Digitale Videoformate
Kameras
Technik(en) auf Video

Postproduktion

Allgemein

Welches Programm zum Videoschneiden am PC?
Es gibt eine Vielfalt an Programmen, die den digitalen Videoschnitt am PC ermöglichen. Am besten Du achtest darauf, mit welcher Videoschnittsoftware deine Videokarte am besten harmonieren würde (Konflikte können leider vorkommen) Wir nutzen die Videokarte "Pinnacle DV500 plus" mit der Software "Adobe Premiere 6.0". Solltest Du ein wenig Geduld für eine kurze Einarbeitungszeit haben, kann Dir Adobe Premiere wärmstens empfehlen. Nicht nur weil es professionellen Schnitt ermöglicht, sondern auch weil es perfekt mit anderen Produkten wie "Adobe PhotoShop" oder "Adobe AfterEffects", zum erstellen von verblüffenden Videotiteln und Effekten, zusammen arbeitet. Alternativen, in die man sich sehr spielerisch und schnell einarbeiten kann, gibt es reichlich: -Unlead Video Studio 5 oder 6 -MGI Video Wave 5 Für das schnelle Schneiden der Urlaubsfilme oder der Kindergeburtstagen reichen die alternativen locker aus. Für creativen Schnitt eignet sich eine komplexere Lösung wie Premiere besser, da einfach mehr Freiheit besteht. Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen. Am besten ladest Du dir Demos von den Herstellerseiten im Internet runter und testest was Dir besser liegt.
Dennis
Hilfe bei schlechtem Bild und brummendem Ton bei analoger Übertragung auf den PC
Das könnte an einem instabilen Treiber liegen. Erstmal den neuesten Treiber aus dem Internet holen, das Betriebssystem auf den neuesten Stand bringen (Updates), schauen, dass für die Festplatte der DMA-Modus aktiviert ist (BIOS und OS) und dann prüfen, ob das Cinch-Kabel einen Wackelkontakt hat. Vielleicht können auch bei der Grafikkarte verschiedene Einstellungen (Auto-irgendwas) modifiziert werden (siehe Programme im Lieferumfang). Schließlich kann natürlich das Decoderteil der Grafikkarte irgendeinen Defekt haben. Um das Brummen aus der Leitung zu bekommen müssen übrigens einfach zwei Kondensatoren eingelötet werden (siehe unten). Muss das Signal absolut perfekt übertragen werden, muss ein Übertrager ran. Ich zitiere noch aus http://www.bruker.de/~ah/papers/de.rec.musik.hifi-FAQ.html#2.5.1 "Handelt es sich wirklich um eine Brummschleife, schafft in solchen Fällen eine galvanische Trennung beider Geräte, z.B. mit einem Mantelstromfilter (in der Antennenleitung des Tuners) oder NF-Übertrager (in der Audio-Zuleitung) Abhilfe." Hier gibt es übrigens die Schaltung für die Kondensatorlösung: http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/kapitel/Audiotechnik.html

Nun - und mit etwas Glück ist damit auch das Bildproblem zu beheben (Massenkopplungen, also Brummschleifen können auch da auftreten).

BurninLeo
Kopierverluste auf Video
Generell besteht ein Unterschied, on man das Video in erster Generation auf dem Fernseher anschaut oder ob es sich um eine analoge Kopie mit all den damit verbundenen Signalverschlechterungen (Rauschen, Kanten, Farbträger etc.) handelt. Je nach Aufnahmeformat kann auch die Kabelübertragung (Scart mit FBAS ist schlechter als S-VHS oder Hi-8 Kabel mit getrennter SW und Farbinformation) etwas beim Videokopieren optimieren.
Movie-College-Team
S-VHS Masterbänder
Das 'Mastertape' ist normalerweise das Ursprungsband, von dem eventuelle Kopien gezogen werden. Es ist natürlich praktisch, wenn dieses ein Format aufweist, dass den geschnittenen Film in guter Qualität wiederzugeben vermag. S-VHS eignet sich für VHS-Kopien ganz gut als Master, allerdings braucht man natürlich ein Gerät, das das S-VHS Format auch abspielen kann. S-VHS Bänder bekommt man unter anderem online bei amazon.de.
Michael

Wenn man VHS-Aufnahmen mastern will, dann reicht S-VHS völlig aus.

Sollte das Ursprungsmaterial von höherwertigen Bändern (DV, Digital 8, usw.) stammen, dann sollte man das Geld für einen kleinen DV-Recorder (teilweise sehr günstige Geräte) ausgeben, denn S-VHS bietet kaum höhere Qualität als VHS. Das System nimmt die Helligkeits- und Farbwerte nur getrennt auf. Es kann aber passieren das sie das nicht ganz synchron tun.

Ronny
Altes Videomaterial konservieren
Man kann z. B. alte VHS-Aufnahmen auf hochwertige VHS- oder S-VHS-Bänder bannen, aber die Qualität wird dabei schlechter.

Wenn man eine Kamera mit DV-In hat, kann man das Material auf (Mini-)DV oder CD-ROM digital sichern. Ebenso kann man das Material direkt in den Rechner digitalisieren (TV- oder Schnittkarte vorausgesetzt) und zusammen mit dem passenden Decoder-Codec – am besten MJPEG-kompatibel – sichern.

Michael Mey und Movie-College-Team
Analog zu Digital
Um analoges Video in ein digitales System zu bringen braucht man auf jeden Fall irgendeine Hardware-Komponente:
  • DV-Lösung: Einige DV-Kameras haben einen analogen Eingang oder lassen sich dahingehend umrüsten.
  • Externer Wandler: Hier gehen die Preise bei 250 Euro los und erreichen je nach Ausstattung astronomische Höhen.
  • PC-(Fernseh-)Karten: Ab ca. 50 Euro gibt es PC-Steckkarten, die ein analoges Signal auf dem Bildschirm ausgeben und als Nebeneffekt digitalisieren. Probleme gibt es hier öfter bei der Codierung:
    1. Üblicherweise erhält man AVIs in proprietären Motion JPEG-Formaten.
    2. Aufgrund von internen PC-Beschränkungen gibt es bei der Vollformat-Aufnahme je nach Ausstattung mit hoher Wahrscheinlichkeit Frame-Drops (Fehlende Bilder).
  • Weitere Karten, z. B. mit Hardware-MPEG-Codec, rücken wieder in Preis-Bereiche der externen Encoder.

Für Bastler ist die PV-TV-Karten-Lösung sicherlich eine Überlegung wert, für den semiprofessionellen Bereich und die häufigere Anwendung kaum...

Movie-College-Team
Framestore
Alle Videosignale in einem Studio müssen gleich getaktet sein. Im TV-Studio hat fast jedes Gerät einen  Genlock-Anschluss. Wenn aber ein Bild vom Satelliten zum Sender kommt oder von Geräten ohne Taktung ausgegeben wird, kann es mit dem Studiotakt nicht synchronisiert werden. Dieses Bild wird dann in einen Framestore geschickt, wo es gespeichert und mit einem Takt versehen ausgegeben wird. Dann kann dieses Material auch im Studio benutzt werden. Der Framestore versieht also Bilder mit einem Takt.
Nico
Probleme beim Abspielen von Videos auf dem Rechner
Wenn das Video unkomprimiert aufgezeichnet wird, kann es die Festplatte möglicherweise nicht schnell genug aufzeichnen (zu hohe Datenraten) - das müsste sich allerdings in „dropped frames“ bei der Aufnahme wiederspiegeln. Auf alle Fälle sollte man prüfen, ob in der Systemsteuerung/ System/ Geräte-Manager/ Laufwerke bei der Festplatte das Kästchen DMA aktiviert ist, das beschleunigt (bzw. bremst, wenn nicht aktiviert) den Datentransfer nämlich enorm!
Wenn der Datenstrom komprimiert ist, dann liegt es vielleicht an der Wiedergabe-Software. Wenn aber sogar der Media Player komprimiertes Material nur mit Ruckeln ausgibt (testen!), dann kann es fast nur daran liegen, dass bei der Aufnahme Bilder verloren gegangen sind. Auch das liegt im Normalfall an der falschen (fehlenden) Kompression bei der Aufnahme. Ideal ist ein Motion-JPEG-Codec, der die Filme als eine Folge von einzeln komprimierten Bildern speichert und ca. zwischen 1:3 und 1:10 komprimiert (je nach Verwendungszweck).

Wo man entsprechende Codecs bekommt und wie man Fehler bei der Aufnahme vermeidet, kann man unter www.virtualdub.org/links herausfinden.

Unter www.virtualdub.org bekommt man außerdem die kostenlose Schnittsoftware VirtualDub, die bei Aufnahmen von einer Capture-Karte (und vielen Aufgaben) eine wertvolle Hilfe sein kann!

Movie-College-Team
Verschleiß von DV-Cassetten?
Wer schon mal eine Videocassette mehrmals überspielt hat weiß wie schnell sich Magnetbänder abnutzen können. DV-Kassetten speichern das Signal zwar digital auf dem Band- das bedeutet aber nicht, dass die alte analoge Magnettechnik mit Magnetspulen etc. damit obsolet wäre. Auch an der technischen Beanspruchung hat sich nicht viel geändert.

Also: Neue Kassette ausprobieren - wenn es nichts hilft, könnte auch der Lese-/Schreibekopf dejustiert sein.

BurninLeo
Von jvc-dvp3 auf Pc und dann brennen aufCD im vcd format
Firewire-anstelle des USB-Anschluss, als Programm bietet sich Premiere oder was ähnliches an (schau mal bei chip.de). Zum Brennen: NERO oder WinOnCd
Tschatten
Vollbilder rendern und erst zum Schluss interlaced ausgeben (Animation fürs Fernsehen)?
Da der Fernseher mit Zeilen arbeitet, wäre es sinnvoller gleich interlaced zu rendern, da das Bild sonst ruckelt!
Tschatten
Preisgünstige Alternative zu DV-In-Kabel von Panasonic
Geh mal auf loehni.de bzw. dvzone.de, ich hab dort mal ein Kabel zum Dv-in freischalten meiner Kamera für ca. 20€ bekommen. Die Software gibts wahrscheinlich auch dort...
Tschatten
Gerissenes DV-Band reparieren
Das Band lässt sich kleben, besser als Tesa ist sogenannter Tonkleber, den gibt es von Emtec (BASF) und AGFA, ist einfach dünner und schmiegt sich besser an den Videokopf. Klebestreifen zurechtschneiden und Videoband auf Rückseite kleben. Die Klebestelle wird sichtbar sein, und auch wenn man etwas darüber aufnimmt, gibt es an der Stelle Dropouts. Aber man kann es zumindest anschauen.
Movie-College-Team
XL1s - ruckeln im Frame-Mode
Du musst bei „MOVIE MODE" auf „NORMAL" und nicht auf „FRAME" stellen. Sonst hast du nur 25 Vollbilder anstatt von 50 Halbbilder pro Sekunde. 25 Vollbilder pro Sekunde wirken bei der Wiedergabe stroboskopartig. „FRAME" eignet sich vor allem für die Aufnahme einer Serie von Standbilder.
Armon
Frames durch Dropout beschädigt
Über eine automatische Reparatur ist mir nichts bekannt. ich fürchte du mußt tatsächlich die drei Bilder manuell reparieren. in konventionellen Schnittprogrammen gibt es meistens eine „picture in picture" funktion mit der du den Bildabschnitt mit dem Fehler einfach mit dem entsprechenden Bildabschnitt aus dem vorherigen oder nachfolgenden Frame abdecken kannst.
Sami
Handbuch für Panasonic S-VHS G3 Kamera
Schau mal auf der Panasonic Hp. Dort kannst Du Dir das Handbuch mit sämtlichen Daten runterziehen.
Sami

Digitale Videoformate

24p – Videoformate und Entwicklungen
24p ein paar gesammelte Infos. Die europäische Produktions-Szene ist am Ende der neunziger Jahre gekennzeichnet durch verschiedene Trends:

Digitales Fernsehen ermöglicht durch mehr Kanäle die Möglichkeit und Notwendigkeit verschiedener inhaltlicher Programme. Werbetreibende können ihr Publikum gezielter erreichen als jemals zuvor. „Widescreen“ wird zur Norm. Digitale Technik beeinflusst mehr und mehr die Filmproduktion. Zusätzlich kreieren die HD-Aktivitäten in den USA und Australien ein großes Interesse an internationalen Produktionen.

Fernsehen und Film nähern sich immer stärker aneinander an. DVD ist auf dem Vormarsch und E-Cinema eröffnet neue Verbreitungs- und Darstellungsmöglichkeiten. Die so genannte „Global Village“ entwickelt sich zu einem Netzwerk. Fernseh- und Kinoproduktionen in Europa sind zunehmend einem steigenden Kostendruck ausgesetzt, um allen Verbreitungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Der Einsatz eines einheitlichen „Digital Master“ von dem alle Formate abgeleitet werden können, ist effizienter und kostengünstiger. Beim Dreh wird der Film bereits digital aufgezeichnet (Audio und Video auf einem Band). Das Ergebnis kann sofort a Set angesehen und beurteilt werden. Mit dieser Produktionsweise gibt es den Beteiligten die Möglichkeit – und Freiheit – zur schnellen Reaktion auf bereits bestehende Szenen. Es entfallen sämtliche Kopierwerksarbeiten und somit sowohl die zeitliche Verzögerung, als auch die Gefahr der optischen, chemischen und mechanischen Veränderungen oder Beschädigungen des Materials (Schmutz, Schrammen, etc.). Es findet keine Abweichung der bildrelevanten Parameter (Helligkeit, Farbe, Kontrast) statt, das Ergebnis ist auf jedem Gerät überall auf der Welt gleich.

1080p ist ein ideales Postproduktionsformat, das zu jeder bestehenden Fernsehtechnologie (625/525) kompatibel ist. Es bietet auf Knopfdruck jeweils drei verschiedene Formate (4:3 Fullframe, 16:9 Anamorph, 4:3 Letterbox 1:1,77) ohne jegliche weitere Konvertierung. Dadurch sind keine teuren Normwandler notwendig. Bei einer optimalen Lauflänge von über 90 Minuten auf einer Kassette bietet dieser Standard hochauflösende Signale (digitale Komponententechnik) in Kinoqualität. Das 1080p Band ist nicht nur als Film- und Fernsehstandard geeignet, es ist außerdem ein extrem computerfreundliches Format, da das progressive Bild relativ einfach in ein Computersystem importiert werden kann. Dort lassen sich Bildbearbeitungen und Animationen realisieren oder die Variationen der Medienkonvergenz (DVD, Internet) ausnutzen. Der Investitionslevel für höchstmögliche Qualität ist geringer als er je war. Teure Filmkopierarbeiten entfallen zugunsten elektronischer Kopien. Die digitalen Daten können verlustfrei auf Datenträgern (Band, Kassette, DVD) oder weltweit per Datenübertragung (Internet, Glasfaser, Satellit) verschickt werden. Dies ist zugleich die Grundlage für e-Cinema in 100.000 Kinos weltweit. Da es bei der Server-Wiedergabe keinerlei Abnützung des Materials während der Vorführung gibt, bleibt die Qualität der Projektion via hochauflösendem Laser-Beam immer auf bestem Niveau. Verschiedene Sprachfassungen können auf zusätzlichen Tonspuren mit übertragen werden. Die weltweite Kompatibilität ermöglicht sowohl eine internationale Vermarktung des Films als auch einen globalen Einsatz des Equipments.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Herstellern bietet Sony ein „24 Frame Progressives HD-Digital Mastering“ an. 24p beinhaltet wie beim Film 24fps (Frames per second), Aufzeichnung und Wiedergabe in Echtzeit mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel, die etwa 4% unter der echten Filmauflösung von 2K liegt. Wichtig ist an dieser Stelle anzumerken, dass die 1920 x 1080 Pixel Auflösung als weltweiter Standard für HD verabschiedet wurde (Common Image Format ITU-R 709-3). 24p digitales HD-Master eignet sich ausgezeichnet für Motion Picture (24p, 25p, 30p), HD 50i (Europa/Australien), HD 60i Hz (USA/Japan) und auch als Master für PAL- oder NTSC-Konvertierung. Es versteht sich von selbst, dass 24p ohne weiteres wieder auf 35 mm-Film überspielt werden kann (24p arbeitet mit 24 Bildern/Sekunde, Vollbilder). Sonys 24p System ist universal, weil sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe die Bildrate von 24p, 25p, 30p, 50i oder 60i eingestellt werden kann (immer 1920 x 1080 Raster). Dies ermöglicht zum ersten Mal eine weltweite Kompatibilität, vergleichbar der beim Film.

24psf bedeutet 24p segmented Frame. Dabei wird ein HD-Vollbild (progressiv) in zwei gleiche, ohne zeitlichen Versatz, Halbbilder aufgeteilt, verarbeitet und wieder zusammengesetzt. Dies hat zum Vorteil, dass progressive Bilder, halbbildgenau geschnitten werden und vor allen Dingen auch am Monitor sichtbar gemacht werden können (24p HD = 48 Bilder am Monitor/24fps Film – 48 Bilder im Kino über Malteserkreuz). Dies hat den gleichen Motion-Blur-Effekt wie ein Kamera-Schwenk beim Film zur Folge. Interlace (i)/Zeilensprungverfahren bedeutet eine zeitliche und inhaltliche Differenz zwischen dem 1. und 2. Halbbild. Sonys 24p HD-System kann sowohl segmented Frame als auch Interlace in einem System verarbeiten.

Das HDCAM Format: Sonys neue digitale HD-MAZ HDW-F500 zeichnet Bilder in 1920 x1080 Pixel in Echtzeit auf einem ½ Zoll Band auf, wahlweise schaltbar in 24p, 25p, 30p, 50i und 60i. Das Signal wird mit neuester digitaler Vorfilterung und einer dynamischen DCT Bit Verarbeitung mit ca. 4.4:1 Datenkompression (185 Mb/s) auf Band aufgezeichnet. Ebenso werden 4 Kanäle Audio ohne Kompression aufgezeichnet. Des weiteren können gleichzeitig zwei Time-Codes aufgezeichnet werden, z. B. 24p und HD 50i oder 60i. Die Bandkapazität beträgt bei 24p 155 Min in quasi 2K Auflösung in Echtzeit. Am Ausgang der HDW-F 500 stehen wahlweise 3 verschiedene Signale zur Verfügung:

  1. Natives HD-Signal (unkomprimiert HD-SDI 1,5 GB/s)
  2. SDTI-Signal (komprimiertes HD-Signal SDTI = Serial Digital Transport Interface) Das SDTI-Signal (komprimiert) kann über jede 270 MB/s Strecke verschickt und verarbeitet werden.
  3. SDI-Signal (unkomprimiert 625/50 oder 525/59.94) Dieses Signal in PAL oder NTSC (3:2 Pull-Down) wird durch eine optionale einsteckbare Down-Konverter-Platine erreicht, wobei entweder 16:9 oder 4:3 möglich ist (Edge-crop, Letter-Box oder Squeeze).

24p Shooting: Durch die Einführung eines 24p HD-Camcorders HDW-F900 erweitert Sony seine Produktfamilie. Die Aufzeichnungsweise entspricht der einer Filmkamera: Film@24fps=1/48 Sek Belichtung pro Frame. HD@24p=durch elektrische Shutter 1/48 Belichtung pro Frame. Auch hier könnte die Aufnahme wahlweise 24p, 25p, 30p, 50 i und 60i in HD (1920 x 1080 Pixel) sein. Zusätzlich besteht die Möglichkeit von Einzelbild und Time-Lapse Aufnahme. Das Kamerasignal wird mit 12 bit in HD verarbeitet. Die Aufnahmezeit beträgt 50 Min pro Kassette. Speziell für Kinofilm arbeiten zur Zeit viele Objektivhersteller an variablen und Festbrennweiten, die direkt auf den Sony Camcorder aufsteckbar sind. Bereits verfügbare Filmobjektive können über einen Adapter genutzt werden.

24p Postproduktion: Für die Postproduktion verfügt Sony über eine Reihe von schaltbarem Equipment wie Mischer und DMEs für die Echtzeitvorbereitung. Weitere Partner sind z. B. Avid Symphony für das offline Editing (Avid 24p EDL kompatibel zu Sony on-line). Unkomprimierte 24p Ein- und Ausgabe in Echtzeit erfolgt über Fire und Inferno von Discreet Logic (Onyx 2). Die komprimierte 24p Ein- und Ausgabe geschieht mit Software Codec in Flame und Quantels Editbox FX. Beide Optionen, linear und non-linear, sind vergleichbar wie bei Standard-TV in HD möglich. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass im Vergleich HD zu SDI eine über fünffache Datenmenge zu verarbeiten ist.

Near Future HDCAM-Line-up: Durch die Einführung einer weiteren HDCAM-MAZ wird es in näherer Zukunft möglich sein, die Formate Digital Betacam, Betacam SX und Betacam SP in ein HD 1920x1080 Raster zu integrieren und bestehendes Archivmaterial zu nutzen.

Sonys HD-Line-up: Camcorder, Studio Kameras, Studio VTR, Mischer, DME, Routing-Systeme, Monitore (9 Zoll bis 32 Zoll) und HD-Telecine „Vialta“. Das komplette Line-up hat die gleiche Größe und Bedienerfreundlichkeit wie Digital Betacam. Alle oben genannten Produkte sind ab der NAB 2000 lieferbar.

Zusammenfassung: Digitale Technologie wird noch mehr als bisher Einfluss auf die Filmindustrie nehmen. 24p entspricht nahezu 2K Filmauflösung, mehr als fünffach von Standard-TV. Durch ein einheitliches digitales Master können alle anderen Formate durch Änderung der Frame-Rate erzielt werden. Zum ersten Mal gibt es ein globales digitales Format, das den Anforderungen von Moving Pictures, HD, 50 Hz TV, 60 Hz TV, DVD, Internet und E-Cinema gerecht wird.

C. Leonhardt

24p hat einen riesen Nachteil: Die Kompression von 1:7, das heißt sie ist höher als die von DV. Auf Farbverläufen sieht man unheimliche Artefakte.

Juergen

Digitales Breitband in Star Wars?
Derzeitig dreht George Lucas den fünften Teil der Star Wars-Reihe (Episode II) vollständig auf Video. Das verwendete Verfahren basiert auf 24p (Sony) ist jedoch modifiziert und hat 1080 Zeilen. Es ist also ein High-Definition Videoformat. Mehr zu 24p gibt’s im Movie-College (Filmtechnik, Video).

Das Verfahren ist ziemlich teuer, da die Geräte noch recht selten und die Mieten entsprechend hoch sind. Alle Bearbeitungsschritte sind verhältnissmässig teuer und die Kosten mit denen einer auf Film gedrehten Produktion vergleichbar. Allerdings ist es richtig, dass durch den ohnehin starken Computereinsatz gewisse Einspareffekte gegenüber der Wandlung Film auf Digital realisieren kann.

Movie-College-Team
IT und FIT
Interline Transfer-Prinzip (IT) Technik für CCD-Chips, bei der die Bildinformationen während der Zeit der horizontalen Austastlücke in einen direkt neben den lichtempfindlichen Bildelementen liegenden Speicherbereich des CCD-Chips gebracht werden. Überbelichtungen führen zu starken Vertical Smear-Effekten. Interline-Chips haben eine Bildfeldgröße von 1/2 oder 2/3 Zoll.

Frame Interline Transfer-Prinzip(FIT): Technik von CCD-Chips, bei der die Bildinformationen während der Zeit der vertikalen Austastlücke in einen vom Aufnahmebereich örtlich getrennten Speicherbereich gebracht werden. In dieser kurzen ungeschützten Transportzeit können vertikale Schmier-Effekte – je nach Kameratyp – erst bei vielen Überbelichtung auftreten und sind damit kaum sichtbar. Frame Interline-Chips haben eine Bildfeldgröße von 2/3 bzw. bei HDTV-Kameras 1 Zoll.

Deutliche Unterschiede gibt es damit auch im Preis. Der Chip-Typ hat keinen Einfluss auf das Seitenverhältnis der Aufnahme.

Andreas Schanze
Bessere Auflösung auf PAL-Geräten durch HDTV
Auf PAL 4:3 Monitoren wird das Bild natürlich nicht besser. Erst auf HDTV-Geräten im Vergleich zu einem auf „Pseudo 16:9“ aufgeblasenem Bild gibt es einen Qualitätsunterschied.
Gerhard Schwoiger
Umwandlung von 16:9 DigiBeta auf Letterbox 4:3
Für Digi 16:9 sind uns nur die professionellen Dekoder/Wandler bekannt die allerdings recht teuer sind. Am Besten die einschlägigen Video-Kopierfirmen durchtelefonieren oder die Preislisten in Netz durchforsten.
Movie-College-Team
DV-Material nochmals verlustfrei komprimieren
DV-Material ist bereits (relativ stark) verlustbehaftet komprimiert. Eine weitere Kompression über Dateikompression (StuffIt, Zip, ...) wird Die Dateien bestenfalls um einige Prozent verkleinern. Eine stärkere Kompression (z. B. 1:2 oder 1:3) ist damit sicherlich nicht möglich.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber man kann versuchen, das Material mit einem verlustfreien Video-Codec zu kodieren. Aber viel wird das aber auf alle Fälle nicht bringen. Möglicherweise bringt auch der kommende MotionJPG 2000 Codec (der auch verlustfreie Kompression unterstützen wird) Abhilfe, aber das steht noch in den Sternen.

Es ist und bleibt so: Für hochwertige Videobearbeitung braucht man einfach viel Plattenplatz, ein MO- oder Band-Laufwerk oder einen der aktuellen DVD-Brenner.

Movie-College-Team

Kameras

Was bedeuten die Angaben ½ 1/3 ¼ usw. bei den Chips der Videokameras?
Damit ist die Größe des Chips gemeint. 1/2 Zoll-Chips sind größer als 1/3 oder 1/4. Bei professionellen Schulterkameras sind auch schon 2/3 Zoll Chips gängig. Je größer der Chip desto mehr Bildinformationen kann die Kamera einfangen, was sich auch auf Kontrastumfang und Farbverhalten positiv auswirkt. Generell kann man noch festhalten, das 3-Chip-Kameras besser als 1-Chip-Kameras sind, da Sie für jede Grundfarbe einen eigenen Chip besitzen.
Movie-College-Team
Camcorder kaufen
Bin auch gerade daran, mir eine Canon XM1 zu kaufen. Lange Überlegungen und Recherchen haben mich davon überzeugt, dass diese Kamera das Beste ist, was der (semi-)professionelle Bereich in dieser Preisklasse zu bieten hat. Schau einfach mal bei guenstiger.de vorbei und suche unter Video, Camcorder nach der XM1 (gibt’s da)! Dieser Service zeigt dir den in Deutschland vorhandenen, günstigsten Preis. Damit kannst Du zu einem Verkäufer watscheln und ihn den Preis unter die Nase reiben. Normalerweise sind (in Deutschland) Preisnachlässe von bis zu 30% drin. DV hat schon geniale Qualität. Ich werde jetzt im Ausland eine Doku damit drehen. DV würde ich auf dem PC schneiden. Ist am sparsamsten und bringt sehr gute Qualität. Leider kann ich dir, was den iMac angeht auch nicht helfen. Für mehr Infos, meld' dich einfach bei mir.
Schoko
Videokamera um 2.500 Euro
Die Sony VX 2000 und diverse Semiprofessionelle Modelle von JVC oder Panasonic liegen über Euren Preisvorstellungen, so würden wir die Canon XM1 als Kamera in der genannten Preisstufe empfehlen. Natürlich kann man mit DV Spielfilme drehen, allerdings sollte man dann (siehe Filmschule) den Ton sauber angeln und auch beim Licht ähnlich vorgehen wie beim Film (Drei-Punkt Licht).
Movie-College-Team

Zum Thema Camera empfehle ich auch die CANON Lösung.

Stephan

In der Preisklasse kann ich die Sony DSR-PD 150 empfehlen. Hin und wieder nutze ich sie als Zweitkamera und habe mit ihr gute Erfahrungen gemacht. Sie zeichnet im DVCAM Format auf, hat XLR Eingänge, alle Automatiken sind abschaltbar, es gibt zwei Zebra-Muster.

Andy Filman

Also die Sony TRV 900 ist von all den von Dir genannten Camcordern [Sony TRV 900, Canon XM1, Panasonic MX 300] der älteste und hat somit auch die älteste Generation von CCDs. Das wirkt sich natürlich auf die Bildqualität aus – das Bild hat immer den DV üblich Bildeffekt, das bedeutet stärkere „Treppchenbildung“ an geraden Linien, leicht blaustichig usw.

Die XM1 von Canon liegt mittendrin zwischen TRV 900 und MX 300. Die CCDs sind zwar noch einigermaßen aktuell, haben aber eine sehr geringe Auflösung von 320.000 Pixel. Dadurch wirkt das Bild etwas matschig.

Die MX 300 ist die neueste und hat somit auch die aktuellsten CCDs. Das Bild der MX 300 überzeugt fast auf der ganzen Linie. Bei guten Lichtverhältnissen muss man schon genauer hinsehen und etwas Ahnung mitbringen um das Bild von einer professionellen Kamera unterscheiden zu können. Die Farben sind kräftig und das Bild ist scharf. Für kleiner TV Produktionen eigentlich optimal. Für meine Begriffe ist die MX 300 aber sinnvoller da man das Bild von dieser Kamera am ehesten mit dem einer Profikamera vergleichen kann.

Andi
Kameras mit variabler Framerate
Die digitalen Kameras in der PAL-Norm (DV, Digi-Beta etc.) arbeiten praktisch alle mit 25 Bildern/Sek genauer gesagt mit 50 Halbbildern. Einige DV-Kameras bieten in ihrem Effekte-Menü auch so genannte Strobe-Effekte an, da werden pro Sekunde weniger Einzelbilder dafür aber jeweils 3 bis 4 Mal hintereinander aufgezeichnet, bevor das nächste Bild kommt. Effekte wie Zeitraffer (weniger als 25 fps) oder (Pseudo) Zeitlupe müssen in der Nachbearbeitung mit der entsprechenden Software realisiert werden. 24 echte Bilder zeichnet zur Zeit nur die Sony 24p auf, im Prinzip vom mechanischen her eine Digi-Beta-Kamera, die aber intern eine hochwertigere Aufzeichnung mit Vollbildern vornimmt. Die meiste Erfahrung mit der 24p in Deutschland hat zur Zeit „Das Werk“, wo bereits Spielfilme in diesem Format realisiert werden.
Movie-College-Team
Welche Kamera für Spielfilme?
Hi8 ist eher was für den Urlaub. Wer Spielfilme in etwas besserer Qualität drehen will, sollte sich auf jeden Fall eine digitale Kamera (DV) zulegen. Dort geht es preislich bei ca. 700,- Euro los. Man kann aber für eine semiprofessionelle Kamera im Amateurbereich bis zu ca. 10.000.- DM ausgeben.

Trotzdem glaube ich das man auch mit einer einfachen DV-Kamera im Spielfilmbereich nicht gerade glücklich sein wird, weil diverse Funktionen gegenüber professionellen Kameras einfach zu schlecht und ungenügend sind. Was ich aber in jedem Fall empfehlen kann ist die „legendäre“ Sony VX 1000. Von der Kamera steht zwar schon ein Nachfolger in den Regalen, deswegen bekommst Du diese auch nur noch gebraucht, aber das macht nichts, da die Bildqualität trotzdem auch noch professionellen Ansprüchen genügt.

Kurz zur Technik der Kamera: Die VX 1000 zeichnet im so genannten MiniDV Format auf. Dieses Format ist digital. Die digitale Aufzeichnungstechnik hat gegenüber der analogen, wie z. B. Hi8, große Vorteile: Erstens ist die Bildqualität oftmals um ein vielfaches höher und vor allem kann man das Material verlustfrei kopieren. Außerdem besitzt die VX 1000 drei Bildwandler. Dabei ist jeder dieser drei CCDs auf nur eine Farbe eingestellt, nämlich entweder Rot, Grün oder Blau. Die Auswirkung dieser Farbteilung ist, dass das Bild eine wesentlich größere Schärfe und Farbechtheit bekommt (das gleiche Prinzip wird übrigens in professionellen „Fernsehkameras“ auch verwendet).

In einfacheren Videokameras ist nur ein Bildwandler eingebaut der demnach für alle Farben zuständig ist. Im Klartext antworte ich auf Die Frage so: Ja natürlich kann man Hi8, Video8, VHS, S-VHS für Filmaufnahmen verwenden, aber die Qualität ist eben nicht so gut.

Andi
Sony VX 1000 vs. VX 2000 vs. VX 9000
Die Pixel pro Chip sind bei der VX 2000 mit 380.000 angegeben, bei dem Vorgänger VX1000 mit 450.000.
Patrick

Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten zwischen VX2000 und VX1000, da ich nur eine VX1000 besitze. Allerdings habe ich schon von mehreren Leuten gehört, dass die VX1000 qualitativ bessere Bilder liefert als die VX2000. Das einzige was mich stört ist, das ich bei der VX1000 durch einen Sucher schauen muss, während es bei der VX2000 ein aufklappbares LCD gibt.

Klaus

Das beste Forum für VX-1000/VX-2000/PD-150
http://videouniversity.com/wwwboard/vx1000/index.html

Gerhard Schwoiger

Zu beachten: Bei der VX-1000 gibt es nur 32kHz für den Ton!

Gerhard Schwoiger

In der Bildqualität unterscheiden sich VX-1000 und VX-9000 nicht, da beide das gleich Kamerateil verwenden. Der Vorteil der VX-9000 ist die bessere Tonqualität, aber vor allem auch die Tatsache, dass der Camcorder auf der Schulter aufliegt und somit (je nach Kameramann) ruhigere Aufnahmen möglich sind. Ich habe selbst eine VX-9000 und bin eigentlich recht zufrieden. Mit einer professionellen Kamera aus dem Broadcast (TV)-Bereich kann man den Camcorder aber nicht vergleichen, da die Bildqualität eher etwas schlechter ausfällt. Ansonsten ist meiner Meinung nach die VX-9000 die 500 Euro mehr auf jeden Fall wert.

Andi
Panasonic DS 8 – Einsteigermodell?
Also die DS 8 ist sozusagen der Einsteigercamcorder von Panasonic, ohne viel „Schnickschnack“. Du kannst mit dieser Kamera natürlich auch recht gute Ergebnisse erzielen wenn Du gewisse Regeln der Bildgestaltung einhältst. Technisch gesehen ist aber die DS 8 eine „recht primitive“ Kamera ohne alles. Ein Vorteil aber auch gleichzeitig Nachteil der Kamera ist der das sie sehr leicht ist, das ist zwar gut für unterwegs, weil man nicht soviel schleppen muss, wenn man das Gerät aber in der Hand hält wird man es wohl ziemlich schwer haben ruhige Aufnahmen zu machen, denn um so schwerer eine Kamera ist um so ruhiger werden die Aufnahmen.

Aber so toll die Welt der Digitalcamcorder ist, zaubern können „die Dinger“ (noch) nicht. Die DS 8 wird in der Bildqualität zu einer Hi8 nicht um Welten besser sein, was in der unteren Preisklasse dieser Camcorder aber absolut normal ist. Ich persönlich mag eher größere Camcorder (Profibereich) weil man da halt was in der Hand bzw. auf der Schulter hält, die kleineren Amateurcamcorder sind mir selbst irgendwie zu klein zum Filmemachen. Aber für die ersten Filme ist ein kleiner Camcorder völlig ausreichend.

Andi
Video oder lieber echter Film?
Semi- oder Professionelle Video-Ausrüstung für Einsteiger
Wenn Sie auf Film drehen, haben Sie insbesondere hohe Materialkosten: Jeder Meter belichteter Film kostet Geld. Sowohl für die Aufnahmen wie auch für die Nachbearbeitung (üblicherweise klassisch am Schneidetisch) brauchen Sie professionelle Unterstützung.

Grundsätzlich gilt: Bis jetzt gibt es noch kein Digitalformat, das an die Bildqualität von Film heranreicht. Dennoch spricht vieles für Digitalvideo: Die Kosten sind erheblich niedriger, Handhabung und Nachbearbeitung sind leichter; letztere kann sogar am heimischen PC stattfinden (notfalls nach einer kleinen Hardware-Auffrischung). Titelsetzung, Blenden und ggf. Effekte sind viel billiger und flexibler zu machen.

Ebenso wie es diverse Filmsorten gibt, gibt es auch diverse Digitalformate: DV, D8, DV-Cam, DVC-Pro, DVC-Pro 50, Digi-Beta, Digital-S etc. (siehe Digitale Videoformate). D8 ist das einzige dieser Formate, das sich ausschließlich für den Heimgebrauch eignet. Vergessen Sie D8.

Sowohl im Amateur- als auch im Profi-Bereich finden DV-Camcorder Anwendung. Gehobene Geräte dieser Klasse liefern bereits sendefähige Bilder. Viele Fernsehberichte und Dokumentationen werden auf DV gedreht. Die Einstiegsgeräte fangen bei etwa 1.000 Euro an, sind allerdings kaum für semiprofessionelle Zwecke geeignet. Wichtig für eine hohe Bildqualität sind so genannte Drei-Chip-Kameras, die für jede Grundfarbe (RGB) einen eigenen Chip haben. Ein ganz heißer Tipp dieser Kategorie ist die Canon XM-1 für rund 2.400 Euro. Veraltet, aber immer noch gut ist die Sony VX1000, die allerdings erst ab 3.200 Euro zu haben ist. Außerdem unterliegt sie in Sachen Tonqualität. Exzellente Bild- und Tonqualität erreichen Sie mit dem Nachfolgemodell VX2000, das allerdings um die 4.000 Euro kostet – im Vergleich zur XM-1 ein nur schwer zu rechtfertigender Aufschlag.

DV-Cam (Sony), DVC-Pro sowie DVC-Pro 50 (Panasonic) sind krisenfestere, für den Profi-Einsatz optimierte DV-Formate, die sich insbesondere durch professionelle Anschlüsse und flexiblere, aber auch kompliziertere Einstellmöglichkeiten an den Kameras von DV-Camcordern abheben. Preise: Je nach Ausstattung ab 6.000 Euro bis weit über 15.000 Euro. Achtung: DV-Camcorder können diese Formate nicht wiedergeben! Digi-Beta ist ein teures Profi-System, das extrem krisenfest, farbstark und funktionsreich ist. Mietpreis: ca. 1.750 Euro pro Woche. Digital-S ist ein selten verwendetes Format von JVC, das durchaus seine Qualitäten hat, aber aufgrund mangelnder Verbreitung und Unterstützung nicht weiter relevant ist.

Schneiden, Vertonen und Titelsetzung können Sie bei DV-Material an Ihrem PC machen. Ein schneller Rechner, dazu mindestens 128 MB Hauptspeicher und als Minimum 20 GB freier Festplattenplatz (eine Stunde DV-Video schluckt rund 11 GB) sind die Grundvoraussetzungen. Bitte beachten Sie ggf. die genauen Systemanforderungen der verschiedenen Schnittkarten.

Damit Ihr Rechner das DV-Material vom Camcorder einlesen kann (über den so genannten Firewire-Anschluss), brauchen Sie eine Schnittkarte (viele MACs haben Firewire dagegen bereits integriert). Solche Karten (inkl. Schnitt-Software) gibt es bereits ab 100 Euro. Die Lösungen unterscheiden sich nicht in der Bildqualität sondern ausschließlich in der Geschwindigkeit und der Güte der mitgelieferten Software. Eine sehr schnelle, gut ausgestatte Karte ist z. B. die Canopus DVRaptor für rund 750 Euro, die es in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Schnittprogrammen gibt (empfehlenswert ist z. B. Premiere 6.0). Damit können Sie das gedrehte Material professionell schneiden, vertonen und mit Titeln versehen. Hier ein paar Links, unter denen es weitere Informationen gibt:

Schnittkarten: Canopus, Matrox, Pinnacle Systems
Camcorder: Canon, Sony, Panasonic
Foren: www.videox.net, www.dvtotal.de, www.videotricks.de

Movie-College-Team
Alte S-VHS-Kameras
Am besten du verkaufst diese, legst nochmals was drauf und leistest dir eine MiniDV o.ä. S-VHS ist einfach nicht mehr aktuell!
Philipp

Auch ich habe eine S-VHS von Panasonic (MS1). Noch heute arbeiten damit Semiprofessionelle und sind damit sehr zufrieden. Das Casablanca System hat z. B. einen extra Anschluss für S-VHS.

Hubertus Klatte
Camcorder in USA kaufen?
Die Unterschiede zwischen PAL (Deutschland) und NTSC (USA) sind ziemlich gravierend. Da sind nicht nur die Bildwechselfrequenz (PAL: 25B/sec bzw. 50 Halbbilder; NTSC: 30B/sec bzw. 60 Halbbilder) auch die Farbinformation wird anders ausgegeben, wenn man also einen TV-Monitor oder einen europäischen VHS-Rekorder an den analogen Ausgang des Camcorders hängt, so ist keine Videoübertragung möglich. Also tendenziell würden wir vom Kauf erst einmal abraten. Inwieweit das Gerät in US-Version auf PAL umstellbar ist, wissen wir nicht. Vielleicht helfen folgende Sites weiter: http://www.dvfilmmaker.com/ oder http://www.tele.ucl.ac.be/PEOPLE/DOUXCHAMPS/ieee1394/cameras/
Movie-College-Team

Technik(en) auf Video

Die Zeit anhalten (Matrix)/Time Slice/Bullet Time SFX
Vor allem ist es eine technisch aufwändige und damit teure Technik... Kamera 1 nimmt den Sprung in gewohnter Manier auf – der Schauspieler springt in die Höhe. Jetzt kommt der Trick: In Höhe der Kamera 1 sind mehrere Kameras kreis-/halbkreisförmig aufgebaut. Diese Kameras werden im Kreis herum ausgelöst. Der Rest ist noch eine Frage des Schnitts. Ist der Schauspieler auf entsprechender Höhe angekommen, werden die Bilder der Einzelkameras eingebaut – ist der 360°-Schwenk um den Darsteller vollbracht kann man in die ursprüngliche Bewegung zurückschneiden. Man kann den Kamerakranz auch mit Kleinbild-Fotoapparate ersetzten. Ist aber eine sehr verzwickte und vor allem exakte Angelegenheit.
Christian Tauscher

Ein paar Links zu dem hier angewandten Time Slice- oder Bullet Time-Verfahren:

www.timeslicefilms.com/cameras_mac.html
www.6degrees.co.uk/en/2/199908ftthematrix.html
www.avid.de/presse/user_stories/2000/time_slice_effekt/index.php3?styear=2000 www.videox.net/timeslic.html

Gerhard Schwoiger

Bei Jugend Forscht 1999 stellte jemand seine Kombination aus Digitalkameras und Morphing vor. Die Digitalkameras nahmen wir oben beschrieben das Objekt aus 16 Positionen auf und konnten recht komfortabel gleichzeitig ausgelöst werden. Anschließend wurden Zwischenbilder gemorpht, deren Abweichungen zu „wirklichen“ Bildern kaum feststellbar waren. Durch die berechneten Zwischenbilder kann die Bewegung um das Objekt fast beliebig verlangsamt werden, ohne zu ruckeln.

Movie-College-Team
Zeitlupe mit Videokameras?
Mit der Zeitlupe ist das so eine Sache. Da tun sich die digitalen Wunderwerke tatsächlich schwer. Aber nicht nur die verschiedenen DV-Camcorder, selbst die derzeit „beste“ Digitale Videokamera, Sonys 24p kann keine Zeitlupe aufnehmen. Man kann aber eine Pseudo-Zeitlupe nachträglich mit den meisten professionellen Video-Schnittsystemen berechnen lassen. Aber die Betonung liegt auf Pseudo, denn echte Zeitlupe mit einer höheren Zahl an Einzelbildern liefert nur Film oder spezielle analoge Zeitlupen-Videorekorder (Fußball-Zeitlupen). Aber die Technik entwickelt sich dauernd, vielleicht kommt da auch bald etwas auf den Markt.
Movie-College-Team

Zeitlupen funktionieren beispielsweise gut mit Aura von Newtek, oder Retimer (weiß nicht mehr von wem). Diese Programme berechnen mit einer Art Morphing-Effekt Zwischenbilder. Das gibt eine perfekte Zeitlupe.

Martin

Mit diesen Programmen lässt sich übrigens auch der schöne Effekt aus Matrix realisieren. Knipst man mit vielen (Digital-) Kameras aus verschiedenen Winkeln gleichzeitig eine Szene und lässt dazwischen Bilder berechnen, was zum Ausprobieren auch mit ganz normaler Morphing-Software (als Freeware im Netz) möglich ist, dann bekommt man einen Schwenk um das „eingefrorene“ Motiv.

Movie-College-Team

ReTimer von REALVIZ (realviz.com/products/rt). Für nicht ganz so hohe Ansprüche bzw. für Zeitlupe mit kleinen zeitlichen Differenzen zum footage material reicht auch After Effects gut aus! (interprete footage settings)

Gerhard Schwoiger
Blue-Box
Mehr Infos gibt es bei den Links und Infos und im Movie-College-Artikel Bluebox.

Was ziemlich wichtig ist, ist das der Green- bzw. Bluescreen immer gut beleuchtet ist, ansonsten kann es zu stundenlanger Nachbearbeitung am PC kommen. Weiterhin muss der Schauspieler immer in dem grünen bzw. blauen Bereich sein. Es können ruhig Scheinwerfer auf den Seiten zu sehen sein, nur der Schauspieler soll immer in dem farbigen Bereich sein. Wenn du die einzelnen Szenen gedreht hast, nimmst du ein Programm wie Adobe After Effects und filterst das Grün bzw. das Blau heraus. Somit wird der Schauspieler rundherum transparent. Bei Bedarf muss man noch mit der Hand eine Maske zeichnen um alles zu entfernen, was nicht drinnen sein soll (Equipment, etc.). Danach, macht man noch Beleuchtungs- und Farbkorrekturen, da solche Trickaufnahmen meistens durch die Beleuchtung nicht unbedingt die richtige Qualität haben. Dann fügt man darunter als neue Ebene den Hintergrund ein. Noch skalieren und positionieren und fertig!

Die Schauspieler können auch vom Hintergrund verdeckt werden. Man kann ja die Ebenen praktisch wie Folien bei einem Zeichentrickfilm übereinander legen. Der Hintergrund an unterster Stelle, dann der Layer mit den Schauspielern, dann Elemente aus dem „Hintergrund“, die die Schauspieler verdecken.

Einen Schatten sieht man nicht, da er mit einer Opazität (Transparenz) auf dem grünen bzw. blauen Hintergrund liegt. Dadurch hat er ebenfalls einen grün bzw. blau Anteil in seiner Farbgebung und wird gefiltert. Man sollte die Szene (Greenscreen) ohnehin so ausleuchten, dass man gar keinen Schatten sieht. Den Schatten kann man mit After Effects später machen, indem man den Layer mit den Schauspielern kopiert, den Schauspielern alles an Helligkeit und Kontrast nimmst, sodass sie schwarz sind. Sie skaliert und perspektivisch verzerrt und schon passen die Schatten. Eventuell müssen mehrere Layer erstellt werden, wenn geometrische Unebenheiten in dem Hintergrund auftauchen!

Solltet ihr die Hintergrundszenen in einem 3D-Rendering Programm erstellen, so würde ich empfehlen, die Schatten gleich in die Szene zu rendern!

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